Die illegale Pfarrerin

Die illegale Pfarrerin von Caprez,  Christina
Am 13. September 1931 tut das Bündner Bergdorf Furna etwas, was zuvor noch keine Gemeinde der Schweiz gewagt hat: Es wählt eine Frau zur Pfarrerin. Ein Skandal, der bis nach Deutschland Schlagzeilen macht, sogar der berühmte Theologe Karl Barth mischt sich ein. Greti Caprez-Roffler ist 25 Jahre alt, frisch gebackene Theologin und Mutter. Sie zieht mit ihrem Baby ins Bergdorf, ihr Mann bleibt als Ingenieur in Zürich. Die Behörden konfiszieren das Kirchgemeindevermögen, doch die Pfarrerin arbeitet weiter, für «Gottes Lohn». Nach ihrem Tod macht sich die Enkelin auf die Spuren der ersten Schweizer Gemeindepfarrerin. Sie stösst auf die aussergewöhnliche Emanzipationsgeschichte einer Frau, die im Dorf Skihosen für Mädchen einführte und ihren Söhnen das Stricken beibrachte. Die ihren Mann zum Theologiestudium inspirierte und mit ihm das Pfarramt im Jobsharing ausübte, lange bevor der Begriff existierte. Die für sich in Anspruch nahm, was damals für viele undenkbar war: ihrer Berufung nachzugehen und Mutter zu sein, eine glückliche Liebe und eine erfüllte Sexualität zu leben. Eine Frau mit einem grossen Hunger auf das Leben, die ihre Zeitgenossen mit ihrem festen Willen und ihrer direkten, bestimmenden Art immer wieder herausforderte.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Damals in Monstein

Damals in Monstein von Gadmer,  Thomas, Mittelholzer,  Andrea, Thürer,  Paul
Paul Thürer wächst als Bauernsohn vor den Toren Churs auf. Kindheit und Jugend oszillieren zwischen dem bäuerlichen Alltag und dem kleinstädtischen Leben in der Kantonshauptstadt, wo er die Schulen besucht. Dank der Fürsprache seines Religionslehrers am Gymnasium darf Thürer reformierte Theologie studieren. Das Studium führt ihn an die Universitäten der Städte Basel, Heidelberg, Berlin, Zürich und Florenz, wobei ihn eine unglückliche Liebe immer wieder ins Engadin zieht. 1904 tritt er im hoch gelegenen Bündner Bergdorf Monstein seine erste Pfarrstelle an. Realistisch beschreibt er Eigenart und Dasein der Bauern, ohne das Dorfleben zu verklären: Zu hart sind die langen Winter, zu ungetrübt sein Einblick in Not und Kargheit des Alltags. Bald ist er wieder verliebt. Seine oft halsbrecherischen Wanderungen zur lebenslustigen Wirtstochter in Filisur lassen sich bald nicht mehr vor den Einheimischen verheimlichen. Im Jahre 1906 heiratet er Nina Accola. Ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist er als «Skipfarrer von Monstein», der den Skiunterricht in der Schule eingeführt hat.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Von den Freuden der kinderreichen Familie

Von den Freuden der kinderreichen Familie von Brändli,  Kristov, Brändli,  Sebastian, Brändli-Probst,  Cécile, Scheidegger,  Esther, Stamm,  Judith
Cécile Brändli-Probst war Mutter einer kinderreichen Familie. Neben Erziehung und Haushalt kam sie auch noch dazu, sich schreibend mit ihrer Welt auseinanderzusetzen. Unter anderem begleitete sie ihre Kinderschar über fünfzehn Jahre mit Reflexionen aus dem Kinder- und Familienalltag. In den lebensfrohen Beiträgen schilderte sie vor allem eigene Erfahrungen, dementsprechend stehen viele Texte in einem seriellen Zusammenhang und spiegeln die Entwicklung der Familie auch im Titel wider («Sechs in einem Nest», «Familie Siebenzahl», «Die acht Seligkeiten und Sabina»). In ihrem 100. Geburtsjahr erscheint eine Auswahl von Kurzgeschichten, die sie von 1953 bis 1975 in der Zeitschrift «Die Familie» veröffentlichte. Die Texte sind aktuell wie eh und je, auch wenn sich die äusseren Umstände seit den 1950er-Jahren geändert haben. Es überzeugen der teilnehmende, liebevolle Blick der Autorin auf ihre Kinder und die erzählerische Qualität der Beobachtungen.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Quasi Heimweh

Quasi Heimweh von Felder,  Anna, Hindermann,  Federico
Anna Felders Romanerstling «Quasi Heimweh» erschien 1970 und handelt von einer jungen Lehrerin, die Kinder italienischer Familien betreut. Die Ich-Erzählerin oszilliert zwischen zwei Sprachen, Italienisch und Deutsch, und mehreren Orten, Tessin, Lombardei und Aarau. Als Tessinerin selbst etwas fremd und befremdet in der deutschen Schweiz, schreibt sie in einzelnen kürzeren Stimmungsbildern von der Situation der Fremden in der Schweiz, von der Schwierigkeit, unsere Sitten und Gebräuche, unser ganzes Gehabe zu verstehen. Obwohl sie mit ihren einfühlsamen Annäherungen an die Lebenswelt der Migranten durchaus in die politische Debatte eingriff, war das Werk nicht als Pamphlet angelegt. «Ich war damals vielmehr eine Art Komplizin», sagt Anna Felder, «die Ichperson im Buch hatte einiges von mir». Das Buch, das sich noch heute frisch und aktuell liest, erschien zuerst in der deutschen Übersetzung. Erst zwei Jahre später wurde es im italienischen Original veröffentlicht mit dem Titel «Tra dove piove e non piove» (Zwischen dort, wo es regnet, und dort, wo es nicht regnet).
Aktualisiert: 2019-05-08
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Die Wohlanständigen

Die Wohlanständigen von Schaub,  Urs
Schreckliche Zeiten für Kommissar Michel: Kalter Vorfrühling mit Biswind, am Ufer des kleinen Sees dümpelt eine männliche Leiche mit einem Messer im Rücken, sein Freund und Helfer Simon Tanner macht Urlaub im warmen Marokko. Im Büro treibt ein neuer Polizeichef sein Unwesen und hat ihm eine junge Assistentin aufgebrummt. Immerhin, sie stellt sich als mehr als umgänglich heraus, ist mehr als fit im Kopf, und ihr Appetit hält dem von Michel stand. Der Tote arbeitete als Treuhänder in einer der angesehensten Kanzleien der Hauptstadt. Aber dort soll er schon vor fünf Jahren entlassen worden sein, stellt sich heraus. Mit der eigenen Familie lag er offenbar im Streit. Und schon bald hat der neue Polizeichef einen Täter gefunden, einen vorbestraften Albaner, dessen DNA auf dem Messer gefunden wurde. Endlich kommt Tanner zurück. Und während die beiden Freunde Verstrickungen der Kanzlei an nobler Adresse mit dem albanischen Clan in der anonymen Agglo ahnen, sind sie schon bald mit cyberkriminellen Wirtschaftsaktivitäten einerseits und eigenen erotischen Verwicklungen anderseits beschäftigt.
Aktualisiert: 2019-05-08
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Der Boden unter den Füssen

Der Boden unter den Füssen von Keller,  Christoph
Lion, dem fast schon legendären Brückenbauer, ist eine Brücke eingestürzt. Das hat zwölf Leben gekostet, und auch wenn ihn keiner anklagt, einfach weitermachen will er nicht. Lieber unternimmt er ausgedehnte Wanderungen in seinem Garten, auf dass er sich selbst und auch unserer geschundenen Welt auf die Spur komme. Und siehe, immer öfter erscheinen Menschen im Garten. Gleich zu Beginn ist da Andri, der schlitzohrige Nachbarjunge, der verkündet, seine Mutter sei verschwunden. Wo denn? Im Garten natürlich. Was aber will der Junge wirklich? Nun, Lion, immer schon ein bisschen in Andris Mutter verknallt, macht sich auf die Suche im Garten – und wundert sich schon bald nicht mehr, dass dieser mit jedem seiner Schritte grösser wird. Sogar dann, wenn er mit seiner Partnerin und Ökobestsellerautorin am Gartentisch Wein trinkt. Dabei gerät auch die Zeit immer mehr aus den Fugen und saugt Lion hinein in das wahre Wesen und das Wunder der Natur. Bis er glaubt, den Boden unter den Füssen wieder gefunden zu haben. Poetisch und frech zugleich, witzig und elegant entwirft «Der Boden unter den Füssen» nicht eine weitere Dystopie, sondern erzählt von einer Utopie, die Natur und Mensch wieder vereint. Alles wird gut. Ganz sicher.
Aktualisiert: 2019-05-08
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Paradies möcht ich nicht

Paradies möcht ich nicht von Bergkraut,  Eric
In einem Vorort von Zürich schiessen im April 1943 zwei junge Menschen aufeinander zu. Felix ist gezeichnet von fünf Jahren Flucht und Fremdenlegion, Louise ist eine zornige Schweizerin, Jungkommunistin und Lehrerin in der Sonntagsschule. Beide sind hungrig nach einer besseren Welt, sie gründen eine Familie. 75 Jahre nach dem ersten Zusammentreffen seiner Eltern spürt ihnen Eric Bergkraut in seinem autobiografischen Roman nach, erzählt von diesen Leben in der grossen Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts, folgt ihnen von Wien nach St. Maur und Paris, nach Albisrieden, Limoges, Fes und Aarau. Er erzählt von der List des Überlebens und der Last der Verfolgung, vom Lebenshunger und familiären Verstrickungen, den Spuren, die sich bei ihm und seinen Geschwistern niedergeschlagen haben, die er vielleicht bei seinen Kindern hinterlässt. «Paradies möcht ich nicht» erzählt konzis und poetisch, tabufrei und warmherzig die individuellen Schicksale einer Familie im Strudel der grossen Geschichte bis zum heutigen Tag.
Aktualisiert: 2019-05-09
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Fell und Flausen

Fell und Flausen von Jurt,  Laura, Muscionico,  Daniele
Wie kommt der Alligator ins Ehebett? Was tut man, wenn man eines kalten Morgens einen frisch geschlüpften, federlosen Spatz findet? Wie hilft der Hund dem Mädchen, das an Epilepsie leidet? Weshalb sass das Basler Gorillamädchen Goma mit ihrer Menschenfamilie am Esstisch und verbrach te mit ihr sogar Ferien im Tessin? Menschen und Tiere verbindet mehr als ihre Abstammungsgeschichte oder gemeinsames genetisches Material, nach dem das Schwein und der Menschen zu 95 Prozent zoologisch verwandt sind. Zwischen Menschen und Tieren gibt es Dinge, die Worte und Wissenschaft nicht benennen können. Es gibt unvermeidliche Übereinstimmung, Treueschwüre und schicksalshafte Begegnungen, es gibt Momente des Glücks und schmerzhafter Gefühle. Dieses Buch erzählt in Text und Illustrationen wahre Geschichten. Ob Haustiere oder Wildtiere, sie alle haben für ihre Besitzer, Freunde oder Retter eine lebensverändernde Bedeutung.
Aktualisiert: 2019-05-09
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Wenn die Nacht in Stücke fällt

Wenn die Nacht in Stücke fällt von de Roulet,  Daniel, Traber,  Barbara
In einem persönlichen Brief an den großen Maler Ferdinand Hodler erzählt Daniel de Roulet von der Faszination, die er für die Gemälde dieses Künstlers hat, insbesondere für die berühmten Bilder seiner sterbenden Geliebten Valentine. Hodler war bereits ein erfolgreicher Künstler, als er der Pariserin Valentine Godé-Darel begegnete. Sie stand ihm Modell, sie verliebten sich, bekamen ein Kind. Dann erkrankte Valentine an Krebs. In mehreren hundert Bildern, Skizzen und Zeichnungen hielt der Maler das Leiden und Sterben seiner Geliebten fest. Ein in der Kunstgeschichte einzigartiges Ereignis und ein berührendes Denkmal für Valentine. Die Begegnung und die leidenschaftliche Liebe zu Valentine wurden entscheidend für Hodler. Sie war es, die ihn inspirierte und beeinflusste, durch sie fand er zu seiner späten Freiheit und schuf ein Werk, das universelle Gültigkeit hat. In eleganten Sätzen verteidigt Daniel de Roulet diese Liebe ebenso, wie er für den Maler eintritt gegen politische Vereinnahmungen und plakative feministische Kritik.
Aktualisiert: 2019-03-12
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Unterwegs / In viadi

Unterwegs / In viadi von Famos,  Luisa, Keller,  Luzius
Luisa Famos ist eine Legende. Keine neunzig Gedichte sind von ihr erhalten, aber genug, um ihre poetische Handschrift zu erkennen. 1960 erscheint der erste Gedichtband «Mumaints» (Augenblicke), kurz nach ihrem Tod 1974 der Band «Inscunters» (Begegnungen). Und vielleicht ist der helle Nachruhm nicht zu trennen vom tragischen frühen Tod der Dichterin. Luisa Famos entwirft stille, klare Bilder: das wogende Ährenfeld, die schwirrenden Schwalben, der ferne Sternenhimmel. In ihnen bleibt für einen kurzen Moment die Zeit stehen, offenbart sich ein Augen blick der liebenden Vereinigung mit einem Du, sei es Geliebter oder Gott. Umgehend aber löst sich diese Begegnung auf, mit dem Schnitt der Ernte bei den Ähren, dem Vergehen. Von den Schwalben zeugen nur die Schatten, die über die weisse Mauer huschen. Es sind diese minimalen Verschiebungen, die Luisa Famos’ Gedichte auszeichnen – sprachliche wie bildhafte. Die Sterne leuchten vom Himmel herab, die Dichterin fängt sie ein und erkennt sie von unten als Fluors da la terra – Blumen der Erde. «Unterwegs / In viadi» versammelt die Gedichte der beiden Bände «Mumaints» und «Inscunters» in den neuen Übersetzungen von Luzius Keller.
Aktualisiert: 2019-06-25
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