Über Nutzen und Möglichkeiten von Satire in der sowjetischen Gesellschaft wurde nach 1917 viel gestritten. Die unterschiedlichen in den 20er und 30er Jahren artikulierten Positionen, kulturpolitischen Orientierungen und ihre Folgen für die Satireproduktion werden umfassend dargestellt. Dabei wird nicht nur der Zusammenhang zwischen Demokratiebeschränkungen und sich verengender Literaturprogrammatik aufgezeigt, sondern es werden auch die bis in die 30er Jahre reichenden ernsthaften Überlegungen des Kulturpolitikers Anatoli Lunatscharski, des sozialistischen Theoretikers Georg Lukács sowie des Kulturtheoretikers Michail Bachtin zu Fragen der Satire analysiert. Die Autorin untersucht drei wesentliche Richtungen sowjetischer Satire, die für die bis Anfang der 30er Jahre noch mögliche Vielfalt der Literatur stehen. Mit dem traurigen Moralisten Soschtschenko, dem aggressiven Satiriker Bulgakow und den an der Grenze zwischen Satire und Humor agierenden fröhlichen Co-Autoren Ilf und Petrow wurden Schriftsteller ausgewählt, deren Werke bis heute die Leser fesseln. Die subtile Analyse ihres satirischen Schaffens, der Möglichkeiten und Grenzen ihrer Wirksamkeit erschließen dem Leser die Eigenart der Schriftstellerbiographien und die Stellung der Satiriker im literarischen Leben der Sowjetunion.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Ein sowjetischer Spitalzug auf dem Weg von einer Front zu anderen. Darin ein Petersburger Intellektueller: Gepeinigt von Herzanfällen und Todesangst, liest er den Werther (auf deutsch). Aber in die Lektüre drängt sich die Geschäftigkeit der Militärärzte, Apotheker, Krankenschwestern um ihn herum.
Es ist eine seltsame Gemeinschaft, hervorgebracht zwar vom Krieg, doch bestimmt von ganz alltäglichen Sorgen und kleinen Freuden:
'Wir fuhren schon so lange, daß wir nach und nach die Vorstellung von der Zeit verloren hatten. Niemand wußte, wohin wir geschickt wurden. Wir fuhren von Station zu Station, als hätten wir uns verlaufen. Man hatte uns wohl vergessen.'
Bei einem längeren Aufenthalt trifft er auf ein Mädchen, anders als alle anderen: Vera Muschnikowa, ruhelos und romantisch, grazil und ungestüm, und sie ist jederzeit zur Liebe bereit. Der Feingeist erliegt ihrem vulgären Zauber, erkennt in ihr seine 'sowjetische Manon' und erahnt damit bereits den dunklen Weg, den ihre Liebe nehmen wird.
'Manon Lescaut von Turdej', entstanden 1946, erschien erst 60 Jahre später, im November 2006, in der Moskauer Zeitschrift 'Novyj Mir'.
'Auf der Pritsche liegend, hatte ich mir die Liebe zu dieser sowjetischen Manon Lescaut ausgedacht. Ich hatte Angst davor, mir zu sagen, daß es nicht so war, daß ich mir nichts ausgedacht hatte, sondern tatsachlich alles vergessen und mich selbst verloren hatte und nur davon lebte, daß ich Vera liebte.
Ich legte mich so auf die Pritsche, daß ich gleich den ganzen Waggon sehen konnte. Wo Vera auch auftauchte, ich konnte sie sehen. Wie ein Somnambuler drehte ich mich zu der Seite, wo sie war.'
Aktualisiert: 2022-09-08
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„Ich bin kein Held, ich habe nur meinen Job gemacht.“ Stanislaw Petrow
26. September 1983: Um null Uhr fünfzehn meldet das Computersystem den höchstwahrscheinlichen Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete. Oberstleutnant Stanislaw Petrow entscheidet als verantwortlicher Offizier mit seiner Einschätzung über die Frage nach einem atomaren Gegenschlag – und wird zum Mann, der die Welt rettete. 90 km südlich von Moskau tritt Oberstleutnant Stanislaw Petrow seinen Dienst als Leiter der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung an.
26. September 1983: Um null Uhr fünfzehn meldet das Computersystem den höchstwahrscheinlichen Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete. Oberstleutnant Stanislaw Petrow entscheidet als verantwortlicher Offizier mit seiner Einschätzung über die Frage nach einem atomaren Gegenschlag – und wird zum Mann, der die Welt rettete. 90 km südlich von Moskau tritt Oberstleutnant Stanislaw Petrow seinen Dienst als Leiter der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung an.
Es ist ein Arbeitstag wie jeder andere. Doch um null Uhr fünfzehn geht für Stanislaw Petrow die Hölle los: Viermal wird der Computer in den nächsten Minuten den Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete melden. Und viermal bleibt Petrow bei seiner Einschätzung, es finde kein US-Atomangriff auf die Sowjetunion statt. 20 bis 25 Minuten benötigt eine amerikanische Rakete bis sie den sowjetischen Luftraum erreicht. Die Zeit verstreicht und es passiert – nichts. Der Schritt in den dritten Weltkrieg, einen Atomkrieg, vor dem die Friedensbewegung in der Bundesrepublik seit Jahren gewarnt hatte, findet zum Glück für die Menschheit nicht statt. Ingeborg Jacobs erzählt die unglaubliche Geschichte des Stanislaw Petrow in einer Zeit, in der ein neuer Kalter Krieg droht.
Aktualisiert: 2019-06-04
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