"Wahre Lehre" ("Alethes Logos") heißt das Werk des Kelsos, eines platonischen Philosophen des 2. Jahrhunderts, der im Namen der klassischen Überlieferung das Christentum als eine gefährliche Erscheinung in der Gesellschaft bekämpfen will. Mit erstaunlich genauen Kenntnissen über die Evangelien und die christliche Botschaft, aber auch über die verschiedenen Gruppen, die nicht zur "großen Kirche" gehören, verfolgt Kelsos sein Ziel, den Inhalt des christlichen Glaubens als absurd darzustellen und die Christen zur Integration in die Gesellschaft zu bewegen. Der Text zeigt exemplarisch die Reaktion eines gebildeten Heiden gegenüber dem Phänomen des sich ausbreitenden Christentums. Viele der Themen des Werkes haben bis heute nichts von ihrer Aktualität und Dringlichkeit verloren, indem sie wesentliche Aspekte des Glaubens berühren (Menschwerdung Gottes, Auferstehungsglaube, Stellung des Menschen in der Welt usw.). Mit dem ersten detaillierten Kommentar zur "Wahren Lehre" hilft Horacio E. Lona, das Werk des Kelsos zu verstehen, und ordnet es in den Kontext der geistigen Auseinandersetzung von Antike und Christentum ein. Ein unverzichtbarer Kommentar für Theologen, Philosophen, Historiker sowie alle, die sich für die Geschichte und Entwicklung des frühen Christentums interessieren.
Aktualisiert: 2023-06-08
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Philosophen galten während der römischen Kaiserzeit als Experten der ars vitae. Sie waren einflußreiche Ratgeber und Kritiker, Lehrer und Seelsorger. Insbesondere ihr lebenspraktisches Wissen war gefragt. Seit der Mitte des 2. Jahrhunderts füllten nicht nur Heiden diese Rolle aus, sondern in zunehmendem Maße auch Christen. Diese beherrschten die traditionellen kulturellen Praktiken, die sie zugleich nutzten, um ein alternatives Gelehrtenmilieu zu etablieren. Warum dies heidnische Philosophen provozierte und welche Strategien ein Platoniker wie Celsus entwickelte, um die ungeliebten Konkurrenten aus der Bildungselite auszugrenzen, wird in diesem Buch dargelegt. Katrin Pietzner veranschaulicht, wie christliche Experten gerade durch das Etikett der Unbildung und sozialen Inferiorität herausgefordert und in der Rolle des Intellektuellen wirksam wurden.
Aktualisiert: 2022-12-22
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Die Synthese aus antiker Philosophie und Christentum – ›Athen‹ und ›Jerusalem‹ – gilt seit jeher als eine identitätstiftende Besonderheit der abendländischen Kultur. Dieser Vorstellung stehen jedoch die Konfrontationen zwischen Philosophie und Christentum in der Spätantike (Kelsos, Porphyrios und Julian Apostata) und in der Neuzeit, insbesondere in der Aufklärung, entgegen. Ihre vergleichende Analyse macht die Zäsuren sichtbar, die das Christentum in der Geschichte der Welt- und Menschenbilder gesetzt hat. Gerade in grundlegenden Fragen der Ethik, Anthropologie und Metaphysik erweist sich jene Vorstellung einer ›abendländischen Synthese‹ als unzutreffend.
The synthesis of classical philosophy and Christianity, Athens and Jerusalem, has always been seen as a special characteristic which defines the identity of Western culture. However the confrontations between philosophy and Christianity in late antiquity (Celsus, Porphyry and Julian the Apostate) and in the modern era, in particular during the Enlightenment, conflicted with this idea. A comparative analysis of these shows the turning points brought about by Christianity in the history of philosophy and concepts of man. It is especially in fundamental questions of ethics, anthropology and metaphysics that the concept of an »occidental synthesis» is shown to be incorrect.
Aktualisiert: 2023-03-14
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Die ursprüngliche Reflexionsform des Christlichen Hypostasenmysteriums behauptet sich durch anastasis. In der 'Analogie des Glaubens' wird sie mit der 'Theologie Jesu' vorgestellt und mit Voraussetzungen und Einsichten philosophischer Begründung erörtert: met' alethous logou.
Aktualisiert: 2019-01-08
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The synthesis of classical philosophy and Christianity, Athens and Jerusalem, has always been seen as a special characteristic which defines the identity of Western culture. However the confrontations between philosophy and Christianity in late antiquity (Celsus, Porphyry and Julian the Apostate) and in the modern era, in particular during the Enlightenment, conflicted with this idea. A comparative analysis of these shows the turning points brought about by Christianity in the history of philosophy and concepts of man. It is especially in fundamental questions of ethics, anthropology and metaphysics that the concept of an »occidental synthesis» is shown to be incorrect.
Aktualisiert: 2023-03-14
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Der um 200 nach Christus entstandene Wahre Logos des Mittelplatonikers Kelsos ist das älteste in größerem Umfang erhaltene Werk eines paganen Philosophen, das sich speziell mit dem Christentum auseinandersetzt. Da der Text nur in Fragmenten innerhalb der acht Bücher des Origenes Gegen Kelsos überliefert ist, stellt sich die Frage nach seiner ursprünglichen Struktur. Keiner der zahlreichen Antwortversuche von Editoren und Interpreten des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte sich durchsetzen; die Frage ist bis heute offen.
Die vorliegende Studie stellt einen neuen Versuch dar, die ursprüngliche Anordnung des Textes zu ermitteln. Anhand einer detaillierten Analyse kann gezeigt werden: Der Wahre Logos weist eine genau durchdachte Disposition auf. Er lässt sich in dreifacher Weise gliedern: erstens entsprechend den Teilen einer antiken Rede, zweitens nach dem Vorbild einer gestuften Mysterieneinführung, drittens nach der antiken Aufteilung der Philosophie in die Bereiche Logik, Ethik, Physik und Epoptik/Theologie.
Die Ergebnisse der Strukturanalyse machen deutlich, welche Ziele Kelsos mit seiner Schrift verfolgt: einerseits die jüdisch-christliche Lehre ad absurdum zu führen, andererseits diejenigen Christen, die sich von ihm anleiten lassen, auf eine seiner Meinung nach wahre Gotteserkenntnis vorzubereiten und zur Loyalität gegenüber dem römischen Kaiser zu bewegen.
Aktualisiert: 2023-04-14
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Philosophen galten während der römischen Kaiserzeit als Experten der ars vitae. Sie waren einflußreiche Ratgeber und Kritiker, Lehrer und Seelsorger. Insbesondere ihr lebenspraktisches Wissen war gefragt. Seit der Mitte des 2. Jahrhunderts füllten nicht nur Heiden diese Rolle aus, sondern in zunehmendem Maße auch Christen. Diese beherrschten die traditionellen kulturellen Praktiken, die sie zugleich nutzten, um ein alternatives Gelehrtenmilieu zu etablieren. Warum dies heidnische Philosophen provozierte und welche Strategien ein Platoniker wie Celsus entwickelte, um die ungeliebten Konkurrenten aus der Bildungselite auszugrenzen, wird in diesem Buch dargelegt. Katrin Pietzner veranschaulicht, wie christliche Experten gerade durch das Etikett der Unbildung und sozialen Inferiorität herausgefordert und in der Rolle des Intellektuellen wirksam wurden.
Aktualisiert: 2022-12-22
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"Wahre Lehre" ("Alethes Logos") heißt das Werk des Kelsos, eines platonischen Philosophen des 2. Jahrhunderts, der im Namen der klassischen Überlieferung das Christentum als eine gefährliche Erscheinung in der Gesellschaft bekämpfen will. Mit erstaunlich genauen Kenntnissen über die Evangelien und die christliche Botschaft, aber auch über die verschiedenen Gruppen, die nicht zur "großen Kirche" gehören, verfolgt Kelsos sein Ziel, den Inhalt des christlichen Glaubens als absurd darzustellen und die Christen zur Integration in die Gesellschaft zu bewegen. Der Text zeigt exemplarisch die Reaktion eines gebildeten Heiden gegenüber dem Phänomen des sich ausbreitenden Christentums. Viele der Themen des Werkes haben bis heute nichts von ihrer Aktualität und Dringlichkeit verloren, indem sie wesentliche Aspekte des Glaubens berühren (Menschwerdung Gottes, Auferstehungsglaube, Stellung des Menschen in der Welt usw.). Mit dem ersten detaillierten Kommentar zur "Wahren Lehre" hilft Horacio E. Lona, das Werk des Kelsos zu verstehen, und ordnet es in den Kontext der geistigen Auseinandersetzung von Antike und Christentum ein. Ein unverzichtbarer Kommentar für Theologen, Philosophen, Historiker sowie alle, die sich für die Geschichte und Entwicklung des frühen Christentums interessieren.
Aktualisiert: 2018-07-06
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