Kollektivitäten

Kollektivitäten von Falb,  Daniel
Unter Rekurs auf Bruno Latour und Gabriel Tarde entwirft Daniel Falb eine prozessorientierte Vorstellung von Kollektivitäten, in der Populationen und Netzwerke in ihrer wechselseitigen Konstitution im Zentrum stehen. In einer neuartigen Grundlegung der Sozialontologie werden Kollektivitäten als »Prozessobjekte« bestimmt, die sich allein performativ über Wiederholungen in der Welt halten. Dieser interdisziplinäre Ansatz lässt das philosophische Universalienproblem, die wissenschaftshistorische Frage nach dem Grund statistischer Stabilität und das soziologische Thema der Materialität von Akteur-Netzwerken in ihren Logiken ebenso wie in ihrem Zusammenhang transparent werden.
Aktualisiert: 2019-06-06
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Orchidee und Technofossil

Orchidee und Technofossil von Falb,  Daniel, Toepfer,  Andreas
Orchidee und Technofossil versammelt vier lange Gedichte. Jedes davon ist ein ganzes Leben. Das ist heute ein Leben, das sich allein der industriellen Landwirtschaft und ihrem Haber-Bosch Prozess verdankt, nur als eines von 7,5 Milliarden überhaupt erscheinen kann, „unter der Haube / *aus Linnen*, / da“ (Svalbard Paem). Ein generationales Leben – voller Spermien und Eizellen –, das Schulden und Vermögen aufhäuft und vererbt, das die 1% der Reichen produziert und sich schuldig macht, ohne jemals angeklagt zu werden (Geber Quartett). Ein krebskrankes Leben, dessen wucherndes Fleisch von Algorithmen und Big Data der Spitzenmedizin und dessen Gehirn von den Wucherungen der neuen Faschismen durchsetzt ist (Kanker Quartett). Und es ist ein Leben, das wir als Glied einer generationalen Kette in der tiefen Vorgeschichte einer Zukunft führen, welche unser ökologisches und geologisches Erbe empfängt – die Technofossilien aus dem frühen Anthropozän (Chicxulub Paem). Wie der italienische Autor und Philosoph Franco „Bifo“ Berardi jüngst die Poesie als Mittel gegen die zerstörerische Macht der Finanzmärkte in Stellung brachte, so versteht Orchidee und Technofossil das Gedicht – „unter der Haube / *aus Linnen*, / da“ – als Hort und Brutstätte neuer Intuitionen und Widerstandsformen für die neue, geologische Zeit. ‒ Daniel Falb
Aktualisiert: 2019-04-30
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BANCOR

BANCOR von Falb,  Daniel, Seel,  Daniela, Töpfer,  Andreas
'Der lyrische Text ist kein Ding, das über andere Dinge redet, sondern ein Ding, über das geredet werden kann.' In seinen neuen Gedichten entwickelt Daniel Falb die lyrische Sprache seines ersten Bandes, 'die räumung dieser parks', konsequent weiter und präsentiert dichte, feingliedrige Skulpturen des Sozialen. 'BANCOR' – das auf die von John Maynard Keynes im Rahmen der Bretton-Woods-Konferenz 1944 vorgeschlagene Weltwährung anspielt – arbeitet an einer Neudefinition des politischen Gedichts als einem genuin ästhetischen Objekt, das die Sprache der Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit des Gedichts seziert. Daniel Falb zeigt damit eindrucksvoll, wie weltzugewandt experimentelles Schreiben sein und damit ins Herz des Sozialen und Politischen vordringen kann. 'Ich habe einmal das Gemälde ›Die niederländischen Sprichwörter‹ von Pieter Bruegel d. Ä. als das perfekte Gedicht bezeichnet, insofern man darin einen Naturalismus der reinen Abstraktion, der reinen Virtualität erkennen kann. Ich ziele in meiner Textproduktion ununterbrochen auf genau das: auf Gestiken der Unmittelbarkeit jenseits irgendeiner Konkretion. Wo imperative, erzählende und diskursive Momente im Text auftauchen, da zu einem anderen Zweck, das heißt als Mittel. Sie entsprechen in der Malerei den Farben, den Pinseln, der Leinwand und dem Körper des Künstlers, also den Darstellungsmitteln, mittels derer im malerischen Werk eine bestimmte Gestalt oder Plastik realisiert wird. Auch im lyrischen Text geht es letzten Endes um nichts anderes als um solche Gestalten und Plastiken. Wir sagen, dass der lyrische Text die Chance hat, eine soziale Plastik in seiner Struktur – in its fabric – in vollendeter Weise zur Darstellung kommen zu lassen. Lyrik muss aufhören, kritisch zu sein, und anfangen, reine Affirmation, reine Erfüllung zu sein. Das heißt, sie muss umstellen auf die Ästhetik der Hegemonie. Wir sind dazu verurteilt, Gedichte zu schreiben, die mit ihren eigenen Mitteln jenen hegemonialen Ton rekonstruieren, die ohne jede Ähnlichkeit die Obertöne zum Beispiel von Kants Ewigem Frieden, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen aufsteigen lassen.' Daniel Falb
Aktualisiert: 2010-12-15
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CEK

CEK von Falb,  Daniel, Töpfer,  Andreas
Wenn Dichtung kein Spezialdiskurs ist, sondern der Ort der Rücknahme aller Ausdifferenzierung in der Sprache, und wenn aber die Sphäre der Ausdifferenzierung unweigerlich die ganze Erde in der Geschichte ihrer Sprachen ist, dann ist der Ort – die Positionalität – der Dichtung genau das Stehen vor dem Ganzen der Erde. CEK entfaltet eine Terrapoetik, die das Parlament im Herzen der Dinge, des Erdsystems, der großen biogeochemischen Zyklen und der ineinander geschachtelten Ökosysteme aufsucht. CEK lokalisiert seine politische L’art pour l’art, sein exzessives Ordnen und unablässiges ökologisches Abzählen unmittelbar in den hyperperformativen Sprachen und Erdcodes nach dem Ende der Umwelt. – Daniel Falb
Aktualisiert: 2015-12-28
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Helm aus Phlox

Helm aus Phlox von Cotten,  Ann, Falb,  Daniel, Jackson,  Hendrik, Popp,  Steffen, Rinck,  Monika
Übertreibung und Geschmack. Zum gegenwärtigen Stand der Überlegungen. Erste Hilfe und zweite Natur. Beuteschema. Mapping. Studien zur Panik dichterischer Praxis. Grammatik des Denkens. Schweinehirn. Auf nach Tokelau. Die Frage nach der Relevanz. Das Floß. Tätliche Tränke. Ich wollte die Wand sehen. Sprache und Überfall. Surium stich! Die große Straße. Unendliche Forderung. Post-Idioten. Doch. Pot-au-feu. Ein Helm aus Phlox. Wischnu und der Fusel. Am grünen Filz. Tröpfflein Trost. Anheim. Prachtstaude Irrtum. Etwas sehr Artiges und Beliebtes. Die Leidenschaft für das Organische. Fichtelfarce. Ein zuckersüsser Tantz. Ein geschlucktes Schwert. Die Schlüssel haben. Fünf Querbalken für die Bretter der zweiten Seitenwand der Wohnung Enertschybaby. Der kunstohnmächtige Mensch. Heckklapp. Jede electrische eine Klangfigur. Jubel und Klage. Divertimenti. Beutelmeister. Der Geist auf Geisterweise frei. Midashand. Poderacion mysteriosa. Rappel Rappel Rappel. Das treue Skelett. Architektur. Wiederholung. Des Lebens Mai. Nimms auf deine Flügel. Helm aus Laub. Helm aus Licht. Der Wandrer in der Sägemühle. Schüsselreime. Das Geschlecht der Motten. Wo sind die Senken, wo die Quellen. Eine Frage der Erinnerung. Haupt des Winkels. Haupt der Wendung. Kippen gießen schenken. Übergehn. Fremd wie ein Aperitif. Fragment und Verstehen. Daten. Rendezvous mit einer Dattel. Schlupf. Geloder. Humildemente, Kork. Einflussangst und Vatermord. Evokation. Geheimnis des Glaubens. Virus Rilke. Erfunden und wahr. Gloria Mundi. Eulen nach Dubai. Status Quatsch. Vom Eselsgen. Der mobile Buckel. Poetologische Kinnlade. Locken.Fünf Lyrikerinnen entfalten in 19 Kapiteln Probleme, die sich bei der Arbeit an Gedichten ergeben, lösen sie oder lassen sie ungelöst stehen. Grundzüge möglicher Theorien zeitgenössischer Dichtung wurden kartiert und erwandert, in Rede und Widerrede.
Aktualisiert: 2018-07-11
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Anthropozän

Anthropozän von Falb,  Daniel, Trautsch,  Asmus
poetisiert euch! Fragen sind gefragt und Gedanken gesucht: Haben Verse ein Geschlecht? Was ist das für eine Natur, von der die sogenannte Naturlyrik spricht? Kann sich Gewalt in Gedichten freisetzen? Schreibt Geschichte Gedichte oder machen Gedichte auch Geschichte? Was hat Lyrik mit Identität, was mit Chemie zu tun? Tanzen die Worte im Gedicht oder das Gedicht mit den Worten? Wie denkt man poetisch?
Aktualisiert: 2019-01-22
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VERSschmuggel/Поэтическая диВЕРСия

VERSschmuggel/Поэтическая диВЕРСия von Danz,  Daniela, Falb,  Daniel, Larionow,  Denis, Maurin,  Aurélie, Oborin,  Lew, Popp,  Steffen, Prostschin,  Ewgeny, Schneider,  Lea, Sokolow,  Iwan, Suslowa,  Ewgenia, Trautsch,  Asmus, Usrjutowa,  Galina, Westheuser,  Linus, Wohlfahrt,  Thomas
VERSschmuggel präsentiert den poetischen Grenzverkehr zwischen Russland und Deutschland: Sechs deutsche Dichter sind nach Moskau gereist, um dort auf sechs russische Dichterkollegen zu treffen. In Deutschland ist dieses Prinzip als »VERSschmuggel« bekannt: Dichterinnen und Dichter arbeiten paarweise zusammen und übertragen die Gedichte des Anderen in die jeweils eigene Sprache. Es entsteht ein direkter Austausch, der ein »Schmuggeln«‚ von stilistischen Zusammenhängen und poetischen Traditionen ermöglicht. Die Autoren fragen nach kulturellen Konnotationen, um den Kern, das Bauprinzip, die Wortakrobatik und den Klang der Gedichte in der eigenen Sprache lebendig zu machen. Die Ergebnisse dieses großen Übersetzungstreffens sind in diesem Buch nachzulesen und dank QR-Codes mitzuhören. Eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Goethe-Institut in Moskau. Mit Gedichten von Daniela Danz, Daniel Falb, Steffen Popp, Lea Schneider, Asmus Trautsch, Linus Westheuser, Denis Larionow, Lew Oborin, Ewgeny Prostschin, Iwan Sokolow, Ewgenia Suslowa und Galina Usrjutowa.
Aktualisiert: 2018-07-13
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Gegenstrophe

Gegenstrophe von Ames,  Konstantin, Braun,  Michael, Dittmer,  Kathrin, Falb,  Daniel, Falkner,  Gerhard, Hefter,  Martina, Koch,  Ulrich, Rector,  Martin, Sandig,  Ulrike Almut, Sielaff,  Volker, Utler,  Anja
'Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik' erscheint jährlich im Herbst als Forum für Lyrik und Lyrikrezeption. Dieser Band enthält Beiträge von Konstantin Ames, Bas Böttcher, Michael Braun, Timo Brunke, Daniel Falb, Gerhard Falkner, Martina Hefter, Cornelia Jentzsch, Ulrich Koch, Hermann Korte, Martin Rector, Ulrike Almut Sandig, Volker Sielaff, Hans Thill und Anja Utler sowie eine umfangreiche Bibliographie aktueller Gedichtbände.
Aktualisiert: 2019-01-03
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