Aktualisiert: 2023-07-02
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Aktualisiert: 2023-07-02
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Aktualisiert: 2023-07-02
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Aktualisiert: 2023-07-02
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Das Wort ,Wissenschafter‘ erscheint im Druck erstmals vor etwa 400 Jahren. Theologen setzten es in herabwürdigender Tonart ein, doch andere Autoren verwendeten es anerkennend. Für unfreundliche oder ironische Töne entstanden Varianten. Lexikographen des 19. Jahrhunderts waren sich einig, dass ,Wissenschafter‘ das wohlwollende Wort sei, ,Wissenschaftler‘ das abfällige für Stümper. Zahllose Autoren entsprachen dem, doch manche erlernten die Differenz nicht.
Im 20. Jahrhundert entsteht eine Spaltung des Wortgebrauchs. Während die Schweiz und Österreich die Unterscheidung bewahren, verschwindet in der Bundesrepublik und in der DDR die freundlichere zu Gunsten der abfälligen Bezeichnung. Bekannte Wörterbücher führen sie als nicht zu beanstanden auf. Varianten werden als alpine Absonderlichkeit weggeschoben. Vielerlei spricht dafür, dass der „reichsdeutsche“ Ausdruck eines jener Wörter darstellt, welche Dolf Sternberger im ‚Wörterbuch des Unmenschen‘ „Trümmerstücke“ nennt, die nach der NS-Gewaltherrschaft im Wortschatz steckenblieben.
Aktualisiert: 2023-02-21
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Autor: Dr. Horst Gundlach, 258 Seiten Festeinband mit 160 Fotos und Abbildungen. Auflage 2014.
INHALT:
Zum Geleit
Das Jahr 1945
Bad Sachsa zwischen Hoffen und Bangen
Berichte des Polizeipostens Walkenried
Tödliche Schüsse, Mord und Raub an der Demarkationslinie
Auf dem Weg in die Heimat getötet
Strittiger Grenzverlauf im Bereich Kutzhütte
Zeittafel 1945
Das Jahr 1946
Juliushütte und Wiedigshof
Aus den Akten des Landespolizeipostens Walkenried 1946
Durch Eindringen Feindesmacht in der Wohnung erschossen
Zeittafel 1946
Die Jahre 1947 bis 1949
Die Aufstellung der Grenzpolizei des Landes Thüringen
Die britische Überwachung der Demarkationslinie
Mord an einem Grenzgänger in Zorge
Abenteuerlust
Bittbrief an die Polizeistation Walkenried
Bericht des Polizeipostens Walkenried 1947
Behinderung bei der Rückreise
Grenzdienst in Tettenborn
Walkenried 1948
Die Währungsreform
Der Zoll an der Demarkationslinie im Südharz
Kautabak als Tauschware
20-jähriger Ellricher von Grenzpolizisten erschossen
Festnahme durch russische Grenzposten
Zeittafel 1947 bis 1949
Die Jahre 1950 bis 1952
Zwischenfall in der Kutzhütte
Das Verhältnis zwischen Grenzpolizisten und Grenzgängern
Der Weg nach Nordhausen
Besondere Vorkommnisse im Bereich der Grenzbereitschaft 5
Wanderer zwischen zwei Welten
Tödlicher Schuss auf einen Grenzgänger
Die Sperrzone
Schlagbaum blieb geschlossen
Die Aktion „Ungeziefer“
Flucht aus der Sowjetzone
Räumung in Beneckenstein
Bericht eines Flüchtlings
Das Leben in der Sperrzone
Zeittafel 1950 bis 1952
Die Jahre 1953 bis 1960
Die Deutsche Grenzpolizei im Gebiet des Südharzes
Beschwerdebrief an den Kommandeur der 3. GB Nordhausen
Himbeeren von der Grenze
Auf direktem Weg nach drüben
Aus den Berichten des Zollgrenzdienstes 1957/58
Naivität oder. ?
Zerstörung des gerade aufgebauten Grenzzaunes
an der Straße Neuhof-Kutzhütte
Wieder Massenflucht in die Freiheit
Zur Beerdigung nach Branderode
16 Rinder passierten die Zonengrenze
Vom Bürostuhl auf den Melkschemel
Der Zollgrenzdienst berichtete 1960
Zeittafel 1953 bis 1960
Die Jahre 1961 bis 1970
Der Ausbau der sowjetzonalen Grenzsicherung im Südharz
Aus den Berichten des Zollgrenzdienstes 1960 bis 1963
Geglückte Fluchten
Zwei Familien fliehen gleichzeitig aus dem Sperrgebiet
Irrtümliche Grenzverletzung
Aktion „Kornblume“
Verletzungen durch Bodenminen
Grenzprovokation
Tod einer DDR-Flüchtigen
Der Grenzzolldienst berichtete über Ereignisse von 1965 bis 1969
Neue Unterkünfte für die Grenzkompanien
Weitere erfolgreiche Fluchten in den Westen
Vater holte seine Familie aus der DDR
Flucht ohne Fährnisse
Aus der Zone geflüchtet
Zwei kamen in Uniform
Zwei Lehrlingen gelang die Flucht
Bau des Kfz-Sperrgrabens
Güterzug verunglückte bei Einfahrt in die DDR
Der kalte Krieg an der Grenze
Zeittafel 1961 bis 1970
Die Jahre 1971 bis 1980
Ein Schuss vom B-Turm Mackenrode
Rettung aus dem Minenfeld
Der grenznahe Reiseverkehr
Unverletzt durch die Minensperren
Zwei junge Männer aus Bleicherode gelangten in den Westen
Flucht mit dem Flugzeug
Im Eisenbahnwagen versteckt von Rumänien nach dem Westen
Zwischenfall an der Grenze
Fahnenflucht eines Gefreiten der Grenztruppen
Zeittafel 1971 bis 1980
Die Jahre 1981 bis 1990
Flucht aus Ellrich
Minenexplosion verletzt Offizier der Grenztruppen
Fluchtversuch im betrunkenen Zustand
Von Frankfurt/Oder nach Walkenried-Wiedigshof
Gelungene Flucht bei Ellrich
Eine stumme Begegnung
Fahnenfluchten im Dezember 1984 und Januar 1985
Die deutsch-deutsche Eiche
Ein Pudel als Grenzverletzer
Fluchtversuch im Bereich der GÜSt Ellrich
Nächtlicher Grenzalarm im Abschnitt der 3. Kompanie
Die bei einer Flucht im Schutzstreifen zu überwindenden Grenzsperren
Gelungene Flucht bei Obersachswerfen
Fahnenflucht eines Unteroffiziers der Minenräumkompanie
Schiedungen
Grenzdurchbruch am Jägerfleck
Todesschuss auf den Kommandeur des 1. Grenzbataillons Klettenberg
Gelungene Flucht im Raum Osterhagen
Flucht eines Grenzsoldaten in Zwinge
Flucht im Raum Bartolfelde
Überwindung der Grenzsperranlagen bei Nacht
Fünftägige Wegstrecke bis zur Grenze im Südharz
Schnapsidee zum Faschingsauftakt
Verfolgung bis zur Grenzlinie
Fahnenflucht eines Soldaten der Rückraumkompanie Mackenrode
Ein später Fluchtversuch
Grenzüberschreitender Faschingsauftakt
Der Befehl zum Öffnen der Grenze an der Straße Ellrich-Zorge
Vor Ort am Grenzübergang Ellrich-Zorge
Zorger hebelt mit Trecker Grenzpfahl aus
Der erste Personenzug nach vielen Jahren
Die Grenzöffnungen im Südharz
Neue Strukturen und das Ende der Grenzsicherung
Abbau der Grenzsperreinrichtungen
Zeittafel 1981 bis 1990
Schlusswort
Der Verfasser dankt daher insbesondere
Genutzte Informationsquellen
Literatur
Fotodokumente
Organisation der Grenzüberwachung der SBZ/DDR zu Niedersachsen
Aktualisiert: 2019-12-20
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Autor: Horst Gundlach, Taschenbuch, 98 Seiten mit 101 Fotos und Abbildungen.
Bis zum Mai 1952 war die Demarkationslinie zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik noch eine quasi offene, wenn auch von östlicher Seite streng bewachte Grenze. Um den Flüchtlingsstrom aus der DDR in den Westen möglichst vollständig zu stoppen, erließ im Auftrag der DDR-Regierung das Ministerium für Staatssicherheit am 27. Mai 1952 die „Polizeiverordnung über die Einführung einer besonderen Ordnung an der Demarkationslinie“. Diese sah die Errichtung einer Sperrzone von fünf Kilometern Tiefe entlang der innerdeutschen Grenze vor und ordnete Verhaltensweisen für die darin lebende Bevölkerung und die Absperrung zum Hinterland an. Die Zufahrtsstraßen und -wege von der Bundesrepublik in die DDR wurden ebenso wie ehemalige Bahnstrecken mit barrikadenähnlichen Verbauen gesperrt.
Einreise in und Ausreise aus der DDR waren nur noch an wenigen offiziellen Grenzübergängen möglich. Der Zugang westdeutscher Landwirte zu ihren Äckern auf DDR-Gebiet sowie der Weg von DDR-Bürgern zu ihren bisherigen Arbeitsplätzen im Westen war von nun an vollständig gesperrt. Politisch unzuverlässige Bewohner des Grenzgebietes wurden zwangsweise in das Hinterland der DDR umgesiedelt. Gleichzeitig begann im Grenzgebiet nahe der Demarkationslinie die Errichtung der ersten Grenzsperranlagen.
Inhalt:
Die Grenzsperren der DDR im Überblick 6
Der 10-m-Kontrollstreifen 8
Der Schutzstreifen 10
Die Sperrzone 11
Der erste Grenzzaun 13
Die hölzernen Beobachtungstürme 14
Erdbeobachtungsunterstände und -bunker 16
Der doppelte Grenzzaun 19
Die Erdminenfelder 20
Der Kraftfahrzeugsperrgraben 30
Der einreihige Metallgitterzaun 31
Die Grenzsäulen der DDR 33
Der Schutzstreifenzaun 37
Die Splittermine SM-70 40
Die Bergetrupps 44
Der Kolonnenweg und der 6-m-Kontrollstreifen 46
Das Grenzmeldenetz 49
Die runden Beobachtungstürme aus Betonfertigteilen 50
Postensignalgeräte 52
Hundesperren und Diensthunde 55
Lichtsperren 59
Gewässersperren 61
Der Grenzsicherungs- und Signalzaun (GSSZ) 63
Neue Beobachtungstürme und Führungsstellen 67
Betonsperrmauern 73
Die Grenztruppen 74
Die Grenzaufklärer 79
Freiwillige Helfer der Grenztruppen (FHG) 82
Die Volkspolizei 83
Die Staatssicherheit 85
Der Abbau der Grenzsperren 88
Umfang und Wirksamkeit der Grenzsperren 93
Genutzte Informationsquellen 96
Schlusswort 9
Aktualisiert: 2019-12-20
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Die Reichstagswahl im September 1930 verwandelte die politische Landschaft des Deutschen Reiches insofern, als der Wähleranteil der NSDAP in die Höhe schoss. Thomas Mann beschloss, mit einer politischen Rede in Berlin für die Bewahrung der Demokratie zu werben. Er erzeugte eine gewaltige Resonanz in Zeitungen und Zeitschriften, da das politische Spektrum von der äußersten Rechten über Konservative, Liberale, Sozialdemokraten bis zur äußersten Linken sich zu Kommentaren herausgefordert sah.
Eine einzige dieser vielen Bewertungen veranlasste Thomas Mann zu einer eingehenden Replik. Ihr Autor, der ihm unbekannte Hamburger Germanist Rudolf Ibel (1900–1965), parierte mit einer eigenen Entgegnung. Die Texte dieser harten Kontroverse werden hier wiedergegeben. Der Anlass der Berlinreise Manns wird dargestellt, kennzeichnende Kommentare werden erläutert. Dem wird eine Biographie Rudolf Ibels beigegeben, den die Germanistik bisher nur als einen der Opponenten Manns zur Kenntnis genommen hat.
Aktualisiert: 2020-07-16
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Es ist bekannt, dass Carl Gustav Jochmann (1789–1830) einen älteren Bruder hatte, Johann Ludwig Jochmann (1785–1814). Wenig ist über ihn bekannt, das Wenige fehlerhaft. Noch weniger ist über die Verbindung zwischen den Brüdern bekannt.
Die parallelen Leben werden quellenmäßig rekonstruiert: Sie besuchen dieselbe Schule in Riga, studieren an verschiedenen deutschen Universitäten in unterschiedlichen Fakultäten und kehren getrennt nach Livland zurück. Der ältere Bruder macht Karriere als Chirurg an der Universität Dorpat, der jüngere wird Rechtskonsulent in Riga. Ob beide in Deutschland oder Livland zueinander Kontakt hatten, geht aus den Quellen nicht hervor. Der Ältere stirbt 1814 in Dorpat, der Jüngere hinterlässt zahlreiche Schriften ohne Erwähnung des Bruders.
Der Lebenslauf des Älteren eröffnet ein Bild der Dorpater Medizinischen Fakultät in den Wirren der Napoleonischen Kriege. Als reizvolle biographische Ergänzung werden Johann Ludwig Jochmanns Aufzeichnungen über eine naturhistorische Reise nach Lappland wiedergegeben.
Aktualisiert: 2020-02-24
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Aktualisiert: 2023-01-28
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Über das Leben des Spätaufklärers Carl Gustav Jochmann (1789-1830) ist wenig bekannt. Er publizierte anonym, Autobiographisches ist unbekannt, sein schriftstellerischer Nachlass ist verschollen. Hier soll Licht auf Abschnitte seines Lebens und Nachlebens geworfen werden. Der Student Jochmann, so wurde posthum berichtet, habe sich als Söldner bei Napoleon verdingt, um mit dessen Armeen Polen wiederherzustellen. Ob und wie das realisierbar gewesen sein mag, untersucht die erste Studie.
Die zweite Studie handelt von dem Testament, das Jochmann im Jahr seines Todes verfasste, bringt eine verbesserte Textfassung und verfolgt mit bisher unbeachtetem Archivmaterial, wie und wo es zur Öffnung des Testaments und zu seiner Exekution kam.
Im Testament hinterließ Jochmann eine stattliche Summe zur Errichtung einer wohltätigen Verpfründungs- und Versorgungsanstalt in Karlsruhe, seinem letzten Wohnort. Wie die dortige Karl Friedrich-, Leopold- und Sophien-Stiftung entstand und welchen Anteil Jochmanns Vermächtnis daran hatte, zeigt die dritte Studie.
Aktualisiert: 2019-02-14
> findR *
Wilhelm Windelband (1848-1915) war Ordinarius der Philosophie im Deutschen Kaiserreich, Haupt der südwestdeutschen Schule des Neukantianismus und einflussreicher Kathederfürst. Dem Neukantianismus wird Gegnerschaft zur Psychologie nachgesagt, und Windelband gilt in der Wissenschaftsgeschichte als jemand, der eine ausgeprägte Abneigung gegen die Psychologie hegte und diese polemisch von sich gab. Die hier erstmalig untersuchte Wirklichkeit sah anders aus. Er setzte sich frühzeitig für die Selbständigkeit der Psychologie ein, arbeitete an einem Buch zur Psychologie und hielt mehr als zwanzig Hauptvorlesungen zur Psychologie. Institutionelle Hintergründe des problematischen Verhältnisses zwischen Philosophie und Psychologie werden untersucht und gezeigt, weshalb Windelband kein Einzelfall in der Geschichte des Faches Philosophie war.
Aktualisiert: 2020-09-16
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Wilhelm Windelband (1848-1915) war Ordinarius der Philosophie im Deutschen Kaiserreich, Haupt der südwestdeutschen Schule des Neukantianismus und einflussreicher Kathederfürst. Dem Neukantianismus wird Gegnerschaft zur Psychologie nachgesagt, und Windelband gilt in der Wissenschaftsgeschichte als jemand, der eine ausgeprägte Abneigung gegen die Psychologie hegte und diese polemisch von sich gab. Die hier erstmalig untersuchte Wirklichkeit sah anders aus. Er setzte sich frühzeitig für die Selbständigkeit der Psychologie ein, arbeitete an einem Buch zur Psychologie und hielt mehr als zwanzig Hauptvorlesungen zur Psychologie. Institutionelle Hintergründe des problematischen Verhältnisses zwischen Philosophie und Psychologie werden untersucht und gezeigt, weshalb Windelband kein Einzelfall in der Geschichte des Faches Philosophie war.
Aktualisiert: 2021-08-19
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Der Spätaufklärer Carl Gustav Jochmann (1789–1830) publizierte zu Lebzeiten nur anonym. Posthum enthüllte ein Freund seinen Namen, mit dem dann seine in der Restaurationszeit politisch verdächtigen Bücher und sein Nachlass verbunden werden konnten. Am Beispiel des Karl Nauwerck, eines Angehörigen der Frankfurter Nationalversammlung, der sich ins politische Exil retten musste, werden erste Spuren seiner Wirkung im Vormärz aufgezeigt.
In der Reaktionszeit verliert sich seine Spur. Am Ende der Weimarer Republik wird Jochmann neu entdeckt. Die drei Außenseiter, die sich mit ihm befassen, Werner Kraft, Wilhelm Kütemeyer und Walter Benjamin, werden politisch verfolgt, fliehen ins Exil oder den Schwarzwald. Erst nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur konnte eine Jochmann-Forschung sich entwickeln. In der DDR wurde Jochmann politisch geachtet, da er dialektisch als prämarxistischer Revolutionsverteidiger dargestellt, andererseits als Verfechter der Freiheit subversiv aufgefasst werden konnte, wie am Beispiel des Berliner Philosophiehistorikers Wolfgang Heise gezeigt wird.
Aktualisiert: 2019-01-08
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Aktualisiert: 2019-01-09
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Wie die aktuelle Diskussion über Konsequenzen neuer Erkenntnisse zur Willensfreiheit für das Strafrecht zeigt, kommt kaum eine Rechtswissenschaft ohne eine Vorstellung von der menschlichen Psyche aus.
Dies gilt in ähnlicher Weise bereits für die Rechtswissenschaft des Zweiten deutschen Kaiserreichs. Fragen der Zurechnung in Straf- und Zivilrecht mussten damals ebenso psychologisch reflektiert werden, wie „Staatskörperkonzeptionen“ im Verfassungsrecht. Hinzu kam damals die Konfrontation mit einer in ihrer Bedeutung wachsenden, wenn auch organisatorisch und methodisch noch unstrukturierten psychologischen Wissenschaft. Der vorliegende Band geht erstmals aus rechts-, psychologie- und medizinhistorischer Sicht der Frage nach, wie das Recht auf diese Herausforderung reagierte. Welche Rolle spielte das psychologische Argument im juristischen Diskurs? Und woher bezog man sein entsprechendes Wissen? Übernahmen die Juristen Versatzstücke aus der fachpsychologischen Diskussion oder folgte man einer selbst erdachten „Laienpsychologie“? Durch eine Kombination themenbezogener und biographisch orientierter Einzelstudien wird diesen Fragen erstmals für die wichtigsten Teilbereiche der Rechtswissenschaft nachgegangen.
Aktualisiert: 2020-11-16
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Aktualisiert: 2023-04-04
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Autor: Horst Gundlach, Taschenbuch, 98 Seiten mit 101 Fotos und Abbildungen.
Bis zum Mai 1952 war die Demarkationslinie zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik noch eine quasi offene, wenn auch von östlicher Seite streng bewachte Grenze. Um den Flüchtlingsstrom aus der DDR in den Westen möglichst vollständig zu stoppen, erließ im Auftrag der DDR-Regierung das Ministerium für Staatssicherheit am 27. Mai 1952 die „Polizeiverordnung über die Einführung einer besonderen Ordnung an der Demarkationslinie“. Diese sah die Errichtung einer Sperrzone von fünf Kilometern Tiefe entlang der innerdeutschen Grenze vor und ordnete Verhaltensweisen für die darin lebende Bevölkerung und die Absperrung zum Hinterland an. Die Zufahrtsstraßen und -wege von der Bundesrepublik in die DDR wurden ebenso wie ehemalige Bahnstrecken mit barrikadenähnlichen Verbauen gesperrt.
Einreise in und Ausreise aus der DDR waren nur noch an wenigen offiziellen Grenzübergängen möglich. Der Zugang westdeutscher Landwirte zu ihren Äckern auf DDR-Gebiet sowie der Weg von DDR-Bürgern zu ihren bisherigen Arbeitsplätzen im Westen war von nun an vollständig gesperrt. Politisch unzuverlässige Bewohner des Grenzgebietes wurden zwangsweise in das Hinterland der DDR umgesiedelt. Gleichzeitig begann im Grenzgebiet nahe der Demarkationslinie die Errichtung der ersten Grenzsperranlagen.
Inhalt:
Die Grenzsperren der DDR im Überblick 6
Der 10-m-Kontrollstreifen 8
Der Schutzstreifen 10
Die Sperrzone 11
Der erste Grenzzaun 13
Die hölzernen Beobachtungstürme 14
Erdbeobachtungsunterstände und -bunker 16
Der doppelte Grenzzaun 19
Die Erdminenfelder 20
Der Kraftfahrzeugsperrgraben 30
Der einreihige Metallgitterzaun 31
Die Grenzsäulen der DDR 33
Der Schutzstreifenzaun 37
Die Splittermine SM-70 40
Die Bergetrupps 44
Der Kolonnenweg und der 6-m-Kontrollstreifen 46
Das Grenzmeldenetz 49
Die runden Beobachtungstürme aus Betonfertigteilen 50
Postensignalgeräte 52
Hundesperren und Diensthunde 55
Lichtsperren 59
Gewässersperren 61
Der Grenzsicherungs- und Signalzaun (GSSZ) 63
Neue Beobachtungstürme und Führungsstellen 67
Betonsperrmauern 73
Die Grenztruppen 74
Die Grenzaufklärer 79
Freiwillige Helfer der Grenztruppen (FHG) 82
Die Volkspolizei 83
Die Staatssicherheit 85
Der Abbau der Grenzsperren 88
Umfang und Wirksamkeit der Grenzsperren 93
Genutzte Informationsquellen 96
Schlusswort 9
Aktualisiert: 2023-03-14
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Aktualisiert: 2023-01-16
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Autor: Dr. Horst Gundlach, 258 Seiten Festeinband mit 160 Fotos und Abbildungen. Auflage 2014.
INHALT:
Zum Geleit
Das Jahr 1945
Bad Sachsa zwischen Hoffen und Bangen
Berichte des Polizeipostens Walkenried
Tödliche Schüsse, Mord und Raub an der Demarkationslinie
Auf dem Weg in die Heimat getötet
Strittiger Grenzverlauf im Bereich Kutzhütte
Zeittafel 1945
Das Jahr 1946
Juliushütte und Wiedigshof
Aus den Akten des Landespolizeipostens Walkenried 1946
Durch Eindringen Feindesmacht in der Wohnung erschossen
Zeittafel 1946
Die Jahre 1947 bis 1949
Die Aufstellung der Grenzpolizei des Landes Thüringen
Die britische Überwachung der Demarkationslinie
Mord an einem Grenzgänger in Zorge
Abenteuerlust
Bittbrief an die Polizeistation Walkenried
Bericht des Polizeipostens Walkenried 1947
Behinderung bei der Rückreise
Grenzdienst in Tettenborn
Walkenried 1948
Die Währungsreform
Der Zoll an der Demarkationslinie im Südharz
Kautabak als Tauschware
20-jähriger Ellricher von Grenzpolizisten erschossen
Festnahme durch russische Grenzposten
Zeittafel 1947 bis 1949
Die Jahre 1950 bis 1952
Zwischenfall in der Kutzhütte
Das Verhältnis zwischen Grenzpolizisten und Grenzgängern
Der Weg nach Nordhausen
Besondere Vorkommnisse im Bereich der Grenzbereitschaft 5
Wanderer zwischen zwei Welten
Tödlicher Schuss auf einen Grenzgänger
Die Sperrzone
Schlagbaum blieb geschlossen
Die Aktion „Ungeziefer“
Flucht aus der Sowjetzone
Räumung in Beneckenstein
Bericht eines Flüchtlings
Das Leben in der Sperrzone
Zeittafel 1950 bis 1952
Die Jahre 1953 bis 1960
Die Deutsche Grenzpolizei im Gebiet des Südharzes
Beschwerdebrief an den Kommandeur der 3. GB Nordhausen
Himbeeren von der Grenze
Auf direktem Weg nach drüben
Aus den Berichten des Zollgrenzdienstes 1957/58
Naivität oder. ?
Zerstörung des gerade aufgebauten Grenzzaunes
an der Straße Neuhof-Kutzhütte
Wieder Massenflucht in die Freiheit
Zur Beerdigung nach Branderode
16 Rinder passierten die Zonengrenze
Vom Bürostuhl auf den Melkschemel
Der Zollgrenzdienst berichtete 1960
Zeittafel 1953 bis 1960
Die Jahre 1961 bis 1970
Der Ausbau der sowjetzonalen Grenzsicherung im Südharz
Aus den Berichten des Zollgrenzdienstes 1960 bis 1963
Geglückte Fluchten
Zwei Familien fliehen gleichzeitig aus dem Sperrgebiet
Irrtümliche Grenzverletzung
Aktion „Kornblume“
Verletzungen durch Bodenminen
Grenzprovokation
Tod einer DDR-Flüchtigen
Der Grenzzolldienst berichtete über Ereignisse von 1965 bis 1969
Neue Unterkünfte für die Grenzkompanien
Weitere erfolgreiche Fluchten in den Westen
Vater holte seine Familie aus der DDR
Flucht ohne Fährnisse
Aus der Zone geflüchtet
Zwei kamen in Uniform
Zwei Lehrlingen gelang die Flucht
Bau des Kfz-Sperrgrabens
Güterzug verunglückte bei Einfahrt in die DDR
Der kalte Krieg an der Grenze
Zeittafel 1961 bis 1970
Die Jahre 1971 bis 1980
Ein Schuss vom B-Turm Mackenrode
Rettung aus dem Minenfeld
Der grenznahe Reiseverkehr
Unverletzt durch die Minensperren
Zwei junge Männer aus Bleicherode gelangten in den Westen
Flucht mit dem Flugzeug
Im Eisenbahnwagen versteckt von Rumänien nach dem Westen
Zwischenfall an der Grenze
Fahnenflucht eines Gefreiten der Grenztruppen
Zeittafel 1971 bis 1980
Die Jahre 1981 bis 1990
Flucht aus Ellrich
Minenexplosion verletzt Offizier der Grenztruppen
Fluchtversuch im betrunkenen Zustand
Von Frankfurt/Oder nach Walkenried-Wiedigshof
Gelungene Flucht bei Ellrich
Eine stumme Begegnung
Fahnenfluchten im Dezember 1984 und Januar 1985
Die deutsch-deutsche Eiche
Ein Pudel als Grenzverletzer
Fluchtversuch im Bereich der GÜSt Ellrich
Nächtlicher Grenzalarm im Abschnitt der 3. Kompanie
Die bei einer Flucht im Schutzstreifen zu überwindenden Grenzsperren
Gelungene Flucht bei Obersachswerfen
Fahnenflucht eines Unteroffiziers der Minenräumkompanie
Schiedungen
Grenzdurchbruch am Jägerfleck
Todesschuss auf den Kommandeur des 1. Grenzbataillons Klettenberg
Gelungene Flucht im Raum Osterhagen
Flucht eines Grenzsoldaten in Zwinge
Flucht im Raum Bartolfelde
Überwindung der Grenzsperranlagen bei Nacht
Fünftägige Wegstrecke bis zur Grenze im Südharz
Schnapsidee zum Faschingsauftakt
Verfolgung bis zur Grenzlinie
Fahnenflucht eines Soldaten der Rückraumkompanie Mackenrode
Ein später Fluchtversuch
Grenzüberschreitender Faschingsauftakt
Der Befehl zum Öffnen der Grenze an der Straße Ellrich-Zorge
Vor Ort am Grenzübergang Ellrich-Zorge
Zorger hebelt mit Trecker Grenzpfahl aus
Der erste Personenzug nach vielen Jahren
Die Grenzöffnungen im Südharz
Neue Strukturen und das Ende der Grenzsicherung
Abbau der Grenzsperreinrichtungen
Zeittafel 1981 bis 1990
Schlusswort
Der Verfasser dankt daher insbesondere
Genutzte Informationsquellen
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Fotodokumente
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Aktualisiert: 2023-03-14
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