Hervorgegangen aus dem legendären Kulturverein Winterstein und gegründet von Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel zieht die Band »Fast zu Fürth« seit mehr als 25 Jahren ihre unberechenbaren Kreise. Auch wenn einzelne Bandmitglieder kamen und gingen – stets geblieben ist der unverwechselbare Sound dieses musikalischen Freundeskreises: eine widerborstige Melange aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen.
Nun erzählen Egersdörfer und Gröschel, wie alles begann, wie sich zwischen Bauernseufzern und Presssack ein Künstlerkollektiv bildete und eine unaufhaltsame Kettenreaktion kurioser Begebenheiten in Gang setzte. Wilde Metaphorik und ausschweifende philosophische Überlegungen wechseln sich ab mit skurrilem Slapstick und fröhlichen Fahrten durch die Schlaglöcher des Lebens. So entsteht ein ungeschminktes Sittengemälde der fränkischen Provinz, in dem sich gleichzeitig die Welt spiegelt in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit, ihren Abgründen und Absurditäten.
Das Lachen des Grünspechts ist Künstler-Robinsonade und Schelmenroman, Bandgeschichte und literarischer Rettungsanker für die vom Aussterben bedrohte Wirtshauskultur, aber auch eine Liebeserklärung an die Landschaft der Fränkischen Schweiz, die sich als ebenso kleinteilig, zerklüftet und verschroben erweist wie die Gemüter der hier lebenden Menschen.
Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel setzen ihrer fränkischen Heimat mit diesem Buch ein würdiges Denkmal. Gleichzeitig verfassen sie eine Ode an die Freundschaft und bestätigen die Erkenntnis des oberfränkischen Dichters Jean Paul: »Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.«
Aktualisiert: 2023-06-26
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Der Filmemacher, Schriftsteller und Maler Herbert Achternbusch gilt nicht nur als Meister der Komik und des Absurden in bester Nachfolge eines Karl Valentin, sondern auch als ebenso radikaler wie unerbittlicher Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen und Widersprüche – häufig zum Missfallen von Kirche und Politik, die von Achternbusch immer wieder scharf ins Visier genommen wurden. So löste sein Film »Das Gespenst «wegen Blasphemie-Vorwürfen einen bundesweiten Skandal aus, bereits zugesagte Filmförderungsgelder wurden dem Filmemacher verweigert und in München formierten sich über 1.000 katholische Pfadfinder zu einer Sühneprozession, um für den Sünder Achternbusch um Vergebung zu beten.
Der widerspruchsfreudige Geist und der unvergleichliche Wortwitz (»Du hast keine Chance, aber nutze sie«) dieses »großen Universalkünstlers zwischen Schmerz und außergewöhnlichem Humor« (Franz Xaver Karl) sind festgehalten in zahlreichen Interviews, Filmaufnahmen und Gesprächen, die Zeugnis ablegen von Denken, Leben und Werk eines »der wildesten Geister Bayerns« (Percy Adlon).
Die Interviews und Selbstaussagen von Herbert Achternbuschs werden erstmals in einer Publikation versammelt und begleitet von zahlreichen Fotografien, Plakaten, Gemälden und Zeichnungen sowie Erinnerungen und Nachrufen von Freund*innen und Wegbegleiter*innen (unter ihnen u. a. Naomi Achternbusch, Luisa Francia, Gabi Geist, Werner Herzog, Elfriede Jelinek, Luise Kinseher, Klaus Lemke und Volker Schlöndorff).
Aktualisiert: 2023-06-08
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Hervorgegangen aus dem legendären Kulturverein Winterstein und gegründet von Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel zieht die Band »Fast zu Fürth« seit mehr als 25 Jahren ihre unberechenbaren Kreise. Auch wenn einzelne Bandmitglieder kamen und gingen – stets geblieben ist der unverwechselbare Sound dieses musikalischen Freundeskreises: eine widerborstige Melange aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen.
Nun erzählen Egersdörfer und Gröschel, wie alles begann, wie sich zwischen Bauernseufzern und Presssack ein Künstlerkollektiv bildete und eine unaufhaltsame Kettenreaktion kurioser Begebenheiten in Gang setzte. Wilde Metaphorik und ausschweifende philosophische Überlegungen wechseln sich ab mit skurrilem Slapstick und fröhlichen Fahrten durch die Schlaglöcher des Lebens. So entsteht ein ungeschminktes Sittengemälde der fränkischen Provinz, in dem sich gleichzeitig die Welt spiegelt in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit, ihren Abgründen und Absurditäten.
Das Lachen des Grünspechts ist Künstler-Robinsonade und Schelmenroman, Bandgeschichte und literarischer Rettungsanker für die vom Aussterben bedrohte Wirtshauskultur, aber auch eine Liebeserklärung an die Landschaft der Fränkischen Schweiz, die sich als ebenso kleinteilig, zerklüftet und verschroben erweist wie die Gemüter der hier lebenden Menschen.
Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel setzen ihrer fränkischen Heimat mit diesem Buch ein würdiges Denkmal. Gleichzeitig verfassen sie eine Ode an die Freundschaft und bestätigen die Erkenntnis des oberfränkischen Dichters Jean Paul: »Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.«
Aktualisiert: 2023-06-08
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Hervorgegangen aus dem legendären Kulturverein Winterstein und gegründet von Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel zieht die Band »Fast zu Fürth« seit mehr als 25 Jahren ihre unberechenbaren Kreise. Auch wenn einzelne Bandmitglieder kamen und gingen – stets geblieben ist der unverwechselbare Sound dieses musikalischen Freundeskreises: eine widerborstige Melange aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen.
Nun erzählen Egersdörfer und Gröschel, wie alles begann, wie sich zwischen Bauernseufzern und Presssack ein Künstlerkollektiv bildete und eine unaufhaltsame Kettenreaktion kurioser Begebenheiten in Gang setzte. Wilde Metaphorik und ausschweifende philosophische Überlegungen wechseln sich ab mit skurrilem Slapstick und fröhlichen Fahrten durch die Schlaglöcher des Lebens. So entsteht ein ungeschminktes Sittengemälde der fränkischen Provinz, in dem sich gleichzeitig die Welt spiegelt in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit, ihren Abgründen und Absurditäten.
Das Lachen des Grünspechts ist Künstler-Robinsonade und Schelmenroman, Bandgeschichte und literarischer Rettungsanker für die vom Aussterben bedrohte Wirtshauskultur, aber auch eine Liebeserklärung an die Landschaft der Fränkischen Schweiz, die sich als ebenso kleinteilig, zerklüftet und verschroben erweist wie die Gemüter der hier lebenden Menschen.
Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel setzen ihrer fränkischen Heimat mit diesem Buch ein würdiges Denkmal. Gleichzeitig verfassen sie eine Ode an die Freundschaft und bestätigen die Erkenntnis des oberfränkischen Dichters Jean Paul: »Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.«
Aktualisiert: 2023-05-31
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Hervorgegangen aus dem legendären Kulturverein Winterstein und gegründet von Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel zieht die Band »Fast zu Fürth« seit mehr als 25 Jahren ihre unberechenbaren Kreise. Auch wenn einzelne Bandmitglieder kamen und gingen – stets geblieben ist der unverwechselbare Sound dieses musikalischen Freundeskreises: eine widerborstige Melange aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen.
Nun erzählen Egersdörfer und Gröschel, wie alles begann, wie sich zwischen Bauernseufzern und Presssack ein Künstlerkollektiv bildete und eine unaufhaltsame Kettenreaktion kurioser Begebenheiten in Gang setzte. Wilde Metaphorik und ausschweifende philosophische Überlegungen wechseln sich ab mit skurrilem Slapstick und fröhlichen Fahrten durch die Schlaglöcher des Lebens. So entsteht ein ungeschminktes Sittengemälde der fränkischen Provinz, in dem sich gleichzeitig die Welt spiegelt in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit, ihren Abgründen und Absurditäten.
Das Lachen des Grünspechts ist Künstler-Robinsonade und Schelmenroman, Bandgeschichte und literarischer Rettungsanker für die vom Aussterben bedrohte Wirtshauskultur, aber auch eine Liebeserklärung an die Landschaft der Fränkischen Schweiz, die sich als ebenso kleinteilig, zerklüftet und verschroben erweist wie die Gemüter der hier lebenden Menschen.
Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel setzen ihrer fränkischen Heimat mit diesem Buch ein würdiges Denkmal. Gleichzeitig verfassen sie eine Ode an die Freundschaft und bestätigen die Erkenntnis des oberfränkischen Dichters Jean Paul: »Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.«
Aktualisiert: 2023-05-31
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Der Filmemacher, Schriftsteller und Maler Herbert Achternbusch gilt nicht nur als Meister der Komik und des Absurden in bester Nachfolge eines Karl Valentin, sondern auch als ebenso radikaler wie unerbittlicher Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen und Widersprüche – häufig zum Missfallen von Kirche und Politik, die von Achternbusch immer wieder scharf ins Visier genommen wurden. So löste sein Film »Das Gespenst «wegen Blasphemie-Vorwürfen einen bundesweiten Skandal aus, bereits zugesagte Filmförderungsgelder wurden dem Filmemacher verweigert und in München formierten sich über 1.000 katholische Pfadfinder zu einer Sühneprozession, um für den Sünder Achternbusch um Vergebung zu beten.
Der widerspruchsfreudige Geist und der unvergleichliche Wortwitz (»Du hast keine Chance, aber nutze sie«) dieses »großen Universalkünstlers zwischen Schmerz und außergewöhnlichem Humor« (Franz Xaver Karl) sind festgehalten in zahlreichen Interviews, Filmaufnahmen und Gesprächen, die Zeugnis ablegen von Denken, Leben und Werk eines »der wildesten Geister Bayerns« (Percy Adlon).
Die Interviews und Selbstaussagen von Herbert Achternbuschs werden erstmals in einer Publikation versammelt und begleitet von zahlreichen Fotografien, Plakaten, Gemälden und Zeichnungen sowie Erinnerungen und Nachrufen von Freund*innen und Wegbegleiter*innen (unter ihnen u. a. Naomi Achternbusch, Luisa Francia, Gabi Geist, Werner Herzog, Elfriede Jelinek, Luise Kinseher, Klaus Lemke und Volker Schlöndorff).
Aktualisiert: 2023-05-31
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Der Filmemacher, Schriftsteller und Maler Herbert Achternbusch gilt nicht nur als Meister der Komik und des Absurden in bester Nachfolge eines Karl Valentin, sondern auch als ebenso radikaler wie unerbittlicher Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen und Widersprüche – häufig zum Missfallen von Kirche und Politik, die von Achternbusch immer wieder scharf ins Visier genommen wurden. So löste sein Film »Das Gespenst «wegen Blasphemie-Vorwürfen einen bundesweiten Skandal aus, bereits zugesagte Filmförderungsgelder wurden dem Filmemacher verweigert und in München formierten sich über 1.000 katholische Pfadfinder zu einer Sühneprozession, um für den Sünder Achternbusch um Vergebung zu beten.
Der widerspruchsfreudige Geist und der unvergleichliche Wortwitz (»Du hast keine Chance, aber nutze sie«) dieses »großen Universalkünstlers zwischen Schmerz und außergewöhnlichem Humor« (Franz Xaver Karl) sind festgehalten in zahlreichen Interviews, Filmaufnahmen und Gesprächen, die Zeugnis ablegen von Denken, Leben und Werk eines »der wildesten Geister Bayerns« (Percy Adlon).
Die Interviews und Selbstaussagen von Herbert Achternbuschs werden erstmals in einer Publikation versammelt und begleitet von zahlreichen Fotografien, Plakaten, Gemälden und Zeichnungen sowie Erinnerungen und Nachrufen von Freund*innen und Wegbegleiter*innen (unter ihnen u. a. Naomi Achternbusch, Luisa Francia, Gabi Geist, Werner Herzog, Elfriede Jelinek, Luise Kinseher, Klaus Lemke und Volker Schlöndorff).
Aktualisiert: 2023-05-30
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Hervorgegangen aus dem legendären Kulturverein Winterstein und gegründet von Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel zieht die Band »Fast zu Fürth« seit mehr als 25 Jahren ihre unberechenbaren Kreise. Auch wenn einzelne Bandmitglieder kamen und gingen – stets geblieben ist der unverwechselbare Sound dieses musikalischen Freundeskreises: eine widerborstige Melange aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen.
Nun erzählen Egersdörfer und Gröschel, wie alles begann, wie sich zwischen Bauernseufzern und Presssack ein Künstlerkollektiv bildete und eine unaufhaltsame Kettenreaktion kurioser Begebenheiten in Gang setzte. Wilde Metaphorik und ausschweifende philosophische Überlegungen wechseln sich ab mit skurrilem Slapstick und fröhlichen Fahrten durch die Schlaglöcher des Lebens. So entsteht ein ungeschminktes Sittengemälde der fränkischen Provinz, in dem sich gleichzeitig die Welt spiegelt in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit, ihren Abgründen und Absurditäten.
Das Lachen des Grünspechts ist Künstler-Robinsonade und Schelmenroman, Bandgeschichte und literarischer Rettungsanker für die vom Aussterben bedrohte Wirtshauskultur, aber auch eine Liebeserklärung an die Landschaft der Fränkischen Schweiz, die sich als ebenso kleinteilig, zerklüftet und verschroben erweist wie die Gemüter der hier lebenden Menschen.
Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel setzen ihrer fränkischen Heimat mit diesem Buch ein würdiges Denkmal. Gleichzeitig verfassen sie eine Ode an die Freundschaft und bestätigen die Erkenntnis des oberfränkischen Dichters Jean Paul: »Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.«
Aktualisiert: 2023-05-29
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Hervorgegangen aus dem legendären Kulturverein Winterstein und gegründet von Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel zieht die Band »Fast zu Fürth« seit mehr als 25 Jahren ihre unberechenbaren Kreise. Auch wenn einzelne Bandmitglieder kamen und gingen – stets geblieben ist der unverwechselbare Sound dieses musikalischen Freundeskreises: eine widerborstige Melange aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen.
Nun erzählen Egersdörfer und Gröschel, wie alles begann, wie sich zwischen Bauernseufzern und Presssack ein Künstlerkollektiv bildete und eine unaufhaltsame Kettenreaktion kurioser Begebenheiten in Gang setzte. Wilde Metaphorik und ausschweifende philosophische Überlegungen wechseln sich ab mit skurrilem Slapstick und fröhlichen Fahrten durch die Schlaglöcher des Lebens. So entsteht ein ungeschminktes Sittengemälde der fränkischen Provinz, in dem sich gleichzeitig die Welt spiegelt in ihrer ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit, ihren Abgründen und Absurditäten.
Das Lachen des Grünspechts ist Künstler-Robinsonade und Schelmenroman, Bandgeschichte und literarischer Rettungsanker für die vom Aussterben bedrohte Wirtshauskultur, aber auch eine Liebeserklärung an die Landschaft der Fränkischen Schweiz, die sich als ebenso kleinteilig, zerklüftet und verschroben erweist wie die Gemüter der hier lebenden Menschen.
Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel setzen ihrer fränkischen Heimat mit diesem Buch ein würdiges Denkmal. Gleichzeitig verfassen sie eine Ode an die Freundschaft und bestätigen die Erkenntnis des oberfränkischen Dichters Jean Paul: »Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.«
Aktualisiert: 2023-05-28
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Sie waren Pioniere und haben den Muff vertrieben aus den Gehörgängen – und aus den Köpfen. Mutige DJs und DJanes brachten die Musik ihrer Zeit in den Äther und infizierten das Publikum mit ihrer Begeisterung.
Parallel zur Stationierung amerikanischer und englischer Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg starteten in Deutschland American Forces Network (AFN) und British Forces Network (BFN) – Radiosender, die eine in Deutschland vorher nie gehörte, aufregende Musik spielten und rasch die Herzen der jungen Generation eroberten. Der Enthusiasmus und die lässige Eloquenz der amerikanischen und britischen DJs begeisterten. Es swingte und rockte bei AFN und BFN, dazu noch Country und Rhythm ’n’ Blues – jede moderne Musikrichtung war hier vertreten. Eine ganze Generation von Radiohörern wurde dadurch musikalisch infiziert und manche Hörerinnen und Hörer waren von den amerikanischen und britischen Vorbildern sogar so fasziniert, dass
sie ihnen nacheiferten und selbst DJs wurden.
Thomas Kraft hat mit 40 wichtigen Protagonistinnen und Protagonisten der deutschen DJSzene gesprochen und sich ihre Geschichten erzählen lassen – von Karl Bruckmaier, Wolfgang Doebeling und Gitti Gülden über Fritz Egner, Elke Heidenreich und Thomas Meinecke bis zu Alan Bangs, Jürgen Kuttner und Angie Portmann. Seine Gesprächspartner*innen stehen für Leidenschaft und Aufbruchstimmung, für eine kreative Vielfalt, welche die deutschsprachige Radiolandschaft maßgeblich geprägt hat. Deshalb soll ihre Arbeit dokumentiert und gewürdigt werden, bevor Spotify und andere digitale Audioplattformen sie endgültig abgelöst haben.
Dieses Buch ist eine Oral History der Entwicklung des Radio-DJings, ein Blick zurück in die Blütezeit des Rundfunks und gleichzeitig eine Geschichte der Rezeption von Pop und Rock im deutschsprachigen Radio.
Aktualisiert: 2023-03-30
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Der Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller, Drehbuchautor, Philosoph und Rechtsanwalt Alexander Kluge ist ein faszinierender Denker und gleichzeitig unermüdlicher Ideengeber auf den verschiedensten Arbeitsfeldern. In den 1960er- und 1970er-Jahren war er einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films, den er in Theorie und Praxis mitbegründet und weiterentwickelt hat. Als Autor bzw. lakonischer Erzähler machte sich Kluge vor allem mit seinen Kurzgeschichten einen Namen, außerdem verfasst er wissenschaftliche und philosophische Arbeiten. Von dem intellektuellen Unruhegeist Alexander Kluge kann man Vieles lernen: Etwa, dass der Krieg nie aufgehört hat, und weshalb es ein Irrtum ist, zu glauben, dass ein Krieg irgendetwas besser macht.
»Zum HImmel, zur Hölle, zum Mehrwert« versammelt zehn Interviews aus 20 Jahren, in denen Alexander Kluge über seine Kindheit und sein Enkelkind spricht, über Kriege in Berlin und Russland, den Golfkrieg und den 11. September 2001. Der Journalist Peter Laudenbach hat Kluge zugehört und immer weiter gefragt: Gespräche über Adornos traurige Augen, Vertrauen als Sozialkapital, die Dummheit menschlicher Verpanzerung, Niklas Luhmanns luzide Lektionen und den Realismus der Wünsche – »Träume sind die Nahrung auf dem Weg zum Ziel.«
Am Ende des Buches findet sich noch ein besonderer Bonustrack: Alexander Kluge und Christoph Schlingensief unterhalten sich über Liebeskummer, Schmerzwissenschaftler und erkältete Opernsängerinnen.
»Zum Himmel, zur Hölle, zum Mehrwert« ist eine gleichermaßen anregende wie unterhaltsame Einführung in Alexander Kluges Denken.
Aktualisiert: 2022-11-10
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Es gibt Bücher, die von ihren Autorinnen und Autoren nur aus einem einzigen Grund geschrieben wurden: Sie wollten es in ihren eigenen Bücherregalen stehen sehen, sie wollten es ihren Freunden schenken, sie wollten glücklich sein und konnten nicht glücklich sein, solange sie wussten, dass es dieses Buch nicht gibt.
Ein solches Werk ist MOSTRO: Es gab bisher noch kein Buch über die seltsamste Figur in den Eisdielen zwischen Reinbek und Memmingen, jetzt gibt es ein Buch über Pinocchio-Eisbecher in Deutschland! Und das in einer Zeit, in der sich alle nach bunten Bildern sehnen, nach gefüllten Cafés und exotischen Abenteuern, die süchtig machen wie Heroin – wie Zucker, Speiseeis und Glück!
Der Autor Leonhard Hieronymi reist mit seinem ehemaligen Schulfreund – dem Fotografen und Analysten Christian Metzler – in neun Tagen auf einer Strecke von über 2.500 Kilometern durch alle Bundesländer der Republik, um so viele Pinocchio Eisbecher wie möglich zu fotografieren und zu essen. Aus ihrem künstlich erzeugten Blickwinkel sehen sie, was Deutschland eint. Sie finden heraus, wie es sich anfühlt, das selbstbestimmte Handeln einem absurden Ziel unterzuordnen, dessen Erfüllung von Anbeginn an unmöglich ist. Sie werden zu Getriebenen, treffen alte Freunde und seltsame Fremde, werden zuerst selbst verrückt und dann verrückt nach Eis.
Ein Bildband und ein Reisebericht für Menschen mit und ohne Humor, für die Kinder und die Alten, die Kranken und die Gesunden – ein Buch, so zuckrig, dass es einem für immer im Gedächtnis bleiben wird, ein Buch für den Winter und den Frühling, den Sommer und den Herbst. Ein Buch voller Sehnsüchte, skurriler Abenteuer und kühner Behauptungen. Ein Buch über einen langen ersehnten und lange verwehrt gebliebenen Exzess. Ein Buch über Deutschland und über wiedergefundene Freiheit!
Aktualisiert: 2022-04-14
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Immer lauter wird heute die Frage nach Haltung und Engagement in Kunst und Literatur, immer mehr Autor*innen, Theaterleute und Kulturschaffende setzen sich in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels und globaler Bedrohung mit Formen und Funktionen
des Politischen auseinander. Sie erfinden neue Ausdrucksformen, fordern ihren Raum in der Gesellschaft, regen an zu Diskussion und Reflexion – und leisten gegebenenfalls Widerstand.
In welcher Form und mit welchen Intentionen können sich Ästhetik und Engagement im 21. Jahrhundert verbinden, welche gesellschaftlichen Funktionen sollen Literatur und Kunst übernehmen, wie verhält es sich mit dem althergebrachten Anspruch an das Theater, als moralische Anstalt zu fungieren? Wo ist der Ort des Politischen in Literatur und Kunst? Was ist »Haltung«? Welche Denk- und Möglichkeitsräume können die Literatur und das Theater eröffnen gegenüber den politischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit?
Die Anthologie »Ruiniert Euch! – Literatur, Theater, Engagement« behandelt diese Fragen vielstimmig und durchaus kontrovers, aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Formaten. Essays und Interviews sowie poetische und künstlerische Interventionen von rund 40 Kunstschaffenden liefern Anstöße zur Debatte: Welche Positionen beziehen Literatur und Theater heute, wie reagieren sie auf die drängenden Fragen unserer Zeit, können Literatur und Kunst die Welt verändern – vielleicht sogar zum Besseren?
Mit Beiträgen von Zoë Beck, Ines Berwing, Sean Bonney, Yevgeniy Breyger, Ann Cotten, Franz Dobler, Alexander Eisenach, Elke Erb, Paula Fünfeck, Lena Gorelik, Joshua Groß, Florentina Holzinger, Miriam Ibrahim, IXA – Institut für Experimentelle Angelegenheiten, Pierre Jarawan, Lisa Jeschke, Thomas Köck, Sibylle Lewitscharoff, Florian Malzacher, Tristan Marquardt,, Christiane Neudecker, Markus Ostermair, Ronya Othmann, Bert Papenfuß, Bonn Park, Christoph Peters, Matthias Politycki, Steffen Popp, Doron Rabinovici, Milo Rau, Falk Richter, Rimini Protokoll, Monika Rinck, Kathrin Röggla, Reyhan Sahin aka Lady Bitch Ray, Ulf Stolterfoht, Süßholz aka Sophia Süßmilch und Claudia Holzinger.
Aktualisiert: 2021-11-04
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Der Schriftsteller, DJ und Musik-Kenner Franz Dobler hat an keinem Literaturinstitut studiert und schreibt trotzdem oder gerade deshalb sehr gute Gedichte. Dieses Buch enthält 35 neue Gedichte und alles aus Doblers ersten zwei Gedichtbänden »Ich fühlte mich stark wie die Braut im Rosa-Luxemburg-T-Shirt« (2009) und »Jesse James und andere Westerngedichte« (1991).
Doblers Gedichte winden keine Metaphern-Kränze, sondern sind geprägt von Widerspruch und Witz, von Gefühl und Härte, vom Schmerz über den Lauf der Welt. Einer der letzten Wildläufer im deutschen Literaturbetrieb bringt die Dinge auf den Punkt, zeigt poetisch und politisch Kante, schont nichts und niemanden, und am allerwenigsten sich selbst. Man hat das Gefühl, da ist jemand, »mit dem man gern mal einen trinken würde, obwohl man weiß, es wird nicht bei einem Drink bleiben« (Heiko Werning). Das ist selten in der deutschsprachigen Lyrik.
Juliane Lieberts Schwarz-Weiß-Fotografien spielen dazu die passende Begleitmusik, es sind schnelle Shots aus der urbanen Prärie – aus architektonischen, gesellschaftlichen und mentalen Randzonen. In einem dieses Buch abschließenden Gespräch mit Herausgeber Manfred Rothenberger denkt Franz Dobler nach über das Rauchen, den Räuber Mathias Kneißl, Lyrik für die Gartenabteilung eines Baumarkts, ausgewählte Arschlöcher und den Tod.
Aktualisiert: 2020-11-15
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Die Monographie »The Crazy World of Kevin Coyne« würdigt erstmals Leben und Werk des britischen Rock-Poeten, Musikers und Künstlers Kevin Coyne (1944 – 2004).
Geboren 1944 in Derby, begeisterte sich Coyne schon früh für Musik und Malerei. Mitte der 1960er-Jahre arbeitete er zunächst als Kunsttherapeut in einer psychiatrischen Klinik, später als Sozialarbeiter mit Drogensüchtigen. »Diese Erfahrungen lehrten mich, dass die Welt kein fairer Ort ist« (Coyne), sie beeinflussten nachhaltig seine Musik, seine Malerei und seine Texte, die sich vornehmlich mit den Ausgestoßenen und Vergessenen der Gesellschaft beschäftigen.
Auch Coyne selbst blieb ein Außenseiter im Musikbusiness, folgte nie irgendwelchen Trends, sondern ging konsequent seinen Weg und performte mit eindringlicher, rauer Stimme seine Songs zwischen Rock, Folk und Blues. Trotz einiger kommerzieller Erfolge in den 1970er-Jahren, der Verehrung vieler Musikerkollegen von Sting und Andy Summers bis John Lydon sowie dem Lob der Musikkritik blieb Coyne, der im Lauf seiner Karriere mehr als 40 Alben veröffentlichte, der große Durchbruch verwehrt.
Nach einer schwierigen Zeit in den 1980er-Jahren, die von einem Nervenzusammenbruch, Alkoholproblemen und der Scheidung seiner Ehe gekennzeichnet waren, fand Coyne, der »Song-Schreiber, Trinker, Maler, Dichter, Verlierer, Rock’n’Roll-Besessene, Liebende und Liebenswerte« (Alfred Hilsberg) in Nürnberg eine neue Heimat und schuf bis zu seinem Tod ein umfangreiches bildnerisches Oeuvre, das sich stilistisch am Bad Painting und der Art Brut orientiert.
Neben einem ausführlichen biografischen Essay enthält dieses Buch Aufsätze zu den verschiedenen Facetten von Coynes vielfältigem Werk, zahlreiche zum Teil erstmals veröffentlichte Fotografien, eine Auswahl seiner Bilder und Zeichnungen, Interviews, Gedichte und Songtexte sowie einen umfassenden bibliografischen Apparat.
Aktualisiert: 2020-10-01
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Die Sängerin und Schauspielerin Nico (als Christa Päffgen geboren am 16. Oktober 1938 in Köln, am 18. Juli 1988 gestorben auf Ibiza) war das erste deutsche Supermodel, sie arbeitete u.a. für die Fotografen Herbert Tobias und Willy Maywald, war Muse von Warhol und Fellini, wirkte mit in zahlreichen Independent-Filmen von Andy Warhol und Philippe Garrel, war befreundet mit Brian Jones, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Leonard Cohen, Lou Reed, John Cale, Iggy Pop, Patti Smith und Jim Morrison.
Mit ihrem düsteren Timbre prägte Nico Songs wie »Femme Fatale« und »All Tomorrow’s Parties« auf dem legendären Debütalbum von Velvet Underground. Ihr Solodebüt »Chelsea Girl« (1967) betört bis heute, zwischen 1968 und 1974 veröffentlichte sie mit »The Marble Index«, »Desertshore« und »The End ...« eine Platten-Trilogie zwischen Schall und Wahn, Suizidalität und Sucht. Drei verstörende Alben, die nur von wenigen gehört wurden, aber umso länger nachhallten. »Meisterwerke des forcierten Lebensüberdrusses« nannte sie Diedrich Diederichsen, Niemandsland-Folklore from who the fuck knows where, zwischen eisiger Hoffnungslosigkeit und innerer Raserei.
Nicos in extreme Höhen und Tiefen führendes Leben und Werk waren geprägt von einem selbstzerstörerischen Lebensstil und einer radikalen künstlerischen Praxis ohne Rücksicht auf jeweils angesagte Zeitströmungen und kommerziellen Erfolg. Als Grenzfall der künstlerischen, musikalischen und performativen Kategorisierungen ihrer Zeit war Nico Pop und zugleich war ihr das »Populärsein« immer egal. Konsequent ignorierte und unterwanderte sie die Trennung in E und U. Mit ihren Grenzgängen zwischen den Genres nahm Nico in der Subkultur der 1960er-, 1970erund 1980er-Jahre eine Schlüsselrolle ein und ist seitdem für viele Künstlerinnen und Künstler ein wichtiger Bezugspunkt.
Dieses Buch enthält zahlreiche erstmals auf deutsch veröffentlichte Nico-Interviews, rare Fotografien, wichtige Platten- und Konzertreviews, Interviews mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie Beiträge zeitgenössischer Künstler*innen, Musiker*innen und Autor*innen, die Nicos Werk aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und neu erfahrbar machen.
Mit Beiträgen u.a. von: Heike Aumüller, Lester Bangs, Alexandra Baumgartner, Frank Bez, John Cale, Julian Cope, Ann Cotten, Walter Dahn, Dietmar Dath, Franz Dobler, Marianne Enzensberger, Harun Farocki, Karin Fisslthaler, Werner Fritsch, Philippe Gerlach, Antoine Giacomoni, Lutz Graf-Ulbrich, Harald inHülsen, Frank Kelleter, Kitti & Joy, Jutta Koether, Juliane Liebert, Gerard Malanga, Willy Maywald, Jonathan Meese, Michaela Meise, Jonas Mekas, Michaela Melián, Phil Milstein, Wolfgang Müller, Kris Needs, Susanne Ofteringer, Tal R, Marianne Rosenberg, Steve Schapiro, Cornelia Schleime, Hank Schmidt in der Beek, Stephen Shore, Aleen Solari, Ulf Stolterfoht, Allan Tannenbaum, Gert & Uwe Tobias, Rosemarie Trockel, Andy Warhol und James Young.
Aktualisiert: 2020-02-14
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2007 feierte der 1. FC Nürnberg seinen letzten großen Erfolg – unter Trainer Hans Meyer besiegte er in einem dramatischen Pokalfinale in Berlin den VFB Stuttgart und holte nach 39 Jahren erstmals wieder einen Titel.
In dieser Pokalsieg-Saison des 1. FC Nürnberg gab es viele unvergessliche Momente – die kühne Auswechslung des Stammtorwarts Raphael Schäfer im Viertelfinale und die unglaublichen Paraden seines Stellvertreters Daniel Klewer beim anschließenden Elfmeterschießen, das Verletzungsdrama um den Nürnberger Fanliebling Marek Mintál und natürlich den sensationellen Final-Siegtreffer durch Jan Kristiansen, das einzige Tor, das dieser Spieler je für den 1. FC Nürnberg geschossen hat.
Wie sehen die Erinnerungen der Pokalsieger, die besonderen Bilder und Momente der Trainer und Spieler, Funktionäre und Betreuer von damals aus? Maren Zimmermann und Katharina Fritsch haben die Pokalhelden von 2007 besucht und sich deren ganz persönliche Pokalgeschichten erzählen lassen. Die Nacht der Blutegel, weinende Männer und ein signiertes Pferd: Vom Elfmeterkiller bis zum Zeugwart ermöglichen 35 Protagonisten ebenso überraschende wie interessante Einblicke in das Innenleben einer Fußballmannschaft.
Begleitet werden diese Geschichten von den liebevoll-ironischen Illustrationen verschiedener Künstlerinnen und Künstler sowie einer ausführlichen Fotostrecke, die den Weg des 1. FC Nürnberg von der ersten Pokalrunde in Cloppenburg bis zum Pokalsieg in Berlin detailliert nachzeichnet.
Dramatisches und Trauriges, Skurriles, Amüsantes und natürlich viele große Emotionen finden sich wieder in diesem Buch über den Fußball und seine Leidenschaften. Ein Titel für Sport- und Kunstinteressierte, für Nostalgiker und Geschichtsfreaks – und natürlich für alle Fans des 1. FC Nürnberg.
Aktualisiert: 2020-12-06
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»Wie viele Dichter würden von ihren Gedichten umgelegt werden, wenn man der Sprache das Recht auf Selbstverteidigung einräumen würde.«
Gerhard Falkner
Seit der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes »so beginnen am Körper die tage« zählt der Schriftsteller Gerhard Falkner zu den bedeutendsten Lyrikern der Gegenwart. Seine Gedichte setzen Maßstäbe, weil sie klassische Begriffe, Themen und Sprechweisen auf ebenso irritierende wie intelligente Weise mit jenen der Gegenwart kombinieren und konfrontieren.
Falkners Werk umfasst neben Lyrik, Prosa, Dramatik, Übersetzungen und intermedialen Arbeiten auch Essays, Reden, Kommentare und Polemiken zu Literatur und Kunst. Intensiv beschäftigte er sich u.a. mit Malcolm Lowry, Gottfried Benn, Lautréamont, Caravaggio, Mark Z. Danielewski, Salvador Dalí, Rainer Maria Rilke und Friedrich Hölderlin, aber auch mit dem heutigen Zustand des Literaturbetriebs und der Literaturkritik, mit Kungelei und Nichtwissen, mit Voreingenommenheit und Fehlurteilen. Dabei bedient sich Falkner stets eines ebenso scharfen wie amüsanten Sounds.
1986 beim Bachmann Preis in Klagenfurt verteilte er das Pamphlet »Wie man den alten Hasen« die Bücher erklärt, 2004 attestierte Gerhard Falkner der deutschen Literaturkritik ein ständiges »Schwanken zwischen Bücklingen und Fußtritten«, und 2016 rechnet er in seinem Aufsatz »Das Bosporus-Gleichnis« ab mit Smartphone-Sucht und damit einhergehender Erlebnisunfähigkeit.
Im Gegensatz zu den meisten seiner Kolleginnen und Kollegen nimmt Falkner kein Blatt vor den Mund und geht keiner Herausforderung aus dem Weg. Er kämpft mit dem Säbel, nicht mit dem Florett, und richtet das Brennglas seiner Essays und Polemiken auf die grundlegenden Probleme von Dichtung und Kunst in einer sich an Informations- und Kommunikationsoverkill berauschenden Gesellschaft.
Aktualisiert: 2019-10-09
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Unterwegs in den Osten, der zweite Band der Reihe starfruit publications, die aussergewöhnliche Formen der Zusammenarbeit zwischen zeitgenössischen Autoren und Künstlern präsentiert, ist eine Koproduktion des renommierten tschechischen Dokumentarfotografen Karel Cudlin und des Schriftstellers Jachym Topol, der 2010 mit dem bedeutendsten Literaturpreis Tschechiens, dem Jaroslav-Seifert-Preis, ausgezeichnet wurde.
Roma beim Leichenschmaus; der Tag, als Gorbatschow in Prag war; die Pinkas-Synagoge: Cudlins Bilder zeigen zum einen Szenen aus der Zeit des »tiefen Sozialismus«, sie dokumentieren das Alltagsleben in der Tschechoslowakei der 1970er und 1980er Jahre, als diese noch Mitglied des Ostblocks war. Cudlin fotografiert nicht nur Bars und Stehimbisse, Maschinenfabriken oder Politveranstaltungen wie die Parade am 1. Mai – es gelingt ihm auch, mit seiner Kamera an Orte vorzudringen, die damals vielen verschlossen waren, wie zum Beispiel das Prager Viertel Žižkov mit seinen dort lebenden Roma-Familien.
Oktober 1989, Deutsche Botschaft in Prag; eine Hochzeit in der Ukraine; die verlassenen ölfelder von Baku; Steppenkinder auf ihrem alten russischen Motorrad: Nachdem sich Tschechien der westlichen Welt geöffnet hat, wandert der Blick des Fotografen weiter in den Osten. Der zweite Teil des Buches versammelt Cudlins Aufnahmen von Reisen nach Polen, Rumänien, Bergkarabach und Aserbeidschan, nach Weissrussland, Moldawien und in die Ukraine, zur Wolga oder in die Mongolei. Diese Bilder sprechen von der langjährigen Herrschaft des Kommunismus, von archaischen Landschaften, von Armut und Not, aber auch von Widerstand und Autonomie, von Kraft und gesellschaftlicher Veränderung, von Reservaten der Menschlichkeit.
Jachym Topol ist in diesem Buch die »Stimme« des Fotografen – seine ebenso präzisen wie poetischen Texte bringen die Bilder »zum Sprechen«: Topol erzählt die Geschichten hinter Cudlins Fotografien, erschliesst wichtige historische, politische und kulturelle Zusammenhänge und leitet den Leser auf den Pfaden der Sprache in eine Welt, die so vielleicht schon bald nicht mehr sichtbar sein wird.
Aktualisiert: 2019-10-09
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»Schneewittchen war übrigens transsexuell« weiß Dietmar Dath, der nimmermüde Headbanger der deutschen Gegenwartsliteratur, und Heike Aumüller, Performerin und Portraitistin paranormaler Bewusstseinszustände, gibt ihm ausnahmsweise Recht: Sie langt tief hinein in die Abgründe ihrer Bildertrommel und schlägt Daths Prosastücken mit ihren Fotografien den Takt.
Heike Aumüllers fotografische Selbst-Inszenierungen konfrontieren den Betrachter mit absurden Handlungen, skurrilen Haltungen und rätselhaften Ritualen, machen ihn zum Voyeur eines ebenso intimen wie irritierenden Geschehens. Die Künstlerin nutzt das Medium der Fotografie, um mit ihren Körper-Choreographien ambivalente Stimmungen zu erzeugen und Bildräume atmosphärisch aufzuladen, bis sie den Betrachter ganz und gar in ihren Bann ziehen.
In insgesamt 84 Texten setzt sich Dietmar Dath auf die Fährte der Fotografin und spinnt die in ihren Bildern ausgelegten Fäden weiter: Er stößt auf Zombiealarm und Feenzauber, auf Vorsokratiker und Waffenhändler, auf die Schwester des Teufels und das Telefonbuch von El Dorado, auf die Arroganz der ewigen Jugend, Adorno und den Firnis nackter Haut...
In klassischer »Kalendergeschichten«-Manier erzählt Dietmar Dath merkwürdige Begebenheiten aus einem durchgeknallten Jahrhundert – amoralische Schnurren und Schwänke, anarchische Anekdoten und Parabeln. Germanistisch bzw, dialektisch gesehen: Johan Peter Hebel und Bertolt Brecht gekreuzt mit den Simpsons.
Dath bemerkte einmal, er schreibe Texte, »die nicht davon handeln, wie es ist, sondern davon, wie es sein sollte, wie es hoffentlich nicht sein wird oder wie es ganz neutral sein könnte.«
Dies gilt auch für Heike Aumüller, die in ihren Bildern das Unheimliche erforscht, die Ränder der Realität, und in der Drastik der Darstellung Wunsch- und Angstbilder des modernen Menschen gebiert.
So bringen die Widerspenstigkeit in Daths Texten und das Ungezähmte in Aumüllers Bildern die Verhältnisse zum Tanzen – in einem Lese- und Bilderbuch voller überraschender Perspektiven, in einem Märchenbuch für Jung und Alt, für Schlank und Schlau, sehr welthaltig und sehr unerschrocken.
Aktualisiert: 2019-10-09
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