Aktualisiert: 2023-05-31
Autor:
Julian Barnes,
Marcel Beyer,
Peter Bürger,
Karl Corino,
Felix Fénéon,
Manfred Flügge,
Durs Grünbein,
Felix Hartlaub,
Geno Hartlaub,
Jean Krier,
Wolf Lepenies,
Robert Menasse,
Martin Mosebach,
Wsewolod Petrow,
Anton Schlösser,
Claude Simon,
Jan Wagner,
Virginia Woolf
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Aktualisiert: 2023-05-31
Autor:
Julian Barnes,
Marcel Beyer,
Peter Bürger,
Karl Corino,
Felix Fénéon,
Manfred Flügge,
Durs Grünbein,
Felix Hartlaub,
Geno Hartlaub,
Jean Krier,
Wolf Lepenies,
Robert Menasse,
Martin Mosebach,
Wsewolod Petrow,
Anton Schlösser,
Claude Simon,
Jan Wagner,
Virginia Woolf
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Die Erinnerungs-Prosa „Hiebe mit Liebe“ erscheint hier erstmals. Ebenso die Gedichte über seine Zeit als Gymnasiast mit zwei Ausnahmen: „Entscheidung“ und „Schlussbild“ sind bereits 2014 in „Vademecum“ Radius Verlag, Stuttgart gedruckt worden. Wolfgang Folmer (Heilbronn) schuf den Holzschnitt für das Buch und die Vorzugsausgabe. (Details auf Anfrage).
Aktualisiert: 2022-12-06
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Als Karl Corino 2003 nach rund 40 Jahren Recherche seine 2000 Seiten umfassende Biographie Robert Musils vorlegte, konnte man glauben, Leben und Werk des Schriftstellers seien nun bis in den letzten Winkel erforscht. Das war eine Illusion. In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten wurden Funde gemacht, mit denen nicht zu rechnen war. Neu entdeckte Dokumente und Fotos schlossen Lücken in der Biographie Musils, und an die Stelle der Vermutung trat mitunter Gewissheit. So sammelt das vorliegende Werk verstreut gedruckte Aufsätze, sie stehen neben Studien, die eigens für diesen Band geschrieben wurden. Die Fotos bilden einen ausdrücklichen Mehrwert. Zahlreiche werden hier erstmals veröffentlicht.
Aktualisiert: 2022-03-17
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Zeitzeugen berichteten aus ihren persönlichen Erfahrungen mit der DDR und vermitteln Einblicke in bisher wenig bekannte Bereiche.
Aktualisiert: 2021-03-31
Autor:
Burkhard Baltzer,
Michael Beleites,
Christoph Bergner,
Peter Bohley,
Karl Corino,
Christiane Ebeling,
Hartmut Ebeling,
Hans-Peter Gensichen,
Inge Jens,
Jens Reich,
Curt Stauss,
Christine Zarft
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Aktualisiert: 2023-03-31
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Wulf Kirsten ist ein 'Spurenleser in Dichtung und Landschaft' (Jan Röhnert). Doch auch er selbst hat mit seinem Schreiben Spuren hinterlassen. Um diesen nachzugehen, haben sich anlässlich seines 80. Geburtstages Autoren, Künstler und Übersetzer zu einem Gemeinschaftswerk zusammengefunden. Sie gehören verschiedenen Generationen und Lebenssphären an – was sie verbindet ist der literarische und oft auch persönliche Bezug zu Wulf Kirsten. So entstand ein Kaleidoskop aus Gedichten, Illustrationen und Übersetzungen.
Aktualisiert: 2020-10-29
Autor:
Andreas Altmann,
Arnfrid Astel,
Wilhelm Bartsch,
Roland Bärwinkel,
Becker Jürgen,
Thomas Boehme,
Yves Bonnefoy,
Liane Bosse,
Volker Braun,
Karl Corino,
Edoardo Costadura,
Heinz Czechowski,
Daniela Danz,
Michel Deguy,
Róža Domascyna,
Hans-Jürgen Döring,
Benedikt Dyrlich,
Elke Erb,
Harald Gerlach,
Hubertus Giebe,
Uwe Grüning,
Wolfgang Haak,
Christine Hansmann,
Kerstin Hensel,
Karl-Georg Hirsch,
Jürgen K. Hultenreich,
Nancy Hünger,
Philippe Jaccottet,
Adel Karasholi,
Kwang-kyu Kim,
Annerose Kirchner,
Bärbel Klässner,
Uwe Kolbe,
Jörg Kowalski,
Gisela Kraft,
Michael Krüger,
Johannes Kühn,
Reiner Kunze,
Christian Lehnert,
Kito Lorenc,
Undine Materni,
Christoph Meckel,
Stéphane Michaud,
Karl Mickel,
Radjo Monk,
Harry Oberländer,
Helge Pfannenschmidt,
Richard Pietraß,
Utz Rachowski,
Jan Volker Röhnert,
Christian Rosenau,
Thomas Rosenlöcher,
André Schinkel,
Hubert Schirneck,
Kathrin Schmidt,
Christoph Schmitz-Scholemann,
Lutz Seiler,
Werner Söllner,
Thomas Spaniel,
Ingeborg Stein,
Brigitte Struzyk,
Susanne Theumer,
Wolfgang Trampe,
Harry Weghenkel,
Norbert Weiss,
Werner Wittig,
Michael Wüstefeld
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Der Debutant, den eine einzige Rezension auf den Olymp der deutschen Literatur beförderte. Der Vergessene, zu dessen Beerdigung nur acht Personen erschienen. Der Eifersüchtige, der bei der Erwähnung Thomas Manns zu zittern begann. Der Ingenieur, der untergründigste Seelenregungen in Worte zu fassen versuchte. Der k.u.k Offizier, der das berühmteste Romanfragment des 20. Jahrhunderts hinterließ. Ein Mann mit sehr vielen Eigenschaften. Doch was weiß man tatsächlich über den Menschen Robert Musil?
Der zweite Band von en face – Texte von Augenzeugen, läßt Menschen zu Wort kommen, die mit Musil persönlich zu tun hatten. Versammelt werden Berichte und Erinnerungen von Kollegen, Freunden und Verwandten: vom plötzlichen Erfolg des 'Törleß' bis zur Passionsgeschichte des 'Manns ohne Eigenschaften', an dem Musil bis zu seinem Tod im Genfer Exil wie besessen arbeitete.
Der Stiefschwiegersohn Otto Rosenthal erzählt vom Wettschwimmen während eines Urlaubs in Koserow. Die Förderin Stella Ehrenfeld erinnert sich an den 'Teufelsbraten' Martha Musil, die nicht von der Seite ihres Gatten weichen wollte. Dem Kollegen Franz Blei fiel die athletische Figur des 'Törleß'–Autors auf. Soma Morgenstern wurde Zeuge einer kuriosen Café–Zusammenkunft mit Joseph Roth. Der Lektor Moritz Heimann berichtet von Musils 'unnachgiebigem und diamanthartem' Talent, Carl Jacob Burckhardt von den Mühen, Musil eine Schweizer Aufenthaltsgenehmigung zu verschaffen. Der junge Fritz Wotruba spricht von der 'Mauer aus Eis', die den verarmten Autor im Exil umgab, Ignazio Silone von Musils politischer Ambivalenz.
Zusammengestellt und zum Teils erstmals aus seinen persönlichen Archiven hervorgeholt hat diesen Band Karl Corino, der 'größte noch lebende Musil–Experte' (Neue Zürcher Zeitung). Seit vierzig Jahren publiziert er zu Musil, zuletzt eine monumentale Biographie (2003), über die die Weltwoche schrieb: 'Beeindruckenderes hat die biographische Recherche in den letzten Jahrzehnten nicht geleistet.'
'Keiner weiß mehr über Robert Musil als Karl Corino. [Sein Musil-Werk] wird nun ergänzt durch einen gehaltvollen, akribisch edierten und reich illustrierten Quellenband. […] Musil tritt uns als ungemein komplexe Persönlichkeit entgegen: als leidenschaftlicher Autor, der doch nicht gern schrieb, als Polemiker und Causeur, als hilfsbedürftiger und undankbarer Mensch, als schwerkranker Mann von eiserner Disziplin. Fazit: Corinos Buch ist eine unerschöpfliche Fundgrube.' NZZ am Sonntag
'Dieser Band ist für Musil-Anfänger ebenso wie für Musil-Anhänger eine Schatztruhe. Denn die darin versammelten Erinnerungen an Robert Musil eignen sich ebenso zum Einstieg in den Musil-Kosmos wie zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Griesgram Robert Musil.'
Glanz und Elend
Aktualisiert: 2021-05-04
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Biermann und Bravo, Erotika und Erbauungsliteratur – Schmuggelgeschichten aus dem 'Leseland'
Aktualisiert: 2023-03-14
Autor:
Barbara Amelung,
Siegfried Bräuer,
Günter de Bruyn,
Corinna Buschow,
Karl Corino,
Elena Demke,
Rainer Eckert,
Christian Eger,
Siegmar Faust,
Bernd Florath,
Andrea Genest,
Jörn-Michael Goll,
Baldur Haase,
Christian Heermann,
Enrico Heitzer,
Guntolf Herzberg,
Harold Hurwitz,
Thomas Klein,
Heinz Klunker,
Klaus Körner,
Mark Lehmstedt,
Roland Links,
Erich Loest,
Siegfried Lokatis,
Michael Meyen,
Klaus Michael,
Fritz Mierau,
Hans Misselwitz,
Egbert Pietsch,
Gerd Reinicke,
Hedwig Richter,
Peter Schicketanz,
Diana Schmidt,
Hans-Georg Soldat,
Ingrid Sonntag,
Karlheinz u. Angela Steinmüller,
Raimund Waligora,
Patricia F. Zeckert
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Im Mai 2004 feierte der „bedeutendste Kirchenkritiker des 20. Jahrhunderts“ (Wolfgang Stegmüller) seinen 80. Geburtstag; kurz zuvor war der achte Band seines Monumentalwerkes Kriminalgeschichte des Christentums erschienen. Doch obwohl Deschners Schaffen als Historiker und Literat stets große öffentliche Aufmerksamkeit erreichte, gab es bislang keine Monographie, die Leben, Werk und Wirkung des unermüdlichen Autors darstellte.
Der Sammelband, zu dem zahlreiche prominente Autorinnen und Autoren beigesteuert haben, hat den Anspruch, diese Lücke zu schließen und die verschiedenen Aspekten von Deschners publizistischem Wirken zu beschreiben und zu bewerten: seine Kirchenkritik, seine frühen literarischen Werke und Aphorismen, seine literaturkritischen Arbeiten, sein Engagement für Tierschutz und seine politisch-moralischen Auffassungen. Im abschließenden Kapitel kommen Kritiker und Befürworter Deschners zu Wort und streiten miteinander über sein Werk.
Eine Zeittafel und eine Bibliographie machen das Buch zudem zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel für alle, die sich wissenschaftlich mit Karlheinz Deschner auseinandersetzen.
Aktualisiert: 2020-04-07
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Karl Corinos Gedichte sind ein modernes Gegenstück zu Eduard Mörikes (alten) "Bildern aus Bebenhausen": freilich ist Mörikes Idylle bei Corino, dem Poeta doctus, der er ist, gebrochen durch Scherz, Ironie und tiefere Bedeutung ...
Aktualisiert: 2020-12-29
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Werner Karl Schweikert, geboren 1933, beginnt bereits im Alter von dreizehn Jahren die Weltliteratur zu entdecken und zu sammeln. Der gelernte Ofensetzer und spätere Eigentümer des elterlichen Betriebes besuchte ab 1962 jährlich die Frankfurter Buchmesse und hat bis 1968 rund 10.000 Bücher der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts in deutschsprachigen Übersetzungen gesammelt.
Ein Hochwasser vernichtet die gesamte Sammlung. Über die Entscheidung: aufgeben oder weitermachen? schreibt er kurz vor seinem Tod: »Ein Leben ohne Bücher ist ein Leben ohne Spannung, ohne die ästhetische Freude an den Büchern und ohne den Reiz der ständigen Neuentdeckungen. Insgesamt ein langweiliges Leben! Langsam überwand ich den Schock und machte eine Bestandsaufnahme der verlorenen Bücher.« Schweikert beginnt wieder zu sammeln, er sammelt und sammelt. Der Betrieb wird schön langsam zu klein für all die Exponate. Finanziert wird das Ganze aus eigenen Mitteln – ohne jedwede Unterstützung durch Behörden. Bis zuletzt lebte die einzigartige Sammlung von der Liebe zu den Büchern und eigener Hände Arbeit.
Aktualisiert: 2022-12-31
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Dinkelsbühl, schwärzeste bayerische pädagogische Provinz der 1950er Jahre. So empfand der Autor seine Abiturzeit. Zum »Goldenen Abitur« hat Karl Corino anläßlich eines Klassentreffens Balladen geschrieben und die Schulzeit Revue passieren lassen.
Aktualisiert: 2020-11-16
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Am 2. Juni 2007 ist Wolfgang Hilbig, einer der wortmächtigsten deutschen Dichter der Gegenwart, im Alter von 65 Jahren in Berlin gestorben. In diesem Band sind Erinnerungen und Nachrufe von Schriftstellern abgedruckt, die ihn zum Teil aus der DDR und den 1970er Jahren kannten und seine Prosa wie seine Gedichte bewunderten.
Aktualisiert: 2020-07-06
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Die mährische Bauernfamilie Musil aus Rychtarov bei Vyskov brachte innerhalb weniger Jahrzehnte drei Männer von nationaler und internationaler Bedeutung hervor: Alfred Musil (1846 – 1924), Professor für Maschinenbau an der Deutschen Technischen Hochschule Brünn, Inhaber zahlreicher Patente, Hofrat, in den erblichen Adelsstand erhoben; dann sein Neffe Alois Musil (1868 – 1944), sein Neffe, katholischer Priester, dann zum bedeutendsten Erforscher der arabischen Halbinsel aufgestiegen, Verfasser geographischer und ethnographischer Standardwerke, als Christ zum Ehrenscheich der Ruala-Beduinen ernannt, während des I. Weltkriegs Berater des österreichischen Kaisers Karl, nach 1918 Professor in Prag, Mitglied der Royal Academy und zahlreicher anderer hochrangiger Institutionen; schließlich sein Vetter Robert Musil (1880 – 1942), einer der erudiertesten Autoren seiner Epoche, ausgebildeter Militär, Ingenieur, promovierter Philosoph und Experimentalpsychologe, Verfasser der „Verwirrungen des Zöglings Törless“ (1906), des Novellenbands „Vereinigungen“ (1911), des Dramas „Die Schwärmer“, der „Drei Frauen“ (Erzählungen“, 1924) sowie des fragmentarisch gebliebenen Epo-chenromans „Der Mann ohne Eigenschaften“ (1930, 1932). Sie wären sich vermutlich trotz ihrer Verwandtschaft nie begegnet, wenn nicht ein dritter Abkömmling der Familie, der Brünner Technik-Professor Alfred Musil (geb. 1846), der Vater des Schriftstellers, unermüdlich und nicht ganz uneigennützig zwischen den beiden intellektuellen „Berggipfeln“ vermittelt hätte.
Die von Corino herausgegebenen Familienkorrespondenzen und der kleine Schatz an Fotomaterialien aus dem Nachlass von Alois Musil aus Vyškov bieten neue Hintergrundinformationen zum österreichischen "Lawrence von Arabien" und zu biografischen Irrwegen des Schöpfers des „Mann ohne Eigenschaften“.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Ulrich Gehret ist niemand, der die Kunst mit einem Abenteuer verwechseln würde. Er lebt beides. Gehret, der 1944 im ostpreußischen Cranz geboren wurde, studierte in Berlin und Hamburg freie Malerei, doch schon bald zog es den Künstler in die Welt. Ulrich Gehret bereiste Südamerika, Mexiko, Trinidad und Tobago, nicht selten mit dem Motorrad. Immer entstand unterwegs Kunst, oft Bilder in der Größe von Satteltaschen, aber häufig bezog er in der Fremde ein Atelier. Als visuelle Notizen bezeichnet er seine Werke, die in Mischtechnik entstehen und auf den Betrachter wie Speicher von Seheindrücken wirken. Zu seinen Materialien gehören Pflanzen, Tierknochen, Schlangenhäute und Papierfragmente, meist sind die Bilder mit einer Paraffinschicht versiegelt. Wenn Ulrich Gehret seine Arbeiten mit einem schlichten Metallrahmen umschließt, sind sie noch nicht zum Abschluss gekommen. Die Bilder arbeiten weiter, das Wachs bekommt Risse, das Metall verändert sich, alles ist im Schwebezustand. Ulrich Gehret, der von sich selbst als einem „wogenden und wechselnden Ich“ spricht, sucht das Offene nicht nur metaphorisch, er bereist das Meer mit einem Boot, dem er den bezeichnenden Namen „nota visual“ gegeben hat. Die Publikation vereint nun sein bildnerisches mit seinem literarischen Werk. Auszüge aus seiner vielschichtigen und ausufernden Novelle „mamba-whaling“ geben einen Einblick in diesen Wortkosmos und begleiten seine Bilder aus den letzten vier Jahrzehnten.
Aktualisiert: 2020-08-21
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Das Werk Robert Musils ist wie das vieler österreichischer Autoren des 20. Jahrhunderts – man denke an Hofmannsthal oder Rilke – ohne sein Italien-Erlebnis nicht denkbar. Bis zum 1. Weltkrieg reiste er mehrfach in den Süden; Venedig, Ancona, Rom und Anzio hinterließen zahlreiche Spuren in seinem Werk. Die Prosa-stücke im „Nachlass zu Lebzeiten“, „Das Fliegenpapier“, „Die Affeninsel“, „Kann ein Pferd lachen?“, „Schafe, anders gesehen“, „Sarkophagdeckel“, „Hellhörigkeit“ und „Pension Nimmermehr“ verdanken wir einem Aufenthalt im Herbst 1913 in Rom. Die „Reise ins Paradies“ geht auf den Urlaub in Porto d`Anzio in den Wochen davor zurück, ein Schlüsselkapitel für seinen großen Roman, weil es vom Inzest der Protagonisten erzählte und den Abstieg in den Ersten Weltkrieg vorbereitete. Frappierend ist, wie Musil immer wieder Transpositionen vornahm: er verlegte Erlebnisse aus Österreich, wie auf der Suche nach einer heroisch-idealen Landschaft, in den Süden, und verschob römische Erfahrungen – den Besuch des Manicomio - aus der ewigen Stadt nach Wien. Hatte er bei seinem Abituraufsatz von 1904 über Rom nach eigenem Bekenntnis nur einen Mittelplatz belegt, so rehabilitierte er sich im folgenden Jahrzehnt auf das Glänzendste. Mit dem „Fliegenpapier“ und der „Affeninsel“ gelangen ihm Prophetien, die den großen Krieg von 1914-1918 und die totalitären Gesellschaften des 20. Jahrhunderts vorwegnahmen. Der vorliegende Band versammelt die italienischen Texte Musils und konfrontiert sie nach Möglichkeit mit erhaltenen Fotos, in der Hoffnung auf gegenseitige Erhellung.
Aktualisiert: 2019-03-25
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Felix Hartlaub gehört zu jenen künstlerischen Existenzen, die sich jedem gewohnten Schema entziehen: geboren in Bremen, aufgewachsen in Mannheim (der Vater, Direktor der Mannheimer Kunsthalle, wurde 1933 entlassen), Besuch der Odenwaldschule, längere Aufenthalte in Frankreich und Italien, ab 1933 Studium in Heidelberg und dann bis zur Promotion 1939 in Berlin, freundschaftlicher Kontakt zu künstlerisch-politisch oppositionellen Kreisen (besonders intensiv zur Familie Gysi), die dann ab 1938 zunehmend Deutschland verlassen müssen. Hartlaub bleibt, notiert, beobachtet und schreibt, orientiert an Marcel Proust, Joseph Conrad, Franz Kafka oder D. H. Lawrence. 1939 eingezogen, kommt er als einfacher Soldat durch eine Kette von Zufällen auf sehr ungewöhnliche Positionen: zuerst im besetzten Paris als Archivar des Auswärtigen Amtes, dann als Sachbearbeiter in den Abteilungen 'Kriegsgeschichte' bzw. 'Kriegstagebuch', die direkt dem Oberkommando der Wehrmacht bzw. dem 'Führerhauptquartier' zugeordnet waren, mitten im Zentrum der Macht. Während dieser Zeit schreibt Hartlaub neben seiner offiziellen Tätigkeit eigene Texte: satirische Reportagen, demaskierende, distanzierte, kühle Beobachtungen, genaue Protokolle eines Krieges, die erst lange nach Hartlaubs rätselhaften Verschwinden (Ende April 1945) und auch dann nur in Bruchstücken veröffentlicht werden, aber sogleich großes Aufsehen erregen.
Aktualisiert: 2020-01-05
> findR *
Der Band „Falltüren des Himmels. Eine kleine Vogelkunde“ sammelt Gedichte Karl Corinos über Vögel aus 50 Jahren.
Die Formen dieser Lyrik sind vielfältig – sie reichen von rhythmisch strengen, gereimten Strophen bis zum freien Vers. Die scharf gestochene Miniatur steht neben weit ausgreifenden balladenhaften Formen.
Der thematische Horizont ist weit gespannt. Er umfasst das naturwissenschaftliche Experiment ebenso wie genetische Fälschungen samt ihren politischen Implikationen (Lysenko, Stalin), die historische Reminiszenz aus dem I. Weltkrieg (Walter Flex) nicht anders als den ökologischen Vorausblick, den uralten Volksaberglauben neben der nüchternen Prognose, Kindheitseindrücke Seit an Seite mit dem tierischen Gleichnis sozialer Befunde, die Hochsprache mitunter verschwistert mit dem Dialekt.
Die Illustrationen Rolf Göblers erinnern an die große Tiermalerei des 19. und 20. Jahrhunderts, die der Autor als Landkind nur in den populären Formen der Sammelalben kennenlernte und die ihn gleichwohl bildnerisch sozialisierten.
Die naturalistisch ausformulierten Vogel-Aquarelle Göblers begeistern durch eine delikat gesetzte Farbatmosphäre. Im Kontrast dazu erkennen wir Vögel, die in einer opak schillernden Farbprägnanz mit intensiverr Signalwirkung erstrahlen. Dann tauchen irgendwo auf dem Papieerfond abstrakte Strukturelemente auf und transformieren sich zu fliegenden Gänsen, einer Kröte oder bilden ein funkelndes Gewässer.
Wir erleben hier eine attraktive Gestaltungsästhetik, wobei sich Wort und Bild durch die Imagination des Betrachters zu einer erweiterten poetischen Leseart fügen.
Aktualisiert: 2022-10-17
> findR *
Robert Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" wurde kürzlich bei einer Umfrage zum bedeutendsten Roman deutscher Sprache im 20. Jahrhundert gewählt - das Leben seines Autors war jedoch bisher noch nicht mit der angemessenen Genauigkeit erforscht. Karl Corinos monumentale Musil-Biographie bringt die entscheidende Wende; sie wird für Jahrzehnte die Grundlage aller künftigen Beschäftigung mit Leben und Werk Robert Musils sein.Als Ingenieur, studierter Philosoph und Experimentalpsychologe war Musil einer der gebildetsten und vielseitigsten Autoren seiner Epoche. Die Fähigkeit zur Zusammenschau getrenntester Wissensgebiete, im «Törleß» zum ersten Mal sichtbar, im «Mann ohne Eigenschaften» vollendet, macht ihn zu einem der faszinierendsten Schriftsteller der Moderne. Karl Corinos Buch geht den Stationen und Wendungen von Musils Biographie nach und zeigt mit Akribie und Eleganz, wie aus dem «Lebensstoff» des Autors ein Œuvre von weltliterarischem Rang erwuchs.
Aktualisiert: 2023-03-30
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