Wiege der Eidgenossenschaft, militärisches Réduit, Transitort, technisches Experimentierfeld, Fiktionsmaschine: Der Gotthard setzt Fantasien frei, und zwar nicht nur im Jahr der Eröffnung des Basistunnels, sondern schon seit mehr als zwei Jahrhunderten. Experten aus Politik-, Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft sowie von Transtec Gotthard beleuchten die sich bis heute wandelnden Narrative. Dabei beschränken sie sich nicht auf eine Schweizer Nabelschau, sondern präsentieren auch überraschende europäische Perspektiven auf den Gotthard. Ergänzt werden die Beiträge durch literarische Texte von acht prominenten Schriftstellerinnen und Schriftstellern.
Aktualisiert: 2020-01-01
Autor:
Iso Camartin,
Arno Camenisch,
Lars Dietrich,
Thomas Fries,
Nora Gomringer,
Elke Hartmann,
Jens Herlth,
Anna Hodel,
Alexander Honold,
Katharina Lanfranconi,
Walter Leimgruber,
Luigi Lorenzetti,
Marco Marcacci,
Guy P Marchal,
Jon Mathieu,
Pirmin Meier,
Daniel Müller-Nielaba,
Boris Previšic,
Benjamin F. Schenk,
Damir Skenderovic,
Daniel Speich Chassé,
Nenad Stojanović,
Verena Stössinger,
Matteo Terzaghi,
Peter Utz,
Michael van Orsouw,
Peter von Matt,
Peter Weber
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Im Sommer 1940 scheint das Schicksal der Schweiz besiegelt zu sein. Der Bundesrat und das Armeekommando sind vom schnellen Zusammenbruch der französischen Armee im Juni völlig überrascht worden. Der Abschuss mehrerer deutschen Jagdflugzeuge durch schweizerische Piloten verärgert Hitler derart, dass er Verbände der Panzergruppe Guderian an die Schweizer Grenze verlegt. Gleichzeitig sperrt Deutschland die Kohlelieferungen in die Schweiz. Die Situation von den Achsenmächten umringt und ihrem Willen ausgeliefert zu sein, lässt die Moral der Bevölkerung und der Armee auf einen Tiefpunkt sinken. Gleichzeitig vermehren sich politische und wirtschaftliche Stimmen, Teile der Armee zu demobilisieren. Der Generalstab des Heeres beginnt, die Besetzung der Schweiz zu untersuchen. Am Sonntag des 29. Septembers fallen dann deutsche Truppen bei Vallorbe - Ballaigues und Les Brenets in die Schweiz ein, deutsche Fallschirmjäger landen im Norden und Süden Berns, das von der Luftwaffe am Morgen bombardiert wird. Am Montag dem 30. September verkündet das Oberkommando der Wehrmacht die Besetzung Berns. In den nächsten drei Tagen werden Genf, Basel und die Rheinebene besetzt. Die Schweizer Flieger fügen der Luftwaffe hohe Verluste zu und können mit ihren Angriffen den Vormarsch deutscher Truppen verzögern während die demobilisierten Schweizer Wehrmänner zu ihren Mobilmachungsplätzen eilen. Es gibt aber auch Schweizer Soldaten, die sich auf die gegnerische Seite schlagen. Bereits am Dienstag rufen Schweizer Sympathisanten mit Deutschland die Absetzung des Bundesrates und Generals aus und stellen eine neue Regierung vor. Der Bundesrat will den deutschen Forderungen für einen Rückzug ihrer Truppen nachkommen, da er nicht daran glaubt, dass die Armee die Invasoren aufhalten kann. Als der General den Entscheid erfährt, erklärt er dem Bundespräsidenten, dass die Armee den Entscheid nicht unterstützt. Ebenso negativ reagieren Schweizer Bürger in den nicht besetzten Landesteilen. Bis am Donnerstag gelingt es der Armee, in Bern einzudringen und den Vormarsch weiterer Truppen der Wehrmacht auf Bern aufzuhalten. Weil der Bundesrat seinen Forderungen weitgehend zugestimmt hat und er Truppen für die Invasion Englands und den Balkanfeldzug benötigt, befiehlt Hitler am Donnerstag den Rückzug aus Bern. Genf, Basel und die Rheinebene behält er aber als Pfand. Die Zustimmung zu den Deutschen Forderungen bezahlt der Bundesrat mit seiner Demission.
Harry Otz zeichnet ein Szenarium, das im Sommer 1940 hätte passieren können. Die Ereignisse schildert er, wie sie Schweizer Bürger, Soldaten und deutschen Akteure hätten erleben und darauf reagieren können.
Aktualisiert: 2020-07-01
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Christoph Blocher zählt zu den einflussreichsten Politikern der Schweiz der vergangenen Jahrzehnte. Doch welche Ideen und Denker prägen ihn selbst? 'Blochers Schweiz' erklärt den Aufstieg der nationalkonservativen Bewegung aus der Mitte der alten Landeskultur. Zu Blochers Inspiratoren gehören die geistigen Landesverteidiger, deren Namen heute nahezu vergessen sind: politische Poeten der Aktivdienstgeneration wie Emil Egli, Peter Dürrenmatt, Georg Thürer oder Karl Schmid. Sie gestalteten das Bild einer Schweiz, die sie als Kleinod im Zeitalter der Extreme verstanden. Neu beleuchtet der Autor Facetten, die durch den EWR-Abstimmungskampf 1992 in den Hintergrund traten. In den 1980er-Jahren wendete sich Christoph Blocher mit bibelfester Rhetorik gegen eine als wirklichkeitsfremd empfundene Politik. Er stellte sich gegen Friedensmärsche, das neue Eherecht und forderte 'Selbstverleugnung' statt 'Selbstverwirklichung'. Christoph Blocher: ein konservativer Provokateur, dessen Wurzeln im elterlichen Pfarrhaus und in der Lektüre des Theologen Karl Barth liegen.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Tullio Zanovellos Bildmaschine "Gotthard - das Reduit" ist ein Gesamtkunstwerk aus bewegten Bildern, Licht und Ton. Der Künstler wirft darin die zentrale Frage aus der Sage der Teufelsbrücke auf: Was sind wir bereit zu geben, um unser Ziel zu erreichen?
Dieser Katalog enthält neben zahlreichen Fotos der Bildmaschine einen kunsthistorischen Essay von Petra Barton Sigrist, historische Essays von Damian Zingg, Marco Jorio und Gianni D'Amato, ein Interview mit dem Künstler sowie einen Download-Link zu einem Making-of-Film von Peter Volkart.
»So etwas habe ich noch nie gesehen – und das will etwas heißen.«
Christoph Vitali, vormals Direktor Fondation Beyeler
Aktualisiert: 2021-12-30
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Spitäler, Wasserkraftwerke, Hightechlabors, Schatzkammern, Verkehrstunnel, der Bundesratsbunker und geheime Kavernen: Die unterirdische Schweiz ist strahlend und kurios. Jost Auf der Maur hat sich in diese Unterwelt begeben, von der viele eine Ahnung haben, aber kaum jemand Genaues weiss. Sein Bericht deckt auf und reisst mit. Ein Service-Teil gibt Auskunft über Führungen und Besichtigungen. Das erste Buch über das weite Land unter der Schweiz.
Aktualisiert: 2022-07-20
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Wiege der Eidgenossenschaft, militärisches Réduit, Transitort, technisches Experimentierfeld, Fiktionsmaschine: Der Gotthard setzt Fantasien frei, und zwar nicht nur im Jahr der Eröffnung des Basistunnels, sondern schon seit mehr als zwei Jahrhunderten. Experten aus Politik-, Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft sowie von Transtec Gotthard beleuchten die sich bis heute wandelnden Narrative. Dabei beschränken sie sich nicht auf eine Schweizer Nabelschau, sondern präsentieren auch überraschende europäische Perspektiven auf den Gotthard. Ergänzt werden die Beiträge durch literarische Texte von acht prominenten Schriftstellerinnen und Schriftstellern.
Aktualisiert: 2020-01-13
Autor:
Iso Camartin,
Arno Camenisch,
Lars Dietrich,
Thomas Fries,
Nora Gomringer,
Elke Hartmann,
Jens Herlth,
Anna Hodel,
Alexander Honold,
Katharina Lanfranconi,
Walter Leimgruber,
Luigi Lorenzetti,
Marco Marcacci,
Guy P Marchal,
Jon Mathieu,
Pirmin Meier,
Daniel Müller-Nielaba,
Boris Previšic,
Benjamin F. Schenk,
Damir Skenderovic,
Daniel Speich Chassé,
Nenad Stojanović,
Verena Stössinger,
Matteo Terzaghi,
Peter Utz,
Michael van Orsouw,
Peter von Matt,
Peter Weber
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Christoph Blocher zählt zu den einflussreichsten Politikern der Schweiz der vergangenen Jahrzehnte. Doch welche Ideen und Denker prägen ihn selbst? «Blochers Schweiz» erklärt den Aufstieg der nationalkonservativen Bewegung aus der Mitte der alten Landeskultur. Zu Blochers Inspiratoren gehören die geistigen Landesverteidiger, deren Namen heute nahezu vergessen sind: politische Poeten der Aktivdienstgeneration wie Emil Egli, Peter Dürrenmatt, Georg Thürer oder Karl Schmid. Sie gestalteten das Bild einer Schweiz, die sie als Kleinod im Zeitalter der Extreme verstanden. Neu beleuchtet der Autor Facetten, die durch den EWR-Abstimmungskampf 1992 in den Hintergrund traten. In den 1980er-Jahren wendete sich Christoph Blocher mit bibelfester Rhetorik gegen eine als wirklichkeitsfremd empfundene Politik. Er stellte sich gegen Friedensmärsche, das neue Eherecht und forderte «Selbstverleugnung» statt «Selbstverwirklichung». Christoph Blocher: ein konservativer Provokateur, dessen Wurzeln im elterlichen Pfarrhaus und in der Lektüre des Theologen Karl Barth liegen.
Aktualisiert: 2022-10-26
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Welchen Bedrohungen waren die Schweizer Grenzregionen am Boden- und Genfersee sowie im Tessin am Lago Maggiore und Luganersee ausgesetzt? Wie wurde deren Schutz geplant?
Bei Kriegsbeginn befürchtete die Schweiz vorerst einen Angriff über die Nordgrenze am Bodensee. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Mai 1940 waren die Schweizer Grenzseen im Norden, Osten und Westen von deutschen Truppen und im Süden von Trup-pen aus dem faschistischen Italien bedroht. Die allseitige Bedrohung veranlasste die Schweizer Militärführung zum Entscheid für ein auf die Alpenfestung konzentriertes Verteidigungskonzept. Als Folge wurden die Grenzschutztruppen an den Seen reduziert und Gefahren an den Grenzseen zunehmend verkannt.
Die Studie zeigt auf, wie als Folge der Reduitstrategie für grosse Schweizer Bevölkerungsteile in den Grenzseeregionen bei einem Angriff kein militärischer Schutz vorgesehen war; ihre Fluchtversuche ins Landesinnere hätten sogar von den Schweizer Soldaten mit Waffengewalt verhindert werden sollen!
Aktualisiert: 2023-04-15
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