Willem – ein Schauspieler

Willem – ein Schauspieler von Landhausen,  Peter
Willems Vorfahren kamen als Tuchmacher und Schneider aus den Niederlanden, konnten ohne Landwirtschaft in der Griesen Gegend, am Rande des Weltgeschehens, nicht überleben. Sie erhielten karges Ödland zur Kultivierung. Willem ging zur Preußischen Eisenbahn, macht seinen Weg, entwickelt ungeahnte Fähig-keiten, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Russen Mecklenburg auch nicht links liegen ließen. Ein ungewöhnliches Schauspiel erlebt Willem auf dem Zonengrenzbahnhof Schwanheide, 1951. Aus seinen Erinnerungen und Gedanken, seinem Leben in den gebrochenen Zeiten des vergangenen Jahrhunderts werden Belastung und Ausweg, Erfolg und Gestaltung, Tragik und Komödie eines schöpferischen und achtbaren Menschen deutlich. Sein schauspielerisches Können erfährt Willem tatsachlich am Theater bis zum tragischen Ende.
Aktualisiert: 2017-12-21
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Freienwilln – ein Original

Freienwilln – ein Original von Peter,  Landhausen
Im täglichen Leben ist Hans Annemal für die anderen Leute das Dorforiginal - auffallend, mit unvorhersehbaren Gedanken und Handlungen, Überraschungen und Wirkungen - immer auf seinen ›Freienwilln‹ bedacht. Wie sagt er es? ›Gewiss ist für mich, dass Menschen wie ich, selten sind - so fühle ich es.‹ Seine Aufmerksamkeit galt immer dem Ungewöhnlichen - beispielhaft die Freundschaft zu einem französischen Kriegsgefangenen - in der Griesen Gegend im Zweiten Weltkrieg. In seinem Verhalten, auch später gegenüber den Besatzungssoldaten, den Amerikanern, Engländern und Russen zeigt er unbekümmert und geschickt seinen »Freienwilln«, wie man es in der zerrütteten Nachkriegszeit von einem Landmann nicht erwarten konnte. Eine Reise in den Westen der sechziger Jahre, nach Aachen und Frankreich krempelt ihn um, er empfindet seinen ›Freienwilln‹ nicht mehr. »Ich bin nicht mehr derselbe, fahre aber wieder nach Hause.« - weint.
Aktualisiert: 2018-11-01
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mein Amtsgerichtsrat

mein Amtsgerichtsrat von Landhausen,  Peter
›Mein Amtsgerichtsrat‹ ist seine Redewendung, wenn er früher unter Kommilitonen über seinen Vater, einen Amtsrichter, sprach. Fünfundzwanzig Jahre später, selbst auch Richter, trifft er zufällig Christo, seinen Hafenarbeiter- und Studienkollegen wieder, vor einem Gerichtsgebäude in Hamburg. »Dich kenn' ich doch. Du bist mein Schauer-mannkollege Christo, stimmt's?« »Richtig! Und Du? Du bist doch mein Amtsgerichtsrat?« Das war Anlass zu einer Einladung für ein gemeinsames langes Wochenende in ländlicher Umgebung am Rande des Sachsenwaldes. Genügend Zeit, um aufzublättern, was Charakter, Gestaltung, Zeitgeist und Grundsätze im Leben eines ungewöhnlichen und aufrechten Menschen ausmachen. Die Erzählung schlägt den Bogen über Privates, Politik, Recht, Philosophie, Religion, Gesellschaft, über ein mehr denn weniger gelungenes Leben - kurz, prägnant, sprunghaft, mit den zwanziger Jahren beginnend - facettenreich, und mit der Nachkriegszeit bis in die achtziger Jahre - ein Spiegelbild der ›gebrochenen Zeiten unseres 20. Jahrhunderts‹.
Aktualisiert: 2017-07-20
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Worte werden zur Last

Worte werden zur Last von Landhausen,  Peter
Er zweifelte an vielem, auch wenn man es ihm nicht anmerken konnte. Aufgezeichnet werden Stationen eines jungen hoffnungsvollen Lebens in Swinemünde. Umruch mit dem Zusammenbruch ist die Folge im Nachkriegsdeutschland. Für Felter werden Parolen der Kollegen im Befehlszug gen Westen in den Folgejahren zu einer Phobie. „Worte werden zur Last“, spielt im Leben der Deutschen (West) der sechziger Jahre aus der Sicht eines jungen Deutschen (Ost). Ihn belastet Oberamtmann Felters Hinweis “wer aus der Zone kommt, der kann gehen”. In einer späten Aufarbeitung gelingt es ihm aus den eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen Felters Hintergrund zu sehen. Mit „Worte werden zur Last“ wird der Charakter eines Menschen in seiner Umgebung gezeigt, der eher ehrenwert ist und tüchtigen Menschen zugeschrieben wird, wenn damit das Bürgerliche gemeint ist. Unbedachte Worte Dritter führte über Jahrzehnte zu ständig in sich kreisenden Gedanken der Vorsicht. Dabei meinte es das Leben eigentlich gut mit Felter. Latente Angst beschleicht sein Leben, es fehlt die rechtzeitige Klarheit. So fühlte er sich schuldig, erstickt am Ende an der Last des Wortes. Peter Landhausens Erzählung zeigt Ängste und Empfindungen im Nachkriegsdeutschland.
Aktualisiert: 2015-08-14
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1945 Tagebuch meines Großvaters

1945  Tagebuch meines Großvaters von Neumann,  Hans-Joachim
"Nicht einmal Grabsteine werden noch an uns erinnern", denkt der Schulrat Dr. Paul Neumann, als er sich mit Frau und Tochter am 28. Februar 1945, nur mit Handgepäck versehen und zu Fuß aufmacht, die Stadt Köslin und seine Heimat Pommern auf einen Räumungsbefehl hin zu verlassen. Von diesem Tage an führte er Tagebuch, Unterbrochen im März und April in den Fluchtwirren, unterwegs im Treck, ohne Unterkunft und unter ständigem Tieffliegerbeschuss. Auch unter Gefahren und in großer Erschöpfung fährt er mit seinen Aufzeichnungen fort. "Auch wenn alles untergeht, geht nicht alles unter", lautet sein Motiv, das Tagbuch auch in solch schweren Zeiten fortzuführen. Nichts Besonderes: Holz hacken mit der Hand, die er sich schon das dritte Mal verletzt hat. Restkartoffeln aus abgeerntetem Acker graben. Zwanzig Kilometer vergeblicher Fußmarsch in einen Ort, wo es Fleisch geben soll - es aber bereits verkauft ist. Die Unterkunft in einem zugigen Zimmer ohne Ofen. Immer häufiger liegt jemand zu Bett, mit "Erkältung". Aber die Großeltern müssen zusammen in einem Bett schlafen. Schlimm sind die Durchfälle, die Plumpsklos. Dann beim Großvater Fieber, sprunghaft steigend über 40° C, und wieder fallend, auf 36° C. Der Verdacht des Arztes bestätigt sich: Flecktyphus. Der Großvater stirbt am 1. Dezmber 1945. Hier enden die Eintragungen. Als der Enkel, Professor Hans-Joachim Neumann, die Aufzeichnungen findet, weiß er, was er zu tun hat. "Aufbewahren für alle Zeit!" wie einst Lew Kopelew schrieb.
Aktualisiert: 2018-07-12
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Kyrilow – der andere Russe

Kyrilow – der andere Russe von Landhausen,  Peter
Peter Landhausen sieht das Land von vor sechzig Jahren. Aus mündlichen Überlieferungen der Nachkriegszeit entstanden Figuren und Charaktere wie man sie bei den Soldaten der Besatzungsmacht in der damaligen Ostzone nach den Vorurteilen und Übergriffen nicht vermuten würde. Mit der Erzählung “Kyrilow” wird die Zeit um 1949/51 im geteilten Deutschland noch einmal wach als Ost und West versuchten, wieder aufzustehen. Die Nachkriegsdeutschen selbst waren mit ihrem Überlebensalltag beschäftigt, doch hielten nach wie vor Kontakte über die Grenzen hinweg, besonders nach der Währungsreform von Ost nach West. Eines Tages war der ungeübte Grenzgänger Heinrich Brumm an der Zonengrenze von einer Streife der Roten Armee geschnappt worden. Er bekam es mit Kyrilow zu tun. Konnte man in der tatsächlichen Not und Bedrängnis der damaligen Zeit einerseits und in dem vermeintlichen Siegerrecht andererseits Mensch- liches entdecken?
Aktualisiert: 2017-07-25
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Charaktere gegen die Zeit

Charaktere gegen die Zeit von Landhausen,  Peter
Empfindend und liebevoll spricht Peter Landhausen über seine Kindheitstage. Aus Historie, Erzähltem und Erlebtem werden “Charaktere gegen die Zeit” in einer in sich ruhenden Welt. Es war die Gegend um Hagenow Land, an der Bahnlinie Hamburg-Berlin im Mecklenburgischen, am Rande des Weltgeschehens. An stillen Abenden konnte man, besonders bei leichtem Ostwind, durch Wald und Wiesen hallend, die schnellen nach Hamburg und Berlin hetzenden Züge mit ihren Dampflokomotiven hören. Die heranwachsenden Jungs bekamen manchmal Fernweh. Sichtbar werden Leute mit ihren weniger kantigen Ecken, geprägt durch den Lebenskampf über Jahrhunderte, Charaktere gegen die Zeit. Mitgeholfen haben dabei die Völkerwanderung in der Frühzeit und der Dreißigjährige Krieg. Schweden, Fran-zosen und Russen hatten Mecklenburg auch nicht links liegen lassen. Mit dem Eisenbahnbau und der großen Entwicklung Hamburgs entstanden Hoffnungen für die “Nicht-Erstgeborenen” besser überleben zu können. Wankelmuth, der Bürgermeister, Willem, der Schauspieler gehören zu den Erzählungen, wie Onkel Johann, Hans Annemal und der französische Kriegsgefangene Marcel Dupont, der Überzeichner Rethmann, Blaak der Wortkarge, Fiete Kamin mit seinem Schalk, die förderliche Großmutter, aber auch die feine Maria, Pastor Karwand, leiderfahren und der Postbote und Ortsgruppenleiter, aber auch Bitterer Ernst.
Aktualisiert: 2015-09-04
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