Das Kartellrecht hat für die Versicherungsbranche in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Getrieben wurde diese Entwicklung durch ein zunehmendes Problembewusstsein der Marktbeteiligten und zunehmende Aktivitäten der Kartellbehörden in Deutschland und im übrigen Europa.
Wichtige kartellrechtliche Rahmenbedingungen für die Versicherungswirtschaft wurden
2010 modifiziert. Hervorzuheben sind dabei die neue Gruppenfreistellungsverordnung für die Versicherungswirtschaft sowie die Leitlinien der Europäischen Kommission für Kooperationen zwischen Wettbewerbern.
Die jetzt vorliegende 3. Auflage des Leitfadens wurde umfassend überarbeitet und aktualisiert. Sie berücksichtigt insbesondere:
- die bedeutenden jüngeren Gesetzesänderungen sowie
- die aktuelle Entscheidungspraxis von Behörden und Gerichten
Das Buch zeigt, wann und unter welchen Voraussetzungen typische Tätigkeiten des Versicherungsgeschäfts kartellrechtlich unbedenklich sind. Ziel des Nachschlagewerkes ist es, dem Leser konkrete Ratschläge für die kartellrechtlich zulässige Handhabung geschäftlicher Situationen zu vermitteln.
Die Autoren geben ihre fundierten Erfahrungen zum Thema weiter und zeigen dabei auf, wie man Verstöße gegen das Kartellrecht vermeidet. Die praxisnahe und leicht verständliche Darstellung ermöglicht es, auch nicht kartellrechtlich vorgebildeten Mitarbeitern der Versicherungsbranche, sich und ihr Unternehmen vor Gefahren zu schützen.
Aktualisiert: 2023-01-27
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Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (Richtlinie (EU) 2016/97) hat der deutsche Gesetzgeber ein völlig neu gestaltetes Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot eingeführt. Damit wurde eine neue Rechtsgrundlage für den Versicherungsvertrieb geschaffen, die allerdings weder richtlinienbasiert ist, noch eine Parallele in einem anderen Mitgliedstaat der europäischen Union aufweist. Durch das Verbot sollen Verbraucherinnen und Verbraucher vor Fehlanreizen durch Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittler geschützt werden. Ein derartiges Verbot ist allerdings äußerst ungewöhnlich, weil die Abgabe eines Teils der eigenen Vergütung, also der Verzicht auf Ertragsanteile, im Wirtschaftsleben abseits der Versicherungsbranche keine Frage des Rechts, sondern allein eine Frage der Geschäftspolitik ist. Zugleich hemmt das Verbot innovative, neue Vermittlungskonzepte, wie sie z.B. durch Online-Versicherungsvermittler entwickelt werden.
In seiner Dissertation untersucht der Verfasser u.a., ob der Gesetzgeber mit dem Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot das von ihm verfolgte Ziel des Verbraucherschutzes erreicht und ob das Verbot europarechtlich und verfassungsrechtlich gerechtfertigt ist. Hierzu analysiert er umfassend das Konzept des Gesetzes vor dem Hintergrund der tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten auf dem Markt für Versicherungsvermittlung und unterzieht es einem Vergleich mit strukturverwandten Vermittlermärkten. Anhand der so gewonnenen Erkenntnisse stellt der Verfasser die gesetzgeberischen Grundannahmen über den Zweck und die Wirkungsweise des Provisionsabgabeverbots auf den Prüfstand und analysiert dessen Funktion und rechtliche Grenzen. Das Werk richtet sich damit zum einen an Rechtswissenschaft und Rechtspraxis. Zum anderen bietet die Arbeit mit ihrem umfassenden Beitrag zum Konzept des Provisionsabgabeverbots eine Handreichung für den Versicherungsvertrieb.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Aktualisiert: 2023-04-05
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Die Versicherungswirtschaft und ihre Vertriebslandschaft befinden sich im Umbruch. Dazu tragen auch gerade die 2002 erlassene europäische Versicherungsvermittlerrichtlinie, kurz IMD I bei, die Versicherungsvermittler stärker regulieren und so den Kundenschutz erhöhen sollen.
Nach bisheriger Praxis werden Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler fast ausschließlich durch Provisionszahlungen der Versicherungsunternehmen entlohnt. Diese Provisionszahlungen werden wiederum an den Kunden durch pauschale Einrechnung in die Versicherungsprämie (sog. Bruttopolice) weitergegeben.
Mittlerweile fügt sich ein neues Vertriebsmodell einiger Versicherer ein: Die Nettopolice. Darunter versteht man einen Versicherungstarif, der im Idealfall keine Provisions- oder Ausgabeaufschläge, keine provisionsabhängigen Verwaltungskosten, keine Folgeprovisionen und andere mit der Vertragsvermittlung zusammenhängende Kosten enthält.
Die Arbeit beleuchtet den Vertrieb von Nettopolicen umfassend zivil-, aufsichts-, steuer- und wettbewerbsrechtlich. Daneben werden die wesentlichen dazu bestehenden ökonomischen Fragen aufgegriffen. Hauptteil der Arbeit ist dabei, wie sich die Produktgestaltung in die heutige Rechtslage eingliedert und welche Vor- und Nachteile dieser Versicherungstarif mit sich bringt. Eingeteilt sind die zu erörternden Problemstellungen in die Zulässigkeit und Grenzen der Nettopolicegestaltung und die Grenzen der Gestaltung der von der Police getrennten Honorarvereinbarung. Zudem werden Honorarvereinbarungen zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter, sowie Kostenausgleichvereinbarungen zwischen Versicherer und Kunde bei der rechtlichen Bewertung differenziert.
Das Buch richtet sich sowohl an Versicherungsunternehmen, die planen, ihre Tarife der neuen politischen Lage anzupassen, als auch an Vermittler, die beabsichtigen, ihre Unternehmenspolitik weg vom Versicherer stärker in den Fokus des Kunden zu setzen.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Das Kartellrecht hat für die Versicherungsbranche in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Getrieben wurde diese Entwicklung durch ein zunehmendes Problembewusstsein der Marktbeteiligten und zunehmende Aktivitäten der Kartellbehörden in Deutschland und im übrigen Europa.
Wichtige kartellrechtliche Rahmenbedingungen für die Versicherungswirtschaft wurden
2010 modifiziert. Hervorzuheben sind dabei die neue Gruppenfreistellungsverordnung für die Versicherungswirtschaft sowie die Leitlinien der Europäischen Kommission für Kooperationen zwischen Wettbewerbern.
Die jetzt vorliegende 3. Auflage des Leitfadens wurde umfassend überarbeitet und aktualisiert. Sie berücksichtigt insbesondere:
- die bedeutenden jüngeren Gesetzesänderungen sowie
- die aktuelle Entscheidungspraxis von Behörden und Gerichten
Das Buch zeigt, wann und unter welchen Voraussetzungen typische Tätigkeiten des Versicherungsgeschäfts kartellrechtlich unbedenklich sind. Ziel des Nachschlagewerkes ist es, dem Leser konkrete Ratschläge für die kartellrechtlich zulässige Handhabung geschäftlicher Situationen zu vermitteln.
Die Autoren geben ihre fundierten Erfahrungen zum Thema weiter und zeigen dabei auf, wie man Verstöße gegen das Kartellrecht vermeidet. Die praxisnahe und leicht verständliche Darstellung ermöglicht es, auch nicht kartellrechtlich vorgebildeten Mitarbeitern der Versicherungsbranche, sich und ihr Unternehmen vor Gefahren zu schützen.
Aktualisiert: 2023-01-27
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Die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) sieht Regelungen zur Offenlegung der Vergütungsherkunft der Versicherungsvermittler vor, wobei den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der IDD ein Spielraum bleibt, der von einer Offenlegungspflicht der Vergütungshöhe bis hin zu einem Provisions- und Courtageverbot reichen kann.
Schafstädt stellt vor diesem Hintergrund zunächst die rechtlichen Grundlagen der Vergütung mittels Provision und Courtage dar, erfasst aber ebenso die Möglichkeiten der Honorarvermittlung und der Kostenausgleichsvereinbarung. Er beleuchtet unter rechtsökonomischen Gesichtspunkten, welche Auswirkungen eine Änderung des Vergütungssystems durch Einführung von Offenlegungspflichten oder Verboten auf den Markt der Versicherungsvermittlung haben könnte. Hierbei geht er insbesondere der Frage nach, welche Vor- und Nachteile die sogenannte Honorarberatung gegenüber der provisions- bzw. courtagebasierten Vergütung hat, und bezieht Beispiele unterschiedlicher Regelungen in einigen EU-Mitgliedstaaten ein. Schließlich untersucht der Autor die Vereinbarkeit eines Verbots der provisions-/cour¬tage¬basierten Vergütung mit der Berufsfreiheit der Versicherungsvermittler und erörtert eine danach vorzugswürdige Regelungsvariante.
Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur kontrovers geführten Diskussion über die Reform der Vermittlervergütung. Sie ist rechts- und wirtschaftswissenschaftlich fundiert und hat Praxisbezug. Unverzichtbar für alle, die sich mit der Zukunft des Versicherungsvertriebs befassen.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Das Buch umfasst drei Forschungsvorhaben, die jeweils einen Aspekt der asymmetrischen Teilung (von Risiken) im Versicherungskontext herausgreifen und damit verbundene externe E?ekte betrachten.
Das erste und zweite Forschungsprojekt untersuchen die Auswirkung der Haftungsbeschränkung des Versicherten, wie sie zum Beispiel in vielen Ländern für Privatpersonen durch die staatliche Zusicherung eines Existenzminimums etabliert ist. Allgemeiner Konsens bestand in der Versicherungsökonomie bislang dahingehend, dass diese Haftungsbeschränkung zu einer Reduktion der Versicherungsnachfrage führen kann. Im ersten Aufsatz wird in einem theoretischen Modell aufgezeigt, dass Konstellationen existieren, in denen Haftungsbeschränkungen überraschenderweise dazu führen, dass kleine Risiken überversichert werden. Der zweite Aufsatz testet die Vorhersage des theoretischen Modells experimentell.
Das Anliegen der dritten Forschungsarbeit ist es, einen Modellierungs- und Bewertungsansatz für Lebensversicherungen herzuleiten, der mögliche Bewertungsdifferenzen in den Kapitalanlagen re?ektiert. In einem zweiten Schritt wird der Frage nachgegangen, wie implizite Optionen auf der Passivseite der Bilanz die optimale Struktur der Kapitalanlagen auf der Aktivseite beein?ussen. Am Beispiel einer Rentenversicherung mit Überschussbeteiligung nach deutscher Art wird anschließend der Modellierungsansatz numerisch ausgewertet.
Angesprochen werden primär Wissenschaftler, aber auch Mitarbeiter von Lebensversicherungsunternehmen, die im Risikomanagement oder Asset-Liability-Management tätig sind.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Ein Großteil der Versicherungsprämie besteht aus dem kalkulatorischen Anteil für die Vermittlervergütung. Der durchschnittliche Versicherungsnehmer hat jedoch im Regelfall nicht einmal eine grobe Vorstellung von der Höhe dieses Vergütungsanteils. Die Höhe der Vergütung kann im Zusammenspiel mit dem naturgemäß bestehenden überlegenen Sachwissen des Versicherungsvermittlers zu Spannungen, ggf. sogar zu Interessenkonflikten beim Vermittler führen, da dieser zugleich verpflichtet ist, den potentiellen Versicherungsnehmer angemessen zu beraten. Dieses Problem ist der Fachwelt hinlänglich bekannt; die Europäische Kommission arbeitet an einer neuen Versicherungsvermittlerrichtlinie, die u. a. für mehr Transparenz im Bereich der Vergütung von Versicherungsvermittlern sorgen soll.
Von diesem Stand ausgehend untersucht die Arbeit zunächst, welche Transparenzvorschriften hinsichtlich der Abschlusskosten bzw. der Vermittlerprovisionen auf europäischer und deutscher Ebene existieren. Hierbei geht der Autor insbesondere auf das Transparenzgebot des Art. 5 der Richtlinie 93/13/EWG ein. In einem weiteren Schritt werden überblicksartig die gesetzlichen Konzepte der übrigen EWR-Staaten präsentiert. Aus einer darauffolgenden Auswertung der unterschiedlichen Ansätze und einer Analyse der Vor- und Nachteile der gängigen Bruttopolicen- und Nettopolicenmodelle wird abschließend ein eigenes, sachgerechtes Transparenzmodell entwickelt. Dabei geht der Autor auch auf zahlreiche aktuelle Probleme des deutschen Versicherungsrechts ein, wie etwa die Existenzberechtigung des sogenannten Provisionsabgabeverbotes oder die Zulässigkeit der Vereinbarung einer separaten Abschlusskostenzahlung in der Lebensversicherung.
Die Arbeit richtet sich gleichermaßen an Praktiker und Theoretiker. Sie liefert weitere Impulse für die ohnehin schon extrem kontrovers geführte Diskussion im Bereich der Versicherungsvertriebskostentransparenz.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Durch die EU-Vermittlerrichtlinie wurde ein gravierender nachhaltiger Strukturwandel in der Versicherungsvermittlung ausgelöst.
Die eingeführten Gewerbeerlaubnis- und Registrierungsverfahren regeln den Markteintritt für neue und den Verbleib der bereits aktiven Versicherungsvermittler am Markt. Zudem wird die Berufsausübung anhand vorvertraglicher und vertraglicher Beratungspflichten reglementiert sowie erstmalig der Beruf des Versicherungsvermittlers definiert.
Eine ökonomische Analyse dieses regulierungsinduzierten Wandels des Versicherungsvermittlungsmarktes liefert die Autorin mit der vorliegenden Studie. Im Fokus der modelltheoretischen Untersuchung stehen die Versicherungsvermittlungsleistung und insbesondere die Beratungsqualität, die infolge der Markteintrittsbarrieren und Mindeststandards in der Berufszulassung und Berufsausübung starken Veränderungen unterliegen. Eine Evaluierung der ökonomischen Effekte der Regulierung ist vor dem Hintergrund weiterer gesetzlicher Änderungen wichtig.
Von Interesse ist die Arbeit für Wissenschaftler, Betriebswirte und Manager der Versicherungsbranche sowie für politische Verantwortungsträger, die über die künftige rechtliche Gestaltung des Versicherungsmarktes entscheiden.
Aktualisiert: 2023-01-30
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Die Arbeit erscheint in englischer Sprache.
Dieses Buch zeigt anhand von drei Forschungsprojekten, dass verhaltensökonomische Forschungsansätze dazu beitragen können, bisher unerklärtes Verhalten auf Versicherungsmärkten besser zu verstehen.
Das erste Projekt liefert anhand einer experimentellen Untersuchung einen wichtigen Beitrag zur Lösung des in der Wissenschaft intensiv diskutierten „Annuity Puzzle“, also der Frage, warum in vielen Versicherungsmärkten nur sehr wenige Menschen private Rentenversicherung nachfragen.
Anhand einer empirischen Untersuchung des Stornoverhaltens von Versicherungsnehmern für ein Variable Annuity Produkt in Japan wird gezeigt, dass die finanzwissenschaftliche Ausbildung („Financial Literacy“) des Versicherungsnehmers das Verständnis für den Wert der im Vertrag enthaltenen Optionen und damit auch das Stornoverhalten beeinflussen kann.
Das dritte Projekt untersucht die Nachfrage nach Zusatzdeckung gegen Naturkatastrophenschäden anhand des Hausratversicherungsportfolios eines deutschen Versicherungsunternehmens. Viele Versicherungsnehmer scheinen ihre Gefährdung für Hochwasserschäden eher gering einzuschätzen. Die Untersuchung liefert jedoch Hinweise, dass Versicherungsvermittler in der Lage sind, die Versicherungsnehmer bei der Analyse ihrer Gefährdungssituation zu unterstützen.
Die Arbeit richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Mitarbeiter in Versicherungsunternehmen, die in der Produktentwicklung oder im Risikomanagement tätig sind. Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern, z.B. das Stornorisiko, gewinnen im Zuge von Produktinnovationen immer mehr an Bedeutung. Dies zeigt sich besonders deutlich bei der Entwicklung neuer Garantiekonzepte in der Lebensversicherung.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Zentraler Leitgedanke der Arbeit ist die fortschreitende Europäisierung des Versicherungskartellrechts, die sich einerseits als unmittelbare (auf dem Vorrang des Europarechts beruhende), andererseits als mittelbare (auf dem Modellcharakter des europäischen Wettbewerbsrechts für die nationale Rechtsordnung beruhende) Europäisierung darstellt.
Dabei werden alle derzeit aktuellen Problemfelder (z.B.: Standardisierung von Prämien und AVB, Versicherungsgemeinschaften, Vereinbarungen von Absatzmittlern, verschiedene Arten staatlicher Wettbewerbsbeschränkungen, insbesondere auch das Problem der Europa-rechtskonformität des Provisionsweitergabeverbots) im Lichte der Europäisierung untersucht. Zugleich wird ein Gesamtbild des derzeit relevanten Versicherungskartellrechts (einschließlich der seit 01.04.2003 geltenden Nachfolge-GVO für die Versicherungswirtschaft sowie des zum 01.05.2004 in Kraft tretenden neuen europäischen Kartellverfahrensrechts) entworfen.
Behandelt wird insbesondere auch die mit der sechsten GWB-Novelle (dem bisher letzten „Schub“ der mittelbaren Europäisierung) geschaffene Vorschrift des § 29 GWB, die die früheren Privilegien der Branche auf Marginalien verkürzt hat.
Mit seiner Kombination aus norm- und fallgruppenbezogenem Inhalt ist das Buch nicht nur wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern auch Orientierung für die Praxis.
Aktualisiert: 2023-01-27
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Aktualisiert: 2023-04-04
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Ein Großteil der Versicherungsprämie besteht aus dem kalkulatorischen Anteil für die Vermittlervergütung. Der durchschnittliche Versicherungsnehmer hat jedoch im Regelfall nicht einmal eine grobe Vorstellung von der Höhe dieses Vergütungsanteils. Die Höhe der Vergütung kann im Zusammenspiel mit dem naturgemäß bestehenden überlegenen Sachwissen des Versicherungsvermittlers zu Spannungen, ggf. sogar zu Interessenkonflikten beim Vermittler führen, da dieser zugleich verpflichtet ist, den potentiellen Versicherungsnehmer angemessen zu beraten. Dieses Problem ist der Fachwelt hinlänglich bekannt; die Europäische Kommission arbeitet an einer neuen Versicherungsvermittlerrichtlinie, die u. a. für mehr Transparenz im Bereich der Vergütung von Versicherungsvermittlern sorgen soll.
Von diesem Stand ausgehend untersucht die Arbeit zunächst, welche Transparenzvorschriften hinsichtlich der Abschlusskosten bzw. der Vermittlerprovisionen auf europäischer und deutscher Ebene existieren. Hierbei geht der Autor insbesondere auf das Transparenzgebot des Art. 5 der Richtlinie 93/13/EWG ein. In einem weiteren Schritt werden überblicksartig die gesetzlichen Konzepte der übrigen EWR-Staaten präsentiert. Aus einer darauffolgenden Auswertung der unterschiedlichen Ansätze und einer Analyse der Vor- und Nachteile der gängigen Bruttopolicen- und Nettopolicenmodelle wird abschließend ein eigenes, sachgerechtes Transparenzmodell entwickelt. Dabei geht der Autor auch auf zahlreiche aktuelle Probleme des deutschen Versicherungsrechts ein, wie etwa die Existenzberechtigung des sogenannten Provisionsabgabeverbotes oder die Zulässigkeit der Vereinbarung einer separaten Abschlusskostenzahlung in der Lebensversicherung.
Die Arbeit richtet sich gleichermaßen an Praktiker und Theoretiker. Sie liefert weitere Impulse für die ohnehin schon extrem kontrovers geführte Diskussion im Bereich der Versicherungsvertriebskostentransparenz.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) sieht Regelungen zur Offenlegung der Vergütungsherkunft der Versicherungsvermittler vor, wobei den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der IDD ein Spielraum bleibt, der von einer Offenlegungspflicht der Vergütungshöhe bis hin zu einem Provisions- und Courtageverbot reichen kann.
Schafstädt stellt vor diesem Hintergrund zunächst die rechtlichen Grundlagen der Vergütung mittels Provision und Courtage dar, erfasst aber ebenso die Möglichkeiten der Honorarvermittlung und der Kostenausgleichsvereinbarung. Er beleuchtet unter rechtsökonomischen Gesichtspunkten, welche Auswirkungen eine Änderung des Vergütungssystems durch Einführung von Offenlegungspflichten oder Verboten auf den Markt der Versicherungsvermittlung haben könnte. Hierbei geht er insbesondere der Frage nach, welche Vor- und Nachteile die sogenannte Honorarberatung gegenüber der provisions- bzw. courtagebasierten Vergütung hat, und bezieht Beispiele unterschiedlicher Regelungen in einigen EU-Mitgliedstaaten ein. Schließlich untersucht der Autor die Vereinbarkeit eines Verbots der provisions-/cour¬tage¬basierten Vergütung mit der Berufsfreiheit der Versicherungsvermittler und erörtert eine danach vorzugswürdige Regelungsvariante.
Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur kontrovers geführten Diskussion über die Reform der Vermittlervergütung. Sie ist rechts- und wirtschaftswissenschaftlich fundiert und hat Praxisbezug. Unverzichtbar für alle, die sich mit der Zukunft des Versicherungsvertriebs befassen.
Aktualisiert: 2023-02-07
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Durch die EU-Vermittlerrichtlinie wurde ein gravierender nachhaltiger Strukturwandel in der Versicherungsvermittlung ausgelöst.
Die eingeführten Gewerbeerlaubnis- und Registrierungsverfahren regeln den Markteintritt für neue und den Verbleib der bereits aktiven Versicherungsvermittler am Markt. Zudem wird die Berufsausübung anhand vorvertraglicher und vertraglicher Beratungspflichten reglementiert sowie erstmalig der Beruf des Versicherungsvermittlers definiert.
Eine ökonomische Analyse dieses regulierungsinduzierten Wandels des Versicherungsvermittlungsmarktes liefert die Autorin mit der vorliegenden Studie. Im Fokus der modelltheoretischen Untersuchung stehen die Versicherungsvermittlungsleistung und insbesondere die Beratungsqualität, die infolge der Markteintrittsbarrieren und Mindeststandards in der Berufszulassung und Berufsausübung starken Veränderungen unterliegen. Eine Evaluierung der ökonomischen Effekte der Regulierung ist vor dem Hintergrund weiterer gesetzlicher Änderungen wichtig.
Von Interesse ist die Arbeit für Wissenschaftler, Betriebswirte und Manager der Versicherungsbranche sowie für politische Verantwortungsträger, die über die künftige rechtliche Gestaltung des Versicherungsmarktes entscheiden.
Aktualisiert: 2023-01-30
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Die Versicherungswirtschaft und ihre Vertriebslandschaft befinden sich im Umbruch. Dazu tragen auch gerade die 2002 erlassene europäische Versicherungsvermittlerrichtlinie, kurz IMD I bei, die Versicherungsvermittler stärker regulieren und so den Kundenschutz erhöhen sollen.
Nach bisheriger Praxis werden Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler fast ausschließlich durch Provisionszahlungen der Versicherungsunternehmen entlohnt. Diese Provisionszahlungen werden wiederum an den Kunden durch pauschale Einrechnung in die Versicherungsprämie (sog. Bruttopolice) weitergegeben.
Mittlerweile fügt sich ein neues Vertriebsmodell einiger Versicherer ein: Die Nettopolice. Darunter versteht man einen Versicherungstarif, der im Idealfall keine Provisions- oder Ausgabeaufschläge, keine provisionsabhängigen Verwaltungskosten, keine Folgeprovisionen und andere mit der Vertragsvermittlung zusammenhängende Kosten enthält.
Die Arbeit beleuchtet den Vertrieb von Nettopolicen umfassend zivil-, aufsichts-, steuer- und wettbewerbsrechtlich. Daneben werden die wesentlichen dazu bestehenden ökonomischen Fragen aufgegriffen. Hauptteil der Arbeit ist dabei, wie sich die Produktgestaltung in die heutige Rechtslage eingliedert und welche Vor- und Nachteile dieser Versicherungstarif mit sich bringt. Eingeteilt sind die zu erörternden Problemstellungen in die Zulässigkeit und Grenzen der Nettopolicegestaltung und die Grenzen der Gestaltung der von der Police getrennten Honorarvereinbarung. Zudem werden Honorarvereinbarungen zwischen Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter, sowie Kostenausgleichvereinbarungen zwischen Versicherer und Kunde bei der rechtlichen Bewertung differenziert.
Das Buch richtet sich sowohl an Versicherungsunternehmen, die planen, ihre Tarife der neuen politischen Lage anzupassen, als auch an Vermittler, die beabsichtigen, ihre Unternehmenspolitik weg vom Versicherer stärker in den Fokus des Kunden zu setzen.
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