Der Streit zwischen Papst und Königtum um die Investitur der Bischöfe wurde am Ende des 11. Jahrhunderts zu einem grundsätzlichen Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt. Vor diesem Hintergrund ist das Wirken der Pataria, einer religiösen Bewegung, in mehreren oberitalienischen Städten zu sehen. Radikale Laien nahmen in Mailand, Cremona, Piacenza und Brescia gegen den örtlichen Bischof und den jeweiligen städtischen Klerus die sittliche und religiöse Erneuerung in die eigenen Hände. Dabei nutzten sie geschickt die bestehenden frühkommunalen Strukturen für ihre Agitation und die Durchsetzung ihrer Ziele. So erfuhren die bereits bestehenden Formen gemeinschaftlicher Willensbildung und Entscheidungsfindung eine deutliche Aufwertung. Das Wirken der Pataria wurde zu einem Beschleuniger der kommunalen Entwicklung in Oberitalien.
Aktualisiert: 2023-06-28
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Obwohl der Terminus honor civitatis („Ehre der Stadt“) in allen im Umfeld der oberitalienischen Städte entstandenen Quellen verwendet wird, fand er bei der Beschreibung der kommunalen Herrschaftspraxis bisher eher wenig Beachtung. Dies hängt mit der Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts zusammen, die die hochmittelalterliche Kommune als Vorläufer des modernen bürgerlichen Verfassungsstaates charakterisierte – eine Vorstellung, mit der die Ehre, als vermeintlich archaisches Moment, nur schwer in Einklang zu bringen war. Johannes Bernwieser untersucht am Beispiel der langwierigen, unter Beteiligung des Stauferkaisers Friedrich Barbarossa eskalierenden Konflikte zwischen Genua und Pisa um Sardinien (1162–1175) sowie zwischen Mailand und Cremona um die Insula Fulcheria (1162–1186), welchen Stellenwert der honor civitatis bei der Eröffnung, Führung und Beendigung dieser Auseinandersetzungen innehatte. Er zeigt, dass die Kategorie der städtischen Ehre bei der politischen Kommunikation und Interaktion der kommunalen Eliten eine zentrale Rolle spielte: An ihr richteten die Akteure ihr Handeln aus und unter ihr wurde dieses Handeln auch wahrgenommen und bewertet. Die Studie gewährt deshalb nicht nur Einblicke in das Selbstverständnis derjenigen Personen, die mit der städtischen Ehre argumentierten, sondern erlaubt gleichzeitig auch Rückschlüsse auf deren Wahrnehmung durch die Zeitgenossen. Damit wird eine bislang kaum untersuchte Facette städtischer Identität greifbar.
Aktualisiert: 2023-06-22
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Obwohl der Terminus honor civitatis („Ehre der Stadt“) in allen im Umfeld der oberitalienischen Städte entstandenen Quellen verwendet wird, fand er bei der Beschreibung der kommunalen Herrschaftspraxis bisher eher wenig Beachtung. Dies hängt mit der Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts zusammen, die die hochmittelalterliche Kommune als Vorläufer des modernen bürgerlichen Verfassungsstaates charakterisierte – eine Vorstellung, mit der die Ehre, als vermeintlich archaisches Moment, nur schwer in Einklang zu bringen war. Johannes Bernwieser untersucht am Beispiel der langwierigen, unter Beteiligung des Stauferkaisers Friedrich Barbarossa eskalierenden Konflikte zwischen Genua und Pisa um Sardinien (1162–1175) sowie zwischen Mailand und Cremona um die Insula Fulcheria (1162–1186), welchen Stellenwert der honor civitatis bei der Eröffnung, Führung und Beendigung dieser Auseinandersetzungen innehatte. Er zeigt, dass die Kategorie der städtischen Ehre bei der politischen Kommunikation und Interaktion der kommunalen Eliten eine zentrale Rolle spielte: An ihr richteten die Akteure ihr Handeln aus und unter ihr wurde dieses Handeln auch wahrgenommen und bewertet. Die Studie gewährt deshalb nicht nur Einblicke in das Selbstverständnis derjenigen Personen, die mit der städtischen Ehre argumentierten, sondern erlaubt gleichzeitig auch Rückschlüsse auf deren Wahrnehmung durch die Zeitgenossen. Damit wird eine bislang kaum untersuchte Facette städtischer Identität greifbar.
Aktualisiert: 2023-06-22
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Obwohl der Terminus honor civitatis („Ehre der Stadt“) in allen im Umfeld der oberitalienischen Städte entstandenen Quellen verwendet wird, fand er bei der Beschreibung der kommunalen Herrschaftspraxis bisher eher wenig Beachtung. Dies hängt mit der Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts zusammen, die die hochmittelalterliche Kommune als Vorläufer des modernen bürgerlichen Verfassungsstaates charakterisierte – eine Vorstellung, mit der die Ehre, als vermeintlich archaisches Moment, nur schwer in Einklang zu bringen war. Johannes Bernwieser untersucht am Beispiel der langwierigen, unter Beteiligung des Stauferkaisers Friedrich Barbarossa eskalierenden Konflikte zwischen Genua und Pisa um Sardinien (1162–1175) sowie zwischen Mailand und Cremona um die Insula Fulcheria (1162–1186), welchen Stellenwert der honor civitatis bei der Eröffnung, Führung und Beendigung dieser Auseinandersetzungen innehatte. Er zeigt, dass die Kategorie der städtischen Ehre bei der politischen Kommunikation und Interaktion der kommunalen Eliten eine zentrale Rolle spielte: An ihr richteten die Akteure ihr Handeln aus und unter ihr wurde dieses Handeln auch wahrgenommen und bewertet. Die Studie gewährt deshalb nicht nur Einblicke in das Selbstverständnis derjenigen Personen, die mit der städtischen Ehre argumentierten, sondern erlaubt gleichzeitig auch Rückschlüsse auf deren Wahrnehmung durch die Zeitgenossen. Damit wird eine bislang kaum untersuchte Facette städtischer Identität greifbar.
Aktualisiert: 2023-06-22
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Aktualisiert: 2023-06-02
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Der Streit zwischen Papst und Königtum um die Investitur der Bischöfe wurde am Ende des 11. Jahrhunderts zu einem grundsätzlichen Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt. Vor diesem Hintergrund ist das Wirken der Pataria, einer religiösen Bewegung, in mehreren oberitalienischen Städten zu sehen. Radikale Laien nahmen in Mailand, Cremona, Piacenza und Brescia gegen den örtlichen Bischof und den jeweiligen städtischen Klerus die sittliche und religiöse Erneuerung in die eigenen Hände. Dabei nutzten sie geschickt die bestehenden frühkommunalen Strukturen für ihre Agitation und die Durchsetzung ihrer Ziele. So erfuhren die bereits bestehenden Formen gemeinschaftlicher Willensbildung und Entscheidungsfindung eine deutliche Aufwertung. Das Wirken der Pataria wurde zu einem Beschleuniger der kommunalen Entwicklung in Oberitalien.
Aktualisiert: 2023-05-28
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Aktualisiert: 2023-05-24
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Aktualisiert: 2023-05-24
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Aktualisiert: 2023-05-22
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Der Po, eine unbekannte Welt, ein grandioses Abenteuer: Kulturgeschichte von Italiens größtem Fluss. Italiens König der Flüsse ist einer der letzten blinden Flecken auf der Landkarte. Paolo Rumiz hat ihn zu Wasser erkundet: mit Kanu, Barke, Segelboot, von den Gebirgen des Piemont bis zur Mündung ins Adriatische Meer. Den selbsternannten Argonauten rund um Rumiz erschließt sich eine Welt ungeahnter Freiheiten. Wo oben, hinter dem Damm, der Verkehr tost, regiert auf dem Wasser die Stille, nur die Stimme des Flusses spricht. Die Reisenden lagern an verlassenen Ufern, nachts kreuzen Schmuggler und Piraten ihren Weg, Fischer erzählen von ihren Fängen und die Speisepläne spiegeln die Vielfalt von Natur und Mensch wider.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Der Po, eine unbekannte Welt, ein grandioses Abenteuer: Kulturgeschichte von Italiens größtem Fluss. Italiens König der Flüsse ist einer der letzten blinden Flecken auf der Landkarte. Paolo Rumiz hat ihn zu Wasser erkundet: mit Kanu, Barke, Segelboot, von den Gebirgen des Piemont bis zur Mündung ins Adriatische Meer. Den selbsternannten Argonauten rund um Rumiz erschließt sich eine Welt ungeahnter Freiheiten. Wo oben, hinter dem Damm, der Verkehr tost, regiert auf dem Wasser die Stille, nur die Stimme des Flusses spricht. Die Reisenden lagern an verlassenen Ufern, nachts kreuzen Schmuggler und Piraten ihren Weg, Fischer erzählen von ihren Fängen und die Speisepläne spiegeln die Vielfalt von Natur und Mensch wider.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Aktualisiert: 2023-05-09
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Aktualisiert: 2023-05-08
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Aktualisiert: 2023-03-14
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Aktualisiert: 2023-04-25
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Dieses Lehr- und Übungsbuch vermittelt anschaulich und anwendungsnah die wesentlichen Grundlagen der Statik. Es behandelt das Gleichgewicht von Bau- und Maschinenteilen, tragenden Strukturen und deren Idealisierungen als starre Körper. Neben den notwendigen Gleichgewichtsbetrachtungen wird die Ermittlung von Auflagerreaktionen und Schnittgrößen dargestellt. Die Schwerpunktsberechnung ebener und räumlicher sowie ein- und mehrteiliger Tragwerke und die Reibung beenden Band 1. Durchgerechnete Übungsbeispiele, ausgewählte Klausuraufgaben und viele selbsterklärende Abbildungen ermöglichen das erfolgreiche Selbststudium. Die Anzahl der klausurenrelevanten Aufgaben wurde erweitert.
Aktualisiert: 2023-03-14
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Aktualisiert: 2023-03-28
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Inhalte des Sprachkurses: Übungen, die Spaß machen, "Lesen und Lernen", Schwerpunkt Grammatik, Lösungen, Dossiers 1 + 2
Inhalt des Lernkrimis:
Annika nimmt an einem Opernkonzert in Cremona, Stradivaris Wirkungsstätte, teil. Vier kostbare Stradivari-Geigen werden im Saal in Glasvitrinen aufbewahrt. Während des Konzerts geht plötzlich das Licht aus. Kurz danach herrscht Chaos. Als das Licht wieder eingeschaltet wird, ist eine kostbare Stradivari-Geige verschwunden. Annika wird verdächtigt, aber sie setzt alles daran, gemeinsam mit dem Commissario den Fall aufzuklären.
Aktualisiert: 2019-03-15
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Der Po, eine unbekannte Welt, ein grandioses Abenteuer: Kulturgeschichte von Italiens größtem Fluss. Italiens König der Flüsse ist einer der letzten blinden Flecken auf der Landkarte. Paolo Rumiz hat ihn zu Wasser erkundet: mit Kanu, Barke, Segelboot, von den Gebirgen des Piemont bis zur Mündung ins Adriatische Meer. Den selbsternannten Argonauten rund um Rumiz erschließt sich eine Welt ungeahnter Freiheiten. Wo oben, hinter dem Damm, der Verkehr tost, regiert auf dem Wasser die Stille, nur die Stimme des Flusses spricht. Die Reisenden lagern an verlassenen Ufern, nachts kreuzen Schmuggler und Piraten ihren Weg, Fischer erzählen von ihren Fängen und die Speisepläne spiegeln die Vielfalt von Natur und Mensch wider.
Aktualisiert: 2023-02-14
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Aktualisiert: 2023-01-25
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