Seit seinem Debüt mit der ›autobiographie des albert einstein‹ (1972) schildert Gerhard Roth mit Vorliebe Gestalten, die zu ihrer Umwelt ein gestörtes, mindestens aber ein irritiertes Verhältnis haben; das geht bis zum schizophrenen Auseinanderfallen von Ich und Welt. Dieses Thema bestimmt auch die Handlung seines zuletzt publizierten Buches ›Am Abgrund‹. Erzählt wird die Geschichte des ungleichen Freundespaares Lindner und Jenner. Beide ziehen vom Land in die Großstadt (Wien). Während der „verrückte“ Lindner sich im Kopf und auch auf dem Papier seine Welt entwirft, streift der Jurastudent Jenner durch die Stadt und begeht wie absichtslos Morde. (Und erlebt während einer Gerichtsverhandlung mit, wie ein gänzlich Unschuldiger an seiner Stelle verurteilt wird; Jenner bleibt ungerührt.) Der »Archäologe der Gegenwart«, wie Roth sich selbst bezeichnet, spürt ›Am Abgrund‹ Wahrnehmungsweisen der Welt und der Sprache von Gewalt und Ohnmacht nach, von Opfern und Tätern. »Auf geradezu unheimliche Art und Weise«, fand die Zürcher Weltwoche, »hat der Grazer Gerhard Roth in seinem jüngsten Buch ›Am Abgrund‹ die Undurchdringlichkeit der Realität und die Undurchschaubarkeit dessen, was wir Schicksal zu nennen pflegen, literarisch gestaltet.«
Aktualisiert: 2023-06-02
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DAS BUCH:
Was führt österreichische Autorinnen und Autoren nach Berlin? Wie erleben sie die Stadt, was zieht sie an und was stößt sie ab? In STATION BERLIN haben die Herausgeber, wie bereits in ihrer Anthologie LINZ LITERARISCH (Weitra, 2007), besonderes Gewicht auf die Literatur seit 1945 gelegt. Dabei erweisen sich vor allem die 1960er und 1970er Jahre als interessant. Bedeutende österreichische Autorinnen und Autoren leben zu dieser Zeit in Berlin, im Westteil der Stadt. Die Reihe reicht von Ingeborg Bachmann, die 1963 mit einem Stipendium der Ford-Foundation nach Berlin kommt, bis zu Schriftstellern wie Elfriede Jelinek und Peter Handke.
Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert, vor jeden literarischen Text sind kurze einführende Bemerkungen gestellt, die über die Person der Autorin oder des Autors, über deren Schaffen oder den ausgewählten Text orientieren. Mit Fotografien von Ewald Tucai.
MIT TEXTEN VON:
Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Ingeborg Bachmann, Hermann Bahr, Vicki Baum, Konrad Bayer, Gerald Bisinger, Ferdinand Bruckner, Günter Brus, Elfriede Czurda, Albert Ehrenstein, Helmut Eisendle, Elfriede Gerstl, Franz Grillparzer, Albert Paris Gütersloh, Peter Handke, Raoul Hausmann, Wolfgang Hermann, Arthur Holitscher, Ödön von Horváth, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Andreas Jungwirth, Franz Kain, Kurt Klinger, Oskar Kokoschka, Fritz Mauthner, Friederike Mayröcker, Birgit Müller-Wieland, Robert Musil, Florian Neuner, Alfred Polgar, Wolfdietrich Rasch, Josef Roth, Gerhard Rühm, Robert Schindel, Hermann Schürrer, Waltraud Seidlhofer, Hilde Spiel, Marlene Streeruwitz, Franz Tumler, Peter Turrini, Oswald Wiener, Stefan Zweig.
DIE HERAUSGEBER:
Gregor Gumpert, geb. 1962. Literaturwissenschaftler. Lebt in Berlin.
Ewald Tucai, geb. 1963. Architekt und Fotograf. Lebt in Berlin.
Aktualisiert: 2023-05-24
Autor:
Friedrich Achleitner,
H. C. Artmann,
Ingeborg Bachmann,
Hermann Bahr,
Vicki Baum,
Konrad Bayer,
Gerald Bisinger,
Ferdinand Bruckner,
Günter Brus,
Elfriede Czurda,
Albert Ehrenstein,
Helmut Eisendle,
Elfriede Gerstl,
Franz Grillparzer,
Gumpert | Tucai,
Albert Paris Gütersloh,
Peter Handke,
Raoul Hausmann,
Wolfgang Hermann,
Arthur Holitscher,
Ernst Jandl,
Elfriede Jelinek,
Andreas Jungwirth,
Franz Kain,
Kurt Klinger,
Oskar Kokoschka,
Fritz Mauthner,
Friederike Mayröcker,
Birgit Müller-Wieland,
Robert Musil,
Florian Neuner,
Alfred Polgar,
Wolfdietrich Rasch,
Josef Roth,
Gerhard Rühm,
Robert Schindel,
Hermann Schürrer,
Waltraud Seidlhofer,
Hilde Spiel,
Marlene Streeruwitz,
Franz Tumler,
Peter Turrini,
Ödön von Horváth,
Oswald Wiener,
Stefan Zweig
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DAS BUCH:
Was führt österreichische Autorinnen und Autoren nach Berlin? Wie erleben sie die Stadt, was zieht sie an und was stößt sie ab? In STATION BERLIN haben die Herausgeber, wie bereits in ihrer Anthologie LINZ LITERARISCH (Weitra, 2007), besonderes Gewicht auf die Literatur seit 1945 gelegt. Dabei erweisen sich vor allem die 1960er und 1970er Jahre als interessant. Bedeutende österreichische Autorinnen und Autoren leben zu dieser Zeit in Berlin, im Westteil der Stadt. Die Reihe reicht von Ingeborg Bachmann, die 1963 mit einem Stipendium der Ford-Foundation nach Berlin kommt, bis zu Schriftstellern wie Elfriede Jelinek und Peter Handke.
Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert, vor jeden literarischen Text sind kurze einführende Bemerkungen gestellt, die über die Person der Autorin oder des Autors, über deren Schaffen oder den ausgewählten Text orientieren. Mit Fotografien von Ewald Tucai.
MIT TEXTEN VON:
Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Ingeborg Bachmann, Hermann Bahr, Vicki Baum, Konrad Bayer, Gerald Bisinger, Ferdinand Bruckner, Günter Brus, Elfriede Czurda, Albert Ehrenstein, Helmut Eisendle, Elfriede Gerstl, Franz Grillparzer, Albert Paris Gütersloh, Peter Handke, Raoul Hausmann, Wolfgang Hermann, Arthur Holitscher, Ödön von Horváth, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Andreas Jungwirth, Franz Kain, Kurt Klinger, Oskar Kokoschka, Fritz Mauthner, Friederike Mayröcker, Birgit Müller-Wieland, Robert Musil, Florian Neuner, Alfred Polgar, Wolfdietrich Rasch, Josef Roth, Gerhard Rühm, Robert Schindel, Hermann Schürrer, Waltraud Seidlhofer, Hilde Spiel, Marlene Streeruwitz, Franz Tumler, Peter Turrini, Oswald Wiener, Stefan Zweig.
DIE HERAUSGEBER:
Gregor Gumpert, geb. 1962. Literaturwissenschaftler. Lebt in Berlin.
Ewald Tucai, geb. 1963. Architekt und Fotograf. Lebt in Berlin.
Aktualisiert: 2023-05-24
Autor:
Friedrich Achleitner,
H. C. Artmann,
Ingeborg Bachmann,
Hermann Bahr,
Vicki Baum,
Konrad Bayer,
Gerald Bisinger,
Ferdinand Bruckner,
Günter Brus,
Elfriede Czurda,
Albert Ehrenstein,
Helmut Eisendle,
Elfriede Gerstl,
Franz Grillparzer,
Gumpert | Tucai,
Albert Paris Gütersloh,
Peter Handke,
Raoul Hausmann,
Wolfgang Hermann,
Arthur Holitscher,
Ernst Jandl,
Elfriede Jelinek,
Andreas Jungwirth,
Franz Kain,
Kurt Klinger,
Oskar Kokoschka,
Fritz Mauthner,
Friederike Mayröcker,
Birgit Müller-Wieland,
Robert Musil,
Florian Neuner,
Alfred Polgar,
Wolfdietrich Rasch,
Josef Roth,
Gerhard Rühm,
Robert Schindel,
Hermann Schürrer,
Waltraud Seidlhofer,
Hilde Spiel,
Marlene Streeruwitz,
Franz Tumler,
Peter Turrini,
Ödön von Horváth,
Oswald Wiener,
Stefan Zweig
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Dieser Band – Materialenband im besten Sinne des Wortes – ist die Dokumentation einer künstlerischen Zusammenarbeit, die sich anlässlich der Uraufführung des Stückes im „steirischen herbst 1985“ über mehr als ein Jahr erstreckte.
Außer dem Stücktext und einem Vorwort des Autors enthält das Buch Reproduktionen der Bühnenbild- und Kostümentwürfe von Günter Brus, eine Fotosequenz von der Aufführung und eine Reihe weiterer Prosatexte von Gerhard Roth, die im Zusammenhang mit den Erinnerungen entstanden.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Jörg Schlick, dessen Werk von formaler Heterogenität und Multiplizität geprägt ist, leitet Untersuchungen sowohl an ästhetischen, kunstimmanenten als auch an markt- und gesellschaftspolitischen Bruchstellen ein.
In intensiver Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte, der Philosophie, Religion, Musik, Wissenschaft, Wirtschaft und Alltagskultur und im Wissen um die Nichterreichbarkeit einer Wahrheit oder eines vollkommenen Meisterwerks treibt er in vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten das Fragmentarische, das Prozesshafte in einer Anti-Ästhetik voran, die nicht Verehrung und damit Stillstand einfordert, sondern Aufbruch signalisiert.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Dieser Band – Materialenband im besten Sinne des Wortes – ist die Dokumentation einer künstlerischen Zusammenarbeit, die sich anlässlich der Uraufführung des Stückes im „steirischen herbst 1985“ über mehr als ein Jahr erstreckte.
Außer dem Stücktext und einem Vorwort des Autors enthält das Buch Reproduktionen der Bühnenbild- und Kostümentwürfe von Günter Brus, eine Fotosequenz von der Aufführung und eine Reihe weiterer Prosatexte von Gerhard Roth, die im Zusammenhang mit den Erinnerungen entstanden.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Jörg Schlick, dessen Werk von formaler Heterogenität und Multiplizität geprägt ist, leitet Untersuchungen sowohl an ästhetischen, kunstimmanenten als auch an markt- und gesellschaftspolitischen Bruchstellen ein.
In intensiver Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte, der Philosophie, Religion, Musik, Wissenschaft, Wirtschaft und Alltagskultur und im Wissen um die Nichterreichbarkeit einer Wahrheit oder eines vollkommenen Meisterwerks treibt er in vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten das Fragmentarische, das Prozesshafte in einer Anti-Ästhetik voran, die nicht Verehrung und damit Stillstand einfordert, sondern Aufbruch signalisiert.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Das Sein, das offen ist- dem dem Tode, dem Leiden, der Freude - rückhaltlos.
Aktualisiert: 2022-05-01
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Unwiderstehlich muss das Vergnügen gewesen sein, mit dem Günter Brus sich diese "Geschichten" hat einfallen lassen, und unwiderstehlich ist das Vergnügen ihrer Lektüre. Ob es Legenden sind oder Anekdoten, ob Fabeln oder Parabeln - "Bonsai-Novellen" hat Brus sie selber einmal augenzwinkernd genannt -, in jedem Fall sind es Exlposionen der Erfindungskunst, das gnadenlose Feuerwerk eines literarischen Pyromanen.
Aktualisiert: 2022-08-01
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Eine handvoll Männer und Frauen sind aufgebrochen in ein namenloses Land, und von dem, was sich mit ihnen dort ereignet, handelt dieses Buch. Handelt? Erzählt? Sagen wir es so: Das, was ihnen dort widerfährt, erfindet dieses abenteuerliche Buch.
Aktualisiert: 2018-02-09
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Günter Brus erlaubt sich und uns ein paar Einblicke in die Abstrusitäten des Lebens und berichtet davon mit seinem unangestrengten Humor, zur Freude der Leser.
Aktualisiert: 2023-02-16
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„Schneckenhaus und Glitzerstein“ zeigt erstmals die Bücher, Bilder und Spiele, die Günter Brus für seine Tochter Diana gestaltet hat, und nimmt diese Arbeiten zum Ausgangspunkt für einen Parcours durch sein romantisch-märchenhaftes Schaffen. Wortspiele und Bildrätsel, Kinderbücher und Parabeln, Fantasiegestalten und immer wieder Vögel finden sich in dieser interaktiven Schau, die zugleich Kunstpräsentation und Erlebniswelt ist.
Aktualisiert: 2019-04-05
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Wer hier nicht endlich Günter Brus als hinreißenden Autor entdeckt, der behalte sein essigsaures Gemüt,
bis er tonlos unter die Erde versinkt.
Aktualisiert: 2023-02-17
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Günter Brus' Kleine Narbenlehre ist eine Folge von acht bisher unpublizierten Fotografien, vom Künstler jeweils mit einem kurzen, prägnanten Text versehen. Die Bilder zeigen Günter Brus in den Tagen nach einer schweren Operation (1999), noch als Patient, seine Narben, seine diversen Verschlauchungen. Ausgehend von dieser Bildfolge versucht Christina Lammer in diesem Buch die Nahtstelle zwischen dem selbst-bestimmten Körper des Künstlers in seinen Aktionen der Sechziger- und Siebzigerjahre und seiner Fremdbestimmung im medizinischen Kontext eines Krankenhauses, in dem er operiert wurde, kenntlich zu machen. Betonte Brus in seinen Selbstbemalungen und -verletzungen die Mittellinie des eigenen Leibs, markiert fast vierzig Jahre später eine Narbe, die vom Brustbein bis zum Unterbauch reicht, als Spur einer Krebsoperation seinen Oberkörper. Zwei Strukturen werden inhaltlich in Beziehung zu einander gesetzt: Narben und Schläuche. Aktionsskizzen und -partituren des Wiener Aktionisten werden analysiert und mit Fotos der durchgeführten Aktionen verglichen, um Aussagen über die Körpersprache sowie die Konditionierung des eigenen Leibs zu treffen.
Günter Brus: 'Ich war zugleich ein Anderer, stellvertretend für Körperlichkeit allgemein.' In seinen selbst verletzenden Aktionen, die er nie bis zum letzten Extrem getrieben hat, wurde der Künstler immer nackter. Die Funktion des Striches wurde vom Schnitt übernommen. Ziel war nicht bloße Verletzung, sondern ästhetisches Verlangen. Körperflüssigkeiten gerannen zu Farbe. Blau gefärbter Urin. Das Rot des Bluts. Wie wird mit dem Skalpell gemalt? Aggressivität wird im positiven Sinne eingesetzt. die Zerreissprobe ist überstanden aus dem Bauch speicheln Drüsensekrete einige Fleischleibteile verschwanden nicht die 'Narbenlehre' verfasste Goethe (aus: Kleine Narbenlehre)
Aktualisiert: 2018-07-10
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Seit seinem Debüt mit der ›autobiographie des albert einstein‹ (1972) schildert Gerhard Roth mit Vorliebe Gestalten, die zu ihrer Umwelt ein gestörtes, mindestens aber ein irritiertes Verhältnis haben; das geht bis zum schizophrenen Auseinanderfallen von Ich und Welt. Dieses Thema bestimmt auch die Handlung seines zuletzt publizierten Buches ›Am Abgrund‹. Erzählt wird die Geschichte des ungleichen Freundespaares Lindner und Jenner. Beide ziehen vom Land in die Großstadt (Wien). Während der „verrückte“ Lindner sich im Kopf und auch auf dem Papier seine Welt entwirft, streift der Jurastudent Jenner durch die Stadt und begeht wie absichtslos Morde. (Und erlebt während einer Gerichtsverhandlung mit, wie ein gänzlich Unschuldiger an seiner Stelle verurteilt wird; Jenner bleibt ungerührt.) Der »Archäologe der Gegenwart«, wie Roth sich selbst bezeichnet, spürt ›Am Abgrund‹ Wahrnehmungsweisen der Welt und der Sprache von Gewalt und Ohnmacht nach, von Opfern und Tätern. »Auf geradezu unheimliche Art und Weise«, fand die Zürcher Weltwoche, »hat der Grazer Gerhard Roth in seinem jüngsten Buch ›Am Abgrund‹ die Undurchdringlichkeit der Realität und die Undurchschaubarkeit dessen, was wir Schicksal zu nennen pflegen, literarisch gestaltet.«
Aktualisiert: 2023-03-29
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'Das blonde, zahme Schwein machte, ehe es gezähmt wurde, und als wilder Eber durch die Wälder sauste, auf unsere asiatischen Vorfahren einen ungeheuren, heroischen und gewaltigen Eindruck. Die Art, wie es vorwärtsrennend mit den weißen Hauern den Boden aufwühlte und so dem Betrachter die erste Vorstellung vom Furchenziehen, vom Schollen-Aufwerfen beibrachte, wie es sich, angegriffen, mit ungeheurem Mut verteidigte, wie es die Haare wie Pfeile hinausstarren ließ, mit furchtbarem Grunzen und Schlagen den Jäger einschüchterte, wie ihm der Geifer stromweise aus dem Maul lief, wie es mit funkelnden Augen, dem Ausdruck einer unbezähmbaren Angriffslust, dem Gegner sich stellte, und besonders das gewaltige Behagen, die Sättigungslust, die es bei der Begattung zeigte, ließen es als Prototyp der Kraft, der Fruchtbarkeit, des Mutes, des unbezähmbaren Verlangens erscheinen.' Oskar Panizza (1900)
Aktualisiert: 2018-12-22
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Als Günter Brus Ende der Siebzigerjahre 64 Blätter und Texte für die Schreker-Oper in Berlin auf braunes Packpapier zeichnete und schrieb, hatte er den Wiener Aktionismus aufgegeben und sich gerade durch Flucht mit Weib und Kind in bittere Armut nach Berlin einer halbjährigen, rechtskräftigen Gefängnisstrafe entzogen. Minutiös schrieb er den gesamten Text der Oper händisch ab, und illustrierte diesen. Die Oper, entstanden 1918, handelt von Alviano Salvago, einem genuesischen Edelmann, der sich für die ihm entgangenen Liebesfreuden zu entschädigen und an der Welt zu rächen sucht. Er hat ein künstliches Paradies, die Lustinsel Elysium, geschaffen, in dessen unterirdischen Gewölben Adlige Orgien mit geraubten Bürgermädchen feiern.
Aktualisiert: 2020-07-16
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Ein Buch zu den beiden größten Bilddichtern der letzten Jahrhunderte. Was Brus mit William Blake verbindet, ist die gedankliche Einheit von Schrift und Bild sowie die Besessenheit beider, die "Bilddichtung" als künstlerische Gattung durchzusetzen.
Die Basis der Arbeit von Brus war das Überarbeiten von 82 Zeichnungen Blakes, welche dieser zu den verschiedensten biblischen und naturmystischen Themen skizzierte und zeichnete.
Aktualisiert: 2020-01-29
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Dieser Band – Materialenband im besten Sinne des Wortes – ist die Dokumentation einer künstlerischen Zusammenarbeit, die sich anlässlich der Uraufführung des Stückes im „steirischen herbst 1985“ über mehr als ein Jahr erstreckte.
Außer dem Stücktext und einem Vorwort des Autors enthält das Buch Reproduktionen der Bühnenbild- und Kostümentwürfe von Günter Brus, eine Fotosequenz von der Aufführung und eine Reihe weiterer Prosatexte von Gerhard Roth, die im Zusammenhang mit den Erinnerungen entstanden.
Aktualisiert: 2020-02-27
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Amerika hat Naked Lunch (1962) von William S. Burroughs und Cantos (1948) von Ezra Pound. Irland hat Finnegans Wake von James Joyce und Murphy (1947) von Samuel Beckett. Österreich hat Die Verbesserung von Mitteleuropa von Oswald Wiener (1969) und Irrwisch von Günter Brus.
Im Exil 1971 geschrieben und gezeichnet, initiiert vom Kohlkunst Verlag Gunther Rambows, in der Grammatik einer clownesken und grotesken Fremdheit gespuckt, der jede Silbe des Wörterbuchs der Hysterie, des Exzesses, des Abszesses vertraut ist, jedes Gramm ein Meisterwerk der Sprache, in einer unerhörten und selten gehörten oder beinahe vergessenen Sprache, nackt aus den Tiefen der Kindheit und des Unbewußten, ein epileptischer Anfall, der die Sozialisation der Sprache durchbricht. Auf des Messers Spitze stehend, gebeugt über den Balkon Europas, die Nacht des Menschen, die Fallhöhe des Abgrundes vermessend, eine Totenwache im Wartesaal der Zombies. Eine Verwerfung sozialer Normen, Gesänge aus einer semiotischen Wildnis, ein soziales Urinoir der austriakischen Gesellschaft als Spiegel der Welt, als anus mundi, ein ethnologisches Projekt von Graden, eine linguistische Mission von Gnaden, ein Ausbruch nicht nur für Anfänger. Zeichenketten werden in Zeichnungen entkettet, welche alle sozialen Ketten abstreifen. Eines der radikalsten Bücher der Welt, ebenso mutig wie witzig, ebenso irrsinnig wie irrwitzig, uneinholbar.
Aktualisiert: 2019-09-03
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