Aktualisiert: 2023-06-28
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Aktualisiert: 2023-05-28
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'Im Buch tres marias arbeite ich mit einem Archiv aus eigenen und
gefundenen Bildern verschiedener Genres, Themen und Motive. Ich
wähle aus und ordne zu Bildfolgen und filmischen Sequenzen, die
eine Narration eröffnen. Die Ordnung folgt weder Chronologie
noch Kategorie, übergeht ursprüngliche Zusammenhänge: Wir
sehen Fotografien, die wie historisches Material wirken, Orte,
Alltagsszenen, Personen, die uns bekannt vorkommen, sich jedoch
einer Eindeutigkeit entziehen und einen Raum für Vermutungen
auftun. Beeinflusst ist meine Arbeit durch den Film Letztes Jahr in
Marienbad von Alain Resnais (1961): durch die Frage der Ungewissheit.
Archivbilder werden in der Verweigerung eines vermeintlich
Offensichtlichen zum Material der Erfindung von Geschichte
und Geschichten.' Prof. Heidemarie von Wedel,Merz Akademie
Aktualisiert: 2023-05-22
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'Im Buch tres marias arbeite ich mit einem Archiv aus eigenen und
gefundenen Bildern verschiedener Genres, Themen und Motive. Ich
wähle aus und ordne zu Bildfolgen und filmischen Sequenzen, die
eine Narration eröffnen. Die Ordnung folgt weder Chronologie
noch Kategorie, übergeht ursprüngliche Zusammenhänge: Wir
sehen Fotografien, die wie historisches Material wirken, Orte,
Alltagsszenen, Personen, die uns bekannt vorkommen, sich jedoch
einer Eindeutigkeit entziehen und einen Raum für Vermutungen
auftun. Beeinflusst ist meine Arbeit durch den Film Letztes Jahr in
Marienbad von Alain Resnais (1961): durch die Frage der Ungewissheit.
Archivbilder werden in der Verweigerung eines vermeintlich
Offensichtlichen zum Material der Erfindung von Geschichte
und Geschichten.' Prof. Heidemarie von Wedel,Merz Akademie
Aktualisiert: 2023-05-22
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Mondän werden. Könnte ich so meine Flucht ergreifen, aus all diesen Reden, denen ich schon so lange und so geduldig zuhöre? Wir lieben Muster, die uns die Welt erklären. Lieber sortieren wir, als uns selbst zu bewegen. Denken Sie nur an unseren Hang zu vorherrschenden Diskursen, zu Religion, Ideologie, Verschwörungstheorien, die zuverlässig immer dieselben Reflexe auslösen. Mondän werden ist aber eine ganz andere Sache. Es spielt auf ein Denken an, das nicht über die Welt, sondern in ihr und an sie stattfindet, doch ohne genau zu wissen, wer die Denkenden sind und was die Welt ist. Denken ist eine gesellige Angelegenheit, ein zukünftiger Reichtum, der uns davon befreit, unsere Identität als etwas Endgültiges begreifen zu müssen, weil sie jeden von uns dazu einlädt, sich ihrer immer wieder aufs Neue anzunehmen. Ist das ein politisches Projekt? Wohl eher eine irgendwie individuell praktikable Ethik. Doch je mehr sie praktiziert wird, desto politischer wird es. Es ist unsere Verschiedenheit in der wir gleich sind und andere Menschen als Eigenschaft haben.
Aktualisiert: 2023-05-18
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Das Radio als entscheidende Kommunikationsform des 20. Jahrhunderts durchläuft gegenwärtig Prozesse fundamentaler Reorganisation unter dem Schlagwort »Digitalisierung«. Unter dem älteren Begriff der Radiophonie betrachtet, setzen diese Prozesse konzeptuelle Möglichkeiten frei, die weit über eine Ökonomisierung von Produktions- und Sendeformen hinausgehen. Radiophonie als Kulturtechnik integriert die Unterscheidung von musikalischem Klanggeschehen und von Effekten und Sounds zu einem neuen Konzept von Klangkunst. Diesen Themen widmen sich die Ausstellung Radiophonic
Spaces und die Tagung Radiophonic Cultures – Sonic Environments and Archives in Hybrid Media Systems ebenso wie die begleitende Publikation in zwei Bänden:
Bd. 1 Radiophonic Cultures (Texte) gibt den aktuellen Stand der Diskussion um Radiophonie, deren Geschichte und mögliche Zukunft, entlang der auf der Tagung fokussierten Fragestellungen wieder.
Bd. 2 Radiophonic Materials (Dokumente) versammelt entscheidende Texte aus der Geschichte der Radiophonie, die insbesondere im deutschen Sprachraum noch kaum rezipiert worden sind.
Aktualisiert: 2023-05-15
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Das Radio als entscheidende Kommunikationsform des 20. Jahrhunderts durchläuft gegenwärtig Prozesse fundamentaler Reorganisation unter dem Schlagwort »Digitalisierung«. Unter dem älteren Begriff der Radiophonie betrachtet, setzen diese Prozesse konzeptuelle Möglichkeiten frei, die weit über eine Ökonomisierung von Produktionsund Sendeformen hinausgehen. Radiophonie als Kulturtechnik integriert die Unterscheidung von musikalischem Klanggeschehen und von Effekten und Sounds zu einem neuen Konzept von Klangkunst. Diesen Themen widmen sich die Ausstellung Radiophonic
Spaces und die Tagung Radiophonic Cultures – Sonic Environments and Archives in Hybrid Media Systems ebenso wie die begleitende Publikation in zwei Bänden:
Bd. 1 Radiophonic Cultures (Texte) gibt den aktuellen Stand der Diskussion um Radiophonie, deren Geschichte und mögliche Zukunft, entlang der auf der Tagung fokussiertenn Fragestellungen wieder.
Bd. 2 Radiophonic Materials (Dokumente) versammelt entscheidende Texte aus der Geschichte der Radiophonie, die insbesondere im deutschen Sprachraum noch kaum rezipiert worden sind.
Aktualisiert: 2023-05-15
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Die Beiträge:
Gerhard Fuchs, Elfriede Jelinek: "Man steigt vorne hinein und hinten kommt man faschiert und in eine Wursthaut gefüllt wieder raus". Ein e-mail-Austausch
Daniela Bartens: Vom Verschwinden des Textes in der Rezeption. Die internationale Rezeptionsgeschichte von E. J.s Werk
Luigi Reitani: Im Anfang war die Lust. Zur Rezeption E. J.s in Italien
Georg Pichler: Die Rezeption E. J.s in Spanien
Nathalie Reinberger: Die Rezeption E. J.s in Frankreich
Yasmin Hoffmann: Die französischen Jelinek-Übersetzungen: ein Beitrag zur Abschaffung der cartesianischen Logik
Inge Arteel: Die Rezeption E. J.s in den Niederlanden und in Flandern
Allyson Fiddler: Zur Rezeption E. J.s in Großbritannien – oder: Was geschah, nachdem die Briten E. J. gelesen hatten
Martin Chalmers: In Zungen sprechen. Über die Mühen des Übersetzers, E. J. auf englisch gerecht zu werden
Jacqueline Vansant: Die Rezeption E. J.s in den USA
Olga Neuwirth: Über die Faszination der Texte E. J.s für eine/n Komponistin/en und über die Schwierigkeiten einer Realisierung von Partituren mit Texten E. J.s
Marlies Janz: "Die Geschichte hat sich nach 45 entschlossen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen." E. J.s Destruktion des Mythos historischer 'Unschuld'
Eva Meyer: Rezitation und Emigration
Marlene Streeruwitz: 3000 Jahre Sachertorte. Oder: "Darf's ein bisserl mehr sein?"
Elfriede Jelinek: Sinn egal. Körper zwecklos
Ralf B. Korte: Gespräch mit E. J.
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie zur internationalen Rezeption E. J.s
Aktualisiert: 2023-05-11
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Mondän werden. Könnte ich so meine Flucht ergreifen, aus all diesen Reden, denen ich schon so lange und so geduldig zuhöre? Wir lieben Muster, die uns die Welt erklären. Lieber sortieren wir, als uns selbst zu bewegen. Denken Sie nur an unseren Hang zu vorherrschenden Diskursen, zu Religion, Ideologie, Verschwörungstheorien, die zuverlässig immer dieselben Reflexe auslösen. Mondän werden ist aber eine ganz andere Sache. Es spielt auf ein Denken an, das nicht über die Welt, sondern in ihr und an sie stattfindet, doch ohne genau zu wissen, wer die Denkenden sind und was die Welt ist. Denken ist eine gesellige Angelegenheit, ein zukünftiger Reichtum, der uns davon befreit, unsere Identität als etwas Endgültiges begreifen zu müssen, weil sie jeden von uns dazu einlädt, sich ihrer immer wieder aufs Neue anzunehmen. Ist das ein politisches Projekt? Wohl eher eine irgendwie individuell praktikable Ethik. Doch je mehr sie praktiziert wird, desto politischer wird es. Es ist unsere Verschiedenheit in der wir gleich sind und andere Menschen als Eigenschaft haben.
Aktualisiert: 2023-05-10
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Mondän werden. Könnte ich so meine Flucht ergreifen, aus all diesen Reden, denen ich schon so lange und so geduldig zuhöre? Wir lieben Muster, die uns die Welt erklären. Lieber sortieren wir, als uns selbst zu bewegen. Denken Sie nur an unseren Hang zu vorherrschenden Diskursen, zu Religion, Ideologie, Verschwörungstheorien, die zuverlässig immer dieselben Reflexe auslösen. Mondän werden ist aber eine ganz andere Sache. Es spielt auf ein Denken an, das nicht über die Welt, sondern in ihr und an sie stattfindet, doch ohne genau zu wissen, wer die Denkenden sind und was die Welt ist. Denken ist eine gesellige Angelegenheit, ein zukünftiger Reichtum, der uns davon befreit, unsere Identität als etwas Endgültiges begreifen zu müssen, weil sie jeden von uns dazu einlädt, sich ihrer immer wieder aufs Neue anzunehmen. Ist das ein politisches Projekt? Wohl eher eine irgendwie individuell praktikable Ethik. Doch je mehr sie praktiziert wird, desto politischer wird es. Es ist unsere Verschiedenheit in der wir gleich sind und andere Menschen als Eigenschaft haben.
Aktualisiert: 2023-05-10
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Die Beiträge:
Gerhard Fuchs, Elfriede Jelinek: "Man steigt vorne hinein und hinten kommt man faschiert und in eine Wursthaut gefüllt wieder raus". Ein e-mail-Austausch
Daniela Bartens: Vom Verschwinden des Textes in der Rezeption. Die internationale Rezeptionsgeschichte von E. J.s Werk
Luigi Reitani: Im Anfang war die Lust. Zur Rezeption E. J.s in Italien
Georg Pichler: Die Rezeption E. J.s in Spanien
Nathalie Reinberger: Die Rezeption E. J.s in Frankreich
Yasmin Hoffmann: Die französischen Jelinek-Übersetzungen: ein Beitrag zur Abschaffung der cartesianischen Logik
Inge Arteel: Die Rezeption E. J.s in den Niederlanden und in Flandern
Allyson Fiddler: Zur Rezeption E. J.s in Großbritannien – oder: Was geschah, nachdem die Briten E. J. gelesen hatten
Martin Chalmers: In Zungen sprechen. Über die Mühen des Übersetzers, E. J. auf englisch gerecht zu werden
Jacqueline Vansant: Die Rezeption E. J.s in den USA
Olga Neuwirth: Über die Faszination der Texte E. J.s für eine/n Komponistin/en und über die Schwierigkeiten einer Realisierung von Partituren mit Texten E. J.s
Marlies Janz: "Die Geschichte hat sich nach 45 entschlossen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen." E. J.s Destruktion des Mythos historischer 'Unschuld'
Eva Meyer: Rezitation und Emigration
Marlene Streeruwitz: 3000 Jahre Sachertorte. Oder: "Darf's ein bisserl mehr sein?"
Elfriede Jelinek: Sinn egal. Körper zwecklos
Ralf B. Korte: Gespräch mit E. J.
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie zur internationalen Rezeption E. J.s
Aktualisiert: 2023-05-11
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Die Beiträge:
Gerhard Fuchs, Elfriede Jelinek: "Man steigt vorne hinein und hinten kommt man faschiert und in eine Wursthaut gefüllt wieder raus". Ein e-mail-Austausch
Daniela Bartens: Vom Verschwinden des Textes in der Rezeption. Die internationale Rezeptionsgeschichte von E. J.s Werk
Luigi Reitani: Im Anfang war die Lust. Zur Rezeption E. J.s in Italien
Georg Pichler: Die Rezeption E. J.s in Spanien
Nathalie Reinberger: Die Rezeption E. J.s in Frankreich
Yasmin Hoffmann: Die französischen Jelinek-Übersetzungen: ein Beitrag zur Abschaffung der cartesianischen Logik
Inge Arteel: Die Rezeption E. J.s in den Niederlanden und in Flandern
Allyson Fiddler: Zur Rezeption E. J.s in Großbritannien – oder: Was geschah, nachdem die Briten E. J. gelesen hatten
Martin Chalmers: In Zungen sprechen. Über die Mühen des Übersetzers, E. J. auf englisch gerecht zu werden
Jacqueline Vansant: Die Rezeption E. J.s in den USA
Olga Neuwirth: Über die Faszination der Texte E. J.s für eine/n Komponistin/en und über die Schwierigkeiten einer Realisierung von Partituren mit Texten E. J.s
Marlies Janz: "Die Geschichte hat sich nach 45 entschlossen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen." E. J.s Destruktion des Mythos historischer 'Unschuld'
Eva Meyer: Rezitation und Emigration
Marlene Streeruwitz: 3000 Jahre Sachertorte. Oder: "Darf's ein bisserl mehr sein?"
Elfriede Jelinek: Sinn egal. Körper zwecklos
Ralf B. Korte: Gespräch mit E. J.
FWF-Projekt "Grazer Gruppe": Bibliographie zur internationalen Rezeption E. J.s
Aktualisiert: 2023-05-11
> findR *
Mondän werden. Könnte ich so meine Flucht ergreifen, aus all diesen Reden, denen ich schon so lange und so geduldig zuhöre? Wir lieben Muster, die uns die Welt erklären. Lieber sortieren wir, als uns selbst zu bewegen. Denken Sie nur an unseren Hang zu vorherrschenden Diskursen, zu Religion, Ideologie, Verschwörungstheorien, die zuverlässig immer dieselben Reflexe auslösen. Mondän werden ist aber eine ganz andere Sache. Es spielt auf ein Denken an, das nicht über die Welt, sondern in ihr und an sie stattfindet, doch ohne genau zu wissen, wer die Denkenden sind und was die Welt ist. Denken ist eine gesellige Angelegenheit, ein zukünftiger Reichtum, der uns davon befreit, unsere Identität als etwas Endgültiges begreifen zu müssen, weil sie jeden von uns dazu einlädt, sich ihrer immer wieder aufs Neue anzunehmen. Ist das ein politisches Projekt? Wohl eher eine irgendwie individuell praktikable Ethik. Doch je mehr sie praktiziert wird, desto politischer wird es. Es ist unsere Verschiedenheit in der wir gleich sind und andere Menschen als Eigenschaft haben.
Aktualisiert: 2023-05-10
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"Wir können unser Gespräch 'Labyrinth' nennen, es nimmt bereits diese Form an und ist zugleich sein Thema." (J. Derrida)
Eva Meyer und Jacques Derrida sprechen über Dädalus, die Wüste, Perspektive und Beobachtung, Peter Eisenmann, die Architektur von Orten des Wissens. Das Gespräch ist ein Labyrinth und es ist seine Auflösung in der Beschreibung der Dekonstruktion. Aber diese ist vielleicht selber ein Labyrinth.
Aktualisiert: 2023-03-09
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Eine Sammlung von Texten für, von und mit Frieda Grafe (1934–2002), der außerordentlichen Filmkritikerin, Essayistin und Übersetzerin, dazu ihr Text "Die saubere Architektur in Gefahr. Grandhotels in der Unterhaltungsindustrie", geschrieben 1990. Daraus geht der Eindruck vom Grandhotel-Film als einem eigenen und einzigartigen Genre hervor, in dem sich das Kino selbst spiegelt. Dieses "Genre" hatte seine Glanzzeit in Hollywood und in Europa in den 1930er- bis 1940er-Jahren, aber auch Vorläufer im Stummfilm und Nachfolger etwa in der Nouvelle Vague. Die Perspektiven, die die Autorinnen und Autoren dieses Buches dem Text Grafes entnehmen, reflektieren, variieren und weiterführen, rücken sowohl die Kritikerin Frieda Grafe und ihr Schreiben selbst in den Blick als auch den einen oder anderen Grandhotel-Film, oder sie drehen und wenden einzelne Motive. Geschichtliche Räume – der Filme und des Schreibens über sie – und der Raum der Küche, aus dem heraus eine Frau wie Grafe schrieb, werden gegenwärtig. Am Ende entstand ein Mosaik im Vertrauen auf eine im Leben sich immer wieder erneuernde Filmgeschichte.
Aktualisiert: 2022-09-22
Autor:
Elisabeth Bronfen,
Annett Busch,
Eric de Kuyper,
Rike Felka,
Frieda Grafe,
Karola Gramann,
Ute Holl,
Friederike Horstmann,
Verena Lueken,
Eva Meyer,
Volker Pantenburg,
Heide Schlüpmann,
Sissi Tax,
Katja Wiederspahn
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"Den laufenden Krieg adressieren und Erfahrung verlangen. Das Unerklärliche zum Text machen und Unmögliches denkbar. Was Geist war übertragen in Rhythmus und Zäsur. Gespenster vergegenwärtigen. Geschichte buchstäblich machen. Das Schreiben von Eva Meyer ist nicht ohne Risiko. Sich lesen lassen heißt zuerst Text werden. Aber wer das liest kommt nicht einfach davon." Ute Holl
Aktualisiert: 2021-12-09
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Mit der Zeit ist sie hellsichtig geworden. Sie findet in ihrem Geist eine ganze Sammlung von Bildern und Äußerungen, denen sie Sinn verleihen kann. Wenn sie diese wunderbare Anhäufung nur richtig behandeln würde, könnte sie weitere Räume durchqueren als zunächst ersichtlich. Sie könnte über die wahrnehmenden und empfindenden Zustände des Erlebten hinausgelangen und weiterführende Empfindungen einer zukünftigen Wahrnehmung anvertrauen. Ich spiele damit ein Denken an, das nicht über die Welt, sondern in ihr und an sie stattfindet, doch ohne genau zu wissen, wer die Denkenden sind und was die Welt ist. Denken ist eine gemeinschaftliche Angelegenheit: Ich anerkenne deinen Gedanken, weil er Teil meines Gedankens ist – auch und gerade wenn dein Gedanke sich in Widerspruch zu meinem befindet. Sie können darin Hannah Arendts Begriff von Pluralität erkennen, der keineswegs auf einer Toleranz beruht, die uns gebieten würde, die Differenz um der Idee der Menschheit willen zu ertragen, sondern der diese Differenz benötigt, weil in ihren abweichenden Aktivitäten und Meinungen der gedankliche Reichtum der Gesellschaft aufscheint. Sie führen ihr Kräfte zu, die nicht einfach einem intellektuellen, sensiblen oder gesellschaftlichen Bewußtsein entspringen, sondern der logischen Konjunktion der Folge, der Folgerung oder sogar Intention des 'und'. Sie ist es, die von uns verlangt, zu einem gegebenen Potential ein anderes, aber nicht irgendeines zu wählen, und zwar so, daß sich eine Differenz zwischen Potentialen herstellen kann. In ihr steckt die Vielheit, die in allen Beziehungen mitschwingt und uns zu verzaubern beginnt. Ich fühle es, ja ich weiß es, daß ich jetzt ein Stück schreiben könnte. Es würde zwischen dem Unvorhersehbaren und mir spielen und allein im 'und' stecken. Und dieses Stück heißt: Frei und indirekt.
Anfangen – Freisein – Hannah Arendt
Und – Geschlecht – Virginia Woolf
Und – Liebe – Franz Kafka
Und – Kontingenz – Robert Walser
Und – Affekt – Elfriede Jelinek
Und – Montage – Ulrike Ottinger
Und – Serie – Aglaia Konrad
Und – Überschuss – Gertrude Stein
Und – Denkstil – Hermann Broch
Und – Zeit – Virginia Woolf
Aktualisiert: 2021-12-09
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Von jetzt an werde ich mehrere sein. Ich werde nie mehr von mir sagen, ich sei dies oder ich sei das. Von jetzt an bin ich nicht mehr die Verlängerung eines gegebenen Zustands. Ich bringe die Wahl zwischen zwei sich ausschließenden Möglichkeiten zum Ausdruck, zwischen dem Zustand selbst und der ihn übersteigenden Möglichkeit. Auf die Frage, warum ich gerade ich bin und niemand anders, und warum ich gerade bin und nicht nicht bin, antworte ich mit einem konstitutiven Verhältnis zur Wahl. Sie betrifft keine Gegensätze, sondern denjenigen, der wählt und sich selbst zum Gegenstand seiner Wahl macht: der sich der Wahl bewußt wird und eben dadurch jede Wahlmöglichkeit von der Art, keine Wahl zu haben, ausschließt. Man sollte meinen, daß ich notwendigerweise da ende, wo der andere anfängt. Doch warum könnte es nicht, statt der Umkehr an der Grenze oder der Wahl des anderen, die noch das Verlangen wäre, der andere zu sein, das Bewußtsein der Wahl als den Besitz eines Vermögens geben, mit dem man in jedem Augenblick wieder mit sich anfangen kann und sich auf diese Weise durch sich bestätigt, daß man alles, was auf dem Spiel steht, wieder eingesetzt hat.
Aktualisiert: 2021-12-09
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Aktualisiert: 2021-12-09
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Reflexionen zu Dichtung, Philosophie und Psychoanalyse, zu Valéry, Kierkegaard, Augistinus, Charles S. Peirce, Freud und Wittgenstein von der Berliner Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Eva Meyer.
Aktualisiert: 2021-12-09
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