claim
Ute Richter, Georg Seesslen
‚Kunst, die eine Pause zum Nachdenken schafft: Niemand kann über die Kunst nachdenken, ohne auch über den Rest der Welt nachzudenken. Da es aber durchaus möglich ist, über den Rest der Welt nachzudenken, ohne über Kunst nachzudenken, werden wir Kunst auch als ein anderes zu betrachten lernen. Kunst ist ein Teil vom Rest der Welt, aber auch etwas ganz anderes. Kunst geht in den Besitz- und Eigentumsverhältnissen, in den Definitionen und Diskursen, in den bestimmenden, beschränkenden und, logisch: ausbeutenden Zugriffen von Staat und Gesellschaft nicht auf. Was irritierenderweise übrig bleibt, könnten wir ganz einfach mit Zukunft bezeichnen. Oder noch besser: mit ›Möglichkeit‹.‘ (Aus dem Essay von Georg Seeßlen.)