Buddha in seiner Welt

Buddha in seiner Welt von Baum,  Wilhelm
Der Religionsstifter Buddha wird in dem vorliegenden Buch aus historischer und religionsgeschichtlicher Sicht betrachtet. Es gilt, die verschiedenartigen späteren Quellen zu analysieren und zu bewerten. Dabei spielen die Inschriften des indischen Kaisers Aschoka aus dem 3. Jh. eine Rolle, die bis heute erhalten blieben. Die Überlieferung seiner Schriften wird besonders durch die Quellen aus Sri Lanka beleuchtet, wo buddhistische Könige schon sehr früh bemüht waren, das Andenken an den Stifter zu bewahren, der in seiner Heimat, dem Reich Maghada vor allem durch die Wiedererstarkung des Huinduismus und den Aufstieg des Islam zum Erlöschen gebracht wurde. Schließlich soll dargestellt werden, wie vor allem die ursprünglichen Texte und Chroniken seit dem 19. Jahrhundert erforscht wurden und es heute ermöglichen, eine "historische" Biographie des Religionsstifters zu verfassen.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Klagenfurt

Klagenfurt von Baum,  Wilhelm
Das 800jährige Klagenfurt (slowenisch Celovec) wurde in der Zeit der Reformation Hauptstadt des Herzogtums Kärnten und Sitz der Stände, die hier das Landhaus, den protestantischen Dom und das „Collegium Sapientiae et pietatis“ errichteten. Flacius Illyricus plante die Gründung einer Hochschule, aber die rigorose Durchsetzung der Gegenreformation durch den Habsburger Ferdinand II. vernichtete für lange Zeit eine neue Blütezeit. Juden, Wiedertäufer und Protestanten wurden planmäßig vertrieben, der Humanismus verdrängt, die Aufklärung verzögert, slowenische Kulturbestrebungen konnten sich erst seit der Aufklärung entfalten, als Franz Paul von Herbert den Abschluss an den Jenaer Kant-Kreis suchte. Napoleon brachte 1797 die Befreiung, aber in der Zeit des Vormärz erstarkte der Absolutismus von neuem, bis die Revolution von 1848 eine Phase der Demokratisierung einleitete. Bedeutende Literaten und Künstler wie der slowenische Dichter France Preseren, der Panslawist Matija Majar, die Maler Anton Kolig, Herbert Boeckl, Jean Egger und Maria Lassnig wirkten hier, ebenso die Dichter Christine Lavant, Max Hölzer, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Gert Jonke, Alois Brandstetter und Josef Winkler. Die Gründung der Universität führte zu einem Aufbrechen verkrusteter Strukturen. Klagenfurt war aber auch die Stadt des Deutschnationalismus, wo Adolf Hitler begeistert empfangen wurde und der Nationalsozialismus in transformierter Form in der Sozialdemokratie und historisch-kulturellen Institutionen weiterwirkte und Slowenenfeindlichkeit salonfähig blieb – eine Stadt am Schnittpunkt dreier Kulturen, die zu einem Zentrum der Region Alpen-Adria werden könnte. Wilhelm Baum, geb. 1948 in Düsseldorf, DDr., Univ.-Doz., Mitglied des PEN, Autor zahlreicher Bücher zur Kulturgeschichte, die auch ins Englische, Slowenische, Italienische und Spanische übersetzt wurden.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Beschreibung Asiens

Beschreibung Asiens von Baum,  Wilhelm, Pius II, Senoner,  Raimund
Als Papst gehörte Pius II. (1458-1464) zu den am besten informierten Persönlichkeiten seiner Zeit, der bei der Abfassung der Kosmographie auch auf die vatikanischen Archive und Bibliotheken zurückgreifen konnte. Schon früh sind Piccolominis kosmographische und historische Interessen greifbar. Seine Schrift über Asien ist ein Teil der unvollendet gebliebenen Weltbeschreibung, die seine intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Türken widerspiegelt, die 1453 Konstantinopel, das Zentrum der griechischen Welt, erobert hatten. Die Kosmographie ist für die Erforschung der Rezeption der Entdeckungen von größter Bedeutung, zeigt sie doch, dass der Papst – im Gegensatz zu seinem Freund Cusanus – das Werk Marcos Polos nicht kannte! Die Kenntnisse der fernen Länder bezog der Papst in erster Linie von den klassischen antiken Autoren wie Strabo oder Ptolemäus, deren Weltbild übernommen wird. Mittelalterliche Autoren kannte er kaum; in Österreich lernte er das Werk des Otto von Freising kennen. Die Lesefrüchte aus der Antike werden ausgeschmückt mit allerlei Informationen, die der Papst aus zeitgenössischen Reiseberichten wie etwa dem des Nicolo de Conti ziehen konnte. Auffallend ist, wie wenig der Papst über die Christen des Orients wusste; nur mit der armenischen Geschichte war er ein wenig vertraut. Das Werk vermittelt einen aufschlussreichen Einblick in die „konservative“ Sicht der Welt an einer der Schaltzentralen Europas vor den großen Entdeckungsfahrten der Portugiesen und Spanier. Hauptinformationsquellen waren die Bücher, nicht aber die Berichte der zeitgenössischen Seefahrer.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Geschichte der Mongolen

Geschichte der Mongolen von Baum,  Wilhelm, Korykos,  Hethum von, Senoner,  Raimund
Hethums Werk „Livre des Estoires des Parties d’ Orient“, das er 1307 in Frankreich dem Schreiber Nikolaus Falcon in französischer Sprache diktierte und das sogleich ins Lateinische übersetzt wurde, überreichte er Papst Clemens V., bei dem er in den zyprischen Thronwirren für Amalrich von Lusignan vermittelte. Der frühere General und Angehörige der armenischen Königsfamilie war mittlerweile dem Prämonstratenser-Orden beigetreten und versuchte, das in Europa bereits abgeflaute Interesse für die Kreuzzüge neu zu beleben. Die im Zeitalter der Kreuzzüge mit der Unterstützung der europäischen Christen rechnenden Armenier wurden in ihrem kilikischen Königreich von den türkischen Seldschuken auf der einen und den Sultanen von Ägypten, Damaskus und Aleppo umzingelt; nach dem Fall der letzten Kreuzfahrerbastion Akkon (1291) wurden nur noch Kilikien und Zypern im Orient von Christen regiert. Die Armenier setzten auch auf die Weltmacht der Mongolen, deren persische Herrscher – die „Il-Khane“ – zeit-weise christliche Frauen hatten und mit den orientalischen Christen sympathisierten. Die Armenier verfügten somit über gute Kontakte zu den Mongolen wie zum christlichen Europa. Hethums Onkel, König Hethum I. hatte selbst den Hof des Großkhans in der Mongolei besucht und konnte ihm viele wertvolle Einzelheiten über die inneren Verhältnisse im Reich des Großkhans berichten. Gleichzeitig verfügte der Geschichtsschreiber aber auch über genaue Kenntnisse über die Seldschuken und die zunehmende Macht der Mameluken in Ägypten. Seine Beschreibung der Welt der Mongolen und der Muslime im Orient endet mit dem Vorschlag eines neuen Kreuz-zuges, für den wichtige Ratschläge erteilt werden. Das Werk beinhaltet eine interes-sante Momentaufnahme der Situation im Orient um 1300.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Die Gathas

Die Gathas von Baum,  Wilhelm, Lommel,  Hermann, Zarathustra,  Spitama
1755 reiste der Franzose Abraham Hyacinthe Anquetil-Duperron, der 1754 in der Bodleian Library in England Fragmente des mittelpersischen Awesta, des hl. Buches der Zarathustrier, gefunden hatte, nach Bombay, wo er Kontakt mit Parsenpriestern aufnahm und 180 Handschriften sammelte, mit denen er schließlich nach Frankreich zurückkehrte und ab 1771 das Awesta ins Französische übersetzte. Es handelt sich um einen Grundtext der Weltkultur, der vor dem Beginn des Perserreiches unter Kyros dem Großen im 7./6. Jhdt. v. Chr. im Osten des Iran entstand. Die zoroastrische Bewegung wurde durch die Expansion des Islam in seiner Urheimat marginalisiert; die heiligen Texte der Hymnen des Religionsstifters wurden später mit den Texten des Awesta vermischt und erst in der Neuzeit philologisch von den Urtexten geschieden, kritisch ediert und in westliche Sprachen übersetzt. Die liturgischen Texte, „Yasna“ genannt, enthalten in den Kapiteln 28-51 und 53 die „Gathas“, Liedstrophen, die auf Zarathustra zurückgehen. Die „Yashts“ (Lobpreisungen der Gottheit) sind jüngeren Datums. J. G. Herder wurde bald auf das Werk Anquetils aufmerksam und setzte sich bereits 1774 in dem Werk „Älteste Urkunde des Menschengeschlechtes“ mit Zarathustra auseinander. 1776 erschien die deutsche Übersetzung des Awesta, mit der sich Herder 1784/91 in den „Ideen“ beschäftigte. Auch Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ riefen das Thema wieder in Erinnerung. In der Verfolgungszeit durch die Muslime flüchteten Zoroastrier nach Bombay, wo sich das wichtigste Studienzentrum befindet, in dessen Umfeld der Dirigent Zubin Mehta aufwuchs, der zu den bekanntesten Anhängern der Parsenreligion in der Gegenwart gehört.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Margarete Maultasch

Margarete Maultasch von Baum,  Wilhelm
Margarete Maultasch – ein Frauenschicksal zwischen Ehescheidung und Selbstbe-hauptung Margarethe von Kärnten-Tirol, die erst nach ihrem Tod den Beinamen „Maultasch“ erhielt, war die letzte Vertreterin der Meinhardiner von Tirol und Kärnten. Sie wurde im Kindesalter von ihrem Vater Heinrich mit Johann Heinrich, dem Sohn seines eins-tigen Rivalen, König Johanns von Böhmen, vermählt. Nach dem Tod Heinrichs fun-gierte König Johanns Sohn Karl – der spätere Kaiser Karl IV. – als Vormund an der Spitze der Tiroler Regentschaft. Wichtige Schlüsselpositionen im Land wurden mit Böhmen besetzt. Am 2.11.1341 putschte Margarete gegen ihren Mann, den sie aus Tirol vertrieb. Kaiser Ludwig der Bayer unterstützte sie und vermählte sie mit seinem Sohn Ludwig dem Brandenburger. Der Schritt erregte in ganz Europa aufsehen. Eine große Zahl von zeitgenössischen Chronisten erwähnen die Rechtfertigung: der Böh-menprinz sei impotent gewesen. Ludwig der Bayer holte Gutachten bei den Philoso-phen Wilhelm von Ockham und Marsilius von Padua ein, die die „erste Ehescheidung des Mittelalters“ in Traktaten verteidigten. Als Karl IV. nach seiner Königswahl in Tirol eindrang und Markgraf Ludwig abwesend war, verteidigte Margarete die Burg Tirol. Die erste Ehe wurde schließlich von der Kurie annulliert, und 1359 musste der Papst die 2. Ehe anerkennen. Nach dem kinderlosen Tod ihres 2. Gemahls überschrieb Margarethe 1363 Tirol Herzog Rudolf IV. von Österreich, mit dem sie nach Wien zog. Margaretes Schicksal berührte nicht nur die Zeitgenossen; die Sagen wirkten weiter bis zu Jakob grimm und Lion Feuchtwangers Roman „Die hässliche Herzogin“. Im Zentrum des Buches steht eine Frau, deren Ansehen durch die Propaganda ihrer Gegner verzerrt wurde.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Schirin Christin – Königin – Liebesmythos

Schirin Christin – Königin – Liebesmythos von Baum,  Wilhelm
Schirin war die Geliebte und später Frau des persischen Großkönigs Chosrau II. (+ 628). Die Christin zog hinter den Kulissen die Fäden in der Politik und unterstützte die christliche Minderheit im zoroastrischen Iran. Nach dem Sturz ihres Mannes beginn sie an seinem Grab Selbstmord und wurde in der Folgezeit zur Sagengestalt in Firdausis Epos "Schahname". Ihre angebliche Liebe zum Baumeister Ferhad wurde um 1180 vom Dichter Nizami zum Epos "Chosrau und Schirin" gestaltet, das in der persischen, türkischen und indischen Welt zahlreiche Nachahmungen erfuhr. Archetypische Momente wie das Belauschen beim Bade wurden in der islamischen orientalischen Welt zur Liebesgestalt schlechthin, die durch Goethes "Westöstlichen Divan" auch in Europa bekannt wurde. 3902005149AutorenporträtWilhelm Baum, geb. 1948, Historiker, Theologe und Philosoph, lebt in Klagenfurt. Seine Bücher wurden ins Englische, Spanische, Italienische und Slowenische übersetzt.
Aktualisiert: 2019-03-25
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