Formosa

Formosa von Fotoransky,  Luisa, Pfeiffer,  Erna
„Ein verlorenes Leben“ ist eine berührende und kluge Erzählung, die im Nagaland (nordöstliches Indien) während der ­unruhigen Jahre der Unabhängigkeitsbewegung angesiedelt ist. Der hartnäckige, unerbittliche, widerspenstige Roko wirkt auf seine Freundin Nime so verführerisch, wie es der ­Nationalismus für viele Naga ist. Frauen wie Nime müssen ihr Leben lang für Männer wie Roko warten. Das Ergebnis ist ein ständiges Zuwarten, das wenig Erfreuliches zu bieten hat. In diesm Roman von Easterine Kire wird alles in Schwebe ­gehalten, außer die Opfer und die Schmerzen, die im Namen einer größeren Zukunft eingefordert werden. Die Autorin braucht nur ein paar Szenen und Gesprächsfetzen niederzuschreiben und schon enthüllt und enträtselt sich, was es heißt, in politisch schwierigen Zeiten zu leben. Easterine Kire beschreibt Naga-Leben mit bewundernswerter Genauigkeit.
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *

Frauen, Tauben, Falken, Raben …

Frauen, Tauben, Falken, Raben … von Fialik,  Maria
Zahlreiche unveröffentlichte Materialien ermöglichen neue, durchaus überraschende Sichtweisen auf das Leben und Werk des Künstlers und seine Ära. „Frauen, Tauben, Falken, Raben ...“, so brachte Padhi Frieberger (1931–2016) sein Leben und Werk in einem bisher unveröffentlichten Gespräch mit Maria Fialik auf den Punkt. Die Autorin begibt sich nach Friebergers Tod auf Spurensuche, um einem der wichtigsten Vertreter der Avantgarde nach 1945 ein Denkmal zu setzen. Im vorliegenden Band beleuchtet sie jenes politische, soziale und kulturelle Szenario, in dem der Künstler eine mehr und mehr philosophische Entwicklung nahm. Nicht nur Padhi Frieberger selbst kommt mit einem Interview aus dem Jahr 1995 ausführlich zu Wort, sondern auch viele seiner Weggefährtinnen und -gefährten, wie Monika Stanke, Elsa Olivia Urbach und Christine Gironcoli, Kuno Knöbl, Gerhard Kubik oder Nikolaus Lehner, deren Erinnerungen einmal mehr die Bedeutung Padhi Friebergers als Katalysator in einer Zeit des Aufbruchs mit geradezu „unösterreichischen Hoffnungen und Erwartungen“ manifestieren.
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *

Jenseits der Kulturwissenschaften

Jenseits der Kulturwissenschaften von Horak,  Roman
Der vorliegende Band versammelt Aufsätze, die versuchen, den Aspekt des Politischen in der Artikulation mit den Momenten des Kulturellen nicht vergessen zu lassen. Nach der heftigen Hausse, die der Begriff Kultur in den letzten anderthalb Jahrzehnten erlebt hat, scheint sich die Aufregung um ihn nun etwas gelegt zu haben. Gewiss, in Politik und Feuilleton wird der Terminus der Leitkultur häufig bemüht, und von (je nach Standpunkt: europäischen oder christlichen) Werten ist in diesem Zusammenhang gerne die Rede. Die deutsche Kulturwissenschaft/en, kritisch, wie sie sich auch gerne verstehen mag, aber ist dort angelangt, wo sie eigentlich immer schon war, im sicheren Hafen der Welt des feinen Geistes. „Kultur“, meist wird nebenbei der Bedeutungsgehalt des Begriffes offen gelassen, firmiert nicht selten als Substitut für „Politik“ oder „Gesellschaft“. Eine solche Zugangsweise dient aber weder einer Klärung der Frage, was denn unter „Kultur“ recht eigentlich zu verstehen wäre, noch kann sie zur einer historisch-praktischen, aber auch diskursiven Verortung kultureller Praxen, Artefakte, Haltungen etc. etwas beitragen. Die Aufsätze dieses Bandes verbindet, so kann man nur hoffen, das Bemühen, die Politik der Kultur und die Kultur der Politik nicht aus den Augen zu verlieren.
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *

offen lernen

offen lernen von Czejkowska,  Agnieszka, Feichter,  Helene, Hummel,  Sandra, Strausz,  Klara
Spätestens seit den 1970er-Jahren ist einer der kritischen Diskursstränge um Schule von der Ansicht geprägt, dass Schüler_innen nicht mehr zugemutet werden kann, Inhalte „passiv“ zu konsumieren, wie es etwa beim sogenannten Frontalunterricht oder Teaching to the Test passiert. Empirische Studien zeigen, dass diese Art des Unterrichts den Schüler_innen vielfach Neugierde und Motivation nimmt. Offenes Lernen scheint eine adäquate Antwort auf diese Herausforderungen zu sein. Inzwischen mehren sich jedoch pädagogische Positionen, die zu bedenken geben, dass diese Form des Lernens doch nicht so wirksam sei, wie erhofft. Obgleich hier die Schüler_innen stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken, wird diesem Format u.a. vorgeworfen, die Lernenden bleiben sich selbst überlassen. Der vorliegende Band widmet sich den skizzierten Problemlagen und benennt aus der Praxis gewonnene Bedingungsfaktoren für Unterrichtsformate, die eine kindorientierte Gestaltung des Unterrichts unterstützen. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven von Lehrer_innen, Schüler_innen und Eltern berücksichtigt. Schließlich runden ausgewählte Beispiele der Unterrichtsgestaltung sowie konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für Lehr-Lernsettings die auf Praxisforschung basierende Gesamtanalyse ab.
Aktualisiert: 2019-01-23
> findR *

Das Vermächtnis der Eugenie

Das Vermächtnis der Eugenie von Schwarzwald,  Eugenie, Streibel,  Robert
Dieser Band versammelt erstmals alle Feuilletons der ­großen Pädgogin Eugenie Schwarzwald (1872-1940). Eugenie Schwarzwald hat eine Pädagogik der Praxis ­gepflegt, sie hat im Wien um 1900 Schulen gegründet und war einer der ersten, die Mädchen die Voraussetzungen für ein Studium an der Universität ermöglichten. In einer Zeit, als in der Schule militärischer Drill und der Rohrstock ­regierten, hat Sie ihre Schülerinnen und Schüler als Menschen gesehen. Sie hat Geld gesammelt, um Kinder während des Ersten Weltkrieges und danach aufs Land schicken zu können, sie hat Sommerheime gegründet, das Hotel „Seeblick“ am Grundlsee als Erholungsheim für geistige Arbeiter betrieben, internationale Netzwerke gepflegt, Künstler und Künstlerinnen gefördert und unzählige Initiativen von Antialkoholikern bis zu Tierfreunden begründet. Ihr Vermächtnis sind ihre Feuilletons, die sie zwischen 1908 und 1938 geschrieben hat. Mehr als 300 hat sie verfasst. Sie schrieb für die „Neue Freie Presse“, das „Neue Wiener Tagblatt“, die „Bühne“ und die „Vossische Zeitung“. Diese Feuilletons sind ein Credo auf die Menschenliebe. Die kurzen Texte sind Miniaturen aus Wien, literarische Denkmäler für ihre Freunde und Bekannten und Berichte von ihren Reisen durch Europa. Die Bedeutung, die „Fraudoktor“ – wie sie liebevoll genannt wurde – in Wien bis zum Aufkommen der Nationalsozialisten gespielt hat, ist auch daran zu ermessen, dass sie auch als Vorlage für literarischen Figuren diente. Von Robert Musils „Diotima“ im „Mann ohne Eigenschaften“, bis hin zu Frau Doktor Mania in Josef Weinhebers „Gold außer Kurs“ u. a. m. reichen die Beispiele, die hier nachzulesen sind.
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *

Niemand, nirgends

Niemand, nirgends von Tomasevic,  Bosko
„Niemand, nirgends“ ist die Beschreibung einer Landschaft: das historische Pannonien. Der Roman von Boško Tomaševic´ umfasst den gesamten Zeitraum des 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken, die den Menschen seiner Illusionen beraubt und ihn nackt und orientierungslos auf sich selbst zurückgeworfen haben. Sprachmächtig und ausschweifend, episch und eruptiv wird aus dem Inneren Europas berichtet. Der panoramatische Blick zeigt Kriege und Friedensschlüsse, schafft Identität und Fremdheit – und wirft existenzielle Fragen auf: ­Wofür stehen wir und wie können wir uns verantworten, wenn ­unsere einzige Schuld darin besteht, geboren zu sein?
Aktualisiert: 2019-03-14
> findR *

Schriften

Schriften von Bojankin,  Tano, Frank,  Josef, Long,  Christopher, Meder,  Iris, Scott Brown,  Denise
Dieses zweibändige Werk vereint alle veröffentlichten Schriften von Josef Frank (1885–1967) und macht sie zusammen mit vielen der ursprünglichen Illustrationen in einer Gesamtausgabe zugänglich. Mehr als fünf Jahrzehnte, von den 1910er Jahren bis zum Beginn der 1960er Jahre, war Josef Frank einer der Hauptvertreter der Moderne und zugleich einer ihrer schärfsten Kritiker. In seinen vielen Aufsätzen und Artikeln wie in seinem Buch Architektur als Symbol bemühte sich Frank, die Bedeutungsebenen – und die Fehler – der Moderne, die ihr zugrunde liegenden Annahmen und ihre seiner Ansicht nach oftmals fehlgeleiteten Umsetzungen offenzulegen. Vor allem bemühte er sich, für die moderne Gestaltung etwas von der Freiheit zurückzufordern, die sie durch ihre Dogmatisierung verloren hatte. „Tano Bojankin, Christopher Long und Iris Meder fassten alle auffindbaren veröffentlichten Text von Josef Frank in einem zweibändigen Kompendium zusammen und machen das umfangreiche schriftliche Oeuvre des international anerkannten Architekten nun auch einer breiteren Öfentlichkeit zugänglich. Dass das von Peter Duniecki gestaltete Werk auch bibliophile Interessen befriedigt, ist eine geradezu luxuriöse Draufgabe, denn allein die ungebrochene Aktualität von Franks kulturkritischen, oft auch witzigen und bissigen Texten ist wertvolle Stimulans zum klärenden Nachdenken über Architektur.“ Franziska Leeb, Die Presse / Spectrum
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *

Schachteltexte

Schachteltexte von Wiplinger,  Peter P
Seit einiger Zeit macht Peter Paul Wiplinger „Schachteltexte“. Das heißt: Er beschriftet irgendwelche, ihn in ihrer Form ansprechende Schachteln, oft auch von aufgefaltet oder zu einzelnen Schreibflächen zurecht gerissen, mit Texten, die aus seinem Kopf, beginnend an einer Wortquelle, irgendwie, fast ohne Nachdenken, herausrinnen, und die er niederschreibt. Viele aus aktuellem Anlaß. Schachteltexte ist ein eigenartiges, eigenwilliges Buch. Es beinhaltet Abbildungen und Transkriptionen von Autographen, die auf Schachteln und zurechtgeformte Schachtelfragmente geschrieben sind, mit verschieden starken Filzstiften, mit der Füllfeder oder einem Bleistift. Es sind Texte, die ihren Anlaß, ihre Auslösung für ihre Manifestation in dieser Form in aktuellen Ereignissen, in der realen Ereigniswirklichkeit oder in der Erinnerungswirklichkeit haben; oder auch in der Vorstellungsbilderwelt des Autors. Es sind Sätze, Satzfragmente, Wörter, die etwas festhalten, aussprechen oder auch nur andeuten und skizzieren. Die vorhandene begrenzte Schreibfläche und das Schreibwerkzeug bestimmen zusammen mit der Handschrift des Autors die optische Textgestaltung, das Bild des Autographs; zugleich in Bezug auf das Buch natürlich auch die Fotografie des jeweiligen Bilddokuments. Wie Erinnerungsnotizen oder Tagebuchaufzeichnungen sind manche dieser Niederschriften, andere wiederum wie Protokolle einer inneren Befindlichkeit. Nichts steht unter einem erst gar nicht gestellten literarischen Anspruch; erfüllt einen solchen nicht. Alles erscheint wie ein Versuch, etwas noch Vorhandenes textlich zu Papier zu bringen; dies in einer völlig freien Form der Text- und Bildgestaltung. Es ist, als ob es nur mehr darum ginge, ein Lebenszeichen von sich zu geben; dies im Wissen: Am Ende steht das Verstummen. Alles ist anscheinend ohne jeden literarischen Anspruch und schon gar nicht genormt und somit nicht eingeengt durch den Zwang zu irgendwelchen literarischen Zugehörigkeitsformen; alles geschieht spontan und unmittelbar, es verweigert sich jeder konventionellen literarischen Erwartungshaltung. Aber der Autor befreit sich dadurch von dem Text und von den Gedanken sowie von den Bildern, die in ihm sind. Nur die Form der Schachtel, d.h. der vorgegebenen Schreibfläche, bestimmt seine Schreibdramaturgie; ebenso bestimmend ist das Schreibgerät, welches er je nach Schachtelgröße und Schachtelbeschaffenheit wählt, um den Text niederzuschreiben. Alle diese Autographen wurden vom Autor nach künstlerischen Kriterien fotografiert. Die Texte wurden für die Publikation transkribiert und formatiert. Somit wurde eine neue Ganzheit aus Text und Bild geschaffen, in der sich auch sein Ich in seiner Modalität und Identität manifestiert.
Aktualisiert: 2019-01-23
> findR *

Heimat und Toleranz

Heimat und Toleranz von Görner,  Rüdiger
»Der Heimatvertriebene, Entwurzelte, er ist wieder unser unübersehbarer, wenn auch zunehmend in die Rand- oder Untergrundzonen der Städte und Gemeinden verschobene Zeitgenosse. Die Entheimatung greift um sich, die Unsicherheit, die entsteht, wenn man sich mit seiner Umgebung zu identifizieren versucht. Es scheint geboten, gerade in dieser unserer Zeit sich dem schillernden und oft genug völkisch pervertierten Begriff ›Heimat‹ aus verschiedenen Perspektiven zu nähern, sich des Befragenswerten an der ›Heimat‹ neu zu versichern.«
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *

Wem die Osterglocken läuten

Wem die Osterglocken läuten von Gillespie,  Jacqueline
Ostern. Zeit der Auferstehung und der Eiersuche. Trotz Leidensweg Jesu Christi ein Fest der Freude. Nicht so im ­bezaubernden Ort Neiselbach am Fuße des Schneebergs … Noch wird die Messe an diesem verregneten Palmsonntag in aller Beschaulichkeit gefeiert. Nahezu alle sind gekommen, das Schauspiel der bunt geschmückten Palmwedel will sich trotz Wetterkapriolen kaum jemand entgehen lassen. Nur Ferdinand Pöll, der noch nie eine Palmsonntagmesse als ehemaliger Ministrant versäumt hat und überdies ­einen Kirchenchor hat gründen wollen, ist nicht erschienen. ­Verschwunden! Davon ist zumindest sein verzweifelter Zwillingsbruder überzeugt. Bevor der Dorfpolizist Simon Singer jedoch einen Suchtrupp zusammenstellen kann, wird der Verschollene schneller ­gefunden als allen lieb ist. Neben der Kompostgrube am Friedhof, auf das Grab eines Mörders aus den fünfziger ­Jahren drapiert. Mit einem Jagdgewehr erschossen. Und niemand kann sich beim besten Willen vorstellen, ­wer der Täter gewesen sein könnte oder gar aus welchem Grund. Denn Ferdinand Pöll war ein überaus angenehmer Mensch gewesen.
Aktualisiert: 2018-07-19
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Oben: Publikationen von Löcker

Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei Löcker was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. Löcker hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben Löcker

Im Weiteren finden Sie Publikationen auf band-findr-de auch von folgenden Verlagen und Editionen:

Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Löcker

Wie die oben genannten Verlage legt auch Löcker besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben