Aktualisiert: 2019-12-05
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Die hier gesammelten Erinnerungen reichen zurück in die frühe Kindheit des Verfassers und sie schließen ab mit Berichten aus den ersten Nachkriegsjahren. Der Autor versetzt sich in die Perspektive des Kindes, des Jungen, des jungen Mannes von einst, mischt sich jedoch immer wieder mit seiner eigenen Stimme in den Erinnerungsprozeß ein. Im einzelnen ist die Rede vom ohnmächtigen Haß auf Hitler und die Nazis, vom Leiden an und mit der Familie, vom Druck der Schule, vom Einsatz an der Heimatfront, vom falschen und echten Glanz damaliger Universitätsprofessoren und von den diversen Anstrengungen eines literaturverliebten Studenten, in jener auch geistig in Trümmern liegenden Epoche inneren Halt zu finden. Daß der junge Mann dabei das Thema Sex und Liebe nicht aus den Augen verlor, auch davon wird hier angemessen ausführlich erzählt, nicht ohne Melancholie des Sicherinnernden.
Dr. Franz Norbert Mennemeier, Jahrgang 1924, studierte Deutsche Literatur, Englisch, Geschichte, Philosophie. Bis 1964 im Schuldienst tätig, lehrte und forschte er seitdem an den Universitäten Gießen, Braunschweig, Berlin und Mainz. Mennemeier, inzwischen emeritiert, ist Verfasser und Herausgeber u.a. von Büchern über deutsche Frühromantik (F. Schlegel), deutsche und europäische Literatur der Jahrhundertwende, deutsche und europäische Dramatik des 20. Jahrhunderts, deutsches Exildrama. In dem Buch „Spiegelungen“ (1998) sind literaturkritische Aufsätze gesammelt, die Mennemeier über lange Jahre für die Zeitschrift „neues rheinland“ geschrieben hat Weitere Informationen über: http://www.uni-mainz.de/~mennemei/
Aktualisiert: 2019-12-05
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Diese Erzählung ist zunächst und vor allem anderen eine Liebesgeschichte. Allerdings, die Heldin, eine erfolgreiche deutsche Schauspielerin, hat jenseits ihres Liebesglücks ein Identitätsproblem, das mit ihrem jüdischen Familienhintergrund und schlimmen Erlebnissen während der Nazizeit zusammenhängt. Am Ende scheint sie dieses Problem für sich zu lösen, indem sie sich zur Überraschung ihrer Umgebung von ihrer Schauspielerei abwendet und sich zum Judentum als künftigem eigentlichen Lebensziel bekennt. Der Autor entwirft zugleich ein fesselndes Bild von den barbarischen geschichtlichen Bedingungen, unter denen die Liebeshandlung sich hier entwickelt. Was ist wahre Liebe? Diese zentrale Frage zieht sich als roter Faden durch die ganze Erzählung.
[Ein für alle Mal beantwortet wird sie trotz vieler positiver Signale nicht, auch nicht in jener Schlußszene, in der die Frau es im Zustand der Erleuchtung unternimmt, ihrem darüber erschrockenen Ehemann ewiggültige Wahrheiten mitzuteilen.]
Aktualisiert: 2019-12-05
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Das Buch bietet eine argumentativ fesselnde und vorzüglich lesbare Gesamtdarstellung der Lyrik Bertolt Brechts: von der "Hauspostille" über die "Svendborger Gedichte" bis zu den "Buckower Elegien".
Brechts Liebeslyrik und seine Naturgedichte werden ebenso eindringlich gewürdigt wie seine Großstadtpoesie, seine Exilgedichte und jene provozierenden poetischen Gebilde, in denen eine neuartige Ästhetik des Lehrgedichts entwickelt wird.
Prof. Dr. Franz Norbert Mennemeier ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Der Verfasser legt hier seine Gießener Habilitationsschrift des Jahres 1971 erneut vor. Das umfangreiche Literaturverzeichnis ist auf den heutigen Stand gebracht. Nachträgliche stilistische Eingriffe, vorgenommen an einigen wesentlichen Punkten, haben dafür gesorgt, daß der neue Text jedenfalls nicht schlechter zu lesen ist als der alte. Dieser war seinerseits schon durch das Bemühen des Verfassers gekennzeichnet, die höchst komplexe, zum Teil in Fragmenten und Tausenden von nachgelassenen Notizen festgehaltene Gedankenwelt des großen Literatur- und Kulturkritikers Friedrich Schlegel dem Leser auf eine Weise nahezubringen, daß der Zusammenhang, die innere Systematik in dem scheinbar chaotischen Chaos dieses überreichen Geistes sichtbar werden. Elitären, schwierigen Fachjargon hat der Verfasser also nach Kräften zu vermeiden gesucht. Schlegels eigentümliche, seine Kritik fundierende Poetik und Ästhetik, seine Geschichtsphilosophie nicht zu vergessen, sind schließlich schon schwierig genug. Andererseits kann von einem Schlegel-Interpreten nicht erwartet werden, daß er über einen in der gedankenschweren Sphäre der Philosophie des deutschen Idealismus großgewordenen Autor in einem mühelos zu konsumierenden Diskurs handelt, dazu noch im Rahmen einer Studie, die sich in die Usancen eines altehrwürdigen akademischen Rituals zu fügen hatte. – Keine Frage, daß Friedrich Schlegels kritischer Grundimpetus zumal in den Anfängen, aber in gewandelter Form auch später noch darauf abzielt, über die literarischen und kulturellen Verhältnisse seiner eigenen Zeit nicht nur abstrakt zu theoretisieren, sondern durch literarisches Handeln, durch den Einsatz auch ganz neuartiger Text- und Publikationsstrategien an der Veränderung jener Verhältnisse zum Besseren hin tatkräftig mitzuwirken. Das ist einer der der Gründe, weshalb die vorliegende Monographie sich methodisch in erster Linie an den zu Lebzeiten Schlegels publizierten, in voller „öffentlicher“ Verantwortung verfaßten literaturkritischen Arbeiten orientiert. In ihnen tritt Schlegel als Kritiker (im anspruchvollsten Sinn des Worts) mit noch heute faszinierender sprachlicher und intellektueller Kraft und Energie hervor. Der weitverzweigte, erst in jüngerer Zeit edierte Nachlaß Schlegels ist deshalb aber keineswegs vernachlässigt worden. Vielmehr wird das dort anfallende Material unter anderem in den zahlreichen Fußnoten des Buchs zur Erhellung der im Haupttext vorgetragenen Analysen ständig mit herangezogen – dies auch in der Absicht, zugleich einen Eindruck von der einzigartigen Universalität und Offenheit der Schlegelschen Reflexion zu vermitteln. – Die Untersuchung leistet zweierlei: Zum einen wird der Gang der Entwicklung Schlegels als Kritiker geradezu minutiös nachgezeichnet – von dem sogenannten „Studium“-Aufsatz (1795/97) und der Rezension des Jacobischen „Woldemar“ (1796) über die „Wilhelm Meister“-Charakteristik (1798) und das große, vielseitige „Gespräch über die Poesie“ (200) bis hin zu der späten Auseinandersetzung mit Lamartines „Méditations poétiques“ und dem dichterischen Schaffen Lord Byrons (1820) – Zum anderen sind in der hier manifesten außerordentlichen Mannigfaltigkeit der einzelnen kritischen Ansätze die ebenso imponierende Konsistenz und die Kontinuität der zentralen Ideen Schlegels in den Blick gehoben worden. Daß ein totaler Bruch existiere zwischen dem frühen, „witzigen“, „ironischen“ Schlegel, der angeblich unentwegt Tabus und Konventionen verletzt, und dem „späten“ Schlegel, der sich angeblich unkritisch und resigniert dem Metternichschen System und dem Katholizismus in die Arme geworfen habe, daß infolgedessen – da Schlegel der repräsentative kritische Kopf der deutschen (und der europäischen) Romantik war – auch ein ähnlich gravierender Bruch zwischen der frühen und der späten Romantik konstatiert werden müsse - dieser in der Forschung, auch in der öffentlichen Meinung noch immer vorherrschenden Auffassung wird in Mennemeiers Schrift mit aller philologischen Umsicht eine andere Sicht der hier zur Debatte stehenden Dinge entgegengestellt. Im Ausgang von dem Begriff der „objektiven“ Poesie, wie ihn Schlegel in seiner frühen, politisch-literarischen Kampfschrift „Über das Studium der griechischen Poesie“ mit einer schon hier für diesen Autor typischen dialektischen Verve entwickelt hat (übrigens im schärfsten Widerspruch zu der heutigen Bedeutung des Worts „objektiv)“, gelingt es dem Verfasser, ein für Schlegel entscheidendes, in seinen Augen alle wahre Literatur und Literaturkritik allererst ermöglichendes, „absolutes“ ästhetisches Moment der künstlerischen Reflexion herauszuarbeiten. Es handelt sich für Schlegel dabei um eine tiefverborgene Kraft der Phantasie und der Sprache, wirksam z.B. in der allgegenwärtigen sanften „Ironie“ des Goetheschen „Wilhelm Meister“ ebenso wie in der „gesellschaftlichen“ Prosa eines Lessing und Forster; es ist eine Energie, die alle Anweisungen einer herkömmlichen Regelpoetik aufs entschiedenste negiert. Indem das vorliegende Werk diese Tiefenschicht der diversen Schlegelschen Kritiken und Charakteristiken ans Licht bringt, widerspricht es der gängigen Meinung, in der Epoche der deutschen Romantik habe durchweg das „Subjektive“ vorgeherrscht, etwa auch noch in dessen modernster, jegliche positive Norm eines Höheren, Unendlichen, Allgemeingültigen leugnender Gestalt.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Band 2 von Franz Norbert Mennemeiers „Modernes Deutsches Drama“ setzt mit gutem Grund ein bei dem hervorragenden Theater des deutsch-ungarischen Dichters Ödön von Horváth. Sozusagen am Vorabend der Nazi-Herrschaft entstanden, alsbald unterdrückt und für lange Zeit in Vergessenheit geraten, erlebte dieses Theater in den 60er Jahren eine regelrechte Renaissance. Noch heute ist Horváth auf den Bühnen und selbst im Fernsehen präsent. Das nächste Kapitel knüpft an die ausführlichen Brecht-Analysen des ersten Bandes an. Es skizziert mit Hilfe einer kombinatorischen Lektüre diverser einschlägiger Texte die hochinteressante Brechtsche Faschismustheorie. In eindringlichen Einzelinterpretationen werden Vorzüge und Grenzen der dezidiert antifaschistischen Stücke Brechts, vor allem der im Exil verfaßten („Die Rundköpfe und die Spitzköpfe“, „Furcht und Elend des Dritten Reiches“, „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, „Schweyk im Zweiten Weltkrieg“ u.a.), herausgestellt. In scharfem Kontrast zum Werk dieser beiden Autoren, des „bürgerlich“-liberalen, kritisch-realistischen Horváth auf der einen Seite, des vom Marxismus inspirierten Brecht auf der anderen, wird dann ein Bild von der Dramatik in den schlimmen Jahren 1933 bis 1945 gezeichnet. Der Leser gewinnt eine aufschlußreiche Anschauung von der aggressiven Nazi-Kulturpolitik. Er erhält Einblick in jenen von den Propagandisten des Dritten Reichs beförderten kulturellen Verfallsprozeß, in dessen Verlauf Traditionsbestände deutsch-idealistischer Provenienz, vor allem eine altehrwürdige europäische Theorie der Tragödie, sich ins Gegenteil ihrer selbst verkehrten. Am Beispiel von damals tonangebenden Autoren wie Paul Ernst, E. Bacmeister, C. Langenbeck, H. Baumann wird dieser Vorgang im einzelnen herausgearbeitet. Am Beispiel Hanns Johsts („Schlageter“, 1933) wird eine ähnlich fatale Entwicklung, nämlich die vom Expressionismus zum Faschismus, verdeutlicht. Im folgenden schildert der Verfasser, wie sich nach 1945, z.T. gegenüber dem zunächst zum Zug kommenden überlegenen Theater des Auslandes, allmählich eine eigenständige deutschsprachige Dramatik herausbildet – von Wolfgang Borchert, Dramatiker der sogen. „Stunde Null“, über das humanistisch engagierte Theater Max Frischs und Friedrich Dürrenmatts bis hin zu Peter Weiss. Weiss erlangte in den wildbewegten 60er Jahren, u.a. mit Stücken wie „Marat/Sade“ und „Die Ermittlung“, große politische Bedeutung. Er wird hier dementsprechend ausführlich gewürdigt. In jener Periode drehte sich der maßgebliche öffentliche Diskurs, noch immer unter dem Trauma der Nazi-Katastrophe stehend, erneut mit Vehemenz um das Thema der Revolution. Insbesondere die junge Generation ließ sich von der scheinbar ungebrochenen Faszination bestimmen, die von dem Begriff des Sozialismus ausging. Band II von Mennemeiers „Modernes Deutsches Drama“ verfolgt diese inzwischen für manchen Betrachter historisch wirkende Diskussion bis in die Dramatik und Ästhetik der sogen. „sozialistischen Übergangsgesellschaft“ der DDR, in welcher der späte Brecht u.a. mit seinen „Katzgraben-Notaten“ noch einmal eine wichtige theoretische Rolle spielte. Mit Kapiteln u.a. über nach wie vor viel beachtete Autoren wie Forte, Hochhuth, Handke, Walser, Bernhard, Kroetz, Turrini, Bauer führt dieses Buch zugleich dicht an das Drama und Theater der Gegenwart heran.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Franz Norbert Mennemeiers „Das moderne Drama des Auslandes“, viel gelobt, viel gelesen, lange Zeit vergriffen, ist nun endlich wieder auf dem Büchermarkt präsent. Schon für die dritte Auflage (1976) war der Umfang dieser weitausgreifenden Darstellung der neueren und neuesten Erscheinungen im europäischen (und amerikanischen) Drama und Theater erheblich erweitert worden. Für die jetzige, vierte Auflage hat der Verfasser, emerit. Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Mitglied des P.E.N., wiederum einige Aufsätze hinzugeschrieben, nämlich über Sam Shepard, den gegenwärtig wichtigsten amerikanischen Bühnenautor, über den Briten Tom Stoppard, diesen „neuen Oscar Wilde“, über den älteren spanischen Dichter Ramón del Valle-Inclán, der mit seinen neu entdeckten „esperpentos“ als ein ganz Moderner erscheint, über den Polen Janusz Glowacki, der in den USA seit einiger Zeit zu den erfolgreichsten Autoren zählt und inzwischen auch in Deutschland aufgeführt wird.
Es versteht sich, daß für diese vierte Auflage auch das reichhaltige Verzeichnis der wissenschaftlichen Literatur auf den neuesten Stand gebracht worden ist. – Die theatergeschichtliche Lage mag sich in den letzten Jahren in mancher Beziehung verändert haben, doch kann Mennemeiers Werk noch immer Aktualität beanspruchen, vielleicht sogar zusätzlich gewinnen: Wo das heutige Theater noch oder wieder auf Texte zurückgreift, wo auf Hochschulen und Schulen Dramen diskutiert werden, da handelt es sich meist um eben die, die im vorliegenden Buch vorgestellt werden.
Unbestreitbarer Vorzug des Werks ist seine Methode. Nicht lexikalische Vollständigkeit wird angestrebt, kein die individuellen Phänomene einebnender ‚Überblick’ soll geboten werden. Der Verfasser hat, durchaus auch in kritischer Absicht, aus der enormen Menge des Produzierten ausgewählt. Die etwa vierzig, ohne beschwerlichen Fachjargon geschriebenen exemplarischen Analysen und Charakteristiken des Buchs vermitteln eine wissenschaftlich fundierte, sprachlich fesselnde Gesamtanschauung von der Ästhetik und den intellektuellen Inhalten einer großen Zeit des Theaters. Gewissermaßen hautnah an den Texten erfährt man, daß die hier besichtigte Epoche mit der unsrigen und deren entscheidenden Fragestellungen noch aufs engste verbunden ist.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Mennemeiers seit längerem vermißte Studien zum modernen deutschen Drama, deren erster Band hier in dritter, erweiterter Auflage vorliegt, unterscheiden sich von thematisch verwandten Werken durch die fesselnde, engagierte Darstellung. Der Leser wird gründlich und zuverlässig informiert. (Das Literaturverzeichnis ist auf den neuesten Stand gebracht.) Enzyklopädische Vollständigkeit ist indes nicht angestrebt. Vielmehr hat sich der Verfasser bemüht, den Leser in eine lebendige Diskussion hineinzuziehen. Die hier vorgenommene Rekonstruktion der vehementen Entwicklung, welche die deutsche Dramatik vom frühen, „idealistischen“ Expressionismus der Sorge, Stramm, v. Unruh, Hasenclever und anderer bis hin zum jähen Abbruch durch die Nazi-Herrschaft durchläuft, bringt in genauen, kritischen Analysen exemplarischer Stücke zugleich das innere „Drama“ der hier involvierten politischen und ästhetischen Kategorien zur Anschauung. Der zentrale Begriff der Revolution, um den sie kreisen und der bis in die enttäuschenden Erfahrungen einer ganzen Generation hinein nachwirkt, wird in den verschiedensten Aspekten vorgestellt. Die heute wie damals faszinierenden dramaturgischen Konzepte Bertolt Brechts erscheinen in Mennemeiers Buch als Endpunkt und Resultat einer Logik, die einem wechselvollen geschichtlich-kulturellen Prozeß innewohnt. Neben der eigentlich gesellschaftskritisch-politisch orientierten Dramatik der Zeit wird auch das sonstige Spektrum dramatischer Genera beleuchtet. Damalige „Tragödienversuche“ (Kornfeld, Goering) und „Komödienversuche (Carl Sternheim, Lasker-Schüler) werden ebenso gewürdigt wie „Tendenzen der Satire“ (Kaiser, Goll). Ein breites Kapitel gilt Frank Wedekind als einem der großen Vorläufer des deutschen und europäischen Dramas.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Mennemeier, Franz Norbert: Literatur der Jahrhundertwende. Europäisch-deutsche Literaturtendenzen 1870-1910.
Mit einem Beitrag von Horst Fritz über europäischen Jugendstil
(Germanistische Lehrbuchsammlung, Band 39)
ISBN 3-89693-339-6 (2. verbesserte und erweiterte Aufl., 09/2001)
512 Seiten, Ebr., EUR 46,00
Der Leser wird über Autoren, Texte, Tendenzen der damaligen deutschsprachigen Literaturszene unterrichtet und er wird zugleich mit den literarischen Verhältnissen im übrigen Europa vertraut gemacht. Diese Einbeziehung der ‚Außenperspektive‘, u.a. durch den historischen Gegenstand selbst erzwungen, läßt die deutsche Dichtung der Epoche erst richtig plastisch werden. Ähnlichkeiten und Unterschiede der Literaturproduktion in Deutschland und den anderen europäischen Nationen werden sichtbar. Im einzelnen heißt das: Rilke und Hofmannsthal, aber auch Walter Pater und Mallarmé; Arno Holz und Arthur Schnitzler, aber auch Emile Zola und Paul Valéry; Gerhart Hauptmann, aber auch August Strindberg; Thomas und Heinrich Mann, aber auch Hamsun, Tolstoj und Dostoevskij usw. Überblicksdarstellungen über naturalistische Gruppen, über zeitgenössische Trivialliteratur, über das englische Fin de siècle, über die sogen. “anderen” Literaturen, insbesondere jedoch die zahlreichen eindringlichen (z.T. auch kritischen) Analysen exemplarischer Texte sorgen dafür, daß der Leser eine fesselnde Gesamtanschauung von einer der interessantesten Epochen der neueren Literaturgeschichte erhält. Das auf den neuesten Stand gebrachte Literaturverzeichnis gibt Hinweise für weitere Beschäftigung mit dem Gegenstand.
Zum Verfasser: Franz Norbert Mennemeier habilitierte sich 1970. 1971-1973 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Braunschweig. 1973-1979 ordentlicher Professor für Deutsche Philologie und Allgemeine Literaturwissenschaft. Seit 1979 Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Aktualisiert: 2020-01-20
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