Im Paradies wie immer

Im Paradies wie immer von Grube,  Axel
Es ist schwer die Wahrheit zu sagen. Denn es gibt zwar nur eine. Aber sie ist lebendig und hat daher ein ständig wechselndes Gesicht. - Franz Kafka (In einem Brief an Milena Jesenská) Als Philosoph ist Kafka bisher nicht in Erscheinung getreten; er selbst hätte sich wohl kaum als ein solcher verstanden. Kann man trotzdem von einer Philosophie, d. h. vom Zusammenhang eines Denkens sprechen, das auch Kafka selbst – spätesten nach Zürau – klar vor Augen stand? Unter Berücksichtigung meist ausgeblendeter Motive erscheint bereits bei einer unkommentierten Sortierung der Zürauer Texte, der Zusam- menhang eines Denkens in schöner Sinnfälligkeit. In den Anklängen zur Prosa, nach Hinweisen im Tagebuch und vor allem im Licht der Selbstaussagen über den persönlichen Grund seines Denkens, erscheint eine ungemein hoffnungsvolle Philosophie in poetischer Plausibilität. Um das Paradox von Unabschließbarkeit und Gewissheit kreist das Denken Kafkas. Wahrheit ist ihm dabei kein unmöglicher Begriff, vom Glauben zu sprechen nicht fremd. Die Entdeckung des Zweifellose[n] in sich, zu dem er gar nicht viel an [sich] verändern, sondern nur die alten, engen Umrisse [seines] Wesens nachziehen musste, scheint dabei das Agens einer praktischen Philosophie zu sein, bei der es Kafka letzthin um die nächsten Bedürfnisse des Lebens geht, vor allem in der Frage zur Bildung eines Verantwortungsgefühls, einer ethischen Musikalität.
Aktualisiert: 2023-06-26
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Sehnsucht

Sehnsucht von Alfred,  Bettie I.
Was tun, wenn man sich nicht einordnen kann in der Welt. Wenn man mal tief melancholisch, mal ausgesprochen humorvoll und ab und an gleichgültig und ebenso oft auch in einer Todessehnsucht lebt? Was tun, wenn man sich einfühlt in jeden, der sich einem in den Weg stellt. Wenn man zudem lieber ein klavierspielender Mann geworden wäre, als eine immerfort irgendwelche Hamsterradgedanken erzeugende Frau. Was tun, wenn man meint, immerzu alles falsch zu machen und sich gleichzeitig als ein brückenschlagendes Beziehungstier empfindet? Schreiben! Das half dann, und Alfreds Ziel, endlich den Augenblick erleben zu können, an dem es ihr voll und ganz müßig erscheint, das eigene Schreiben in tiefgründige Metaphysik oder in unterhaltsamen Dilettantismus mit Anspruch einteilen zu müssen, ist nun mit SEHNSUCHT, einer wilden Sammlung an Kurztexten, erreicht. Und das ist gut, denn der Mensch sollte, Frau Alfreds Meinung nach, alles auf einmal können: lachen und weinen, verzweifeln und hoffen. Und das beiläufig wackelig dargebotene Nichts, ist nicht nur eine Tochtergeschwulst vom Göttlichen, sondern die Stütze des Ganzen. Sehnsucht. Ein Lesebuch für alle, die ihren Urlaub nicht immer nur ins Sorglose buchen wollen, sondern auch Augen für das giftige Veilchen am Wegesrand haben … Der Abstand zu mir selbst ist längst dehnbar geworden. Gleichstand unter uns Menschen kann es ja sowieso niemals geben; und immer wieder bleibt man mal irgendwo stehen und kommt nicht weiter. (Bettie I. Alfred)
Aktualisiert: 2023-06-22
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Sehnsucht

Sehnsucht von Alfred,  Bettie I.
Was tun, wenn man sich nicht einordnen kann in der Welt. Wenn man mal tief melancholisch, mal ausgesprochen humorvoll und ab und an gleichgültig und ebenso oft auch in einer Todessehnsucht lebt? Was tun, wenn man sich einfühlt in jeden, der sich einem in den Weg stellt. Wenn man zudem lieber ein klavierspielender Mann geworden wäre, als eine immerfort irgendwelche Hamsterradgedanken erzeugende Frau. Was tun, wenn man meint, immerzu alles falsch zu machen und sich gleichzeitig als ein brückenschlagendes Beziehungstier empfindet? Schreiben! Das half dann, und Alfreds Ziel, endlich den Augenblick erleben zu können, an dem es ihr voll und ganz müßig erscheint, das eigene Schreiben in tiefgründige Metaphysik oder in unterhaltsamen Dilettantismus mit Anspruch einteilen zu müssen, ist nun mit SEHNSUCHT, einer wilden Sammlung an Kurztexten, erreicht. Und das ist gut, denn der Mensch sollte, Frau Alfreds Meinung nach, alles auf einmal können: lachen und weinen, verzweifeln und hoffen. Und das beiläufig wackelig dargebotene Nichts, ist nicht nur eine Tochtergeschwulst vom Göttlichen, sondern die Stütze des Ganzen. Sehnsucht. Ein Lesebuch für alle, die ihren Urlaub nicht immer nur ins Sorglose buchen wollen, sondern auch Augen für das giftige Veilchen am Wegesrand haben … Der Abstand zu mir selbst ist längst dehnbar geworden. Gleichstand unter uns Menschen kann es ja sowieso niemals geben; und immer wieder bleibt man mal irgendwo stehen und kommt nicht weiter. (Bettie I. Alfred)
Aktualisiert: 2023-06-15
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Im Paradies wie immer

Im Paradies wie immer von Grube,  Axel
Es ist schwer die Wahrheit zu sagen. Denn es gibt zwar nur eine. Aber sie ist lebendig und hat daher ein ständig wechselndes Gesicht. - Franz Kafka (In einem Brief an Milena Jesenská) Als Philosoph ist Kafka bisher nicht in Erscheinung getreten; er selbst hätte sich wohl kaum als ein solcher verstanden. Kann man trotzdem von einer Philosophie, d. h. vom Zusammenhang eines Denkens sprechen, das auch Kafka selbst – spätesten nach Zürau – klar vor Augen stand? Unter Berücksichtigung meist ausgeblendeter Motive erscheint bereits bei einer unkommentierten Sortierung der Zürauer Texte, der Zusam- menhang eines Denkens in schöner Sinnfälligkeit. In den Anklängen zur Prosa, nach Hinweisen im Tagebuch und vor allem im Licht der Selbstaussagen über den persönlichen Grund seines Denkens, erscheint eine ungemein hoffnungsvolle Philosophie in poetischer Plausibilität. Um das Paradox von Unabschließbarkeit und Gewissheit kreist das Denken Kafkas. Wahrheit ist ihm dabei kein unmöglicher Begriff, vom Glauben zu sprechen nicht fremd. Die Entdeckung des Zweifellose[n] in sich, zu dem er gar nicht viel an [sich] verändern, sondern nur die alten, engen Umrisse [seines] Wesens nachziehen musste, scheint dabei das Agens einer praktischen Philosophie zu sein, bei der es Kafka letzthin um die nächsten Bedürfnisse des Lebens geht, vor allem in der Frage zur Bildung eines Verantwortungsgefühls, einer ethischen Musikalität.
Aktualisiert: 2023-06-12
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Im Paradies wie immer

Im Paradies wie immer von Grube,  Axel
Es ist schwer die Wahrheit zu sagen. Denn es gibt zwar nur eine. Aber sie ist lebendig und hat daher ein ständig wechselndes Gesicht. - Franz Kafka (In einem Brief an Milena Jesenská) Als Philosoph ist Kafka bisher nicht in Erscheinung getreten; er selbst hätte sich wohl kaum als ein solcher verstanden. Kann man trotzdem von einer Philosophie, d. h. vom Zusammenhang eines Denkens sprechen, das auch Kafka selbst – spätesten nach Zürau – klar vor Augen stand? Unter Berücksichtigung meist ausgeblendeter Motive erscheint bereits bei einer unkommentierten Sortierung der Zürauer Texte, der Zusam- menhang eines Denkens in schöner Sinnfälligkeit. In den Anklängen zur Prosa, nach Hinweisen im Tagebuch und vor allem im Licht der Selbstaussagen über den persönlichen Grund seines Denkens, erscheint eine ungemein hoffnungsvolle Philosophie in poetischer Plausibilität. Um das Paradox von Unabschließbarkeit und Gewissheit kreist das Denken Kafkas. Wahrheit ist ihm dabei kein unmöglicher Begriff, vom Glauben zu sprechen nicht fremd. Die Entdeckung des Zweifellose[n] in sich, zu dem er gar nicht viel an [sich] verändern, sondern nur die alten, engen Umrisse [seines] Wesens nachziehen musste, scheint dabei das Agens einer praktischen Philosophie zu sein, bei der es Kafka letzthin um die nächsten Bedürfnisse des Lebens geht, vor allem in der Frage zur Bildung eines Verantwortungsgefühls, einer ethischen Musikalität.
Aktualisiert: 2023-06-12
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Sehnsucht

Sehnsucht von Alfred,  Bettie I.
Was tun, wenn man sich nicht einordnen kann in der Welt. Wenn man mal tief melancholisch, mal ausgesprochen humorvoll und ab und an gleichgültig und ebenso oft auch in einer Todessehnsucht lebt? Was tun, wenn man sich einfühlt in jeden, der sich einem in den Weg stellt. Wenn man zudem lieber ein klavierspielender Mann geworden wäre, als eine immerfort irgendwelche Hamsterradgedanken erzeugende Frau. Was tun, wenn man meint, immerzu alles falsch zu machen und sich gleichzeitig als ein brückenschlagendes Beziehungstier empfindet? Schreiben! Das half dann, und Alfreds Ziel, endlich den Augenblick erleben zu können, an dem es ihr voll und ganz müßig erscheint, das eigene Schreiben in tiefgründige Metaphysik oder in unterhaltsamen Dilettantismus mit Anspruch einteilen zu müssen, ist nun mit SEHNSUCHT, einer wilden Sammlung an Kurztexten, erreicht. Und das ist gut, denn der Mensch sollte, Frau Alfreds Meinung nach, alles auf einmal können: lachen und weinen, verzweifeln und hoffen. Und das beiläufig wackelig dargebotene Nichts, ist nicht nur eine Tochtergeschwulst vom Göttlichen, sondern die Stütze des Ganzen. Sehnsucht. Ein Lesebuch für alle, die ihren Urlaub nicht immer nur ins Sorglose buchen wollen, sondern auch Augen für das giftige Veilchen am Wegesrand haben … Der Abstand zu mir selbst ist längst dehnbar geworden. Gleichstand unter uns Menschen kann es ja sowieso niemals geben; und immer wieder bleibt man mal irgendwo stehen und kommt nicht weiter. (Bettie I. Alfred)
Aktualisiert: 2023-06-10
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Sehnsucht

Sehnsucht von Alfred,  Bettie I.
Was tun, wenn man sich nicht einordnen kann in der Welt. Wenn man mal tief melancholisch, mal ausgesprochen humorvoll und ab und an gleichgültig und ebenso oft auch in einer Todessehnsucht lebt? Was tun, wenn man sich einfühlt in jeden, der sich einem in den Weg stellt. Wenn man zudem lieber ein klavierspielender Mann geworden wäre, als eine immerfort irgendwelche Hamsterradgedanken erzeugende Frau. Was tun, wenn man meint, immerzu alles falsch zu machen und sich gleichzeitig als ein brückenschlagendes Beziehungstier empfindet? Schreiben! Das half dann, und Alfreds Ziel, endlich den Augenblick erleben zu können, an dem es ihr voll und ganz müßig erscheint, das eigene Schreiben in tiefgründige Metaphysik oder in unterhaltsamen Dilettantismus mit Anspruch einteilen zu müssen, ist nun mit SEHNSUCHT, einer wilden Sammlung an Kurztexten, erreicht. Und das ist gut, denn der Mensch sollte, Frau Alfreds Meinung nach, alles auf einmal können: lachen und weinen, verzweifeln und hoffen. Und das beiläufig wackelig dargebotene Nichts, ist nicht nur eine Tochtergeschwulst vom Göttlichen, sondern die Stütze des Ganzen. Sehnsucht. Ein Lesebuch für alle, die ihren Urlaub nicht immer nur ins Sorglose buchen wollen, sondern auch Augen für das giftige Veilchen am Wegesrand haben … Der Abstand zu mir selbst ist längst dehnbar geworden. Gleichstand unter uns Menschen kann es ja sowieso niemals geben; und immer wieder bleibt man mal irgendwo stehen und kommt nicht weiter. (Bettie I. Alfred)
Aktualisiert: 2023-06-10
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Der Muslim und die Jüdin

Der Muslim und die Jüdin von Steinke,  Ronen
Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses. Als jüdischer Teenager überlebte Anna Boros den Holocaust mitten in Hitlers Hauptstadt – dank eines tapferen Arabers. Er hieß Mohammed Helmy, balancierte ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Gestapo auszutricksen. Als einziger Araber überhaupt ist er dafür in Yad Vashem geehrt worden. Ronen Steinke erzählt diese atemberaubende Geschichte – und wirft damit ein Licht auf eine fast vergessene Welt: das alte arabische Berlin der Weimarer Zeit, das gebildet, fortschrittlich und in weiten Teilen alles andere als judenfeindlich war.
Aktualisiert: 2023-06-01
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Gespräche mit Kafka

Gespräche mit Kafka von Janouch,  Gustav
'Janouch war der Sohn eines Kollegen Kafkas in der Arbeiter-Versicherungs-Anstalt, der seinen Sohn, weil er dichtete, einmal zu Kafka brachte. Kafka nahm den jungen Mann mit großer Liebenswürdigkeit auf; er traf öfter mit ihm zusammen und sprach mit ihm über die verschiedensten literarischen Gegenstände. Nach einem Vierteljahrhundert hat nun Janouch nach den Notizen, die er sich über diese Gespräche machte, ein Erinnerungsbuch geschrieben. Er sandte das Manuskript an Max Brod, der es - nach Inhalt und Form der Gespräche - für authentisch erklärte. Es steht wohl außer Frage, dass die veröffentlichten Gespräche auf wirklich stattgefundenen Unterredungen beruhen, wenn auch ihre Formulierung bei der nachträglichen Stilisierung vermutlich eine etwas entschiedenere Fassung erhielt, als Kafka sie ihr ursprünglich gegeben haben mag. Dennoch ist Janouchs Buch als eine wertvolle biographische Quelle zu betrachten.' (Felix Weltsch)
Aktualisiert: 2023-05-10
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Gnade und Freiheit

Gnade und Freiheit von Koch,  Hans Gerd, Weltsch,  Felix
"Als Erbauungsbuch – und das ist ja viel mehr als ich dachte – bedeutet es mir viel und wird mir viel bedeuten", schreibt Franz Kafka an seinen Freund Felix Weltsch, der ihm das Skript zu Gnade und Freiheit Ende 1919 zur Korrektur übergeben hatte. Dabei belegen Kafkas Korrekturen und Verbesserungsvorschläge – die in der vorliegenden Ausgabe mitabgedruckt sind –, "wie intensiv er sich mit dem Buch seines Freundes auseinandergesetzt hat, aber auch, wie einflussreich der Gedankenaustausch innerhalb des Freundeskreises war. Kafka war nicht nur einer der ersten Leser von Gnade und Freiheit, mit seinen Anmerkungen erweist er sich auch als penibler und kundiger Lektor. So wundert es nicht, dass Felix Weltsch ihm in den meisten Fällen folgte, nicht nur seine Korrekturen übernahm, sondern seine Anregungen aufgriff und ganze Passagen überarbeitete, wie der Vergleich mit der endgültigen Druckfassung zeigt." Hans-Gerd Koch im Nachwort
Aktualisiert: 2023-05-10
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Gnade und Freiheit

Gnade und Freiheit von Koch,  Hans Gerd, Weltsch,  Felix
"Als Erbauungsbuch – und das ist ja viel mehr als ich dachte – bedeutet es mir viel und wird mir viel bedeuten", schreibt Franz Kafka an seinen Freund Felix Weltsch, der ihm das Skript zu Gnade und Freiheit Ende 1919 zur Korrektur übergeben hatte. Dabei belegen Kafkas Korrekturen und Verbesserungsvorschläge – die in der vorliegenden Ausgabe mitabgedruckt sind –, "wie intensiv er sich mit dem Buch seines Freundes auseinandergesetzt hat, aber auch, wie einflussreich der Gedankenaustausch innerhalb des Freundeskreises war. Kafka war nicht nur einer der ersten Leser von Gnade und Freiheit, mit seinen Anmerkungen erweist er sich auch als penibler und kundiger Lektor. So wundert es nicht, dass Felix Weltsch ihm in den meisten Fällen folgte, nicht nur seine Korrekturen übernahm, sondern seine Anregungen aufgriff und ganze Passagen überarbeitete, wie der Vergleich mit der endgültigen Druckfassung zeigt." Hans-Gerd Koch im Nachwort
Aktualisiert: 2023-05-10
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Nietzsche und das Christentum

Nietzsche und das Christentum von Jaspers,  Karl
Die kleine Schrift von Karl Jaspers weist auf eine oft übersehene Tatsache hin: Das Bekenntnis Friedrich Nietzsches zu Jesus – und das mitten im 'Antichrist', dem 'Fluch auf das Christentum'. Nietzsche zeichnet dabei das Bild eines Menschen, das mit der 'Vertretungssoteriologie' des Christentums nichts mehr zu tun hat. Darüber hinaus stellt er seine Gedanken als ein Angebot dar, das jeder Einzelne, immer wieder neu, zu prüfen hat. "Wenn Nietzsche das einschneidendste philosophische Ereignis nach dem Ende des philosophischen Idealismus in Deutschland ist, so kann der Gehalt dieses Ereignisses offenbar nicht wesentlich ein Inhalt, ein Bestand, eine Wahrheit sein, die man in Besitz nehmen könnte, sondern nur die Bewegung selbst, das heißt ein Denken, das ganz und gar nicht abschließt, sondern den Raum frei macht, keinen Boden bereitet, sondern nur ein unbekanntes Zukünftiges ermöglicht." Karl Jaspers
Aktualisiert: 2023-05-10
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Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht

Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht von Grube,  Axel, Steinke,  Ronen
Fritz Bauer zwang die Deutschen zum Hinsehen: Inmitten einer Justiz, die in der jungen Bundes­republik noch immer von braunen Seilschaften geprägt war, setzte er den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess durch. Er kooperierte mit dem israelischen Geheimdienst, um Adolf Eichmann vor Gericht zu bringen. Ronen Steinke erzählt das Leben eines großen Juristen und Humanisten, dessen persönliche Geschichte zum Politikum wurde.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Franz Kafkas Glauben und Lehre

Franz Kafkas Glauben und Lehre von Brod,  Max, Weltsch,  Felix, Zimmermann,  Hans Dieter
Warum sollten die Schriften der Freunde Kafkas nicht wieder eine grössere Rolle spielen? Max Brod und Felix Welsch, die doch über 20 Jahre mit Franz Kafka zusammen gelebt und gearbeitet haben, fühlten sich zeitlebens aufgerufen, auf einen Kafka hinzuweisen, wie sie ihn 'erlebt' haben. Sicherlich war Max Brod dabei nicht immer eines 'Geschmacks' mit Kafka. In den wesentlichen Punkten vermögen seine Schriften aber auf jahrzehntelang gepflegte Zerrbilder der Kafka-Rezeption hinzuweisen.
Aktualisiert: 2023-05-10
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Religion und Humor im Leben und Werk Franz Kafkas

Religion und Humor im Leben und Werk Franz Kafkas von Weltsch,  Felix
Felix Weltsch schrieb eine kleine eindrucksvolle Studie über seinen lange verstorbenen Freund Franz Kafka nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie erschien 1957 in Berlin unter dem Titel Religion und Humor im Leben und Werk Franz Kafkas. Er untersuchte nicht zuletzt diese Aphorismen, die den Philosophen (Weltsch) faszinierten. Er sah, dass diese Aphorismen keine in sich schlüssige Weltsicht ergeben, jeder Gedanke steht für sich, einige ergänzen sich, andere erhellen sich. Weltsch: Es ist nicht zu leugnen, dass sich bei solcher systematischen Registrierung Widersprüche ergeben. Können alle diese Wege nebeneinander bestehen? Oder lassen sie sich so lange interpretieren, bis sie schließlich einen eindeutigen Erlösungsweg ergeben? Das wäre wohl nicht das Richtige. Richtig ist vielmehr, dass eben diese Unklarheiten zur religiösen Position Kafkas gehören. Nie wird die Transzendenz selber angezweifelt. Hans Dieter Zimmermann
Aktualisiert: 2023-05-10
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Kafka für Kinder und Erwachsene (ePub3 im Fixed Layout)

Kafka für Kinder und Erwachsene (ePub3 im Fixed Layout) von Kafka,  Franz, Koch,  Hanna
Sieben Erzählungen von Franz Kafka, Der Storch im Zimmer, Vor dem Gesetz, Poseidon, Der Kübelreiter, Die Bäume, Wunsch Indianer zu werden – und zwei kurze Denkbilder, Eva und Adam und Haustier sind in diesem Band versammelt. Mit den einfühlsamen Bildern von Hanna Koch erscheinen die Erzählungen für Erwachsene in einem neuen Licht und ermöglichen für Kinder eine erste Begegnung mit der Schönheit dieser Dichtung.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Dora Diamant – Kafkas letzte Liebe

Dora Diamant – Kafkas letzte Liebe von Diamant,  Kathi, Mönning,  Wiebke, Moors,  Christoph, Stach,  Reiner
Nur elf Monate dauerte die vielleicht bedeutsamste Liebesgeschichte der jüngeren Zeit. Dora Diamant, die lange Zeit Unbekannte an Kafkas Seite, verfügte über eine seltene Weite des Geistes. Als Rebellin ihrer ostjüdisch-orthodoxen Umgebung – sie floh vor dem strengen Vater in die Verheissung des ›aufgeklärten‹ Westens – behielt sie und kultivierte immer den tiefen humanitären Geschmack einer religiösen Musikalität: Das Gefühl einer unverbrüchlichen Verantwortung und das Bestreben zur Identität von Heiligem und Alltäglichem. Als Zeugin zugleich auch für dieses ›Mandat‹ Kafkas aber auch im Eintreten für eine jiddische Kultur, die ihr als Quelle dieser tiefen humannen Integrität galt, geht Doras Leben und Bedeutung weit über die kurze Zeit des Zusammenlebens mit Kafka hinaus.'[Die] Grenzzone zwischen Tradition und Moderne betraten Franz Kafka und Dora Diamant gleichsam von entgegengesetzten Seiten, und fast zur selben Zeit. (…) Als er Dora Diamant kennenlernte, begriff er sofort, dass sie eine Art Koexistenz von östlicher und westlicher Lebensweise verkörperte, die auch er sich als Lösung durchaus vorstellen konnte, obgleich das weder in ihrem noch in seinem Lebensplan vorgesehen war: eine Komplizin also.' (Aus dem Vorwort von Reiner Stach)
Aktualisiert: 2023-05-10
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Im Paradies wie immer

Im Paradies wie immer von Grube,  Axel
Es ist schwer die Wahrheit zu sagen. Denn es gibt zwar nur eine. Aber sie ist lebendig und hat daher ein ständig wechselndes Gesicht. - Franz Kafka (In einem Brief an Milena Jesenská) Als Philosoph ist Kafka bisher nicht in Erscheinung getreten; er selbst hätte sich wohl kaum als ein solcher verstanden. Kann man trotzdem von einer Philosophie, d. h. vom Zusammenhang eines Denkens sprechen, das auch Kafka selbst – spätesten nach Zürau – klar vor Augen stand? Unter Berücksichtigung meist ausgeblendeter Motive erscheint bereits bei einer unkommentierten Sortierung der Zürauer Texte, der Zusam- menhang eines Denkens in schöner Sinnfälligkeit. In den Anklängen zur Prosa, nach Hinweisen im Tagebuch und vor allem im Licht der Selbstaussagen über den persönlichen Grund seines Denkens, erscheint eine ungemein hoffnungsvolle Philosophie in poetischer Plausibilität. Um das Paradox von Unabschließbarkeit und Gewissheit kreist das Denken Kafkas. Wahrheit ist ihm dabei kein unmöglicher Begriff, vom Glauben zu sprechen nicht fremd. Die Entdeckung des Zweifellose[n] in sich, zu dem er gar nicht viel an [sich] verändern, sondern nur die alten, engen Umrisse [seines] Wesens nachziehen musste, scheint dabei das Agens einer praktischen Philosophie zu sein, bei der es Kafka letzthin um die nächsten Bedürfnisse des Lebens geht, vor allem in der Frage zur Bildung eines Verantwortungsgefühls, einer ethischen Musikalität.
Aktualisiert: 2023-04-27
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Jürgen Born – Franz Kafka oder Die Magie einer Prosa

Jürgen Born – Franz Kafka oder Die Magie einer Prosa von Born,  Jürgen, Grube,  Axel
Jürgen Born, der Begründer der Forschungsstelle für Prager deutsche Literatur und Mitbegründer der Kritischen Ausgabe der Schriften, Tagebücher und Briefe Kafkas, stellt eine wohltuende Ausnahme im Chor der Stimmen zu Kafka dar. Seine positive Deutung der Türhüterlegende etwa scheint nur einem fühlenden Denken möglich, dem die Erfahrung einer „moralische[n] Zartheit“ (Robert Musil) in der Prosa Kafkas nicht fremd sein kann. Nun liegen die Beiträge von Jürgen Born auch als Hörbuch vor. Die Beiträge sind gelesen von Axel Grube Das Vorwort spricht Jürgen Born.
Aktualisiert: 2023-04-20
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Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam

Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam von Grube,  Axel, Zweig,  Stefan
Mit seiner Hellsicht, dem Intellekt einer Herzensbildung und einem die Wissenschaft weit übersteigenden Einfühlungsvermögen beleuchtet Zweig mit der Lebensbeschreibung des Erasmus wie mit einem Brennglas, einen Kulminationspunkt der Menschheitsgeschichte; eine historische Wegscheide, deren Auswirkung bis heute unser Leben prägt. Eine andere Möglichkeit der Reformation stellt er mit der Schilderung der Antipoden Erasmus von Rotterdam und Martin Luther vor. Aus Charakteren, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, erwachsen völlig unterschiedliche Kulturen. Das Scheitern Erasmus, seine Schwäche als Tatmensch im entscheidenden Augenblick, rührt an unseren Traum einer humaneren Kultur und gewaltlosen Menschheitsgeschichte.
Aktualisiert: 2023-05-04
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