Erntezeit
Gereimte Ungereimtheiten und andere Gedichte
Friedrich Karl Hohmann
Ein sich in ständigem Wechsel befindliches Umfeld bietet ein unerschöpfliches Reservoir an Kommentierbarem, das den dichterisch ambitionierten Beobachter immer wieder nötigt, das ewige Thema von Lust und Last des Seins impulsiv oder auch reflektierend in gereimte Worte zu fassen, selbst wenn alles irgendwann, irgendwo und irgendwie schon einmal gesagt wurde – und doch immer wieder anders. Wohl wissend um die Wirkungslosigkeit des eigenen Bemühens, belehrt eine alte chinesische Weisheit:
Der Mensch reifte zum Menschen, als ihm das Nutzlose unentbehrlich wurde.
Es ist Zeit, die Ernte einzufahren.