Jacob Wackernagel, der Verfasser der „Vorlesungen über Syntax“, gilt als einer der größten Vertreter des Fachs Indogermanistik und zählt zu den bedeutendsten Basler Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Sein Todestag jährte sich 1988 zum 50. Mal und veranlasste die Indogermanische Gesellschaft, ihr Kolloquium in Basel abzuhalten.Dss fachliche Programm der Tagung wurde von Basler Vertretern der Klassischen Philologie in Zusammenarbeit mit indogermanistischen Kollegen von anderen Universitäten erstellt.Der Tagungsband enthält Beiträge von Joseph Delz und Georg Peter Landmann „Erinnerungen an Jakob Wackernagel“, Bernfried Schlerath „Jakob Wackernagel und die indogermanische Sprachwissenschaft“, Robert S. P. Beekes „Wackernagel’s explanation of the lengthened grade“, Oswald Panagl „Jakob Wackernagels Vorlesungen über Syntax aus heutiger Sicht“, Thomas Krisch „Das Wackernagelsche Gesetz aus heutiger Sicht“, Heinrich Hettrich „Rektionaler und autonomer Kasusgebrauch“, George E. Dunkel „Jakob Wackernagel und die indogermanischen Partikeln *só, *ke, *kem und *an“, Wolfram Euler „Präteritaltempora zur Bezeichnung der Vorvergangenheit in den älteren indogermanischen Sprachen“, José-Luis Garcia-Ramon „Proportionale Analogie und griechische Morphologie: Athematische Infinitive im Attischen und im Westionischen“, Eva Tichy „Zum homerischen Dual“, Jens Elmegard Rasmussen „Zur Abbauhierarchie des Nasalpräsens - vornehmlich im Arischen und Griechischen“, Olivier Masson „Remarques sur la transcription du w par béta et gamma“, C. J. Ruijgh „La place des enclitiques dans l’ordre des mots chez Homère d’apres la loi de Wackernagel“, Ernst Risch „Zu Wackernagels Einleitung in die Lehre vom Genus: Die Bezeichnung des Haushahns“.
Aktualisiert: 2023-05-16
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Das Verhalten der Basler Universitätsangehörigen reichte in der Zeit von 1933 bis 1945 von freundlichen Kontakten mit deutschen Institutionen über eine formale Trennung zwischen ‹Politik› und ‹Wissenschaft› bis zu Hilfsbereitschaft gegenüber Opfern des Nationalsozialismus. Diese Beziehungen zu den deutschen Hochschulen und Kollegen stehen im Zentrum des Bandes. Untersucht werden Basler Zeugnisse der Wahrnehmung von Vorgängen in Deutschland, von Exklusion und Verfolgung Andersdenkender und ‹Andersrassischer›, aber auch von Veränderungen in der Wissenschaft. Im Blick stehen einzelne Fakultäten und Disziplinen genauso wie Forschung und Lehre sowie – exemplarisch – einige Lebensläufe und Konflikte bei Lehrstuhlbesetzungen. Das persönliche, strukturelle und emotionale Beziehungsgeflecht, das die Basler mit der Universitätswelt des Nachbarlandes verband, wird dabei erstmals in seiner ganzen Breite sichtbar.
Aktualisiert: 2022-07-06
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Das Verhalten der Basler Universitätsangehörigen reichte in der Zeit von 1933 bis 1945 von freundlichen Kontakten mit deutschen Institutionen über eine formale Trennung zwischen ‹Politik› und ‹Wissenschaft› bis zu Hilfsbereitschaft gegenüber Opfern des Nationalsozialismus. Diese Beziehungen zu den deutschen Hochschulen und Kollegen stehen im Zentrum des Bandes. Untersucht werden Basler Zeugnisse der Wahrnehmung von Vorgängen in Deutschland, von Exklusion und Verfolgung Andersdenkender und ‹Andersrassischer›, aber auch von Veränderungen in der Wissenschaft. Im Blick stehen einzelne Fakultäten und Disziplinen genauso wie Forschung und Lehre sowie – exemplarisch – einige Lebensläufe und Konflikte bei Lehrstuhlbesetzungen. Das persönliche, strukturelle und emotionale Beziehungsgeflecht, das die Basler mit der Universitätswelt des Nachbarlandes verband, wird dabei erstmals in seiner ganzen Breite sichtbar.
Aktualisiert: 2022-07-06
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Jacob Wackernagel, der Verfasser der „Vorlesungen über Syntax“, gilt als einer der größten Vertreter des Fachs Indogermanistik und zählt zu den bedeutendsten Basler Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Sein Todestag jährte sich 1988 zum 50. Mal und veranlasste die Indogermanische Gesellschaft, ihr Kolloquium in Basel abzuhalten.Dss fachliche Programm der Tagung wurde von Basler Vertretern der Klassischen Philologie in Zusammenarbeit mit indogermanistischen Kollegen von anderen Universitäten erstellt.Der Tagungsband enthält Beiträge von Joseph Delz und Georg Peter Landmann „Erinnerungen an Jakob Wackernagel“, Bernfried Schlerath „Jakob Wackernagel und die indogermanische Sprachwissenschaft“, Robert S. P. Beekes „Wackernagel’s explanation of the lengthened grade“, Oswald Panagl „Jakob Wackernagels Vorlesungen über Syntax aus heutiger Sicht“, Thomas Krisch „Das Wackernagelsche Gesetz aus heutiger Sicht“, Heinrich Hettrich „Rektionaler und autonomer Kasusgebrauch“, George E. Dunkel „Jakob Wackernagel und die indogermanischen Partikeln *só, *ke, *kem und *an“, Wolfram Euler „Präteritaltempora zur Bezeichnung der Vorvergangenheit in den älteren indogermanischen Sprachen“, José-Luis Garcia-Ramon „Proportionale Analogie und griechische Morphologie: Athematische Infinitive im Attischen und im Westionischen“, Eva Tichy „Zum homerischen Dual“, Jens Elmegard Rasmussen „Zur Abbauhierarchie des Nasalpräsens - vornehmlich im Arischen und Griechischen“, Olivier Masson „Remarques sur la transcription du w par béta et gamma“, C. J. Ruijgh „La place des enclitiques dans l’ordre des mots chez Homère d’apres la loi de Wackernagel“, Ernst Risch „Zu Wackernagels Einleitung in die Lehre vom Genus: Die Bezeichnung des Haushahns“.
Aktualisiert: 2023-04-04
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Die Mikrostrukturen einer 'toten' Sprache zu erforschen, ist eine besondere Herausforderung. In jüngerer Zeit sind wichtige Studien erschienen, die sich mit der Wortstellung im Lateinischen im Hinblick auf das sogenannte Wackernagelsche Gesetz befassen, wonach Klitika im Indogermanischen nach der zweiten Satzposition strebten. Die vorliegende Publikation überprüft die vor allem an literarischen Zeugnissen gewonnenen Ergebnisse, wonach das Lateinische über ein differenziertes System zur Fokussierung sprachlicher Aussagen verfügte, an den ca. 3400 republikanischen Inschriften. Hierdurch ergeben sich Modifikationen bisheriger Erkenntnisse, Neubewertungen sprachlicher Erscheinungen sowie zahlreiche Detailinterpretationen der Texte selbst.
Bisherige Forschungsschwerpunkte des Autors:
Lateinische Sprache und Poesie des 3./2. Jh. v. Chr.; Lateinische Epigraphik
Aktualisiert: 2019-01-08
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