Trotz intensivem Sprachkontakt und mehrjährigem Besuch der Kindertagesstätte gelingt es Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oftmals nicht, bis zum Schuleintritt das Fundament des deutschen Raumausdruckssystems zu erwerben. Bis weit in die Sekundarstufe hinein unterscheiden sich DaZ-Kinder im Gebrauch lokaler Verben und deren Ergänzungen von ihren monolingualen Peers. Das deutsche Präpositionalsystem bereitet sowohl in struktureller als auch in konzeptueller Hinsicht enorme Schwierigkeiten. Nur mühsam erschließt sich dem DaZ-Lerner das komplexe Zusammenspiel von Präpositionen, Lokaladverbien und -partikeln und der Erwerb der zielsprachlichen Basisrelationen (insbesondere IN, AUF, AN, ÜBER) schreitet unter dem Einfluss der kategorialen Prägung der Muttersprache nur ausgesprochen langsam voran. Zudem bleibt häufig die für das Deutsche typische Spezifizierung des Positionsmodus (z.B. stehen, lehnen, liegen) und des Bewegungsmodus (z.B. rennen, schleichen, kriechen) aus. Sind diese Grundpfeiler des deutschen Lokalisierungssystems nicht zielsprachlich angelegt (und automatisiert), kann das System nicht zielsprachlich expandieren. Eine fehlende Stabilität des Grundgerüsts räumlicher Ausdrücke verhindert eine darauf aufbauende lexikalische und metaphorische Erweiterung des Wortschatzes, sodass ausgerechnet die Domäne Raum als besonders ergiebige Quelle für produktiven Sprachgebrauch und die Entwicklung eines elaborierten Sprachcodes ausfällt. Kurzum: Lokalisierungsausdrücke sind ein fundamentaler und dabei zugleich ungemein schwieriger Lerngegenstand. Die Monografie von Doreen Bryant geht der Frage nach, warum dies so ist. Sie klärt die lexikalisch-semantischen, sprachtypologischen, entwicklungspsychologischen und erwerbsbezogenen Beding-ungen, die hierbei zusammenwirken, mit der Zielsetzung, Wege zu finden, DaZ-Kinder möglichst früh an die Kategorien, Konstruktionen und Zusammenhänge des räumlichen Ausdruckssystems des Deutschen heranzuführen, deren Beherrschung es ihnen dann ermöglicht, sich weitergehende Systemzusammenhänge eigenständig zu erschließen.
Aktualisiert: 2023-06-23
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Im Rahmen von performativen Zugängen zu sprachlichem Lernen erhalten der sich bewegende Körper, das eigene ästhetische Wahrnehmen, Fühlen, Handeln und Erleben oder auch das kreativ-spielerische Gestalten, Darstellen, Inszenieren von Sprache zentrale Bedeutung. In den letzten Jahren rücken diese Aspekte auch im Bereich des Erwerbs von Deutsch als Zweitsprache zunehmend in den Blick. Das Lehr- und Praxisbuch präsentiert auf 461 Seiten nach kognitionspsychologischer und spracherwerbstheoretischer Verortung eine Reihe performativ-orientierter didaktischer Ansätze und illustriert diese mit konkreten Unterrichtsbeispielen.
Aktualisiert: 2023-06-21
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Für rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen Deutschlands ist Deutsch nicht die Erstsprache bzw. nicht die alleinige Erstsprache. Dieses Studienbuch richtet sich an Studierende, Referendare, Lehrkräfte sowie Aus- und Fortbildende, die über sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse verfügen und sich differenzierte Einblicke in den Erwerb des Deutschen im Kontext von Mehrsprachigkeit wünschen, um ihr sprachdiagnostisches und sprachdidaktisches Handeln auf ein solides Fundament zu stellen.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Im Rahmen von performativen Zugängen zu sprachlichem Lernen erhalten der sich bewegende Körper, das eigene ästhetische Wahrnehmen, Fühlen, Handeln und Erleben oder auch das kreativ-spielerische Gestalten, Darstellen, Inszenieren von Sprache zentrale Bedeutung. In den letzten Jahren rücken diese Aspekte auch im Bereich des Erwerbs von Deutsch als Zweitsprache zunehmend in den Blick. Das Lehr- und Praxisbuch präsentiert auf 461 Seiten nach kognitionspsychologischer und spracherwerbstheoretischer Verortung eine Reihe performativ-orientierter didaktischer Ansätze und illustriert diese mit konkreten Unterrichtsbeispielen.
Aktualisiert: 2023-06-15
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Für rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen Deutschlands ist Deutsch nicht die Erstsprache bzw. nicht die alleinige Erstsprache. Dieses Studienbuch richtet sich an Studierende, Referendare, Lehrkräfte sowie Aus- und Fortbildende, die über sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse verfügen und sich differenzierte Einblicke in den Erwerb des Deutschen im Kontext von Mehrsprachigkeit wünschen, um ihr sprachdiagnostisches und sprachdidaktisches Handeln auf ein solides Fundament zu stellen.
Aktualisiert: 2023-06-05
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Im Rahmen von performativen Zugängen zu sprachlichem Lernen erhalten der sich bewegende Körper, das eigene ästhetische Wahrnehmen, Fühlen, Handeln und Erleben oder auch das kreativ-spielerische Gestalten, Darstellen, Inszenieren von Sprache zentrale Bedeutung. In den letzten Jahren rücken diese Aspekte auch im Bereich des Erwerbs von Deutsch als Zweitsprache zunehmend in den Blick. Das Lehr- und Praxisbuch präsentiert auf 461 Seiten nach kognitionspsychologischer und spracherwerbstheoretischer Verortung eine Reihe performativ-orientierter didaktischer Ansätze und illustriert diese mit konkreten Unterrichtsbeispielen.
Aktualisiert: 2023-06-05
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Diese Studie untersucht, wie deutschsprachige Kinder - im Vergleich zu Erwachsenen - ambige Koordinationen wie "Robert gab Leo ein Buch und Hans eine CD" interpretieren. In der einen Lesart, der eine VP-Koordination zugrunde liegt, erhält Hans von Robert eine CD. In der alternativen Lesart hingegen, die eine elliptische Satzkoordination darstellt, übernimmt Hans die Rolle des Gebenden. Ambige Strukturen wie diese eignen sich in besonderer Weise, um Einblicke in die noch weitgehend ungeklärte Entwicklung kindlicher Sprachverarbeitungsmechanismen zu gewinnen. Während Erwachsene aufgrund automatisierter syntaktischer Verarbeitungsprozesse eine robuste Präferenz für die syntaktisch einfachere Lesart der VP-Koordination zeigen, folgen Kinder bis zum 6. Lebensjahr einer semantischen Strategie, nach der sie die Verknüpfung von Propositionen, also die semantisch einfachere Lesart der Satzkoordination, favorisieren. In der Übergangsphase vom primär semantik- hin zum syntaxgesteuerten Verarbeitungsmodus, die sich bis ins 11. Lebensjahr erstreckt, berücksichtigen Kinder - wie die Ergebnisse verschiedener behavioraler Experimente dokumentieren - auch nicht-syntaktische Informationen (prosodische, lexikalisch-semantische und pragmatische), die Erwachsenen im initialen Parse infolge der hochautomatisierten syntaktischen Verarbeitung nicht mehr zugänglich sind. Diese empirischen Befunde sprechen dafür, dass das Sprachverarbeitungssystem von Kindern bis weit ins Schulalter hinein weniger auf automatisierte, formal-syntaktische Bedingungen gestützt ist als das von Erwachsenen.
Aktualisiert: 2023-05-29
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Diese Studie untersucht, wie deutschsprachige Kinder - im Vergleich zu Erwachsenen - ambige Koordinationen wie "Robert gab Leo ein Buch und Hans eine CD" interpretieren. In der einen Lesart, der eine VP-Koordination zugrunde liegt, erhält Hans von Robert eine CD. In der alternativen Lesart hingegen, die eine elliptische Satzkoordination darstellt, übernimmt Hans die Rolle des Gebenden. Ambige Strukturen wie diese eignen sich in besonderer Weise, um Einblicke in die noch weitgehend ungeklärte Entwicklung kindlicher Sprachverarbeitungsmechanismen zu gewinnen. Während Erwachsene aufgrund automatisierter syntaktischer Verarbeitungsprozesse eine robuste Präferenz für die syntaktisch einfachere Lesart der VP-Koordination zeigen, folgen Kinder bis zum 6. Lebensjahr einer semantischen Strategie, nach der sie die Verknüpfung von Propositionen, also die semantisch einfachere Lesart der Satzkoordination, favorisieren. In der Übergangsphase vom primär semantik- hin zum syntaxgesteuerten Verarbeitungsmodus, die sich bis ins 11. Lebensjahr erstreckt, berücksichtigen Kinder - wie die Ergebnisse verschiedener behavioraler Experimente dokumentieren - auch nicht-syntaktische Informationen (prosodische, lexikalisch-semantische und pragmatische), die Erwachsenen im initialen Parse infolge der hochautomatisierten syntaktischen Verarbeitung nicht mehr zugänglich sind. Diese empirischen Befunde sprechen dafür, dass das Sprachverarbeitungssystem von Kindern bis weit ins Schulalter hinein weniger auf automatisierte, formal-syntaktische Bedingungen gestützt ist als das von Erwachsenen.
Aktualisiert: 2023-05-29
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Trotz intensivem Sprachkontakt und mehrjährigem Besuch der Kindertagesstätte gelingt es Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oftmals nicht, bis zum Schuleintritt das Fundament des deutschen Raumausdruckssystems zu erwerben. Bis weit in die Sekundarstufe hinein unterscheiden sich DaZ-Kinder im Gebrauch lokaler Verben und deren Ergänzungen von ihren monolingualen Peers. Das deutsche Präpositionalsystem bereitet sowohl in struktureller als auch in konzeptueller Hinsicht enorme Schwierigkeiten. Nur mühsam erschließt sich dem DaZ-Lerner das komplexe Zusammenspiel von Präpositionen, Lokaladverbien und -partikeln und der Erwerb der zielsprachlichen Basisrelationen (insbesondere IN, AUF, AN, ÜBER) schreitet unter dem Einfluss der kategorialen Prägung der Muttersprache nur ausgesprochen langsam voran. Zudem bleibt häufig die für das Deutsche typische Spezifizierung des Positionsmodus (z.B. stehen, lehnen, liegen) und des Bewegungsmodus (z.B. rennen, schleichen, kriechen) aus. Sind diese Grundpfeiler des deutschen Lokalisierungssystems nicht zielsprachlich angelegt (und automatisiert), kann das System nicht zielsprachlich expandieren. Eine fehlende Stabilität des Grundgerüsts räumlicher Ausdrücke verhindert eine darauf aufbauende lexikalische und metaphorische Erweiterung des Wortschatzes, sodass ausgerechnet die Domäne Raum als besonders ergiebige Quelle für produktiven Sprachgebrauch und die Entwicklung eines elaborierten Sprachcodes ausfällt. Kurzum: Lokalisierungsausdrücke sind ein fundamentaler und dabei zugleich ungemein schwieriger Lerngegenstand. Die Monografie von Doreen Bryant geht der Frage nach, warum dies so ist. Sie klärt die lexikalisch-semantischen, sprachtypologischen, entwicklungspsychologischen und erwerbsbezogenen Beding-ungen, die hierbei zusammenwirken, mit der Zielsetzung, Wege zu finden, DaZ-Kinder möglichst früh an die Kategorien, Konstruktionen und Zusammenhänge des räumlichen Ausdruckssystems des Deutschen heranzuführen, deren Beherrschung es ihnen dann ermöglicht, sich weitergehende Systemzusammenhänge eigenständig zu erschließen.
Aktualisiert: 2023-05-15
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Im Rahmen von performativen Zugängen zu sprachlichem Lernen erhalten der sich bewegende Körper, das eigene ästhetische Wahrnehmen, Fühlen, Handeln und Erleben oder auch das kreativ-spielerische Gestalten, Darstellen, Inszenieren von Sprache zentrale Bedeutung. In den letzten Jahren rücken diese Aspekte auch im Bereich des Erwerbs von Deutsch als Zweitsprache zunehmend in den Blick. Das Lehr- und Praxisbuch präsentiert auf 461 Seiten nach kognitionspsychologischer und spracherwerbstheoretischer Verortung eine Reihe performativ-orientierter didaktischer Ansätze und illustriert diese mit konkreten Unterrichtsbeispielen.
Aktualisiert: 2023-05-08
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Für rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen Deutschlands ist Deutsch nicht die Erstsprache bzw. nicht die alleinige Erstsprache. Dieses Studienbuch richtet sich an Studierende, Referendare, Lehrkräfte sowie Aus- und Fortbildende, die über sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse verfügen und sich differenzierte Einblicke in den Erwerb des Deutschen im Kontext von Mehrsprachigkeit wünschen, um ihr sprachdiagnostisches und sprachdidaktisches Handeln auf ein solides Fundament zu stellen.
Aktualisiert: 2023-05-08
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Trotz intensivem Sprachkontakt und mehrjährigem Besuch der Kindertagesstätte gelingt es Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oftmals nicht, bis zum Schuleintritt das Fundament des deutschen Raumausdruckssystems zu erwerben. Bis weit in die Sekundarstufe hinein unterscheiden sich DaZ-Kinder im Gebrauch lokaler Verben und deren Ergänzungen von ihren monolingualen Peers. Das deutsche Präpositionalsystem bereitet sowohl in struktureller als auch in konzeptueller Hinsicht enorme Schwierigkeiten. Nur mühsam erschließt sich dem DaZ-Lerner das komplexe Zusammenspiel von Präpositionen, Lokaladverbien und -partikeln und der Erwerb der zielsprachlichen Basisrelationen (insbesondere IN, AUF, AN, ÜBER) schreitet unter dem Einfluss der kategorialen Prägung der Muttersprache nur ausgesprochen langsam voran. Zudem bleibt häufig die für das Deutsche typische Spezifizierung des Positionsmodus (z.B. stehen, lehnen, liegen) und des Bewegungsmodus (z.B. rennen, schleichen, kriechen) aus. Sind diese Grundpfeiler des deutschen Lokalisierungssystems nicht zielsprachlich angelegt (und automatisiert), kann das System nicht zielsprachlich expandieren. Eine fehlende Stabilität des Grundgerüsts räumlicher Ausdrücke verhindert eine darauf aufbauende lexikalische und metaphorische Erweiterung des Wortschatzes, sodass ausgerechnet die Domäne Raum als besonders ergiebige Quelle für produktiven Sprachgebrauch und die Entwicklung eines elaborierten Sprachcodes ausfällt. Kurzum: Lokalisierungsausdrücke sind ein fundamentaler und dabei zugleich ungemein schwieriger Lerngegenstand. Die Monografie von Doreen Bryant geht der Frage nach, warum dies so ist. Sie klärt die lexikalisch-semantischen, sprachtypologischen, entwicklungspsychologischen und erwerbsbezogenen Beding-ungen, die hierbei zusammenwirken, mit der Zielsetzung, Wege zu finden, DaZ-Kinder möglichst früh an die Kategorien, Konstruktionen und Zusammenhänge des räumlichen Ausdruckssystems des Deutschen heranzuführen, deren Beherrschung es ihnen dann ermöglicht, sich weitergehende Systemzusammenhänge eigenständig zu erschließen.
Aktualisiert: 2023-04-15
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Im Rahmen von performativen Zugängen zu sprachlichem Lernen erhalten der sich bewegende Körper, das eigene ästhetische Wahrnehmen, Fühlen, Handeln und Erleben oder auch das kreativ-spielerische Gestalten, Darstellen, Inszenieren von Sprache zentrale Bedeutung. In den letzten Jahren rücken diese Aspekte auch im Bereich des Erwerbs von Deutsch als Zweitsprache zunehmend in den Blick. Das Lehr- und Praxisbuch präsentiert auf 461 Seiten nach kognitionspsychologischer und spracherwerbstheoretischer Verortung eine Reihe performativ-orientierter didaktischer Ansätze und illustriert diese mit konkreten Unterrichtsbeispielen.
Aktualisiert: 2023-03-04
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Trotz intensivem Sprachkontakt und mehrjährigem Besuch der Kindertagesstätte gelingt es Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oftmals nicht, bis zum Schuleintritt das Fundament des deutschen Raumausdruckssystems zu erwerben. Bis weit in die Sekundarstufe hinein unterscheiden sich DaZ-Kinder im Gebrauch lokaler Verben und deren Ergänzungen von ihren monolingualen Peers. Das deutsche Präpositionalsystem bereitet sowohl in struktureller als auch in konzeptueller Hinsicht enorme Schwierigkeiten. Nur mühsam erschließt sich dem DaZ-Lerner das komplexe Zusammenspiel von Präpositionen, Lokaladverbien und -partikeln und der Erwerb der zielsprachlichen Basisrelationen (insbesondere IN, AUF, AN, ÜBER) schreitet unter dem Einfluss der kategorialen Prägung der Muttersprache nur ausgesprochen langsam voran. Zudem bleibt häufig die für das Deutsche typische Spezifizierung des Positionsmodus (z.B. stehen, lehnen, liegen) und des Bewegungsmodus (z.B. rennen, schleichen, kriechen) aus.
Sind diese Grundpfeiler des deutschen Lokalisierungssystems nicht zielsprachlich angelegt (und automatisiert), kann das System nicht zielsprachlich expandieren. Eine fehlende Stabilität des Grundgerüsts räumlicher Ausdrücke verhindert eine darauf aufbauende lexikalische und metaphorische Erweiterung des Wortschatzes, sodass ausgerechnet die Domäne Raum als besonders ergiebige Quelle für produktiven Sprachgebrauch und die Entwicklung eines elaborierten Sprachcodes ausfällt.
Kurzum: Lokalisierungsausdrücke sind ein fundamentaler und dabei zugleich ungemein schwieriger Lerngegenstand. Die Monografie von Doreen Bryant geht der Frage nach, warum dies so ist. Sie klärt die lexikalisch-semantischen, sprachtypologischen, entwicklungspsychologischen und erwerbsbezogenen Beding-ungen, die hierbei zusammenwirken, mit der Zielsetzung, Wege zu finden, DaZ-Kinder möglichst früh an die Kategorien, Konstruktionen und Zusammenhänge des räumlichen Ausdruckssystems des Deutschen heranzuführen, deren Beherrschung es ihnen dann ermöglicht, sich weitergehende Systemzusammenhänge eigenständig zu erschließen.
Aktualisiert: 2022-02-05
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Das Unterrichten in sprachlich und kulturell diversen schulischen Lerngruppen wird seit einiger Zeit, verstärkt seit 2015 in der Lehrkräftebildung in Theorie, empirischer Forschung und Unterrichtspraxis thematisiert. Ein zentraler Aspekt hierbei ist die gelingende Verzahnung von Theorie und Praxis in der akademischen Lehrkräftebildung.
Der Sammelband vereint Berichte und Ergebnisse aus Begleitforschungen, die in Projekten aus dem Netzwerk „Stark durch Diversität. Förderung interkultureller Kompetenzen in der Lehramtsausbildung“ entstanden sind.
Den Rahmen bildet ein zentraler Aspekt des Netzwerks: die Verzahnung von Theorie und Praxis. So wurde den teilnehmenden Studierenden die besondere Möglichkeit geboten, sich durch die enge Begleitung seitens der Hochschule sehr intensiv für das Unterrichten einer sprachlich und kulturell heterogenen Schülerschaft weiterzubilden und die gelernten Inhalte vor Ort auszuprobieren. In detaillierten Reflexionen, empirischen Studien und umfassenden Berichten werden diese Ergebnisse präsentiert.
Der Band richtet sich an Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der sprachlichen und kulturellen Bildung, an Hochschullehrende und an Lehrkräfte.
Aktualisiert: 2021-06-26
Autor:
Katja Baginski,
Dennis Barasi,
Lisa Berkel-Otto,
Doreen Bryant,
Heike de Boer,
Claudia Decker,
Olga Dohmann,
Peter Falmann,
Barbara Funck,
Stefanie Haberzettl,
Nazli Hodaie,
Ulla Jung,
Constanze Niederhaus,
Inger Petersen,
Kristina Peuschel,
Susanne Prediger,
Raja Reble,
Pia Rojahn,
Lilith Rüschenpöhler,
Eva Sondershaus,
Frank Sprütten,
Judith Stander-Dulisch,
Sandra Steinmetz,
Slavica Stevanovic,
Cornelia Zierau
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Für rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen Deutschlands ist Deutsch nicht die Erstsprache bzw. nicht die alleinige Erstsprache. Dieses Studienbuch richtet sich an Studierende, Referendare, Lehrkräfte sowie Aus- und Fortbildende, die über sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse verfügen und sich differenzierte Einblicke in den Erwerb des Deutschen im Kontext von Mehrsprachigkeit wünschen, um ihr sprachdiagnostisches und sprachdidaktisches Handeln auf ein solides Fundament zu stellen.
Aktualisiert: 2023-03-04
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Diese Studie untersucht, wie deutschsprachige Kinder - im Vergleich zu Erwachsenen - ambige Koordinationen wie "Robert gab Leo ein Buch und Hans eine CD" interpretieren. In der einen Lesart, der eine VP-Koordination zugrunde liegt, erhält Hans von Robert eine CD. In der alternativen Lesart hingegen, die eine elliptische Satzkoordination darstellt, übernimmt Hans die Rolle des Gebenden. Ambige Strukturen wie diese eignen sich in besonderer Weise, um Einblicke in die noch weitgehend ungeklärte Entwicklung kindlicher Sprachverarbeitungsmechanismen zu gewinnen. Während Erwachsene aufgrund automatisierter syntaktischer Verarbeitungsprozesse eine robuste Präferenz für die syntaktisch einfachere Lesart der VP-Koordination zeigen, folgen Kinder bis zum 6. Lebensjahr einer semantischen Strategie, nach der sie die Verknüpfung von Propositionen, also die semantisch einfachere Lesart der Satzkoordination, favorisieren. In der Übergangsphase vom primär semantik- hin zum syntaxgesteuerten Verarbeitungsmodus, die sich bis ins 11. Lebensjahr erstreckt, berücksichtigen Kinder - wie die Ergebnisse verschiedener behavioraler Experimente dokumentieren - auch nicht-syntaktische Informationen (prosodische, lexikalisch-semantische und pragmatische), die Erwachsenen im initialen Parse infolge der hochautomatisierten syntaktischen Verarbeitung nicht mehr zugänglich sind. Diese empirischen Befunde sprechen dafür, dass das Sprachverarbeitungssystem von Kindern bis weit ins Schulalter hinein weniger auf automatisierte, formal-syntaktische Bedingungen gestützt ist als das von Erwachsenen.
Aktualisiert: 2023-03-27
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Diese Studie untersucht, wie deutschsprachige Kinder - im Vergleich zu Erwachsenen - ambige Koordinationen wie "Robert gab Leo ein Buch und Hans eine CD" interpretieren. In der einen Lesart, der eine VP-Koordination zugrunde liegt, erhält Hans von Robert eine CD. In der alternativen Lesart hingegen, die eine elliptische Satzkoordination darstellt, übernimmt Hans die Rolle des Gebenden. Ambige Strukturen wie diese eignen sich in besonderer Weise, um Einblicke in die noch weitgehend ungeklärte Entwicklung kindlicher Sprachverarbeitungsmechanismen zu gewinnen. Während Erwachsene aufgrund automatisierter syntaktischer Verarbeitungsprozesse eine robuste Präferenz für die syntaktisch einfachere Lesart der VP-Koordination zeigen, folgen Kinder bis zum 6. Lebensjahr einer semantischen Strategie, nach der sie die Verknüpfung von Propositionen, also die semantisch einfachere Lesart der Satzkoordination, favorisieren. In der Übergangsphase vom primär semantik- hin zum syntaxgesteuerten Verarbeitungsmodus, die sich bis ins 11. Lebensjahr erstreckt, berücksichtigen Kinder - wie die Ergebnisse verschiedener behavioraler Experimente dokumentieren - auch nicht-syntaktische Informationen (prosodische, lexikalisch-semantische und pragmatische), die Erwachsenen im initialen Parse infolge der hochautomatisierten syntaktischen Verarbeitung nicht mehr zugänglich sind. Diese empirischen Befunde sprechen dafür, dass das Sprachverarbeitungssystem von Kindern bis weit ins Schulalter hinein weniger auf automatisierte, formal-syntaktische Bedingungen gestützt ist als das von Erwachsenen.
Aktualisiert: 2023-03-27
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Trotz intensivem Sprachkontakt und mehrjährigem Besuch der Kindertagesstätte gelingt es Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oftmals nicht, bis zum Schuleintritt das Fundament des deutschen Raumausdruckssystems zu erwerben. Bis weit in die Sekundarstufe hinein unterscheiden sich DaZ-Kinder im Gebrauch lokaler Verben und deren Ergänzungen von ihren monolingualen Peers. Das deutsche Präpositionalsystem bereitet sowohl in struktureller als auch in konzeptueller Hinsicht enorme Schwierigkeiten. Nur mühsam erschließt sich dem DaZ-Lerner das komplexe Zusammenspiel von Präpositionen, Lokaladverbien und -partikeln und der Erwerb der zielsprachlichen Basisrelationen (insbesondere IN, AUF, AN, ÜBER) schreitet unter dem Einfluss der kategorialen Prägung der Muttersprache nur ausgesprochen langsam voran. Zudem bleibt häufig die für das Deutsche typische Spezifizierung des Positionsmodus (z.B. stehen, lehnen, liegen) und des Bewegungsmodus (z.B. rennen, schleichen, kriechen) aus.
Sind diese Grundpfeiler des deutschen Lokalisierungssystems nicht zielsprachlich angelegt (und automatisiert), kann das System nicht zielsprachlich expandieren. Eine fehlende Stabilität des Grundgerüsts räumlicher Ausdrücke verhindert eine darauf aufbauende lexikalische und metaphorische Erweiterung des Wortschatzes, sodass ausgerechnet die Domäne Raum als besonders ergiebige Quelle für produktiven Sprachgebrauch und die Entwicklung eines elaborierten Sprachcodes ausfällt.
Kurzum: Lokalisierungsausdrücke sind ein fundamentaler und dabei zugleich ungemein schwieriger Lerngegenstand. Die Monografie von Doreen Bryant geht der Frage nach, warum dies so ist. Sie klärt die lexikalisch-semantischen, sprachtypologischen, entwicklungspsychologischen und erwerbsbezogenen Beding-ungen, die hierbei zusammenwirken, mit der Zielsetzung, Wege zu finden, DaZ-Kinder möglichst früh an die Kategorien, Konstruktionen und Zusammenhänge des räumlichen Ausdruckssystems des Deutschen heranzuführen, deren Beherrschung es ihnen dann ermöglicht, sich weitergehende Systemzusammenhänge eigenständig zu erschließen.
Aktualisiert: 2021-11-15
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Wenn Schülerinnen und Schüler nachweisbar über die Schulferienzeit einen Kompetenzverlust erleiden, dann verbirgt sich dahinter ein gesellschaftliches Problem der Bildungsbenachteiligung – vornehmlich für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im sprachlichen Bereich, zumeist auch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Forschungsbefunde zu negativen Effekten von Schulferien beziehen sich insbesondere auf die mehrwöchige Sommerferienzeit. Die Stadt Tübingen hat für die zweiwöchige Pfingstferienzeit eine spezifische Förderkonzeption aus Elementen der Sprachförderung und aus theaterpädagogischen Ansätzen konzipiert, die „Stadt der Kinder“.
Welche Effekte zeitigt diese Konzeption auf die Sprachentwicklung? Welche Folgen zeigen sich mit Blick auf ein breites Leistungsverständnis, beispielsweise auf Lernfreude und auf die Entwicklung sozialer Kompetenz? – Diese zentralen Fragen wurden im Rahmen der Evaluation des Tübinger Pfingstcamps untersucht.
Die Kunst bei einer derartigen Konzeption liegt darin, einerseits hoch effiziente Förderprogramme zur intensiven Nutzung der verfügbaren Zeit zu entwickeln – andererseits soll die Ferienzeit für Kinder und Jugendliche mit Erholung und Freude verbunden sein. Das Pfingstcamp sollte nicht als Abbild des gewohnten Schulalltags wahrgenommen werden. Dieser Balanceakt wurde in Tübingen mit einer Kombination aus dramapädagogischer Sprachförderarbeit und einem altersgerechten freizeitpädagogischen Angebot realisiert. Der Spannungsbogen des gesamten Programms führte nach intensiver theaterpädagogischer Arbeit zu einer öffentlichen Theateraufführung am Tübinger Neckarufer.
Der Evaluationsbericht des Tübinger Pfingstcamps „Stadt der Kinder“ beschreibt die Konzeption, das Evaluationsdesign und zentrale Befunde. Der Band richtet sich an Akteure, die Bildungsprozesse in Kommunen bzw. Städten und an Schulen gestalten.
Aktualisiert: 2021-08-19
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