Soldat und Kriegserlebnis

Soldat und Kriegserlebnis von Düsterberg,  Rolf
Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL)veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.
Aktualisiert: 2023-05-29
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Soldat und Kriegserlebnis

Soldat und Kriegserlebnis von Düsterberg,  Rolf
Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL) veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.
Aktualisiert: 2023-05-29
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Dichter für das „Dritte Reich“

Dichter für das „Dritte Reich“ von Bothorn,  Yannik, Düsterberg,  Rolf, Els,  Diane, Groeger,  Melanie, Ising,  Karoline Sofie, Mersch,  Karla Kosima, Quiel,  Marleen, Raschke,  Simon, Sasse,  Jana, Schnittger,  Judith, Stemme,  Cornelius C.
Die im 6. Band der Reihe Dichter für das „Dritte Reich“ konzis porträtierten zehn Autoren wurden ausnahmslos zwischen 1934 und 1944 mit einem oder mehreren Literaturpreisen des NS-Regimes ausgezeichnet, sechs waren Mitglied der NSDAP, vier übten darüber hinaus Funktionen in der Partei oder in einem oder mehreren ihrer angeschlossenen Verbände oder Institutionen aus; acht überlebten den Krieg: der ideologisch ambivalente Heimatdichter Ludwig Bäte und der „stille Parteifreund“ Kurt Kluge; der mecklenburgische Blut-und-Boden-Schriftsteller Rudolf Ahlers und der völkische Bauernfreund Heinrich Sohnrey; der sudetendeutsche Geschichtsverfälscher Karl Franz Leppa und der Memelländer Paul Brock; der den Krieg als Daseinszweck preisende Ulrich Sander und der Arisierungsprofiteur Karl Heinrich Bischoff sowie der Professor für „Rassen- und Kulturbiologie“ und Autor historischer Romane Walter Scheidt und schließlich der Zoologe und Jugendschriftsteller Franz Xaver Graf von Zedtwitz.
Aktualisiert: 2023-01-12
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Dichter für das „Dritte Reich“

Dichter für das „Dritte Reich“ von Bothorn,  Yannik, Düsterberg,  Rolf, Els,  Diane, Groeger,  Melanie, Ising,  Karoline Sofie, Mersch,  Karla Kosima, Quiel,  Marleen, Raschke,  Simon, Sasse,  Jana, Schnittger,  Judith, Stemme,  Cornelius C.
Die im 6. Band der Reihe Dichter für das „Dritte Reich“ konzis porträtierten zehn Autoren wurden ausnahmslos zwischen 1934 und 1944 mit einem oder mehreren Literaturpreisen des NS-Regimes ausgezeichnet, sechs waren Mitglied der NSDAP, vier übten darüber hinaus Funktionen in der Partei oder in einem oder mehreren ihrer angeschlossenen Verbände oder Institutionen aus; acht überlebten den Krieg: der ideologisch ambivalente Heimatdichter Ludwig Bäte und der „stille Parteifreund“ Kurt Kluge; der mecklenburgische Blut-und-Boden-Schriftsteller Rudolf Ahlers und der völkische Bauernfreund Heinrich Sohnrey; der sudetendeutsche Geschichtsverfälscher Karl Franz Leppa und der Memelländer Paul Brock; der den Krieg als Daseinszweck preisende Ulrich Sander und der Arisierungsprofiteur Karl Heinrich Bischoff sowie der Professor für „Rassen- und Kulturbiologie“ und Autor historischer Romane Walter Scheidt und schließlich der Zoologe und Jugendschriftsteller Franz Xaver Graf von Zedtwitz.
Aktualisiert: 2023-02-02
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Schumann-Studien / Schumann-Studien 7

Schumann-Studien / Schumann-Studien 7 von Boestfleisch,  Rainer, Düsterberg,  Rolf, Ewert,  Hansjörg, Green,  Richard D, John,  Hans, Möller,  Eberhard, Müller,  Anette, Nauhaus,  Gerd, Nauhaus,  Julia M., Schanze,  Helmut, Schmidt-Beste,  Thomas, Schulte,  Krischan, Synofzik,  Thomas, Wendt,  Matthias
Gerd Nauhaus: Robert Schumanns Kammermusik der Dresdner Zeit.— Matthias Wendt: Schumanns Dresdener Skizzenbücher der Jahre 1848-1849 - Bericht zur Edition.— Richard D. Green: Schumann, Goethe und die Szenen aus Faust.— Hansjörg Ewert: Zur Bezeichnung der Szene in Robert Schumanns Oper „Genoveva“.— Rainer Boestfleisch: Die Orchesterwerke der Dresdner Zeit - Zur Zweiten Sinfonie Robert Schumanns.— Thomas Schmidt-Beste: Robert Schumann und Felix Mendelssohn im Spiegel ihres Briefwechsels der Jahre 1844 bis 1847.— Eberhard Möller: Gottlob Wiedebein, Carl Gottlieb Reissiger und die frühen Lieder von Robert Schumann.— Thomas Synofzik: Die Anfänge des Schumannschen Liederjahres - Neue Dokumente und Interpretationen.— Helmut Schanze / Krischan Schulte: Die Vorlagen zu Robert Schumanns Liedkompositionen - Probleme ihrer Edition.— Hans John: Die Goethe-Vertonungen Robert Schumanns.— FREIE BEITRÄGE: Julia M. Nauhaus: 'Ihr Profil war völlig griechisch' - Unbekannte Porträts von Elisabeth Kulmann. Mit unveröffentlichten Dokumenten.— Elmar Weingarten: Laudatio für Nikolaus Harnoncourt zur Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau am 26. September 1998.— Wolfgang Dömling: Laudatio für Ernst Burger zur Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau am 8. Juni 1999.— Rolf Düsterberg: 'Zu deutschestem Sieg über Mißklang der Welt' - Die Neugründung der Deutschen Robert-Schumann-Gesellschaft in Zwickau 1943.— Gerd Nauhaus: Anhang: Zur Verleihung des Robert-Schumann-Preises 1943
Aktualisiert: 2023-01-16
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Dichter für das »Dritte Reich«

Dichter für das »Dritte Reich« von Düsterberg,  Rolf, Gerendt,  Roland, Götzl,  Nikola, Helmke,  Isabelle, Jaschke,  Kinga, Joram,  Janina, Klumparendt,  Anna Maria, Lübker,  Ann-Christin, Schmerdtmann,  Mattes, Schnittger,  Judith, wilke,  lisa, Zarfl,  Julia
Im „Dritten Reich“ wurden über 500 Schriftsteller und gut 60 Schriftstellerinnen mit einem Literaturpreis ausgezeichnet, viele unter ihnen mehrfach. Derartige Ehrungen sollten die vor allem regimekonforme Dichter fördern und mit Prestige ausstatten sowie die völkische Literaturauffassung in der Öffentlichkeit als die einzig gültige beglaubigen. Neun der im fünften Band der Reihe Dichter für das „Dritte Reich“ präsentierten zehn Schriftsteller waren Preisträger, darunter die 22-jährige Lyrikerin und schwärmerische Nationalsozialistin Elisabeth Effenberger und die junge Romanautorin Annemarie Fromme-Bechem, die sich beide in der NS-Frauenschaft engagierten. Margarete Weinhandl allerdings wurde nicht ausgezeichnet; gleichwohl war sie eine fanatische Parteifunktionärin, die auch zahlreiche politische Schriften verfasste – ähnlich wie Hannes Kremer, hochrangiger Mitarbeiter der Reichspropagandaleitung, der sich als Verfechter des rassischen Vernichtungskampfes gerierte und dessen Prosatexte Auflagen bis zu 330.000 Exemplaren erreichten. Während der Bühnenautor Fritz Helke als „oberster Zensor der Reichsjugendführung“ zu einem der wichtigsten Akteure in der Jugendliteraturpolitik des Regimes avancierte, kämpfte der Sudentendeutsche Bruno Nowak mit seinen Jugendbüchern gegen die, in seinen Augen, minderwertigen slawischen Tschechen. Otto Erler propagierte in seinen vielgespielten Dramen den angeblichen Zusammenhang von Rasse und Religion. Max Stebich hingegen hatte als Dichter zwischen Austrofaschismus und Nationalsozialismus um seine Anerkennung als glaubwürdiger Parteigenosse zu kämpfen, derweil sein Landsmann Karl Schönherr, damals eine Berühmtheit unter den deutschsprachigen Bühnendichtern, mit seinem Schauspiel Die Fahne hoch den „Anschluss“ an das Deutsche Reich feierte und überhaupt – trotz seiner jüdischen Ehefrau – Positionen vertrat, die mit der sozialdarwinistischen Blutsideologie des Regimes kompatibel waren. Der in den 1920er Jahren überaus prominente Schriftsteller und Journalist Hermann Stegemann verließ um die Jahrhundertwende seine rheinisch-moselländische Heimat, ließ sich in der Schweiz naturalisieren und wandelte sich vom nationalliberalen zum völkischen Autor, der im „Dritten Reich“ den Höhepunkt seines publizistischen Erfolges erlebte. Die Autorinnen und Autoren hatten, sofern sie überlebten, nach dem Krieg keine nachhaltigen Konsequenzen zu gewärtigen; im Gegenteil konnten sie ihr bürgerliches Leben, oft auch ihre literarische Karriere ungehindert, im Einzelfall sogar äußerst erfolgreich fortsetzen – etwa in der Deutschen Akademie für Bildung und Kultur. Der letzte Beitrag dieses Bandes nimmt erstmals diese weithin unbekannte elitäre Suborganisation des rechtsextremen Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes in den Blick.
Aktualisiert: 2023-03-14
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Soldat und Kriegserlebnis

Soldat und Kriegserlebnis von Düsterberg,  Rolf
Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL) veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.
Aktualisiert: 2023-03-28
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Dichter für das „Dritte Reich“ (Band 4)

Dichter für das „Dritte Reich“ (Band 4) von Deppe,  Patrick, Düsterberg,  Rolf, Herdegen,  Florian, Junge,  Manuel, Meyerdirks,  Janina, Penning,  Christoph, Pinnow,  Imke, Schaper,  André, Steeger,  Carina, Welpinghaus,  Charlene
von dessen Wohltaten profitierten, erfreuen sich in der deutschen Provinz noch heute unkritischer Beliebtheit. Der Weltruhm, den Josef Martin Bauer mit seinem Roman Soweit die Füße tragen erzielte, verdeckt sein vormaliges Engagement als Verfasser rassistischer Kriegsbücher. Die Heimatdichterin Margarete zur Bentlage aus dem niedersächsischen Artland soll dort gegenwärtig als regionale Größe reinstalliert werden – obwohl sie mit fast allen ihren Prosatexten die idologischen Interessen des Regimes bediente. Und in Österreich betrifft die Ignoranz gegenüber der Verstrickung von Schriftstellern in die NS-Diktatur anscheinend nicht nur die Provinz. Die 2009 verstorbene Gertrud Fussenegger zählt zu den Großen der österreichischen Nachkriegsliteratur, hat sich aber niemals ihrem Wirken als aktive Nationalsozialistin gestellt. Das gilt auch für Josef Friedrich Perkonig, der unter allen politischen Regimes Österreichs seine Karriere beförderte, darunter auch als stellv. Landesleiter der Goebbels’schen Reichsschrifttumskammer in Kärnten. An den donau-„schwäbischen Mussolini“ und ehemaligen k.u.k.-Oberst Karl von Möller hingegen scheint jede Erinnerung erloschen. In den 1930er Jahren war der „volksdeutsche“ Politiker mit seinen rassistischen historischen Romanen sehr erfolgreich. Dagegen ist die Blut-und-Boden-Dichterin Agnes Harder zumindest in den Vertriebenenverbänden noch marginal präsent, während viele ihrer Texte sogar in den Schulbüchern des „Dritten Reiches“ vertreten waren. Besondere Wirkung entfaltete nach dem Zweiten Weltkrieg der NS-Dichter Herbert Böhme. Als Mitgründer des Deutschen Kulturwerks europäischen Geistes (DKEG), der größten rechtsextremen kulturellen Organisation in Westdeutschland, wollte er die völkischen „Ideale“ bewahren und deren kulturellen Exponenten eine schlagkräftige Institution schaffen. Mit Sigmund Graff und Max Dreyer stellt der vierte Band der Reihe Dichter für das „Dritte Reich“ zwei extrem erfolgreiche Schriftsteller jener Zeit vor. Graff, heute weitgehend vergessen, war seinerzeit der meistinszenierte zeitgenössische Bühnenautor. Der Dramatiker und Romancier Dreyer, ein Sozialdarwinist, wurde vom Regime mit fünf literarischen Preisen so häufig ausgezeichnet wie kaum ein anderer – obwohl er nie der Partei beitrat. Eine heute kurios anmutende Erscheinung ist der Theologe und Schriftsteller Arthur Bonus, der mit seinem deutsch-nationalen, heroischen Gott ein „germanisches Christentum“ konstruierte, das den Menschen auf seinen Nutzen für das Glaubenskollektiv reduzierte. In der Zeit des „Dritten Reiches“ war er ein engagierter Streiter in den Auseinandersetzungen der völkisch orientierten Gruppierungen des deutschen Protestantismus.
Aktualisiert: 2019-10-25
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Oskar Panizza. Eine Bibliographie

Oskar Panizza. Eine Bibliographie von Bauer,  Michael, Düsterberg,  Rolf
Verzeichnis aller publizierten Texte (Buch-, Zeitschriften- und Zeitungsveröffentlichungen, Neudrucke einzelner Texte bis heute) des Schriftstellers und Journalisten; gesonderte Bibliographie der literarischen Zeitschrift «Zürcher Diskußjonen» (in den Jahren 1897-1902 von Panizza herausgegeben) nach internationalem Standard.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Dichter für das „Dritte Reich“

Dichter für das „Dritte Reich“ von Bartels,  Jan, Düsterberg,  Rolf, Egbers,  Jasmin, Elbing,  Steffen, Gevers,  Sonja, Hirschauer,  Uwe, Hüpping,  Stefan, Kohfink,  Marc-Wilhelm, Liebrich,  Julia, Peters,  Kathrin
Das „Dritte Reich“ wurde nicht nur von Politikern, Militärs, Industriellen, Publizisten und Intellektuellen herbeigeschrieben, herbeigesehnt, herbeiagitiert und schließlich von ihnen etabliert und konsolidiert. Auch Schriftsteller leisteten ihren Beitrag dazu. Die nationalsozialistische Kultur- und Literaturpolitik setzte vor allem auf Autoren, die sich dem konservativ-nationalen und völkischen Milieu zugehörig fühlten. Denn die Literatur, wie die anderen Künste auch, sollte als „Waffe der politischen und weltanschaulichen Auseinandersetzung“ dienen. Die in diesem Band versammelten zehn biografischen Aufsätze stellen jeweils einen Autor vor, der sich zum Regime bekannte und dessen Texte von den Kulturinstitutionen des NS-Regimes gefördert, empfohlen und propagandistisch verwertet wurden. Über diese wie die meisten anderen der Diktatur verpflichteten Dichter und ihr Werk ist bisher nur wenig oder so gut wie nichts wissenschaftlich verlässlich bekannt. Sie werden bis heute von der Forschung weitgehend vernachlässigt – obgleich sie im Literatur- wie im politischen System des „Dritten Reichs“ von einiger, im Einzelfall auch großer Bedeutung waren, was manchmal auch in der Bundesrepublik Deutschland eine langfristige Fortsetzung fand.
Aktualisiert: 2019-11-18
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Hanns Johst: Der Barde der SS

Hanns Johst: Der Barde der SS von Düsterberg,  Rolf
Der Himmler-Vertraute und SS-Gruppenführer Hanns Johst (1890-1978) war einer der hochgefeierten Dichter der NS-Bewegung und als Präsident der Reichsschrifttumskammer (RSK) auch einer ihrer hochrangigsten Kulturfunktionäre. Im Zentrum der vorliegenden Biographie steht das staatspolitisch-ideologische Wirken des RSK-Präsidenten, der auch als – zunächst expressionistisch orientierter, dann schon frühzeitig völkischer – Schriftsteller schon vor 1933 ausgesprochen erfolgreich war. Johst genoss gerade in seiner Eigenschaft als Dichter auch bei seinesgleichen Akzeptanz und war somit für die NS-Führung von unschätzbarer Eignung, weil er gleichsam von innen heraus wesentlich an der ideologischen Ausrichtung des literarischen Lebens in Deutschland beteiligt werden konnte. Inwieweit sich Johst dabei auch in den praktischen Dienst des Eroberungskrieges, der Ostkolonisierung und des rassistischen Vernichtungsprogramms des Dritten Reiches stellte, ist ein weiterer zentraler Punkt des Buches. Der Dichter sollte als deutscher Tacitus im Auftrag von Himmler, dessen Nähe er erfolgreich suchte, die „Saga des Großgermanischen Reiches“ für die künftigen Generationen deutscher Kolonialherren verfassen. Eine kritische Biographie dieser Persönlichkeit, die das literaturpolitische und ideologische Wirken Johsts in den Kontext seiner Gesamtentwicklung stellt, stand bisher aus. Das betrifft ebenso seine geistig-soziale Entwicklung in der Zeit vor dem Dritten Reich wie auch seine dem Krieg folgende Lebenssituation, die zunächst von einem fast zehn Jahre währenden Entnazifizierungsverfahren dominiert war, aus dem er gleichwohl quasi rehabilitiert hervorging. Dazu sind – neben anderen Quellen – das Gesamtwerk des Dichters und mehrere Tausend unveröffentlichte Einzeldokumente aus zahlreichen Archiven ausgewertet worden.
Aktualisiert: 2023-02-06
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Ein Gerechter unter den Völkern

Ein Gerechter unter den Völkern von Düsterberg,  Rolf, Hummel,  Siegfried, Niebaum,  Peter, Westfalen,  Tilman
Nicht nur Oskar Schindler hat Menschen vor dem Holocaust gerettet. Der Osnabrücker Anwalt Hans Calmeyer (1903 - 1972), posthum als "Gerechter unter den Völkern" 1992 von Yas Vashem im Osnabrücker Friedenssaal geehrt, rettete zahlreiche jüdische Menschenleben in den Niederlanden (1942 - 1944) als Rädchen in der Maschinerie der NS-Verwaltung und als dezidierter Nazi-Gegner. Die Stadt Osnabrück hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hans Calmeyer und sein Wirken einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu mache: durch das Buch von Peter Niebaum und die Einrichtung eines Calmeyer-Archivs. Peter Niebaums >Biographie-Collage< verknüpft den Lebensbericht und insbesondere das Rettungswerk in den Niederlanden mit einer kritischen Bewertung deutscher Geschichte vor, während und nach der NS-Zeit, und dies mit einem künstlerischen Gestaltungsanspruch, der den Lesern faszinierende Einblicke in das Leben eines tiefgängigen und eigenwilligen Menschen und in ein Thema bietet.
Aktualisiert: 2021-09-09
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«Die gedrukte Freiheit»

«Die gedrukte Freiheit» von Düsterberg,  Rolf
Anhand der detaillierten Untersuchung der literarischen Zeitschrift zwischen 1897 und 1902 von Panizza herausgegeben und größtenteils mit eigenen Beiträgen versehen, soll die längst fällige Neubewertung des Schriftstellers vorgenommen werden, der bisher von der Germanistik zu Unrecht vernachlässigt wurde. In der Kombination von Biographie, Werk und Wirkung und unter Einbeziehung zahlreicher bisher nicht rezipierter Texte wird ersichtlich werden, daß die journalistische Tätigkeit mittels seiner Zeitschrift von zentraler Bedeutung im Selbstverständnis des Autors war, der sich schließlich als oppositioneller Programmschriftsteller des 20. Jahrhunderts sah. Zudem wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Geisteskrankheit des späteren Paranoikers Panizza Einfluß auf Zeitschrift und übrige Werke ausgeübt haben könnte, wie es die Rezeption bis in die jüngste Zeit behauptet hat.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Das Schwein in poetischer, mitologischer und sittengeschichtlicher Beziehung

Das Schwein in poetischer, mitologischer und sittengeschichtlicher Beziehung von Brus,  Günter, Düsterberg,  Rolf, Koschorke,  Albrecht, Panizza,  Oskar
'Das blonde, zahme Schwein machte, ehe es gezähmt wurde, und als wilder Eber durch die Wälder sauste, auf unsere asiatischen Vorfahren einen ungeheuren, heroischen und gewaltigen Eindruck. Die Art, wie es vorwärtsrennend mit den weißen Hauern den Boden aufwühlte und so dem Betrachter die erste Vorstellung vom Furchenziehen, vom Schollen-Aufwerfen beibrachte, wie es sich, angegriffen, mit ungeheurem Mut verteidigte, wie es die Haare wie Pfeile hinausstarren ließ, mit furchtbarem Grunzen und Schlagen den Jäger einschüchterte, wie ihm der Geifer stromweise aus dem Maul lief, wie es mit funkelnden Augen, dem Ausdruck einer unbezähmbaren Angriffslust, dem Gegner sich stellte, und besonders das gewaltige Behagen, die Sättigungslust, die es bei der Begattung zeigte, ließen es als Prototyp der Kraft, der Fruchtbarkeit, des Mutes, des unbezähmbaren Verlangens erscheinen.' Oskar Panizza (1900)
Aktualisiert: 2018-12-22
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Soldat und Kriegserlebnis

Soldat und Kriegserlebnis von Düsterberg,  Rolf
Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL)veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.
Aktualisiert: 2023-03-27
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Dichter für das „Dritte Reich“. Band 3

Dichter für das „Dritte Reich“. Band 3 von Clausing-Schweers,  Johanna, Deppe,  Patrick, Düsterberg,  Rolf, Hundehege,  Stefanie, Klünemann,  Daniel, Mense,  Monique, Penning,  Christoph, Pfeiffer,  Alicia, Recke,  Nina, Rogge,  Jana, Weber,  Bettina
Der dritte Band der Reihe Dichter für das „Dritte Reich“ stellt mit Kuni Tremel-Eggert und Polly Maria Höfler erstmals auch zwei Autorinnen vor. Mit ihren völkisch-rassistischen Romanen rangierten sie lange auf den oberen Plätzen der Bestsellerlisten im nationalsozialistischen Deutschland. Ebenfalls von bedeutender literarisch-propagandistischer Wirkung war die Lyrik Baldur von Schirachs, der nicht nur als Reichsjugendführer zu den Spitzenfunktionären des Regimes gehörte, sondern auch den Ruf als „Sänger der Bewegung“ genoss. Mit Anton Graf Bossi-Fedrigotti und Otto Paust präsentiert der Band zudem zwei Autoren, die in ihren Texten die sog. Frontgemeinschaft des Ersten Weltkriegs als Modell für eine ideale Gesellschaft priesen. Der Theatertheoretiker und Schriftsteller Walter Best hingegen wollte mit seinen Studien ein „Theater auf rassischer Grundlage“ konzipieren, und der von Heinrich Himmler hochgeschätzte Werner Jansen verherrlichte mit seinen Romanen ein ‚rassisch reines‘, heldisches Germanentum. Ludwig Finckh, seinerzeit als „Ahnenforscher“ bekannt, forderte gar die planmäßige Züchtung von „hochwertigem“ menschlichem Erbgut, während der unter seiner „gemischtrassigen“ Herkunft leidende Mirko Jelusich in seinen Texten die geniale prophetische Führergestalt propagierte und als Nationalsozialist im österreichischen kulturpolitischen Untergrund den „Anschluss“ seines Landes an das Deutsche Reich vorbereiten half. Das Deutsche Kulturwerk europäischen Geistes (DKEG) entwickelte sich seit 1950 zur wohl größten rechtsextremen Kulturorganisation in Westdeutschland, in der zahlreiche ehemalige NS-Dichter engagiert waren. Das DKEG bestand bis 1996. Der diesen Band beschließende Beitrag skizziert erstmals ein kritisches Gesamtbild über Programm, Aktivitäten, Mitglieder, Aufstieg und Zerfall dieser in der Öffentlichkeit bis heute nur wenig bekannten Institution.
Aktualisiert: 2019-11-15
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Dichter für das „Dritte Reich“ 2

Dichter für das „Dritte Reich“ 2 von Bengsch,  Nadja, Bethge-Bonk,  Ines, Bluhm,  Stefanie, Brinkmann,  Jan-Henning, Düsterberg,  Rolf, Haidar,  Ute, Klünemann,  Daniel, Schimmelpfennig,  Denis, Schulz,  Verena, Sieverding,  Daniel
Der zweite Band der Reihe Dichter für das „Dritte Reich“ stellt in kompakten bio-bibliografischen Skizzen weitere neun Autoren vor, die zentrale Ideologeme des Nationalsozialismus mit ihren literarischen Mitteln an den Leser brachten. Ob als ausgesprochene Partei- oder Propagandaschriftsteller, als am klassischen Vorbild orientierte Tragödiendichter, ob als soldatisch ausgerichtete Kriegsdichter oder als Romanciers, die konventionelle Sujets (Liebe, Historie) bedienten – bei aller Unterschiedlichkeit des ästhetischen Anspruchs und Gehalts und trotz mancher Kritik in Einzelfragen: Sie alle dienten willentlich auf der Grundlage der völkisch-rassistischen Weltanschauung dem Regime. Und dies noch oft über dessen Ende hinaus, indem sie sich – teilweise mit erheblichem Engagement – der antikommunistischen und nationalistischen Szene in der westdeutschen Bundesrepublik anschlossen, mitunter gar zu Leitfiguren dieses Milieus avancierten. Mit dem anhaltenden Wirken literarischer Gesellschaften in Deutschland und Österreich, die sich dem Andenken und der Pflege völkischer Dichter und ihrer Schriften widmen, befasst sich der diesen Band abschließende Essay. Er zeigt das Fortleben gefeierter Dichter des „Dritten Reiches“ bis in die Gegenwart. An den Beispielen der Miegel-, der Kolbenheyer- und der Blunck-Gesellschaft wird deutlich, dass es den Vereinen gelungen ist, die öffentliche Wahrnehmung jener Autoren in ihrem dubiosen Sinne wesentlich zu beeinflussen.
Aktualisiert: 2019-11-15
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