Ein Beitrag zu Hintergründen der Wolfgang-Koeppen-Biographie? Dies nebenbei sicher auch.
Im wesentlichen aber zwei höchst unterschiedliche Reaktionen auf deutsche Geschichte und dies aus einer familiären Quelle: Beide sind tatsächlich leibhaftige Vettern (Cousins) gewesen – der kaisertreue Reserveleutnant Johannes Halben (einundzwanzigjährig 1916 in Frankreich gefallen!) und der in Greifswald geborene bekannte Prosaautor Wolfgang Koeppen (1906-1996), Preußen-Enthusiast der eine, Preußenhasser und Kriegsgegner der andere.
Die Schützengrabenbriefe des klugen aber verblendeten Leutnants werden hier nach hundert Jahren erstmals publiziert und dem Koeppen-Experimentaltext „Romanisches Café“, gegenübergestellt. Dieser Kurztext wirkt auf die Nachgeborenen heute wie eine Antwort auf die in den Briefen verinnerlichten verhängnisvollen Preußenmythen, wobei Koeppen nicht einmal um die Existenz des zehn Jahre älteren Vetters Johannes Halben wusste.
Aktualisiert: 2021-02-11
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„Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens“, sagte der Arzt und Theologe Albert Schweitzer. Er dachte dabei an die großen Kriegsgräberstätten, die nach dem Ersten Weltkrieg als stumme Zeugen dieser „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ angelegt wurden. Eine dieser bewegenden Gedenkstätten befindet sich in Nampcel, im französischen Départment Oise. 1.324 deutsche Soldaten sind dort bestattet. Einer von ihnen ist Julius Withenius. Geboren wurde er am 04.05.1898 in Imbach, einem Ortsteil von Bergisch Neukirchen im ehemaligen Landkreis Solingen, im Bergischen Land. Knapp 17-jährig meldet sich der Sohn eines bergischen Schalenschneiders im Frühjahr 1915 im Taumel nationaler Begeisterung als Kriegsfreiwilliger in einem Jägerbataillon. Er nimmt teil an den blutigen Kämpfen seiner Einheit in Russland und Rumänien. Er wird verwundet, meldet sich schließlich zur Fliegertruppe und absolviert in noch nicht einmal neun Monaten seine Ausbildung zum Flugzeugführer. Als Angehöriger der sächsischen Schlachtstaffel 38 kommt er an die Westfront nach Frankreich, wo er bereits nach wenigen Wochen aufgrund seiner fliegerischen Erfolge u.a. mit dem „Ehrenbecher für den Sieger im Luftkampfe“ ausgezeichnet wird. Am 06.06.1918, nur einen Monat nach seinem 20. Geburtstag, stürzt er zusammen mit seinem Fliegerschützen Heinrich Marth, bei Freniches tödlich ab. Nach seinem Tod werden den Eltern die „Hinterlassenschaften“ ihres Sohnes nach Hause ins Bergische Land geschickt: Das mit seinen Anmerkungen versehene Fotoalbum und seine fliegerischen Dokumente, die in dem vorliegenden Bildband 100 Jahre nach seinem Sterben erstmals publik gemacht werden.
Aktualisiert: 2019-11-26
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In den Feldpostbriefen an Ernst Glenz schildern junge Soldaten, junge Frauen und besorgte Eltern aus Seefelden und Badenweiler den Kriegsalltag ihrer jeweiligen Lebenswelten von A wie Abenteuerlust bis Z wie Zukunftspläne. Der Wert der Edition liegt dabei insbesondere im regionalen Aspekt aber auch in der "weiblichen Sicht" des Krieges, da etwa die Hälfte der Briefe von Frauen verfasst wurde. Aus den Texten ist nicht zu erfahren, wie der Krieg war, sondern wie er erlebt wurde. Der Leser kommt den Menschen im Sinne einer Geschichte des Krieges "von unten" nahe und erfährt, wie sich ihr Alltag im Krieg wandelte und wie er vom Krieg beeinflusst wurde. Die Briefe sind individuelle und persönliche Augenzeugenberichte aus einer authentischen Situation heraus. Sie zeigen die subjektive Wirklichkeit des Krieges, so wie sie die Verfasser aufgrund ihrer Erfahrungen erlebten. Im Vordergrund stehen die individuelle Situation und die persönlichen Kontakte unter den Briefeschreibern. Der Krieg steht oft im Hintergrund der Kommunikation, ist aber stets präsent. In diesem eingeschränkten Rahmen machen die Briefe abstrakte Begriffe wie „Krieg“ oder „Heimatfront“ verständlich. Die Edition liefert aber keine geschlossene Kriegschronik. Die Briefe hatten vielmehr die Funktion eines Lebenszeichens und bildeten eine Brücke zwischen Heimat und Front. Ihr Quellenwert liegt dabei vor allem in ihrer Unmittelbarkeit.
Aktualisiert: 2018-07-18
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