Lucie Sahner

Lucie Sahner
Lucie Sahner, die sich in ihrer künstlerischen Arbeit seit Jahren mit dem menschlichen Körper und seinen Abdrücken – nicht zuletzt mit der so anrührend seltsamen, lebendig-toten Substanz des Haars – auseinandersetzt, hat vor etwa zwei Jahren begonnen, sich mit besonderen Abfallprodukten der Schönheitsindustrie zu befassen: gebrauchten Enthaarungswachs-Stücken aus dem Hausmüll sogenannter Waxing-Studios. Zwei Jahre lang erforschte sie auf verschiedene, oft experimentelle Weisen die Materialität dieser gegenwartsarchäologischen Objekte. Der Ansatz war dabei zumeist die Transformation des Materials, das eingeschmolzen, in Form gegossen, verarbeitet und wiederum geschmolzen wurde. Nach dem verarbeitenden, transformierenden Umgang mit diesem Material stellt Lucie Sahner nun eine Auswahl von unbearbeiteten Wachsstücken aus. Die Ausstellung ist zugleich der Schlussakt eines Atelierstipendiums, das sie im Saarländischen Künstlerhaus seit Februar 2017 ein Jahr lang innehatte, und ein (zumindest vorläufiger) Abschluss der durch die Auseinandersetzung mit dem Material Enthaarungswachs geprägten Werkphase. Zu diesem Zweck ist Lucie Sahner noch einmal zu einer neuen „Ernte“ ausgezogen; das gezeigte Material (ca. 1000 einzelne Wachsstücke) stammt von zwei verschiedenen Studios und stellt eine Auswahl aus der (beträchtlich größeren) Abfallmenge einer einzigen Woche Waxing-Betrieb dar. Die Stücke sind in der Form belassen, in der die Künstlerin sie im Hausmüll vorfindet. Sie wurden lediglich von Betriebsabfällen gereinigt. Beim geduldigen Freipinseln der Fundstücke von Kaffeesatz und anderem Alltagssediment mit einer Art Fossilienbürste mag ihr die Idee gekommen sein, dass man diese Objekte eigentlich als archäologische oder naturhistorische Zeugnisse zeigen müsste. Die Ausstellung orientiert sich an einer klassifizierenden, taxonomischen Museumsästhetik und präsentiert die Wachsstücke nach verschiedenen Kriterien sortiert – Größe und Form, was auf eine Kategorisierung nach Körperbereichen hinausläuft, sowie nach weiteren, optischen Kriterien. Zur Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Grafikerin Birte Spreuer und dem Schriftsteller Moritz Klein ein Katalog erstellt, der die Spannung zwischen einer Ästhetik musealer Sachlichkeit und dem intimen, körperbezogenen Gegenstand im Zusammenklang von Bild und Wort erkundet. Text: Moritz Klein
Aktualisiert: 2018-01-18
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Die 1990er – Radieren auf Haus Esselt und in Otto Pankoks Garten

Die 1990er – Radieren auf Haus Esselt und in Otto Pankoks Garten von Overbeck,  Cyrus
Cyrus Overbeck, geb. 1970; erste Bronzen in der Kunstgießerei Schmäke (Düsseldorf); 1995 Veröffentlichung der ersten umfassenden Otto-Pankok-Biographie; 1997-1999 Lehrauftrag für Druckgrafik an der Universität-Gesamthochschule Essen-Duisburg; 2000-2004 druckgrafische Zyklen; 2004 Erwerb des historischen Bürgermeister-Becker-Haus in Esens; 2004-2007 Lehramt für ev. Theologie, Geschichte, Germanistik und Kunst für die Sekundarstufe I und II an der Carl-Gittermann-Realschule und am Niedersächsischen Internatsgymnasium in Esens; seit 2009 Bronze-Zyklen; 2013 Atelier in Düsseldorf; 2015 Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften und Künste, Salzburg; 2015-2017 Arbeit an »Walking through the 20.th Century«; 2016-2017 grafische Zyklen. Arbeiten in Museen und Sammlungen (Auswahl) Museum Mülheim an der Ruhr/Alte Post; B'nai B'rith Museum, Washington D.C. (USA); Kunstsammlung der Stadt Köln; Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg; Spendhaus Reutlingen; Kunsthalle Emden / Stiftung Henri und Eske Nannen; Sammlung Buhr, Bonn; Sammlung van Almsick, Gronau; Stadtmuseum Düsseldorf; Staatliche Graphische Sammlung München; Samm­­lung Brüggemann, Duisburg; Privatsammlung Dr. Doris König, Duisburg; Städtische Galerie Karlsruhe; Sammlung Volksbank Esens; Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Sammlung Grötz; Evangelische Kirche Wuppertal-Barmen; United Staates Holocaust Memorial Museum, Washington D.C. (USA); Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf; Sammlung Ostfriesische Landschaft - Ostfriesica, Aurich. Cyrus Overbeck ist ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Salzburg.
Aktualisiert: 2018-01-18
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Anekdotenreich und manchmal auch ohne jeden Anstand

Anekdotenreich und manchmal auch ohne jeden Anstand von Nossmann,  Andreas
A n d r e a s No ßma n n 1962 geboren in Hilden, Deutschland Schulische Berufsausbildung zum Technischen Assistenten für Gestaltung – anschließend FH für Gestaltung. Studium 4 Semester „Industrie Design“, danach Wechsel zum Fachbereich „Kommunikation Design“ mit den Schwerpunkten punkten „Illustration und Freie Grafik“ bei den Mentoren G.Kafka und G. Aretz an der GHS Wuppertal. Ab 1986 (schon zur Studienzeit) als freier Zeichner, Grafiker und Illustrator tätig, wurden Arbeiten von Andreas Noßmann bis heute in über 250 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Des Weiteren wurden bisher an die 40 Publikationen in Form von Katalogen und Büchern veröffentlicht, welche die immer wieder neuen Themenbereiche dieses umtriebigen Zeichners nachhaltig zu dokumentieren versuchen.
Aktualisiert: 2018-01-18
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Mareike Stoll. ABC der Photografie. Photobücher der Weimarer Republik als Schulen des Sehens

Mareike Stoll. ABC der Photografie. Photobücher der Weimarer Republik als Schulen des Sehens von Matyssek,  Angela, Schädel,  Ditmar
ABC der Photographie (The ABC of Photography) investigates the phenomenon of the photobook in interwar Germany and reconstructs the reasons for its popularity through reference to various theoretical, medium-related, political and artistic contexts. Examining a series of photobooks, e. g. Aenne Biermanns 60 Fotos (1930) and Alfred Ehrhardts Das Watt (1937), and writings on photography from 1924 to 1937, the book argues that the photobook appears against a historical horizon where political warnings of the manipulability of photography proliferate. The photobook arises as a training device that slows down perception, imposes a critical distance, and develops new forms of visual engagement. ABC der Photographie argues that the photobook — with its page layouts, spaces in between the individual photographs, and photographic sequences — demands an active reading process that in turn has an effect on the beholder. Moreover, it offers itself such a reading experience.
Aktualisiert: 2018-01-18
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Antike Architektur und Bauornamentik

Antike Architektur und Bauornamentik von Plattner,  Georg, Schmidt-Colinet,  Andreas
Der Band bietet eine systematische Übersicht über die wichtigsten antiken (griechisch-römischen) Bauornamente und Architekturgrundrisse sowie deren Leitformen und Varianten in zeitlicher Entwicklung. Den Beschreibungen und Auszügen aus antiken Texten in Übersetzung stehen Abbildungen gegenüber, die nach originalen Vorlagen für den Band angefertigt wurden. Ein umfangreicher Index der einschlägigen Fachbegriffe in sechs Sprachen (gr./lat., deutsch, engl., franz., ital.) ermöglicht das Studium fremdsprachiger Forschungsliteratur. Das Kompendium ist damit ein unverzichtbares Werkzeug für Studierende der Archäologie, Kunstgeschichte, Alten Geschichte und Architektur und erschließt das Thema für alle Interessierten.
Aktualisiert: 2018-01-18
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60 Monate, 60 Bilder

60 Monate, 60 Bilder von Klefisch,  Thomas
Im April 2012 begann der Düsseldorfer Künstler Thomas Klefisch Selbstportraits zu malen. Erstmal nichts Ungewöhnliches, ist doch das Selbstportrait durch den Künstler immer verfüg- und vor allem bestimmbar. Zu Beginn der Aktion war Düsseldorf zwar noch nicht die Stadt in Deutschland, in der die meisten Selfies entstehen, dies sollte erst zwei Jahre später durch das Time Magazin postuliert werden. Auch die darauf folgende Ausstellung im Ehrenhof kuratiert durch Alain Bieber mit dem Namen »Ego update« fand 2014 statt. Millionen von hochgeladenden Selfies stehen 60 Selbstportraits von Klefisch gegenüber, eine Reflexion über Inflation der Bilder, Vereinzelung und Distanz … … diese Distanz erreicht Thomas Klefisch u. a. durch Arbeit am Bild, und das braucht Zeit, bei Klefisch braucht es genau 60 Monate, fürs Erste. Er nennt diesen Zyklus »arte penetrantia«, das deutet auf die Verbreitungsweise hin: Zu jedem Ersten eines Monats erscheint eine neue Arbeit, eine Reproduktion ein signierter und nummerierte Kunstdruck in einer Auflage von 100) diese Arbeit wird an rund 60 Freunde, Förderer und ausgewählte Galerien versendet. So werden in fünf Jahren rund 3960 Kunstdrucke versendet. Das vorliegende Buch ist eine Dokumentation dieser Aktion.
Aktualisiert: 2018-01-17
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