In der gegenwärtigen Materialitätsdebatte bilden Technik, Ereignis und Material eine Kippfigur: Entweder wird die Erscheinung von Material als Ereignis oder als Folge einer Technik konzipiert. Doch nur selten gerät das Technische selbst als Ereignis in den Blick, nie wird ›Technik‹ als der unvorhersehbare und singuläre Ausgangspunkt von Material verstanden. Diese Lücke möchte der vorliegende Sammelband schließen. In den Beiträgen werden die Relationen zwischen den drei Leitbegriffen Technik – Ereignis – Material untersucht und neue Perspektiven auf die Ontologie, Aisthetik und Ethik der stofflichen Welt eröffnet, die in Fragen des Weltendesigns in der posthumanen Gesellschaft münden.
Mit Beiträgen von David Magnus, Sergej Rickenbacher, Mark Halawa-Sarholz, Vittoria Borsò, Christine Lötscher, Johannes F. M. Schick, Hans Körner, Urs Büttner, Maike Vollmer, Stefan Rieger, Eric Baudner und Martin Bartelmus.
Aktualisiert: 2020-02-10
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Mit Rückgriff auf Deleuze, Guattari, Simondon und eine Reihe anderer Denker entwickelt die französische Philosophin Anne Sauvagnargues eine Philosophie der Kunst, eine „Ethologie“, die sich auf der Ebene von Zeichen und Affekten bewegt. Ob Literatur, Malerei oder Kino, die Künste folgen keinem Modell der Mimesis, noch erschöpfen sie sich in einer strukturellen Analyse. Zeichen und Bilder sind Resultate einer realen, materiellen Produktion. Sie sind offene Experimente, ein Sichtbarmachen von Kräften und Interventionen in einer vielschichtigen, heterogenen Realität. Sie produzieren Effekte, konfrontieren uns mit Problemen und zwingen uns zum Denken. Herkömmliche Geniekonzeptionen sowie klassische Hierarchien der Gattungen und Stile werden demontiert. Mit großer Gewandtheit bewegt sich Sauvagnargues durch das Œuvre von Deleuze und Guattari und erläutert im Durchgang Begriffe wie Haecceität, Immanenzebene, organloser Körper, Individuation, Maschine oder Transversalität. Die hier vorliegende Auswahl von Essays, erstmals auf Deutsch erschienen, zieht uns hinein in eine neue Auffassung von Kunst, die Kunst als materielle Produktion, als ein Einfangen von Kräften und als Bild zu denken versucht.
Aktualisiert: 2023-03-16
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Welche Spuren hat Henri Bergson im französischen soziologischen Denken hinterlassen, was sind die sozial- und gesellschaftstheoretischen Effekte jenes Autors, dessen Bedeutung für das französische Denken generell kaum zu überschätzen ist?
Die – oft impliziten, zuweilen auch absichtlich verdeckten – Bergson-Effekte im französischen soziologischen Denken werden entlang zweier konträrer Spuren aufgedeckt: Einerseits in den Aversionen gegen das (zunächst schlecht verstandene) bergsonsche Denken.
Diese Aversionen waren konstitutiv, in ihnen hat sich thematisch und methodologisch die Bildung der französischen Soziologie ereignet. Andererseits werden die Attraktionen, die produktiven Übernahmen von Bergsons Denken in soziologischen Konzepten verfolgt, bei Autoren wie Gilles Deleuze, Cornelius Castoriadis, Gilbert Simondon oder Georges
Canguilhem. Dabei erweist sich auch Bergsons Werk selbst als eines, das nicht nur philosophisch, sondern auch soziologisch neue Denkweisen bietet.
Dieses Buch öffnet ein bislang ungeschriebenes Kapitel der Soziologiegeschichte – und ein neues Register soziologischer Theorie. Es entfaltet im Durchgang durch die bergsoniani-schen Werke ein diskretes Paradigma: eine lebenssoziologische Denkweise. Diese verbindet eine singuläre Theorie der Differenz (als Differentiation, permanentes Anders-Werden) mit einer singulären Perspektive der Immanenz (Körper, Artefakte, Materialität, Affekte und Diskurse, Imaginäres und Symbolisches in ihren Verschränkungen und Eigenlogiken denkend). Sichtbar wird ein Neuer Vitalismus, der das Leben als Subjekt und Objekt des Denkens an-erkennt. Wie Bergson sagte, liegt ‚auf dem Grund des Sozialen‘ das Vitale; und daher ist es ‚stets der Aufenthalt, der eine soziologische Erklärung verlangt, und nicht die Bewegung‘.
Aktualisiert: 2023-04-11
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