Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche politikwissenschaftliche Untersuchungen zum Deutschen Bundestag erschienen, dennoch sind Einzeldarstellungen zu den Fachausschüssen noch die Ausnahme. Diese empirische Arbeit schließt eine Lücke in der Parlamentarismusforschung, indem sie untersucht, was im und um den Verteidigungsausschuss herum geschieht. Dazu werden die Auswirkungen der «neuen Gewaltenteilung» speziell für die Entscheidungsprozesse im Verteidigungsausschuss analysiert und seine Struktur, Zusammensetzung und Arbeitsweise in der 13. Wahlperiode (1994-1998) detailliert dargestellt. Wie die Untersuchung zeigt, verstehen sich die Abgeordneten in großen Teilen als «Anwalt und Helfer» der Bundeswehr. Konsensorientierung und Korpsgeist sind im Ausschussleben dominant, welches von einer kleinen Funktionselite geprägt wird. Nicht nur bei der Regierungsmehrheit ist wenig kritische Distanz zum Ministerium vorherrschend, auch die Mitsprachemöglichkeiten der Abgeordneten der Opposition tragen kaum zu einer kritischen Haltung des Ausschusses bei. Der Entscheidungsprozess im Verteidigungsausschuss des Bundestags funktioniert vielmehr nach den Regeln einer «Quasi-Großen Opposition».
Aktualisiert: 2023-06-23
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Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche politikwissenschaftliche Untersuchungen zum Deutschen Bundestag erschienen, dennoch sind Einzeldarstellungen zu den Fachausschüssen noch die Ausnahme. Diese empirische Arbeit schließt eine Lücke in der Parlamentarismusforschung, indem sie untersucht, was im und um den Verteidigungsausschuss herum geschieht. Dazu werden die Auswirkungen der «neuen Gewaltenteilung» speziell für die Entscheidungsprozesse im Verteidigungsausschuss analysiert und seine Struktur, Zusammensetzung und Arbeitsweise in der 13. Wahlperiode (1994-1998) detailliert dargestellt. Wie die Untersuchung zeigt, verstehen sich die Abgeordneten in großen Teilen als «Anwalt und Helfer» der Bundeswehr. Konsensorientierung und Korpsgeist sind im Ausschussleben dominant, welches von einer kleinen Funktionselite geprägt wird. Nicht nur bei der Regierungsmehrheit ist wenig kritische Distanz zum Ministerium vorherrschend, auch die Mitsprachemöglichkeiten der Abgeordneten der Opposition tragen kaum zu einer kritischen Haltung des Ausschusses bei. Der Entscheidungsprozess im Verteidigungsausschuss des Bundestags funktioniert vielmehr nach den Regeln einer «Quasi-Großen Opposition».
Aktualisiert: 2023-06-23
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Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche politikwissenschaftliche Untersuchungen zum Deutschen Bundestag erschienen, dennoch sind Einzeldarstellungen zu den Fachausschüssen noch die Ausnahme. Diese empirische Arbeit schließt eine Lücke in der Parlamentarismusforschung, indem sie untersucht, was im und um den Verteidigungsausschuss herum geschieht. Dazu werden die Auswirkungen der «neuen Gewaltenteilung» speziell für die Entscheidungsprozesse im Verteidigungsausschuss analysiert und seine Struktur, Zusammensetzung und Arbeitsweise in der 13. Wahlperiode (1994-1998) detailliert dargestellt. Wie die Untersuchung zeigt, verstehen sich die Abgeordneten in großen Teilen als «Anwalt und Helfer» der Bundeswehr. Konsensorientierung und Korpsgeist sind im Ausschussleben dominant, welches von einer kleinen Funktionselite geprägt wird. Nicht nur bei der Regierungsmehrheit ist wenig kritische Distanz zum Ministerium vorherrschend, auch die Mitsprachemöglichkeiten der Abgeordneten der Opposition tragen kaum zu einer kritischen Haltung des Ausschusses bei. Der Entscheidungsprozess im Verteidigungsausschuss des Bundestags funktioniert vielmehr nach den Regeln einer «Quasi-Großen Opposition».
Aktualisiert: 2023-06-23
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Die Umformung spätmittelalterlicher Landesherrschaft im 15. und frühen 16. Jahrhundert sowie der Formationsprozeß des frühneuzeitlichen Staates stehen im Zentrum dieses Buches.
Am Beispiel Kursachsens, eines der wichtigsten Territorien des Alten Reiches, beschreibt der Autor, welchen Stellenwert die landesherrlichen und landständischen Finanzen dabei eingenommen haben.
Chronische Liquiditätskrisen der Fürsten – verursacht durch Kriege, militärische Konflikte und die prächtige Hofhaltung der Kurfürsten und Herzöge – kennzeichnen diese Entwicklung. Jedoch handelt es sich hier nur auf den ersten Blick um eine Geschichte von Einnahmen und Ausgaben, von Staatsschulden und Steuern. Denn die Studie zeigt, auf welchen Grundfesten fürstliche Macht und landständische Herrschaft ruhten und auf welche Weise Fürstenhof, landesherrliche Zentralverwaltung und landständisches Autonomiestreben verzahnt und verschlungen waren.
Und so verbirgt sich hinter der kursächsischen Finanzgeschichte eine Gesellschafts- und Kulturgeschichte, in deren Mittelpunkt der kursächsische Hof mit dem Fürsten und seiner Familie steht.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Die Umformung spätmittelalterlicher Landesherrschaft im 15. und frühen 16. Jahrhundert sowie der Formationsprozeß des frühneuzeitlichen Staates stehen im Zentrum dieses Buches.
Am Beispiel Kursachsens, eines der wichtigsten Territorien des Alten Reiches, beschreibt der Autor, welchen Stellenwert die landesherrlichen und landständischen Finanzen dabei eingenommen haben.
Chronische Liquiditätskrisen der Fürsten – verursacht durch Kriege, militärische Konflikte und die prächtige Hofhaltung der Kurfürsten und Herzöge – kennzeichnen diese Entwicklung. Jedoch handelt es sich hier nur auf den ersten Blick um eine Geschichte von Einnahmen und Ausgaben, von Staatsschulden und Steuern. Denn die Studie zeigt, auf welchen Grundfesten fürstliche Macht und landständische Herrschaft ruhten und auf welche Weise Fürstenhof, landesherrliche Zentralverwaltung und landständisches Autonomiestreben verzahnt und verschlungen waren.
Und so verbirgt sich hinter der kursächsischen Finanzgeschichte eine Gesellschafts- und Kulturgeschichte, in deren Mittelpunkt der kursächsische Hof mit dem Fürsten und seiner Familie steht.
Aktualisiert: 2023-06-07
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Der sichere Griff zu guter Kunst will gelernt sein. Schließlich gehen Lobbying, Korruption, Fälschung und Diebstahl Hand in Hand. Der Blick hinter die Kulissen ist deshalb ein Muss, um als Sammler wahrer Kunst das Wort zu reden und keine Unsummen für Schrott oder heiße Ware auszugeben.
Stets aufs Neue sorgt der Kunstmarkt für Überraschungen. Eine Preisobergrenze ist ihm scheint’s fremd. Ins schiefe Licht gerät das Geschäft mit der bildenden Kunst in der Tat auch ausnahmslos durch die schmählichen Marktmanipulanten. Wenn nicht die Kunstbanausen mit dem Angebot Schindluder treiben und einen absurden Hype entfachen, haben Fälscher, Diebe und Hehler die Finger im Spiel und sorgen für die Vernichtung von Grund- und Mehrwert der Kunstwerke. In beiden Fällen hat die bildende Kunst als Kompromiss zwischen kapitalistischer Habgier und kommunistischer Missgunst ausgedient. Entscheidend ist daher das geschulte Auge, um ein Gefühl für gute Kunst zu haben. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, über die Risiken des Kunsthandels im Bilde zu sein.
»Kunstrausch« vermittelt dem passionierten Sammler das A und O des sicheren Kunstkaufs. Das Buch klärt über die Schattenseiten des Kunstbetriebs auf. In Form von Verlaufsstudien, Differenzialgleichungen, Vektorfeldern und Stabilitätskriterien scheidet es die Spreu vom Weizen. Während sich die Mathematik jedoch auf das Lobbying, die Korruption, die Fälschung und den Diebstahl beschränkt, schärft die Studie in leicht verständlicher Sprache das Bewusstsein für die Faszination der bildenden Kunst.
Aktualisiert: 2021-06-14
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Der sichere Griff zu guter Kunst will gelernt sein. Schließlich gehen Lobbying, Korruption, Fälschung und Diebstahl Hand in Hand. Der Blick hinter die Kulissen ist deshalb ein Muss, um als Sammler wahrer Kunst das Wort zu reden und keine Unsummen für Schrott oder heiße Ware auszugeben.
Stets aufs Neue sorgt der Kunstmarkt für Überraschungen. Eine Preisobergrenze ist ihm scheint’s fremd. Ins schiefe Licht gerät das Geschäft mit der bildenden Kunst in der Tat auch ausnahmslos durch die schmählichen Marktmanipulanten. Wenn nicht die Kunstbanausen mit dem Angebot Schindluder treiben und einen absurden Hype entfachen, haben Fälscher, Diebe und Hehler die Finger im Spiel und sorgen für die Vernichtung von Grund- und Mehrwert der Kunstwerke. In beiden Fällen hat die bildende Kunst als Kompromiss zwischen kapitalistischer Habgier und kommunistischer Missgunst ausgedient. Entscheidend ist daher das geschulte Auge, um ein Gefühl für gute Kunst zu haben. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, über die Risiken des Kunsthandels im Bilde zu sein.
»Kunstrausch« vermittelt dem passionierten Sammler das A und O des sicheren Kunstkaufs. Das Buch klärt über die Schattenseiten des Kunstbetriebs auf. In Form von Verlaufsstudien, Differenzialgleichungen, Vektorfeldern und Stabilitätskriterien scheidet es die Spreu vom Weizen. Während sich die Mathematik jedoch auf das Lobbying, die Korruption, die Fälschung und den Diebstahl beschränkt, schärft die Studie in leicht verständlicher Sprache das Bewusstsein für die Faszination der bildenden Kunst.
Aktualisiert: 2021-06-14
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In Erstaunen versetzen den Ökonomen die Preise im Kunstmarkt allemal, der Erklärungen für die astronomischen Verkaufserlöse ermangelt es indes mitnichten. Ins schiefe Licht gerät das Geschäft mit der bildenden Kunst in der Tat auch ausnahmslos durch die schmählichen Marktmanipulanten. Wenn nicht die Kunstbanausen mit dem Angebot Schindluder treiben und einen unbotmäßigen Hype entfachen, haben Fälscher, Diebe und Hehler die Hände im Spiel und sorgen für die Vernichtung von Grund- und Mehrwert der Kunstwerke. In beiden Fällen hat die bildende Kunst als Kompromiss zwischen kapitalistischer Habgier und kommunistischer Missgunst ausgedient. Entscheidend ist daher das geschulte Auge, um ein Gefühl für gute Kunst zu haben. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, über die Risiken des Kunsthandels im Bilde zu sein. – Mit der Anamnese, Diagnose und Therapie des Kunstrauschs in Form von Verlaufsstudien, Differenzialgleichungen, Vektorfeldern und Stabilitätskriterien scheidet Band 6 der Einblicke in die Borderlinephilosophie die Spreu vom Weizen. Während sich die Mathematik auf das Lobbying, die Korruption, die Fälschung und den Kunstdiebstahl beschränkt, wartet die Studie in leicht verständlicher Sprache mit einem Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs auf.
Aktualisiert: 2021-04-09
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In Erstaunen versetzen den Ökonomen die Preise im Kunstmarkt allemal, der Erklärungen für die astronomischen Verkaufserlöse ermangelt es indes mitnichten. Ins schiefe Licht gerät das Geschäft mit der bildenden Kunst in der Tat auch ausnahmslos durch die schmählichen Marktmanipulanten. Wenn nicht die Kunstbanausen mit dem Angebot Schindluder treiben und einen unbotmäßigen Hype entfachen, haben Fälscher, Diebe und Hehler die Hände im Spiel und sorgen für die Vernichtung von Grund- und Mehrwert der Kunstwerke. In beiden Fällen hat die bildende Kunst als Kompromiss zwischen kapitalistischer Habgier und kommunistischer Missgunst ausgedient. Entscheidend ist daher das geschulte Auge, um ein Gefühl für gute Kunst zu haben. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, über die Risiken des Kunsthandels im Bilde zu sein. – Mit der Anamnese, Diagnose und Therapie des Kunstrauschs in Form von Verlaufsstudien, Differenzialgleichungen, Vektorfeldern und Stabilitätskriterien scheidet Band 6 der Einblicke in die Borderlinephilosophie die Spreu vom Weizen. Während sich die Mathematik auf das Lobbying, die Korruption, die Fälschung und den Kunstdiebstahl beschränkt, wartet die Studie in leicht verständlicher Sprache mit einem Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs auf.
Aktualisiert: 2021-04-09
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In der Zeit der europäischen Frühaufklärung war Heinrich von Huyssen (1666-1739) ein bedeutender Verbindungsmann zwischen dem deutschen Sprachraum und dem russischen Reich, ein Kulturvermittler, Publizist und Diplomat, dessen Tätigkeit sich jedoch in weiten Teilen im Hintergrund abspielte. Vor seinem Eintritt in russische Dienste 1702 hatte der aus Essen stammende gebürtige Adelige bereits vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen aufgrund mehrerer Reisen durch Europa und Studien an verschiedenen Orten gesammelt und sich zu einem typischen Vertreter jener neuen, von Peter I. geschaffenen Funktionselite in Russland entwickelt, ohne die das gewaltige Reformwerk des Zaren nicht umzusetzen gewesen wäre. Neben einer Vielzahl an Verwaltungs- und Erziehungsaufgaben oblag es Huyssen vor allem, in den höfischen und gelehrten Kreisen Westeuropas das Bild von Russland als aufstrebender Großmacht zu vermitteln sowie Kontakte zu wissenschaftlichen Sozietäten, Zeitungsredaktionen, Autoren und Buchhändlern herzustellen und zu pflegen.
Svetlana Korzun unternimmt nun erstmals eine Gesamtwürdigung der Person Heinrich von Huyssens. Dabei bilden Huyssens Tätigkeitsbereiche - das Knüpfen wissenschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, die publizistische Tätigkeit für den Zarenhof, das diplomatische Wirken und der Umgang mit der versuchten Einflussnahme durch Protestanten und Katholiken auf die russisch-orthodoxe Kirche - die Schwerpunkte ihrer auf breiter Quellenbasis verfassten Studie.
Aktualisiert: 2020-01-03
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Die Aufgabe des Grundsatzes der Tarifeinheit hat weitreichende Konsequenzen. Der Streik durch Spartengewerkschaften, bzw. Funktionselitegewerkschaften nahm zu und gewann an Relevanz. Das Gleichgewicht des Arbeitskampfrechts verschob sich. Aufgrund ihres «erpresserischen» Potentials muss Ihr Streikrecht durch neue Kriterien eingeschränkt werden.
Aktualisiert: 2020-09-01
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Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche politikwissenschaftliche Untersuchungen zum Deutschen Bundestag erschienen, dennoch sind Einzeldarstellungen zu den Fachausschüssen noch die Ausnahme. Diese empirische Arbeit schließt eine Lücke in der Parlamentarismusforschung, indem sie untersucht, was im und um den Verteidigungsausschuss herum geschieht. Dazu werden die Auswirkungen der «neuen Gewaltenteilung» speziell für die Entscheidungsprozesse im Verteidigungsausschuss analysiert und seine Struktur, Zusammensetzung und Arbeitsweise in der 13. Wahlperiode (1994-1998) detailliert dargestellt. Wie die Untersuchung zeigt, verstehen sich die Abgeordneten in großen Teilen als «Anwalt und Helfer» der Bundeswehr. Konsensorientierung und Korpsgeist sind im Ausschussleben dominant, welches von einer kleinen Funktionselite geprägt wird. Nicht nur bei der Regierungsmehrheit ist wenig kritische Distanz zum Ministerium vorherrschend, auch die Mitsprachemöglichkeiten der Abgeordneten der Opposition tragen kaum zu einer kritischen Haltung des Ausschusses bei. Der Entscheidungsprozess im Verteidigungsausschuss des Bundestags funktioniert vielmehr nach den Regeln einer «Quasi-Großen Opposition».
Aktualisiert: 2023-04-15
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Die Umformung spätmittelalterlicher Landesherrschaft im 15. und frühen 16. Jahrhundert sowie der Formationsprozeß des frühneuzeitlichen Staates stehen im Zentrum dieses Buches.
Am Beispiel Kursachsens, eines der wichtigsten Territorien des Alten Reiches, beschreibt der Autor, welchen Stellenwert die landesherrlichen und landständischen Finanzen dabei eingenommen haben.
Chronische Liquiditätskrisen der Fürsten – verursacht durch Kriege, militärische Konflikte und die prächtige Hofhaltung der Kurfürsten und Herzöge – kennzeichnen diese Entwicklung. Jedoch handelt es sich hier nur auf den ersten Blick um eine Geschichte von Einnahmen und Ausgaben, von Staatsschulden und Steuern. Denn die Studie zeigt, auf welchen Grundfesten fürstliche Macht und landständische Herrschaft ruhten und auf welche Weise Fürstenhof, landesherrliche Zentralverwaltung und landständisches Autonomiestreben verzahnt und verschlungen waren.
Und so verbirgt sich hinter der kursächsischen Finanzgeschichte eine Gesellschafts- und Kulturgeschichte, in deren Mittelpunkt der kursächsische Hof mit dem Fürsten und seiner Familie steht.
Aktualisiert: 2023-03-14
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In der Zeit der europäischen Frühaufklärung war Heinrich von Huyssen (1666–1739) ein bedeutender Verbindungsmann zwischen dem deutschen Sprachraum und dem russischen Reich, ein Kulturvermittler, Publizist und Diplomat, dessen Tätigkeit sich jedoch in weiten Teilen im Hintergrund abspielte. Vor seinem Eintritt in russische Dienste 1702 hatte der aus Essen stammende gebürtige Adelige bereits vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen aufgrund mehrerer Reisen durch Europa und Studien an verschiedenen Orten gesammelt und sich zu einem typischen Vertreter jener neuen, von Peter I. geschaffenen Funktionselite in Russland entwickelt, ohne die das gewaltige Reformwerk des Zaren nicht umzusetzen gewesen wäre. Neben einer Vielzahl an Verwaltungs- und Erziehungsaufgaben oblag es Huyssen vor allem, in den höfischen und gelehrten Kreisen Westeuropas das Bild von Russland als aufstrebender Großmacht zu vermitteln sowie Kontakte zu wissenschaftlichen Sozietäten, Zeitungsredaktionen, Autoren und Buchhändlern herzustellen und zu pflegen.
Svetlana Korzun unternimmt nun erstmals eine Gesamtwürdigung der Person Heinrich von Huyssens. Dabei bilden Huyssens Tätigkeitsbereiche – das Knüpfen wissenschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, die publizistische Tätigkeit für den Zarenhof, das diplomatische Wirken und der Umgang mit der versuchten Einflussnahme durch Protestanten und Katholiken auf die russisch-orthodoxe Kirche – die Schwerpunkte ihrer auf breiter Quellenbasis verfassten Studie.
Aktualisiert: 2020-01-03
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Diese Studie versteht sich als Beitrag zur Sozial- und Verfassungsgeschichte des späten Mittelalters. Sie untersucht den zahlenmäßigen wie den sozialen Wandel der politischen Funktionselite im Verlauf des 15. Jahrhunderts. Dies wird durch eine differenzierte prosopographische Betrachtung von Herkunft, Ausbildung, Karrieren und materieller Versorgung ihrer Mitglieder möglich. Die Arbeit zeigt, daß verstärkt seit den 1430er Jahren neben dem König auch alle bedeutenderen Fürsten und größeren Städte Juristen als Räte, Gesandte und Diplomaten in ihre Dienste nahmen. Neben drei unterschiedlichen Karrieretypen werden vier regionale Arbeitsmärkte herausgearbeitet. Inhaltliche Aspekte der gelehrten Tätigkeit verdeutlicht die Analyse des Reichstags von 1471.
Aktualisiert: 2019-12-19
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"Alles steht still. Nichts geht mehr. Unerträgliche Wartezeit." So lässt sich aus der Sicht eines unbeteiligten Dritten die Situation im Sparten- und Spezialistenstreik beschreiben. Denn die Folgen eines Sparten- und Spezialistenstreiks sind viel umfassender als die eines traditionellen Streiks. Der Ausstand einer Berufsgruppe trifft nicht nur den Arbeitgeber sondern auch am Arbeitskampf unbeteiligte Dritte. Streiken die Lokführer, die Krankenhausärzte, die Fluglotsen oder etwa die Piloten, dann spüren nicht nur unmittelbar die Arbeitgeber die Folgen dieses Streiks sondern auch die auf die Erbringung der Dienstleistung angewiesene Öffentlichkeit. Zudem sind volkswirtschaftliche Auswirkungen nicht ausgeschlossen. Dabei wird der Streik von Sparten- und Spezialistengewerkschaften nicht nur wegen dieser Auswirkungen auf unbeteiligte Dritte oder wegen der ungeheuren Schlagraft der Funktionselite in der Öffentlichkeit kritisch und teilweise schon fast emotional begutachtet, sondern vor allem auch wegen der durch die Berufsgruppen gestellten, extrem hohen Tarifforderungen. Doch ist ein Streik einer betrieblichen Funktionselite ohne Weiteres mit unserer Rechtsordnung in Einklang zu bringen? Verstößt ein Berufsgruppenausstand, der nicht nur den Arbeitgeber sondern unbeteiligte Dritte wie etwa Kunden trifft, nicht etwa gegen das gemeine Wohl? Besteht überhaupt noch zudem im Sparten- und Spezialistenstreik ein Kräftegleichgewicht zwischen dem Arbeitgeber und den Mitgliedern der Funktionselite? Schließlich können einige wenige Mitarbeiter, die Schlüsselpositionen im Betrieb besetzen, mit ihrem Arbeitsausstand den gesamten Betrieb lahm legen und so horrende Kosten zu Lasten des Arbeitgebers bei minimalem eigenem Einsatz verursachen. Kann sich der Arbeitgeber überhaupt effektiv gegen die streikende Funktionselite zur Wehr setzen? Letztendlich führt dies auch zu der Frage, ob ein Sparten- und Spezialistenstreik überhaupt die Verhältnismäßigkeit wahrt. Die Ausarbeitung betrachtet unter Berücksichtigung der neusten Rechtsprechung und Literatur diese und weitere Fragestellungen und bietet neue Lösungsansätze an. Dabei wird jedoch nicht nur die materielle Rechtslage untersucht, sondern auch die prozessuale Situation betrachtet. Insbesondere wird die Funktion der einstweiligen Verfügung im Sparten- und Spezialistenstreik überprüft. So zeigt die Ausarbeitung Lösungswege für die zahlreichen Probleme auf, die sich im Zusammenhang mit dem derzeit zentralen Phänomen des Arbeitskampfrechts, Streiks von Sparten- und Spezialistengewerkschaften, ergeben. Berufsgruppenausstände werden in ihrer Zahl und Bedeutung zukünftig noch weiter zunehmen, denn die Zahl der Funktionseliten, die sich gewerkschaftlich organisieren, um im Wege des Sparten- und Spezialistenarbeitskampfes eine Verbesserung der eigenen Arbeitsbedingung zu erreichen, wächst stetig und wird auch zukünftig weiter anwachsen.
Aktualisiert: 2019-12-20
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Die Aufgabe des Grundsatzes der Tarifeinheit durch das BAG im Jahr 2010 hat weitreichende Konsequenzen – unter anderem die Zunahme von sogenannten Sparten-, Funktionselite- oder Berufsgruppenstreiks. Dahinter stehen Gewerkschaften, die meist ausschließlich die Interessen einer einzelnen Berufsgruppe (z.B. Piloten, Vorfeldlotsen oder Lokführer) vertreten. Deren typischerweise systemrelevante Stellung innerhalb eines Unternehmens verschafft ihren Gewerkschaften eine scheinbar übermächtige Stellung im Rahmen von Arbeitskämpfen. Instrumente, um diesem teilweise als «erpresserisch» bezeichneten Potential entgegenzuwirken, sind auf Basis der derzeitigen Rechtsprechung nicht ersichtlich. Der Verfasser macht es sich daher zur Aufgabe, neue Grenzen aufzuzeigen bzw. alten Rechtmäßigkeitskriterien zu neuer Geltung zu verhelfen.
Aktualisiert: 2023-04-07
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