Körperblicke

Körperblicke von Ingold,  Felix Philipp
„Bildbetrachtung ist keine optische Einbahnstrasse − das ,Bild- sehen‘ impliziert den Akt des An- und Hineinsehens ebenso wie das Aus- und Heraussehen des Bildwerks.“ Felix Philipp Ingold eröffnet mit diesem Postulat einen literarischen Parcours zum Sehen und Gesehenwerden, der die Leserinnen und Leser zu Fragen und Phänomenen der Bildbetrachtung führt. Ausgehend von Rainer Maria Rilkes oft zitiertem Satz „... denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht...“ (aus Archaischer Torso Apollos), entwickelt der Autor am Leitfaden von bildnerischen Werken der Kunstgeschichte seit der Antike bis zur klassischen Moderne und zur Gegenwartskunst sowie über Sprach- werke der europäischen Moderne eine erhellende und eindrucksvolle Untersuchung. Begleitet wird Ingolds Bildbetrachtung mit Exkursen in die Sprachkunst und die Philosophie, die die Vielfältigkeit phänomenologischer Literatur zur Kunst und zur Wahrnehmungstheorie neu erschließt. „Jedes Bild hat seine eigene Physiognomie, einen eigenen „Blick“, der den Betrachter zum ,Zurückschauen‘ einlädt − das gilt keineswegs bloß für Portraits oder Selbstbildnisse, sondern für künstlerische Bilder generell.“
Aktualisiert: 2018-11-21
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Die Blindgängerin

Die Blindgängerin von Ingold,  Felix Philipp
Der Erzähler lässt den Journalisten Simon Goldin zu Beginn von Glasnost und Perestroika in die UdSSR reisen, um nach Lebenszeugnissen deutscher Kommunisten in den 1930er Jahren zu suchen. Seine russlanddeutsche, nach einem Unfall erblindete Übersetzerin Theodora Minzenberg ist ihm dabei behilflich. In Archiven stoßen die beiden auf einen Feuilletonisten namens Raimar Rilke, der einst - aus eher sentimentalen denn politischen Gründen - in die stalinistische Sowjetunion emigriert ist. Als unbedarfter Wiedergänger des Dichters Rainer Maria Rilke, der bereits um 1900 an denselben Orten zugange war, fällt Raimar Rilke einer ebenso abstrusen wie tragischen „Säuberungsaktion“ zum Opfer. In dreifacher zeitlicher Überblendung - 1900, 1930, 1990 - treten Goldin und Rilke in ein ingeniöses Wechselspiel der Identitäten, das Privates und Zeitgeschichtliches, Fiktives und Dokumentarisches immer wieder anders zusammenführt. Die durch eine selbständige Bilderstrecke ergänzte Erzählung findet in Basel ihr offenes Ende. Felix Philipp Ingolds Prosastil, der kolloquiale Eleganz und poetische Wucht kontrastierend vereint, erweitert unser Sensorium auf unterschiedliche, ja gegensätzliche Wahrnehmungssphären: So wie die „Blindgängerin“ dem Sehenden eine neue Form der Perzeption und des Beschreibens eröffnet, lässt die grelle Düsternis der ausgebreiteten „Fake-History“ blinde Flecken im heutigen Durchschnittsbewusstsein aufscheinen. Ein fulminantes Spiel mit der Plurivalenz von Fakt und Fantasie.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Für alle die im Herzen barfuß sind

Für alle die im Herzen barfuß sind von Hamm,  Peter, Heftrich,  Urs, Ingold,  Felix Philipp, Kunze,  Reiner, Rothmeier,  Christa, Skácel,  Jan
Einzigartige Dichtung aus Tschechien - bissig und charmant. Skácel ist Naturlyriker und kritischer Denker zugleich. Jan Skácels Lyrik ist voller Klang und Bilder. In kurzen Versen lässt der Dichter Landschaften entstehen, beschwört Vergangenes und beschreibt oder vielmehr feiert immer wieder die Natur. Dabei verbindet Skácel die Freude an Metrum und Takt mit einem klugen Spiel der Traditionen und seiner Vorgänger. Oft mit Trakl und Hölderlin verglichen, entwickelte der tschechische Dichter eine ganz eigene Sprache, in der sich romantische Naturbeschreibung mit politischem Scharfsinn verbindet und Alltagsbeobachtung mit lyrischem Formenreichtum vermischt wird. Diese Auswahl von Skácels Gedichten und Miniaturen ist eine Einladung, sein Werk kennenzulernen oder wieder zu lesen, das fast hundert Jahre nach der Geburt des Dichters immer noch voller Frische und Aktualität ist. Drei Texte über Jan Skácel komplettieren den Band, von Peter Handke, Philippe Jaccottet und Peter Hamm. Die laubigen laubfrösche bitten laut (der morgen stellt sich häufig taub und blind) mit laub auf den stimmen mit zungen betaut für alle die im herzen barfuß sind
Aktualisiert: 2018-12-21
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Das russische Duell

Das russische Duell von Ingold,  Felix Philipp
»Die Geschichte des Ehrenduells lässt über die Jahrhunderte hin erkennen, wie sich das ursprünglich exzessiv grausame Ritual, das als mörderisches Reitergefecht mit Säbeln oder Pistolen ausgetragen wurde, allmählich ausdifferenziert und sich gemildert hat, bis es schließlich, im späteren 19. Jahrhundert, als weitgehend unblutige Spielform privater Konfliktbewältigung seine einstige Funktion wie auch sein spektakuläres Faszinosum verlor.« Felix Philipp Ingold untersucht die dem russischen Duell zugrunde liegenden Konventionen aristokratischer und militärischer Ehrenhaftigkeit, aber auch deren Strapazierung durch theatralische Tabubrüche und exzessive Grausamkeit bei der Austragung. Der bewaffnete Ehrenhandel wird in Beziehung gesetzt zur traditionellen russischen Raufkultur, zur Körper-und Todesstrafe sowie zum Suizid. Der Darstellung sind zahlreiche historische Texte zur Rechtslage, zur Kodifizierung und zur literarischen Gestaltung des Duells im einstigen Zarenreich hinzugefügt, die die zentralen Unterschiede zur besser bekannten bürgerlichen Duellkultur eindrucksvoll beleuchten.
Aktualisiert: 2018-07-19
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Ein Patagonier in Berlin

Ein Patagonier in Berlin von Bachmann,  Ingeborg, Balmes,  Hans-Jürgen, Berressem,  Hanjo, Bondy,  François, Burger,  Hermann, Busch,  Günther, Conrad,  Jan, Dedecius,  Karl, Franz,  Norbert, Hädecke,  Wolfgang, Hamm,  Peter, Hammerschmid,  Beata, Harpprecht,  Klaus, Hartung,  Rudolf, Ingold,  Felix Philipp, Jelenski,  Konstantin A., Jenny,  Urs, Kellner,  Rolf, Kesting,  Marianne, Kliemann,  Peter, Klier,  Walter, Klotz,  Volker, Konjetzky,  Klaus, Kreuder,  Ernst, Krzywon,  Ernst Josef, Kühl,  Olaf, Kunstmann,  Heinrich, Langer,  Gudrun, Manthey,  Jürgen, Mayer,  Hans, Raddatz,  Fritz, Reich-Ranicki,  Marcel, Ritz,  German, Schmid,  Herta, Scholze,  Dietrich, Schuh,  Franz, Schultze,  Brigitte, Ulrich,  Helmut, vom Hove,  Oliver, Wirpsza,  Witold, Wuthenow,  Ralph-Rainer, Zybura,  Marek
Die Ursprünge deutscher Rezeption des Schaffens von Witold Gombrowicz (1904–1969) und ihr Verlauf im 20. Jahrhundert entziehen sich heute breiterer Kenntnis, obwohl das Werk selbst dem interessierten Lesepublikum zugänglich ist wie noch nie zuvor. Dies betrifft insbesondere die frühe Phase, die mit der Werkausgabe im Neske Verlag (Pfullingen) verbunden war, aber auch die Reaktion auf die zweite Werkausgabe im Carl Hanser Verlag. Deshalb verfolgt die vorliegende Dokumentation das Ziel, dem an Gombrowicz interessierten Leser die markantesten Zeugnisse jener Rezeption an die Hand zu geben. Auf die Theaterkritik wird bewußt verzichtet. Sie bleibt einer separaten Bestandsaufnahme vorbehalten, weil sie in der Regel (so auch im Falle der Gombrowicz’schen Stücke) vorzüglich an den Aufführungen, am Theater also und nicht an genuinen Originaltexten, geübt wird. In chronologischer Hinsicht beinhaltet der Band Texte aus einem knapp halben Jahrhundert der Gombrowicz-Rezeption im deutschsprachigen Raum – von 1960 (deutsches Buchdebüt des Autors mit Ferdydurke) bis 2003. Das Schlußdatum erklärt sich aus dem nachfolgenden Gombrowicz-Jahr 2004, das über den konkreten Anlaß (100. Geburtstag des Autors) hinaus eine Zäsur im Rezeptionsprozeß bildete. Legitimiert wird eine Dokumentation zur deutschen Gombrowicz-Aufnahme durch die Tatsache, daß seinem Schaffen in der Rezeptionsgeschichte der polnischen Literatur im deutschsprachigen Raum und speziell in Deutschland ein besonderer Rang zukommt. […] Ich überreiche das Buch den ‚Ferdydurkisten‘ in Deutschland, Österreich und der Schweiz (aus diesen drei Ländern stammen seine Autoren) in der Hoffnung, ihnen damit ein willkommenes Kompendium der deutschsprachigen literaturkritischen, essayistischen und wissenschaftlichen Reflexion über das Werk von Gombrowicz an die Hand zu geben. Die Kenner mögen daraus neue Impulse für ihre Gombrowicz-Lektüre schöpfen (oder darin diese Lektüre bestätigt finden); den mit Gombrowicz noch nicht vertrauten, aber willigen Lesern möge dieses Buch einen ersten Zugang zu seinem Werk verschaffen. Aus dem Vorwort des Herausgebers
Aktualisiert: 2019-01-02
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Todeskonzepte der russischen Moderne

Todeskonzepte der russischen Moderne von Ingold,  Felix Philipp
Zum hundertsten Jahrestag der Russischen Revolution erscheint die vorliegende Monografie, die darauf angelegt ist, die Todeskonzepte der russischen Moderne in umfassender Weise aufzuarbeiten. Dabei wird eine Vielzahl von aus der Verstreuung beigebrachten Materialien erstmals in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht: Die historisch-kritische Abhandlung gewinnt somit den Charakter eines epochalen, ausführlich kommentierenden Grundlagenwerkes. Mit stetiger Bezugnahme auf den zeitgeschichtlichen Kontext werden publizistische, philosophische und literarische Texte sowie politische und private Dokumente aus der Zeit zwischen 1890 und 1930 gesichtet, um das thanatologische Denken der russischen Moderne zu synthetisieren, dabei aber auch dessen Besonderheiten und Widersprüche herauszustellen. Als „Todeskonzepte“ werden nicht nur unterschiedliche Einstellungen zum individuellen Sterben festgehalten, sondern auch weithin diskutierte Topoi wie das Ende der Geschichte, der Untergang des Abendlands und des Russentums, die christliche Apokalyptik, die zivilisatorische Dekadenz und Entartung, der Traditionsbruch und der Innovationsanspruch der Künste. Es mag vom Untergang, vom Ende oder vom Tod die Rede sein – stets bleibt daran das Interesse gekoppelt, ob und wie es danach weitergeht.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Niemals keine Nachtmusik

Niemals keine Nachtmusik von Ingold,  Felix Philipp
„Niemals keine Nachtmusik“ enthält thematisch höchst unterschiedliche, informell, nach „innerer“ Notwendigkeit angelegte, teils in Prosa-Betrachtung mündende Gedichte Felix Philipp Ingolds aus den letzten zehn Jahren, dazu ein Hörstück für drei Stimmen. Konzentriert und nonchalant zugleich unternimmt der findige Form-Experimentator und Forscher von Wirkungen poetischer Sprache Sondierungsgänge ins System sprachlicher Zeichen und untersucht im kreativen Prozess Mechanismen der Produktion von Bedeutung und Sinn. Ingold durchstreift dabei einen ganzen Kosmos an Tradition von Kunst, Dichtung, Musik und Philosophie, umkreist Fremdes mit Anspielungen und amalgamiert solches mit Eigenem zu hochkomplexen poetischen Gebilden. Eine solche Lyrik befördert eine Art umfassenden Verstehens: Im Gleiten über die Brüche zwischen Wörtern und Sätzen, im Driften entlang von Gleichklang und Mehrfachbedeutung, im Nachvollzug gedanklicher Zickzackbewegungen und Rösselsprünge werden kognitive, emotionale und körperliche Effekte zugleich stimuliert. Mit Ironie, akkuratem Humor und Wortwitz beutelt Ingold konfektionierte Lyrismen und gängige Weisen metaphorischen Denkens durcheinander und führt uns vor, wie sich poetisches Sprechen heute aus jedem Gedicht heraus neu zu entwerfen vermag.
Aktualisiert: 2018-04-03
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Direkte Rede

Direkte Rede von Ingold,  Felix Philipp
Mit dem Fürwort "ich" behauptet sich der Sprecher als erste Person in der Einzahl. Das Wort steht für Individualität, Subjektivität, Unverwechselbarkeit. Dennoch ist es im Sprachgebrauch ein mehrdeutiges Wort, eine Art Joker, der sich versetzen lässt, je nachdem, in welcher Redeperspektive er gebraucht wird - ob im Gespräch, in einem Zitat, in einer Rollenprosa, auf der Bühne oder "im Namen" einer höheren Instanz. Die vorliegenden Erzähltexte sind als ein literarisches Experiment angelegt, das die Rhetorik des "Ich"-Sagens auf ihre Möglichkeiten und auf ihre Grenzen hin prüfen soll. In LXXVII Monologen kommen 77 imaginäre Gestalten zu Wort, monster-, gespenster-, engelhafte Wesen, aber auch Objekte aus der Dingwelt, die allesamt bedenkenlos und ungeniert "ich" sagen, obwohl sie über kein souveränes "Ich" verfügen - sie sprechen nach dem Diktat des Autors und sie sagen "ich" gemäß der Rolle, die sie zu spielen haben. Ob und wie das geht, zeigen die hier dokumentierten "Selbstversuche", bei denen nicht nur eine "Angstselige", ein "Zwillinger" und ein "Ladenhüter", sondern auch ein "Odradek" und selbst der Schreibtisch des Verfassers in der ersten Person der Einzahl zu Wort kommen.
Aktualisiert: 2017-07-12
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