Literatur als Praxis?

Literatur als Praxis? von Hübner,  Raoul, Schütz,  Eberhard
Operatives Schreiben versteht sich als eingreifendes Schreiben - und HandeIn. Es intendiert - wie das brechtsche ,eingreifende Denken- die Veränderung der (sozialen, ökonomischen usw. ) Wirklichkeit selbst, oder doch eines Teils davon. Wo aber diese Veränderung nicht schon zu erreichen ist, will operatives Schreiben wenigstens die Var bereitung und Herstellung van Bedingungen der Veränderbarkeit, z. B. durch Einleitung von Modellversuchen. Es ist daher Grundprin zip operativen Arbeitens, die vielfältigsten und unter sich heterogen sten darstellerischen Mittel (und Medien) - "gleichgültig, ob sie bis lang als künstlerisch oder nichtkünstlerisch galten" (Scharang) - für das unmittelbar-praktische Ziel zu mobilisieren. Dieses Ziel ist am deutlichsten festgelegt in Benjamins Forderung, dag die ,Arbeit selbst' zu Wort kommen solle. Derartiges jedoch in einer Zeit zu for dern, in der noch keineswegs alles ,urn die Sonne der Arbeit kreist' (Marx), heigt, in dieser Zeit die Vorstadien aufzusuchen und zu pro pagieren, heigt, im Alltag die Möglichkeiten der Veränderbarkeit in Richtung des Zu-Wort-Kommen-Lassens der Arbeit aufzuspüren, mehr noch: sie verallgemeinern zu helfen, sie allgemein - zunächst vielleicht nur: bekannt - zu machen. Solange operatives Arbeiten noch eine Form bürgerlicher Aufklärung ist, in die Hand genommen zum Beispiel von Intellektuellen, lägt sich nicht davon absehen, dag es an der Krux aller Aufklärung teilhat: unabdingbares Prinzip der Herstellung allgemeiner Freiheit zu sein, gleichzeitig aber stets noch die gesellschaftliche Status-quo-Erhaltung zu betreiben und damit den real möglichen Fortschritt anzuhalten.
Aktualisiert: 2023-04-01
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Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen

Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen von Oels,  David, Porombka,  Stefan, Schütz,  Eberhard
In Non Fiktion schreiben Kulturwissenschaftler, Literaturwissenschaftler, Soziologen, Ethnologen, Historiker, namhafte Autoren, Agenten und Verleger, Lektoren und Kritiker, die im Bereich Sachbuch und sachliches Erzählen arbeiten. AUS DEM INHALT: Benjamin von Stuckrad-Barre: Drei Reportagen aus der B.Z. – Jan Fischer: Aus Schrödingers Zylinder gezaubert. Eine Anmerkung zu Benjamin von Stuckrad-Barres Boulevard-Reportagen – Annett Gröschner: 'Irgendwann war alles beschrieben'. Ost-Reporter. Porträt einer (langsam) aussterbenden Spezies – Stephan Porombka: Aus den Bergwerken der Neuzeit. Reportagen aus der Arbeitswelt – Guido Graf: Silbenarbeit. Über die Reporterin und Erzählerin Marie-Luise Scherer – Johannes Schneider: Neuste Nachrichten aus der Provinz – 'Die Füße tun schon vorher weh'. Gespräch mit dem Reporter Andreas Altmann – Mounia Meiborg: Am Ende des roten Fadens. Dennis Buchmanns Reportagemagazin Humanglobaler Zufall als kurzes Experiment für eine bessere Welt – Ulrike Baureithel: Aufklärungsflug im Sozialen. Ein Werkstattbericht – 'Immer noch die Königsdisziplin des Journalismus'. Ariel Hauptmeier über die Arbeit des Reporterforums
Aktualisiert: 2020-01-21
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Wilhelm Hauff oder die Virtuosität der Einbildungskraft

Wilhelm Hauff oder die Virtuosität der Einbildungskraft von Osterkamp,  Ernst, Polaschegg,  Andrea, Schütz,  Eberhard
Die Texte beleuchten die Virtuosität von Wilhelm Hauffs Erzählkunst. Darüber hinaus bietet der Band bislang unveröffentlichte Dokumente. Der Auftritt Wilhelm Hauffs (1802-1827) auf der literarischen Bühne der Biedermeierzeit war kurz, skandalumwittert und publikumswirksam. Dieser junge Autor verstand es meisterlich, auf der Klaviatur des Geschmacks und des Marktes zu spielen. Doch anders als bei vergleichbaren Erfolgsautoren geriet sein Werk nicht in Vergessenheit, sondern wirkt bis in die Gegenwart fort – auf ungewöhnliche und wiederum sehr populäre Weise: Als Volksmärchen zweiter Ordnung haben Hauffs Märchen ihren Weg bis in die Phantasiewelten unserer Tage gefunden, und die in seinem historischen Roman Der Lichtenstein entworfene Burg überragt heute die Schwäbische Alb. Der Forschung war dieser Erfolg stets suspekt. Sie hat Hauffs Erzählungen leicht genommen und damit einen großen Fehler gemacht. Denn die Leichtigkeit seiner Prosa beruht gerade nicht auf Leichtfertigkeit, sondern ist Ergebnis eines virtuosen Spiels auf den Tasten der Einbildungskraft und der Erzählformen. Dies aufzuzeigen, Hauffs Werk in seinem ästhetischen Kontext und zugleich seine multimediale Rezeptionsgeschichte zu beleuchten, hat sich der Band zur Aufgabe gemacht. Erstmalig werden hier Auszüge aus den Skizzenbüchern des Lichtenstein-Architekten Heideloff sowie ein unbekanntes Exzerpteheft Hauffs publiziert. Aus dem Inhalt: Peter von Matt: Wilhelm Hauff oder Der Weg in die Klarheit Ernst Osterkamp: Der Autor als Teufel Günter Oesterle: Die Wiederkehr des Virtuosen? Hans-Christoph Dittscheid: Burg Lichtenstein zwischen Hauffs poetischer Fiktion und Heideloffs künstlerischer Konkretisierung
Aktualisiert: 2019-10-16
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Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen

Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen von Oels,  David, Porombka,  Stephan, Schütz,  Eberhard
'Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen' ist die von David Oels, Stephan Porombka und Erhard Schütz herausgegebene Zeitschrift für Analysen und Forschungen zum Sachbuch und zu anderen nicht-fiktionalen Gattungen. Den Beirat bilden Prof. Dr. Stephen Brockmann (Carnegie Mellon), Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth (Köln), Prof. Dr. Hans-Otto Hügel (Hildesheim), Prof. Dr. Manfred Krifka (Berlin), Christoph Links (Berlin), Michael Schikowski (Köln), Prof. Dr. Claudia Stockinger (Göttingen), Dr. Matthias Uhl (Bielefeld). In Non Fiktion schreiben Kulturwissenschaftler, Literaturwissenschaftler, Soziologen, Ethnologen, Historiker, namhafte Autoren, Agenten und Verleger, Lektoren und Kritiker, die im Bereich Sachbuch und sachliches Erzählen arbeiten. Non Fiktion erscheint zweimal pro Jahr und bietet neben Aufsätzen mit neuen Forschungsergebnissen, die sich einem Thema widmen, jeweils ein Werkstattgespräch mit einem namhaften Autor, kleinere Forschungsberichte, Diskussionen, Miszellen, Fundstücke, Marktbeobachtungen und schließlich einen Forschungsüberblick, der die aktuelle Literatur zum jeweiligen Schwerpunktthema vorstellt. Aus dem Inhalt: Walter Grasnick: 'Wahre Vorgänge' und 'das Wesen der Kunst' oder: facta und ficta als Stolpersteine einer höchstrichterlichen Kunst- und Literaturtheorie – Jürgen Joachimsthaler: Rechtsfiktionen, Gerichtsaufführungen und das 'als ob' der Gesetze: Die juristische Textur als literarische Kunstform – Aiko Onken: Wilhelm Schapp – Dr. phil. et jur. Eine (kleine) Spurensuche nach den juristischen Wurzeln der Geschichtenphilosophie – Kaspar Renner: Der unsichtbare Dritte. Recht, Literatur und ihre Mittler. Neue Perspektiven der Forschung – Alexander Košenina: Juristische Fallgeschichte: Theodor Lessings Haarmann. Die Geschichte eines Werwolfs (1925) – Till Greite: 'Prozesse, nichts als Prozesse'. Thomas Bernhard: Vom Gerichtsberichterstatter zum Fall für die Justiz – Manuel Günther: Günther Wallraff – Rainer Maria Kiesow: Recht im Sachbuch – Annett Gröschner: Das Sachbuch als juristisches Problem. Der Rechtsstreit zwischen dem Autor und Verleger Jörg Schröder und der VG Wort – Sabine Rückert: Gerichtsreportage (Interview führt Tim Sparenberg) – 'Sie müssen sich das als Organismus vorstellen'. Frank Lang, Lektor bei C.H. Beck, im Gespräch im Manuel Günther über Rechtsratgeber – Michael Schikowski:Das Sachbuch als unsachliche Erzählung: Die fünf Grundformen des Sachbuchs
Aktualisiert: 2022-05-31
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Literatur als Praxis?

Literatur als Praxis? von Hübner,  Raoul, Schütz,  Eberhard
Operatives Schreiben versteht sich als eingreifendes Schreiben - und HandeIn. Es intendiert - wie das brechtsche ,eingreifende Denken- die Veränderung der (sozialen, ökonomischen usw. ) Wirklichkeit selbst, oder doch eines Teils davon. Wo aber diese Veränderung nicht schon zu erreichen ist, will operatives Schreiben wenigstens die Var bereitung und Herstellung van Bedingungen der Veränderbarkeit, z. B. durch Einleitung von Modellversuchen. Es ist daher Grundprin zip operativen Arbeitens, die vielfältigsten und unter sich heterogen sten darstellerischen Mittel (und Medien) - "gleichgültig, ob sie bis lang als künstlerisch oder nichtkünstlerisch galten" (Scharang) - für das unmittelbar-praktische Ziel zu mobilisieren. Dieses Ziel ist am deutlichsten festgelegt in Benjamins Forderung, dag die ,Arbeit selbst' zu Wort kommen solle. Derartiges jedoch in einer Zeit zu for dern, in der noch keineswegs alles ,urn die Sonne der Arbeit kreist' (Marx), heigt, in dieser Zeit die Vorstadien aufzusuchen und zu pro pagieren, heigt, im Alltag die Möglichkeiten der Veränderbarkeit in Richtung des Zu-Wort-Kommen-Lassens der Arbeit aufzuspüren, mehr noch: sie verallgemeinern zu helfen, sie allgemein - zunächst vielleicht nur: bekannt - zu machen. Solange operatives Arbeiten noch eine Form bürgerlicher Aufklärung ist, in die Hand genommen zum Beispiel von Intellektuellen, lägt sich nicht davon absehen, dag es an der Krux aller Aufklärung teilhat: unabdingbares Prinzip der Herstellung allgemeiner Freiheit zu sein, gleichzeitig aber stets noch die gesellschaftliche Status-quo-Erhaltung zu betreiben und damit den real möglichen Fortschritt anzuhalten.
Aktualisiert: 2023-04-04
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