Tribunal

Tribunal von Georgi,  André
Jasna Brandič, Topermittlerin des Tribunals in Den Haag, überlebt als Einzige ein brutales Attentat auf ihren Kronzeugen. Ohne diesen droht das Verfahren gegen den Massenmörder Kovać endgültig zu scheitern. Da erreicht Jasna die Nachricht, dass ein international gesuchter Kriegsverbrecher bereit ist, gegen Kovać auszusagen – vorausgesetzt, sie ...
Aktualisiert: 2019-04-11
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Die Negersklaven

Die Negersklaven von Georgi,  André, Köhler,  Sigrid G., Kotzebue,  August von
William besucht seinen Bruder John, der auf Jamaika eine Sklavenplantage besitzt, und wird Zeuge der Grausamkeiten der Sklaverei: Die Sklavin Ada kann ihren Mann, von dem sie seit ihrer Gefangennahme in Afrika getrennt ist, nicht vergessen. Und der alte Ayos hat sich freiwillig in die Sklaverei begeben, um seinen verschleppten Sohn wiederzufinden. Die beiden Brüder geraten über die Frage der Sklaverei in einen immer weiter eskalierenden Konflikt: Während William den Sklaven beisteht und für deren Freiheit plädiert, wird John immer brutaler: Er zwingt Ada dazu, seine Mätresse zu werden – andernfalls will er ihren wiedergefundenen Mann töten lassen. Ada fleht ihren Mann an, sie zu töten, um ihr die Entscheidung zu ersparen. August von Kotzebue (1761–1819) hat zwei verschiedene Enden seines Dramas Die Negersklaven (1796) geschrieben: Ein tragisches, in dem Adas Mann erst Ada und anschließend sich selbst tötet. Und als Konzession an den Publikumsgeschmack ein versöhnliches, in dem William Ada freikauft. Das deutsche Publikum tat sich mit den grausamen Szenen des Stückes schwer. Im stärker kolonial geprägten europäischen Ausland, insbesondere in Großbritannien, wurden Die Negersklaven zu einem großen Publikumserfolg. Mit Die Negersklaven nahm Kotzebue somit – stärker als jeder andere deutsche Autor seiner Zeit – unmittelbaren Einfluss auf die Abolitionismus-Debatte um die Abschaffung der Sklaverei.
Aktualisiert: 2019-04-11
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Toni

Toni von Georgi,  André, Koerner,  Theodor
Ein halbes Jahr nachdem Heinrich von Kleists Die Verlobung in St. Domingo erschienen war, adaptierte Theodor Körner (1791–1813) die Erzählung für das Theater. Toni (1812) wurde im Wiener Burgtheater zu einem großen Publikumserfolg – ein Erfolg, den Kleists eigene Stücke zu dessen Lebzeiten nie hatten. Und auch Goethe ließ das heute vergessene Stück in Weimar höchst erfolgreich aufführen. Das Nachwort rekonstruiert die Veränderungen, die Theodor Körner an der Vorlage von Kleist vornahm, und die für den Bühnenerfolg ausschlaggebend waren. Und es stellt Toni in den Zusammenhang einer Reihe von deutschsprachigen Stücken über die Sklaverei, zu der Carl Anton Gruber von Grubenfels’ Die Negersklaven (1790), Karl von Reitzensteins Negersklaven (1794) und August von Kotzebues Die Negersklaven (1796) gehören. Toni ist das letzte deutsche Stück dieses Genres, in dem sich revolutionäres Freiheitspathos, Mitleidsethik und der spätaufklärerische Diskurs über die Alterität der Rassen kreuzen.
Aktualisiert: 2019-02-07
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Die Negersklaven

Die Negersklaven von Georgi,  André, Gruber von Grubenfels,  Carl Anton
Lord Stufford reist inkognito aus London auf seine Zuckerrohrplantage nach Übersee, um die dortigen Zustände zu inspizieren. Denn die schlimmsten Grausamkeiten sind ihm zu Ohren gekommen: Barington, der tyrannische Vorsteher der Plantage, behandelt die dort arbeitenden Sklaven wie Vieh. Stufford – und mit ihm das Publikum – erlebt hautnah die unmenschlichen Bedingungen mit, unter denen die Sklaven auf der Plantage leben müssen. Als eine junge Sklavin Zuckerrohr stiehlt, um ihren kleinen Bruder vor dem Verhungern zu retten, eskaliert die Situation: Barington verhängt die Todesstrafe. Stufford gelingt es schließlich, die Sklavin, ihren Bruder und ihren Vater vor der Willkür Baringtons zu retten. Die Negersklaven von Carl Anton Gruber von Grubenfels (1760–1840) erschien 1790 auf dem Höhepunkt der international geführten Abolitionismus-Diskussion um die Abschaffung der Sklaverei. Das Stück kontrastiert den christlichen Humanismus und die Mitleidsethik Stuffords mit dem zutiefst grausamen kapitalistischen Utilitarismus Baringtons – ein Wertekonflikt, der weitaus schwieriger zu lösen ist, als die Abolitionisten vermeinen. Die Negersklaven ist ein äußerst spannendes Stück moralischen Theaters im besten Sinne.
Aktualisiert: 2019-02-07
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Der Vielwisser

Der Vielwisser von Georgi,  André, Košenina,  Alexander, Kotzebue,  August von
Junge Männer, die gelehrt statt vernünftig von der Universität heimkehren, sind ein beliebter Komödienstoff. Ludvig Holbergs Lateinisch parlierender Erasmus Montanus oder Rasmus Berg (1731) steht am Beginn, Kotzebues Der Vielwisser (1817) am Ende einer Tradition, die Bildung zu einer neuen Religion erhebt, vor lächerlicher Verbildung und Nutzlosigkeit aber nicht schützen kann. Wilhelm Waiblinger notiert 1822 in sein Tagebuch: »Der junge Gelehrte von Lessing ist dasselbe was Kotzebues Vielwisser, wiewohl ich letztern weit vorziehen möchte.« Kotzebue beschränkt sich gegenüber Holberg und Lessing nicht auf eine Gelehrtensatire, sondern karikiert zusätzlich noch eine provinzielle Theatergesellschaft. Zur Rückkehr des verlorenen Sohnes möchte diese ein Festspiel aufführen. Die Truppe besteht allerdings nur aus Krach (Heldenrolle), Rumpel (Prima Donna) und Dreipfennig (Direktor), flankiert von Knallsilber (Feuerwerker) und Fiddel (Tanzmeister). Kotzebue gelingt so in einem launigen Stück ein Doppelschlag gegen weltfremde Gelehrsamkeit und dilettantische Schauspielkunst.
Aktualisiert: 2019-01-03
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Hugo Grotius

Hugo Grotius von Georgi,  André, Kotzebue,  August von
Im 18. Jahrhundert kursierte eine weithin bekannte Anekdote über Hugo Grotius, einem der Gründungsväter des Völkerrechts: Während eines Religionsstreits, der sich zu einem Volksaufstand ausweitet, wird Grotius zu lebenslanger Festungshaft verurteilt. Mit Hilfe seiner Frau gelingt es ihm, in einer Bücherkiste versteckt, aus der Haft zu fliehen. Um 1802 arbeitete August von Kotzebue (1761 – 1819) diese Anekdote zu einem »Schauspiel in vier Aufzügen« aus und veränderte die historische Vorlage dabei in vielerlei Hinsicht: Er erfand einen misslingenden ersten Fluchtversuch, reicherte die Figurenkonstellation durch einen erfundenen Stiefsohn Moritz Helderbusch an – vor allem aber ließ er seinen Grotius entgegen der historischen Wahrheit nach der Flucht zurückkehren. Kotzebue hielt Hugo Grotius für eines seiner besten Theaterstücke. Aber nicht nur die Berliner Uraufführung im Februar 1803 – mit Iffland in der Titelrolle –, sondern auch weitere Aufführungen des Stückes gerieten zum, für Kotzebue seltenen, Misserfolg. Publikum und Kritik waren irritiert davon, dass Kotzebue im Unklaren ließ, wer denn nun eigentlich der Protagonist des Stückes sei: Hugo Grotius? Sein Stiefsohn? Seine Frau? Das Nachwort rekonstruiert die dramaturgischen Entscheidungen, die Kotzebue auf dem Weg von der Anekdote zum abendfüllenden Schauspiel getroffen hat und sucht nach den Gründen, warum Kotzebue der Publikumserfolg diesmal versagt blieb.
Aktualisiert: 2019-01-03
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Fünf Schauspiele in einem Akt

Fünf Schauspiele in einem Akt von Georgi,  André, Kotzebue,  August von
August von Kotzebue (1761 – 1819) schrieb um die 250 Theaterstücke. Ein Großteil davon, rund 100 Stücke, sind Einakter. Die meisten von ihnen veröffentlichte er in seinem weit verbreiteten Almanach Dramatischer Spiele zur geselligen Unterhaltung auf dem Lande, der ab 1803 erschien, und in dem Kotzebue bis zu seinem Lebensende jährlich zwischen fünf und sieben Theaterstücke publizierte. Adressaten des Almanach – und der Einakter – waren nicht nur professionelle Theater, sondern vor allem private Liebhaberbühnen. Gerade die »kleinen«, privat aufführbaren Stücke dürften zu Kotzebues immensen Erfolg beigetragen haben – keinesfalls sind sie nur ein Nebenprodukt der »großen« Stücke, sondern ein essentieller Bestandteil von Kotzebues Gesamtwerk. Eine der großen Überraschungen bei der Lektüre dieser Einakter ist die Omnipräsenz des Krieges und seiner Folgen: Die Stücke erzählen von Vergewaltigungen, Kriegstraumata und Not. Und sie tun dies so unverblümt und schonungslos, dass es nach der Lektüre nicht mehr so einfach sein wird, Kotzebue nur als rührseligen oder kitschigen Autor wahrzunehmen. Ja, es gibt einen heute schwer erträglichen, manieriert wirkenden »Exzess des Rührseligen« in Kotzebues Stücken, einen Ton, der zurück in die Empfindsamkeit reicht – aber das Rührselige steht auf dem Untergrund einer ebenso exzessiven und bedrückenden Krisenerfahrung, die diese Stücke alles andere als eskapistisch wirken lässt.
Aktualisiert: 2019-01-03
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Sinn und Form 3/2018

Sinn und Form 3/2018 von Bürger,  Christa, Delius,  Friedrich Christian, Georgi,  André, Grünbein,  Durs, Hanimann,  Joseph, Ivanova,  Mirela, Kienlechner,  Sabina, Klein,  Georg, Koestler,  Erwin, Lorenz,  Carolin, Meckel,  Christoph, Mosebach,  Martin, Müller-Waldeck,  Gunnar, Poll,  Wille, Ruge,  Eugen, Thier,  Susanne, Weidle,  Stefan
Inhaltsverzeichnis: MARTIN MOSEBACH / Wiedersehen mit Rom 293 SABINA KIENLECHNER / Ingeborg, ein letztes Mal 308 MIRELA IVANOVA / In den Augen des Windes. Gedichte 320 CHRISTA BÜRGER / Emmy Hennings’ Weg zu Hugo Ball 322 ANDRÉ GEORGI / Die Hand 333 DURS GRÜNBEIN / Spreekanal. Gedichte 340 CAROLIN LORENZ / Die Pantherfrau. Sarah Kirsch als Begründerin der Interviewliteratur in der DDR 344 CHRISTOPH MECKEL / Vor der Zukunft. Gedichte 352 EUGEN RUGE / Versuch über eine aussterbende Sprache. Dresdner Rede 356 FRIEDRICH CHRISTIAN DELIUS / Hat der Humor seinen Ernst verloren? Imre Kertész und Jan Böhmermann, Jean Paul und die »heute-show« 373 WILLE POLL / Kunst war sowieso nie meine Stärke. Gedichte 390 GEORG KLEIN / Arbeit am Blasator 393 SUSANNE THIER / Revolution des Inhalts und der Form. Hundert Jahre Malik-Verlag 403 STEFAN WEIDLE / Ein Netzwerk unterirdischer Verbindungen.Laudatio zur Verleihung der Kurt-Wolff-Preise an den Elfenbein Verlag und die Edition Rugerup 407 GUNNAR MÜLLER-WALDECK / Von Lappländern und Hebräern.Zur Schwedenreise Ernst Moritz Arndts 412 ERWIN KÖSTLER / Intensität und Bedeutung. Zum Verhältnis von Musik und Übersetzung 418 JOSEPH HANIMANN / Übersetzer, die schicksalhaften Treuebrecher. Lobrede auf Simone Werle 423 Website: www.sinn-und-form.de
Aktualisiert: 2018-12-31
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